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Archive for Dezember 2010

Wenn der Bürgermeister von Wien im „Kurier“- Gespräch vom 13.12. zum Thema Ganztagsschule provokant feststellt: „Ich kann ja auch nicht zu Mittag nach Hause gehen“ und auch die langen Schulferien erwähnt, dann ergeben sich für mich einige Fragen:

1. Was bezweckt der Wiener SPÖ-Vorsitzende mit seinen Äußerungen?
2. Kennt er die konkreten Arbeitsbedingungen der meisten Lehrer_innen (und Schüler_innen) auch in jenen Schulkasernen Wiens, die oft vor über 100 Jahren erbaut worden sind? (z.B. in Favoriten)
3. Hat er keinen Kontakt zu Genossinnen und Genossen, die ihn an Otto Glöckel erinnern könnten? Dieser hat nämlich auch als Stadtschulratspräsident „seine“ Wiener Lehrer_innen nicht auf „Biertischniveau“ beschimpft.
4. Wer sind seine Berater_innen in Schulangelegenheiten? Vielleicht Frau Dr.Brandsteidl, die geschäftsführende Präsidentin des Wiener Stadtschulrates? Es hat doch einmal den „Zentralverein der Wiener Lehrer_innen“ gegeben. Gibt es den überhaupt noch?
5. Lässt er sich beim Schulthema überhaupt beraten oder spricht Herr Dr.Häupl „aus dem Bauch heraus“? (Dann erledigen sich die Fragen)

Weit weniger überrascht und enttäuscht bin ich von jenen ÖVP-Politiker_innen, die nach den PISA-Ergebnissen eine „Leistungsschule“ fordern.

Die Richtung ist ja nicht neu: „Leistungsgruppen“ schon in der Volksschule, am besten schon im Kindergarten. Damit könnte ein Kompromiss für die Schule der 10-14-Jährigen angepeilt werden: Innere Differenzierung durch „Leistungsgruppen“ in möglichst vielen Fächern. Mathematik, Deutsch, Englisch usw. sowieso, aber auch in Turnen, Zeichnen, Werken und Musik! Dr.Andreas Salcher („Kurier“-Schüler_innen-Anwalt) und Prof.Walter Strobl (noch ÖVP-Vizepräsident im Wiener Stadtschulrat) beraten sicher gerne beim ersten „Karl-Popper-Kindergarten“.
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