Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Wird es vielleicht sogar eine „Inklusionsschule“? Ich weiß leider gar nichts. Warum nur?

Seit März höre ich vom Gerücht, dass neben der  Volksschule Quellenstr.142  eine „Neue Mittelschule“ gebaut werden soll. Über den genauen Schulstandort und über weitere  Veränderungen  in Richtung des Evangelischen Friedhofs beim Matzleinsdorferplatz  im Zusammenhang mit der geplanten U-Bahn gibt es ebenfalls nur Gerüchte.

Mein besonderes Anliegen gilt aber  jenen Entwicklungen, die unsere Kinder ganz besonders betreffen und das sind jene im Kindergarten- und Schulbereich.

Aktuell erschreckt mich  z.B. der Anblick des Baggers vor der Volksschule Quellenstr.142, der den wichtigsten Spielbereich im Freien in eine Baugrube verwandelt.

………………schule-quellenstr-142

Aber vielleicht ist hier das Modell einer zeitgemäßen „Inklusionsschule“  geplant?  

Und das würde insofern sogar Sinn machen, weil  im zuletzt zur  Volksschule hinzugefügten Gebäudeteil in der Sonnleithnerg.32  viele Jahre ein entsprechend ausgebildetes Fachpersonal für Allgemeine Sonderschulen hervorragende Arbeit gemacht hat.

Leider wurde aber diese Hoffnung durch ein Antwortschreiben vom Büro des Amtsführenden Präsidenten des Stadtschulrates für Wien an eine besorgte Mutter nicht bekräftigt. Diese Mutter schrieb im März dieses Jahres:

„Ich bin Mutter von drei Kindern und in naher Zukunft sollen auch die zwei anderen Kinder in diese Schule gehen. Wir haben uns bewusst gegen eine Privatschule und für diese Schule entschieden.  

Wenn nun zu den bestehenden 23 Klassen (mit insgesamt knapp 500 Schülern) noch 8 Klassen (in etwa 200 Kinder) mit 10 bis 14 jährigen  Schülern hinzukommen sehen wir vor allem den Bewegungsraum unserer Kinder massiv eingeschränkt, gerade kleine Kinder brauchen viel Bewegung und Freiraum. …….

Ein Plus von 200 Schülern inkl. Verwaltung (sprich Lehrer und sonstiges Personal) bedeutet dass auf dem verbleibenden Freiraum 40% mehr Kinder ihre Freizeitphasen verbringen und der Verlust zusätzlicher Fläche, da man diesen neuen Lehrern doch wohl Parkplätze zur Verfügung stellen wird?! 

Ganz abgesehen von dem Verlust der Lebensqualität unserer Kinder, wie stellen Sie sich dieses Miteinander vor? 

Als Mitglied des Elternvereins und besorgte Mutter verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und erhoffe mir eine Stellungnahme“

Die Antwort vom Büro des Wiener Stadtschulrates:

„Sehr geehrte ……………

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Amtsführenden Präsidenten Mag. Jürgen Czernohorszky, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Auf Grund der wachsenden Schülerzahlen im 10. Bezirk ist es dringend erforderlich, eine zusätzliche Neue Mittelschule zu errichten um in Zukunft allen SchülerInnen einen Schulplatz im Wohnbezirk anbieten zu können.

Nach Rücksprache mit den Planungsverantwortlichen darf ich Ihnen mitteilen, dass die Freiraumflächen für die Volksschule weitgehend erhalten bleiben. Eine Ausweitung der Parkplätze ist definitiv nicht geplant.

Was die gemeinsame Nutzung der Freiflächen betrifft, so kann ich Sie beruhigen, da alle SchülerInnen (Volksschule und Neue Mittelschule) während der gesamten Unterrichtszeit unter Aufsicht der Lehrer und Lehrerinnen stehen und alle Kollegen und Kolleginnen ein wertschätzendes, soziales Zusammenleben der Kinder am Standort gewährleisten. 

Mit freundlichen Grüßen

Mag.a Andrea Trattnig

Diese Antwort lässt keinen Schluss darüber zu, ob es an dieser geplanten Schule Ansätze eines inklusiven Konzeptes gibt, wie es z.B. im Beitrag von Karin Schwarz-Viechtbauer und Brigitte Rabl im „Schulheft 163: SchulRäume – Einblicke in die Wirkkraft neuer Lernwelten“ (Studienverlag 2016) beschrieben wird:

…………………………schulheft-163

„Zeitgemäße Anforderungen an Bildungseinrichtungen aus Sicht des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau“ (S.45) Vorbemerkung: „Schule und Schulbau stehen vor zahlreichen neuen Herausforderungen: Ganztägige Schulformen werden vermehrt nachgefragt und auch politisch vorangetrieben, reformpädagogische Konzepte und individualisiertes Lernen entwickelt sich von der Ausnahme zur Regel. Inklusion ist ein wichtiges Leitbild geworden. Aber auch der demografische Wandel stellt den Bildungsbau vor große Herausforderungen. In Ballungszentren sieht man sich kaum bewältigbaren Bauaufgaben konfrontiert…..

1 – Standortpolitik: Bildungseinrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil der baulichen Infrastruktur und können neben ihrer Grundfunktion der Bildungsförderung verschiedenste NutzerInnengruppen ansprechen – beispielsweise das regionale Sportangebot erweitern, lebenslanges Lernen fördern, Treffpunkt der Generationen oder kulturelles Zentrum sein. In Fachkreisen werden Bildungseinrichtungen darüber hinaus mit der Gemeinde- und Regionalentwicklung in Zusammenhang gebracht. Man betrachtet sie nicht nur als Identität stiftendes Zentrum in Gemeinden, sondern schreibt ihnen auch Bedeutung zu als Kriterium für Betriebsansiedlungen, soziale Stabilität u.v.m.“ (Hervorhebungen: FE)

Ob solche „inklusiven“ Überlegungen in die Planung dieser „Neuen Mittelschule“ im „Triesterviertel“ eingeflossen sind?

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

Wir müssen aber MEHR MITEINANDER REDEN, denn „durch´s Reden kommen d`Leut z´samm´“.

Hauptursache für die weltweit zunehmende Armut, für Hunger, Krankheiten, Krieg und Flucht ist, dass ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als ein Drittel des globalen Reichtums verfügt. Und nach Schätzungen entziehen sie davon etwa ein Drittel einer Besteuerung. (Ö1-Radiokolleg 30.6.2016)

Immer mehr seriöse Untersuchungen bestätigen die Tatsache, dass diese Entwicklung seit vielen Jahren vorbereitet worden ist! Es sollen  die Ursachen der Probleme möglichst gleich in der Nachbarschaft gesucht werden, nur nicht bei ihnen in ihren „goldenen Käfigen“! Dieses 1% und ihre Strategen sind bis jetzt „die lachenden Dritten“, wenn wir übrigen 99 % weiterhin so wenig miteinander reden oder sogar streiten!

Das betont auch Colin Crouch, Autor von „Postdemokratie“, in seinem neuen Buch „Die bezifferte Welt – Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht“ (Suhrkamp, 2015):

crouch-2015

„Wenn die Macht der Demokratie schwindet, verlieren die Wähler unter Umständen das Interesse an ihr. Zweifellos wird sie dadurch noch anfälliger für die Manipulation durch Mächtige, doch sind diese dann möglicherweise zugleich mit einem Mangel an Legitimation konfrontiert. Sie sind darauf angewiesen, daß die Bürger an den Wahlen teilnehmen – und können sie dazu motivieren versuchen, indem sie politische Debatten über eine Vielzahl an sich eher unbedeutenderer Probleme anzetteln. Diese Taktik hat überdies den Vorzug, die Bevölkerung regelmäßig von den wichtigeren Fragen abzulenken, wer die eigentlichen Profiteure eines solchen Systems sind.“ (S.219) (Hervorhebung FE)

Aber das darf von uns, der 99 %-Mehrheit, also auch von uns BewohnerInnen des „Triesterviertels“ insgesamt, nicht mehr länger als schicksalshaft hingenommen werden! Schon unseren Kindern und Enkerln zuliebe! Dazu passen mein erster WordPress-Text vom  10.6.2009: Großeltern aller Länder vereinigt euch! und jener vom 26.12.2009: Großeltern aller Parteien vereinigt euch!

Aus meiner Sicht ist ein sehr „bedeutendes Problem“ die geringe Teilhabe von BewohnerInnen am Geschehen im unmittelbaren Wohngebiet. Das hängt ziemlich sicher auch damit zusammen, dass es immer weniger Gelegenheiten zu mehr oder weniger „öffentlichen“ Gesprächen gibt. Beim Tratsch mit den Nachbarn im Haus, beim Greißler ums Eck, im Wirtshaus, im Park, beim gemeinsamen Besuch des Grätzl-Kinos oder des Fußballplatzes in der Nähe wurden viele Meinungen ausgetauscht und gebildet, wurde auch viel „politisiert“.

Es sollten daher zeitgemäße Gelegenheiten geschaffen werden, damit interessierte Menschen in der Nachbarschaft wieder über aktuelle Themen ins Gespräch kommen können. Viele möchten sich mit anderen über Grätzlangelegenheiten austauschen oder möchten sich informieren. Es fehlen aber zunehmend die Gelegenheiten dazu.

Solche „Grätzlgespräche“ möchte der Verein „triesterviertel.at“ wieder organisieren.

Wer unterstützt uns dabei?

quarinpassage-22-3-13

„Marktplatzgespräch“ am 22.3.2013 mit FPÖ -Klubobmann Stefan Berger und ÖVP -Klubobmann Thomas Kohl

Aus solchem „öffentlichen Tratsch“ kann dann auch wieder das Bedürfnis entstehen, sich an die gewählten BezirksvertreterInnen zu wenden. Es könnten sich dann auch Einzelpersonen darin bestärkt fühlen, sich mit einer Forderung oder einem Vorschlag an LokalpolitikerInnen zu wenden. Schön wäre es, wenn sich Personen auch an die gesamte Bezirksvertretung im Rahmen ihrer Vollversammlungen wenden könnten. Zum Erproben dieser Beteiligungsform würde sich – nach einer Anpassung der Wiener Stadtverfassung – die „Mündliche BürgerInnenbeteiligung“  anbieten, die in der Gemeinde Gablitz (NÖ) schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird.

Am besten in Favoriten!

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

..und erinnert mich an die „Schwarze Pädagogik“  des 19.Jahrhunderts

Im „Falter“ vom 2.3.2016 wurde der Politologe Thomas Schmidinger von Nina Brnada in derTelefonkolumne“ zur Vorstudie des Wiener Religionspädagogen Ednan Aslan über islamische Kindergärten befragt

Unterwandern Salafisten Wiens Kindergärten, Herr Schmidinger?

Werden Kinder auf Kosten der Steuerzahler von Islamisten indoktriniert? Die Vorstudie hat dies jedenfalls in den Raum gestellt. Das war im Dezember vergangenen Jahres. Nachlängerem Zögern hat das  Integrationsministerium, als oder Auftraggeber der Studie, nun auch Aslans Endergebnisse veröffentlicht. Politologe Thomas Schmidinger hat sie sich genauer angesehen.

Gibt es unter den Betreibern der islamischen Kindergärten nun wirklich so viele Salafisten?

Das ist Aslans Studie nicht zu entnehmen, und das liegt vor allem an der Definition von Salafismus, die er heranzieht. Diese ist zu breit gefasst und bezieht auch Menschen ein, die gemeinhin als islamische Konservative bezeichnen würde.

Welche Folgen hat das für viele Ergebnisse?

Aslan kategorisiert recht viele Kindergartenbetreiber als salafistisch, doch wie sehr das der Realität entspricht, sei dahingestellt. Das ist auch mein größter Kritikpunkt an der Studie, die ja sonst qualitativ im Vergleich zur Vorstudie viel besser ist. Im Übrigen ist aber auch dieser Bericht laut Aslan nur eine Vorstudie, denn die große Evaluierung der Kindergärten, an der neben Aslan fünf weitere Autoren mitwirken werden, soll erst im Mai 2017 veröffentlicht werden.

Gab es für Sie Überraschungen bei den Ergebnissen der aktuellen Studie?

Wirkliche Überraschungen gab es nicht. Dass es in Wien islamistisch-konservative Kindergartenbetreiber gibt, war ja eigentlich bekannt. Für mich bleiben auch nach Aslans Studie zwei grundlegende Fragen offen: Welche Auswirkungen haben die politischen Einstellungen der Betreiber auf die praktizierte Pädagogik in den Kindergärten Und ist es überhaupt möglich, Kinder im Kindergarten ideologisch zu indoktrinieren? Ich habe da so meine Zweifel. (Hervorh: FE) Die Schule und etwas das Alter zwischen zehn und 13 Jahre halte ich in diesem Zusammenhang für viel problematischer.

—————————————————

Ich war überrascht, dass Herr Schmidinger eine so grundlegende Tatsache anzweifelt und war beruhigt, dass am 16.3. diese „Post an den Falter“ folgte:

Gabriele Kofler Wien 8 Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach.

„Ich finde es erstaunlich, wenn ein Politologe die Kindergartenzeit nicht als wesentlich prägend für die politische Entwicklung von Kindern sieht. In dieser Zeit lernen die Kinder vor allem von dem, was sie bemerken, was sie sprechen und tun und denken dürfen und nicht dürfen, von wiederholten Handlungen/Ritualen mit all ihren indirekten Wertebotschaften.

Die Haltung zu den beiden Geschlechtern muss nicht einmal benannt werden, die Kinder erfahren es aus der gelebten Verkörperung der sie umgebenden Erwachsenen. Mitbestimmung zwischen Kindern und Erwachsenen wird erfahren oder eben nicht erfahren, Sexualität wird im Kindergarten spielerisch erkundet oder eben nicht, je nachdem, was die jeweiligen Pädagogen darüber denken; auf all diesen Erfahrungen aufbauend entwickelt sich später dann das politische Denken.

Das heißt, wenn wir wollen, dass es mehr Integration gibt, dann ist es wichtig, wenn die Kinder in Multikulti-Kindergärten mit unterschiedlichsten Erfahrungen aufwachsen können.“

———————————–

Zum letzten WordPress-Beitrag: Kindergärten: „Wir haben nichts zu verbergen“:

Die angekündigte Informationsveranstaltung wird vorerst nicht stattfinden. Ich bemühe mich zuerst um nähere Informationen über die privaten Kindergärten und-gruppen des „Triesterviertels“ und werde sie auf der Webseite www.triesterviertel.at. veröffentlichen.

Zum Thema „Wir haben nichts zu verbergen“ passt auch  ein Beitrag im letzten „Profil“ Nr.13/25.3.2016

Aus „10 Dinge, die wir gern wissen würden (aber nicht erfahren)“

Wir wissen nicht, wie viele Kindergartenplätze in Wien gerade frei sind.

Laut der Wiener Magistratsabteilung 10 für Kindergärten gibt es in der Stadt insgesamt 83.500 Kindergartenplätze. 27.700 davon sind städtisch, 55.800 Plätze – also die Mehrheit – privat. So weit, so klar. Doch wie viele von diesen Plätzen sind im Moment frei? Und wo?

Hier wird es kompliziert. Die Gemeinde Wien erhebt nur die Zahl der freien städtischen Kindergartenplätze, nicht der vielen privaten. Diese sind nur jenen Organisationen bekannt, welche die Privatkindergärten betreiben.

————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

An trauernde und liebende Hinterbliebene:

Im Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery (dtv-Verlag) tröstet das Kind den Erzähler vor seiner Rückkehr zu jenem kleinen Stern, von dem es gekommen war.

………………….Prinz2

„Du weißt doch, dass es eine viel zu weite Reise ist. Dorthin kann ich meinen Leib nicht mitnehmen; er würde mir zu schwer werden. Ich werde ihn einfach abwerfen wie eine alte Hülle, die nicht mehr gebraucht wird und um die es nicht schade ist….“ Und es sagt auch zu ihm: „Nur du wirst es mit Sternen zu tun haben, die lachen können. Wenn du nachts zum Himmel hinaufschaust, wird es dir vorkommen, als lachten sie alle, weil ich auf einem von ihnen wohne und weil ich auf einem von ihnen lache….Wenn du dich erst einmal getröstet hast – und man tröstet sich immer -, wirst du froh sein, dass du mich kennengelernt hast. Du wirst immer mein Freund bleiben. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und manchmal wirst du dein Fenster öffnen, ohne Grund, nur zum Vergnügen……Und deine Freunde werden sich wundern, wenn du zum Himmel aufschaust und lachst. Dann sagst du zu ihnen: >Ja, so ist es eben, die Sterne bringen mich immer zum Lachen.< Sie werden denken, du seist verrückt…Und damit werde ich dir einen schönen Streich gespielt haben.“

Auch für Roland Kachler, Psychologe, Psychotherapeut und Evangelischer Theologe, können Sterne eine Hilfe sein. Besonders für trauernde Hinterbliebene. Nach dem Unfalltod seines Sohnes entwickelte er im Buch „Meine Liebe findet dich“ einen neuen Weg der Trauerarbeit: „Lieben statt loslassen“.

……………………….Kachler

Einige Gedanken und Vorschläge des Stuttgarter Therapeuten erinnern mich an den „kleinen Prinzen“. Zwar meint dieser beim Abschied nehmen, dass sein Stern viel zu klein sei, „darum kann ich dir nicht zeigen, wo er steht. Umso besser! Denn er ist nur einer von vielen. Du wirst sie alle gerne anschauen und dich mit allen anfreunden.“

Dieser Trost des „kleinen Prinzen“ passt meiner Ansicht gut zum Angebot von Ronald Kachler an Trauernde, dass Sterne bzw. ganz bestimmte Sterne ebenfalls „sichere Orte“ für Erinnerungen und Gefühle sein können. Er meint auf Seite 308 seines Buches: „Die Liebe sucht sichere Orte für Verstorbene“.

Weiter heißt es bei Roland Kachler: „Unsere Liebe gibt den geliebten Menschen nicht verloren…..Deshalb kann sich die Liebe gar nichts anderes vorstellen, als dass der geliebte Mensch in seiner eigenen Weise an einem bestimmten Ort existiert….Unsere Seele weiß im Tiefsten ganz genau, was ein sicherer Ort für den geliebten Menschen ist….“

„Meine Trauer findet einen sicheren Ort für dich“ (S.430)

„Trauerarbeit ist im Wesentlichen die Suche nach einem Ort für den Verstorbenen, an dem er aufgehoben und geborgen ist…Die Trauer und die Liebe in der Trauer finden einen oder mehrere sichere Orte für den Verstorbenen. Dies ist das Fundament für eine neue, innere Beziehung zum Verstorbenen…..

Die wichtigsten Orte sind: ….Konkrete Orte wie das Grab, das Zimmer oder die UnfallstelleErinnerungenEigener Körper….Familie….Orte der Natur….Spirituelle Orte….

Die Erfahrung, dass der Verstorbene uns fern ist, lässt uns auch nach weit entfernt liegenden Orten wie dem Himmel, einen Stern oder religiös verstandenen Orten suchen…..

Die weit entfernt liegenden Orte wie zum Beispiel der Himmel oder ein Stern gewinnen zunehmend einen transzendenten und symbolischen Charakter. Der sichere Ort wird für den Hinterbleibenen selbst zu einem Symbol. In ihm sind die Beziehungserfahrungen mit dem geliebten Menschen zusammengefasst und verdichtet. Es genügt, sich das Symbol zu vergegenwärtigen, dann ist die Beziehung zu dem geliebten Menschen ganz präsent…..

„Dein Stern leuchtet mir“ (S.324)

„Ich möchte Sie einladen, in einer klaren Nacht unter den Sternenhimmel zu treten……Wenn Sie möchten, können Sie sich nun vorstellen, dass Ihr verstorbener geliebter Mensch auf einem dieser Sterne wohnt, dass er dort seinen sicheren Ort gefunden hat……Unendlich weit weg ist dieser Stern – das spüren Sie in Ihrer Trauer. Und doch ist dieser Stern sichtbar – das spüren Sie als Liebe in Ihrem Inneren, so, als leuchtete in Ihnen dieser Stern, als ginge er in Ihrem Herzen auf, brennend, schmerzend vielleicht, aber doch ganz nahe in Ihnen….Vielleicht aber spüren Sie auch ein wenig Trost, weil Sie wissen, dass Ihr geliebter Mensch für Sie wie ein Stern ist, der immer wieder in Ihnen selbst aufgeht, der nie vergeht oder sich verliert. Es ist Ihr Stern, auf dem Ihr geliebter Mensch wohnt – und es ist ein Stern in Ihrem Innern.

……………………..Sterne

Wenn Sie mögen, können Sie immer wieder unter den klaren Sternenhimmel treten, um sich an den Stern, auf dem Ihr geliebter Mensch wohnt, zu erinnern.

———————————————————

Mir hilft – auch nach so vielen Jahren seit dem Unfalltod unseres jüngeren Sohnes – dieser neue Weg in der Trauerarbeit sehr: „Nicht das Loslassen, sondern die Liebe zum Verstorbenen steht im Zentrum des Trauerprozesses“ (Verlag KREUZ).

Und ich hoffe, er kann auch anderen trauernden und liebenden Menschen helfen.

—————————————————————————————
Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

Was ist aus unseren Hoffnungen der 70-er/ 80-er Jahre geworden?

Die Ernüchterung ist sehr groß: Unsere Enkelin ist in diesem Jahr aus einer Mehrstufenklasse in eine AHS gekommen. Wir – meine Frau war Volksschullehrerin und ich Hauptschullehrer – leiden aber wegen der vielen und für sie plötzlichen Umstellungen sehr mit ihr. Und dabei ist es vermutlich eine ganz normale AHS der heutigen Zeit entsprechend. Die Lehrkräfte machen das, wofür sie ausgebildet und bezahlt werden, so gut oder schlecht wie es eben in einer AHS immer schon gewesen ist.

Unsere Enkelin wird sich hoffentlich zunehmend anpassen und zurechtfinden. Sie wird es voraussichtlich irgendwie schaffen, denn die privaten Rahmenbedingungen sind relativ günstig. Sorgen bereitet auch uns Großeltern ihre jüngere Schwester. Wie es bei jüngeren Geschwistern (ich war der Jüngste von vier) öfter vorkommt, reagiert auch sie oft relativ heftig, wenn sie etwas als ungerecht empfindet. Derzeit wird sie noch von zwei liebevollen Lehrerinnen in der Mehrstufenklasse  begleitet, wo das Miteinander und einander Helfen im Vordergrund steht und nicht die Ellbogen-Ideologie an den AHS. (Dazu auch) Aber wie wirds ihr in zwei Jahren gehen?

Angesichts der laufenden Bildungsdiskussion muss ich häufig an die 70-er und 80-er Jahre denken, als ich mich innerhalb des „Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft“ (kurz „ZV“) mit vielen anderen Lehrerinnen und Lehrern unter anderem auch für die Einführung der gemeinsamen Schule bis (mindestens) zum 14.Lebensjahr engagiert habe.

………….Rudlof-Zilk 88-500

Das war 1988 noch möglich: ZV-Obmann Karl-Heinz Rudlof ehrt Bgm.Helmut Zilk (ZV-Lehrerzeitung 5/88)

……………………………….ZV-88-5

1976 gründete eine kleine Gruppe von Theoretikern (z.B. Norbert Kutalek oder Peter Gstettner) und Praktikern die pädagogische Taschenbuchreihe „Schulheft“, die inzwischen 159 Mal erschienen ist. Schon die dritte Ausgabe hatte „Gesamtschule“ zum Thema:

………………………………Schulheft 76-300

Und heute? Im Jahr 2015 feiert es eine sozialdemokratische Bildungsministerin schon mit kindischem Handschlag mit einem (aus seiner Sicht zu Recht) lachenden ÖVP-Politiker als tollen Erfolg, wenn sich wieder einmal einige „Gesamtschulen“ für weitere zehn Jahre „wissenschaftlich begleiten“ lassen dürfen.

Ähnliches hatten wir schon in den 70-er Jahren! Ab 1971 unterrichtete ich an einer der beiden Wiener Hauptschulen mit der neuen Bezeichnung „Schulversuch Gesamtschule“. Alles wurde „wissenschaftlich begleitet“, aber bald wurde uns damals „dank“ der nötigen Zweidrittelmehrheit im Nationalrat eines klar:  Für die ÖVP (+ ihre AHS-Lehrergewerkschaft) und leider auch für die SPÖ-Standesvertretung bleibt weiterhin die zentrale Position: Es muss schon in der 4.Volksschulklasse  eine Entscheidung „AHS: JA ODER NEIN?“ geben!

Leider hört man nichts mehr von dem einmal – auch innerhalb der SPÖ – oft unbequem fortschrittlichen „Wiener Zentralverein“ . Obwohl es den Verein noch gibt. Sein aktueller Obmann sitzt im Stadtschulrat für Wien. Im „ZV“ gibt es laut Homepage zwei „Arbeitsgruppen“, eine AG für „Junggebliebene“ und eine AG „Mehrsprachigkeit“.

Meine Anfrage, ob auch an Arbeitsgruppen zu Themen wie „Mehrstufenklasse“, „Gesamtschule“, „Community Education-Nachbarschaftsschule-Grätzlschule“ oder „Ganztagsschule“ gedacht wird, blieb bisher unbeantwortet.

Doch vielleicht gibt es eine „Wiederbewegung“ meiner Hoffnungen in Wien durch den ehemaligen Bundesvorsitzenden der „Kinderfreunde Österreichs“ Jürgen Czernohorszky. Er hat nun im Wiener Stadtschulrat die Möglichkeit, Initiativen in Richtung einer kinderfreundlichen Schule FÜR ALLE zu setzen!

—————————————————————————————
Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

Im Buch „Mikrokosmos Stadtviertel“ wird „Unser Triesterviertel“ mit Stadtteilen in den USA und Afrika verglichen.

……………………….Mikrokosmos-600

Begonnen hat es am 14.4.2011, als ich diese eMail einer Dissertantin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien erhielt:

„Sehr geehrter Herr Endl,
mein Name ist Manuela Wade, ich bin Dissertantin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Moment bin ich dabei, für meine Dissertation mit dem Titel „Space matters – Handlungsräume in globalisierten Städten“ Recherchen durchzuführen.
Genauer gesagt interessiert mich die Frage, wie BewohnerInnen einzelner Stadtviertel in unterschiedlichen (institutionellen) Kontexten in Bezug auf Wohnen handeln.
Zu diesem Zwecke vergleiche ich drei Stadtviertel in unterschiedlichen Städten: eine Stadt in Westafrika, eine im Osten der USA sowie Wien.
Innerhalb Wiens habe ich mich – nach Diskussionen mit MitarbeiterInnen der Gebietsbetreuung in Favoriten – für das Triester Viertel entschieden.
In diesem Zusammenhang bin ich mehrmals – durch Internetrecherchen – auf Ihren Namen gestoßen. Da Sie mit dem Triester Viertel vertraut scheinen sowie in einzelnen Initiativen aktiv geworden sind, würde ich mich sehr freuen, wenn ich Sie als Experten zu diesem Viertel befragen dürfte. Die Fragenkomplexe würden sich um den Bereich Nachbarschaft (Stärken und Probleme, historische Entwicklungen, Bevölkerungszusammensetzung), Wohnen (Wohnbedingungen, Rolle des öffentlichen Wohnbaus), Organisierung bzw. Initiativen vor Ort sowie um die Bedeutung des Triester Viertels für die Gesamtregion Wien drehen.
Ich wäre Ihnen dankbar, sollten Sie die Zeit für ein persönliches Treffen finden. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie mich natürlich jederzeit kontaktieren.
Mit freundlichen Grüßen
Mag.a Manuela Wade
Universität Wien Institut für Politikwissenschaft“

In der Folge konnte ich ihr einige Kontakte für Gespräche mit BewohnerInnen des „Triesterviertels“ vermitteln.
Heute (3.6.2015) erhielt ich von Dr.n Manuela Wade die Nachricht, dass ihr Buch „Mikrokosmos Stadtviertel – Lokale Partizipation und Raumpolitik“ fertig ist.:

Lieber Fritz,
ich bin mir nicht sicher, ob du dich noch an mich erinnerst: 2011 waren wir im Zuge der Recherchen für meine Doktorarbeit in Kontakt bzgl. lokalen Initiativen der BewohnerInnen des Triester Viertels. Nun wird meine Dissertation als Buch veröffentlicht.
Außerdem soll es eine öffentliche Buchpräsentation geben.
Voraussichtlich findet diese in den Räumlichkeiten der GB*10 am 01.07.2015 um 18:00 statt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du kommst! Wenn du gerne möchtest, könntest du auch eine kurze Einleitung zum Thema „Bevölkerungsinitiativen im Triester Viertel“ machen.

Liebe Grüße,
Manuela (Wade)
Am 1.7. gab es die Buch-Präsentation.

———————————————————————————————————
Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

„Nur bei den Kindern könne man ansetzen – und bei sich selbst.“

Doris Knecht titelt ihre Kolumne vom 26.3. im „Kurier“ : „Nichts als Hilflosigkeit“. Darin beschreibt sie angesichts des Flugzeugabsturzes in Frankreich und anderer menschlichen Tragödien weltweit sehr einfühlsam, dass Medienberichte individuelles Leid wie etwa jenes nach dem Verlust von nahen Angehörigen nicht verringern können.

Gerhard-Krone

…………….
Vor 30 Jahren eine Zeitungsmeldung von vielen, für Angehörige wie von gestern.

Wir haben nach dem Schreiben vielleicht ein besseres Gefühl, aber in Wirklichkeit sind wir gegenüber all dem einfach nur hilflos.“ (Doris Knecht)

In ihrer folgenden Kolumne “Was tun gegen die Hilflosigkeit?” vom 29.3. schreibt mir Leserin Lisa P. „aus dem Herzen“: „Wenn man schon nichts anderes tun könne, so könne man wenigstens lieb sein. So viel wie möglich lieb sein und freundlich, zu den Menschen um sich herum, und zu sich selbst.

Und unbedingt zu den Kindern, nett zu ihnen sein und sie mit allem Bemühen zu freundlichen Menschen erziehen, die in der Lage sind, freundlich zu anderen zu sein, aufmerksam, rücksichtsvoll, wach und sozial. Und die in der Lage sind, mit Ärger und Unmut so zu verfahren, dass er nicht in Hass auf andere umschlägt, dass er sie nicht in Kriege treibt und dazu, anderen die Köpfe abzuschlagen. Die Erwachsenen könne man nicht mehr gut ändern, sagt Lisa P., die Hasserfüllten lassen sich kaum zum Freundlichsein überreden. Nur bei den Kindern könne man ansetzen – und bei sich selbst.
———————————————————————————————————
Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

….und es gibt gute Gründe, dafür auch dankbar zu sein.

Am 27.12. wurde im „Kurier“ ein Gespräch mit dem ehemaligen ÖVP-Vizekanzler Erhard Busek zum Islamgesetz veröffentlicht.

Einverstanden bin ich mit seiner Antwort zum geplanten Finanzierungsverbot vom Ausland: „Ich halte das für einen blühenden Unsinn, weil dann müssten sie auch die protestantische Kirche in Österreich zusperren.“

Das ist jedoch überhaupt nicht der Fall mit seiner Antwort auf die letzte Frage, ob er „Einblick in die Islamische Glaubensgemeinschaft“ habe: „Bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe, deren Herkunft und politische Ansichten sehr unterschiedlich sind. Der türkische Bereich ist unter starkem Kommando der Regierung in Ankara. Das hat mit der Erdoğan-Vision vom großosmanischen Reich zu tun, der überall, wo Türken sind, bestimmen will.“ (Hervorhebungen FE)

Vor allem mit einer so schnoddrig-provozierenden Äußerung bedient der „bekennende Katholik“ meiner Ansicht nach auch in Österreich genau jene „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ ( PEGIDA) die derzeit in Deutschland zu Tausenden auf die Straßen gehen.

So kritisch und oft ablehnend ich in den Medien die Aktivitäten des türkischen Präsidenten verfolge, lehne ich auch solche unzulässig vereinfachenden Behauptungen aus diesem Grund vehement ab.

Sie „provozierten“ mich aber zumindest, hier über die seit 1980 gemachten Erfahrungen in unserem Wohnhaus Zur Spinnerin 2 im 10.Bezirk zu schreiben.

————————————————————————————————————-

Hier leben ebenfalls Familien, deren Eltern Anfang der 70-er-Jahre als „Gastarbeiter“ aus der Türkei gekommen sind und die Präsident Erdogan z.B. bei seiner Wahlreise durch Europa als Politiker vermutlich ansprechen wollte, um ihnen Respekt für ihre Leistungen zu zollen. Was sollte das mit einer „Vision vom großosmanischen Reich“ zu tun haben? Da müsste gerade ein christlicher Politiker im Wissen um Kreuzzüge und mörderischen Eroberungen mit Schwert und Kreuz etwas vorsichtiger sein. (PEGIDA lässt grüßen!)

Diese „Gastarbeiter“-Familien verdienten bekanntermaßen das Geld unter schwierigsten Bedingungen bei Arbeiten, die Österreicher oft nicht machen wollten. Sowohl die anwerbenden staatlichen Stellen als aus die Betroffenen selber nahmen ja damals noch an, dass sie wieder in ihre Heimat zurückkehren würden, aber: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen.“ (Max Frisch)

22.4.2004


Auch in unserem Haus wohnten/wohnen Familien auf relativ engen Verhältnissen, die wir uns nicht vorstellen konnten in unserer großen Wohnung.

Hoffest 23.5.03


Aber unsere „lebendige Hausgemeinschaft“ erinnerte mich an jene Jahre in der „Zimmer-Küche-Kabinett“-Wohnung im 15.Bezirk, in der ich ab 1945 die Kindheit verbracht hatte, mit Klo und Wasser am Gang. Das hat uns – freiwillig und unfreiwillig – verbunden.

Seit 2007 ist unser Haus vom Keller bis zum Dach „sockelsaniert“ und mit einem Aufzug ausgestattet. Unsere Hausgemeinschaft hatte erfolgreich „um unsere Hütt´n“ (eine Mieterin) gekämpft und das „Österreichische Siedlungswerk“ als neuen Eigentümer gewinnen können. (Übrigens durch Vermittlung von Büroleiter Josef Ostermayer des damaligen Wohnbaustadtrates Werner Faymann.)

13.1.2007


Wenn es um nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft oder um Angelegenheiten der Hausgemeinschaft ging und geht (wie z.B. beim Anstreichen unseres Stiegenhauses), waren und sind es immer wieder und oft an erster Stelle jene BewohnerInnen unseres Hauses, deren Eltern bzw. Großeltern aus der Türkei zu uns gekommen sind.

Sie haben auch – oft unter gesundheitsschädigenden Bedingungen – wesentlich zum Wohlstand in Österreich beitragen und dafür bin ich ihnen sehr dankbar!
Die Eltern unseres Nachbarn sind etwa in unserem Alter. Sie erholen sich nun hauptsächlich in ihrer türkischen Heimat und können nur mehr ab und zu ihre geliebten Kinder und Enkerln besuchen. Diese sind inzwischen fest verwurzelt in Wien und fahren nur mehr „auf Urlaub“ in die Türkei.

Fazit:
Busek´s Behauptung einer „Erdoğan-Vision vom großosmanischen Reich, der überall, wo Türken sind, bestimmen will“ halte ich ebenfalls „für einen blühenden Unsinn“.
Präsident Erdogan ist Politiker, wie es Erhard Busek einmal gewesen ist. Er möchte vermutlich auch im Ausland seinen potentiellen Wählern/Wählerinnen das Gefühl vermitteln, dass er sie versteht, respektiert und schätzt…und sie ihn auch wählen mögen.

18.6.2004


Wünschenswert wäre es, wenn das auch Österreichs (Ex-)PolitikerInnen verstärkt schaffen würden, so wie wir Nachbarn/Nachbarinnen im Favoritner Wohnhaus Zur Spinnerin 2.
———————————————————————————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

Der Kontakt im Wohnhaus und im Grätzl geht verloren.

Niemand meiner Generation (Jg.1942) sehnt sich deshalb nach den „alten Zeiten“ zurück, weil „Bassena“ und Klo noch am Gang gewesen sind.

Zur Sp.2-1925-550

……Das zweitälteste „Weberhaus“ ca 1925 im „Triesterviertel“ (Quelle: privat)

Wer einen Aufzug benützen kann, ist sicher auch nicht traurig darüber, wenn die Wohnung nicht mehr zu Fuß erklommen werden muss.

Der billige Einkauf im nahegelegenen Supermarkt mit großem Warenangebot lässt die inzwischen geschlossenen „Greissler um´s Eck“ und andere Nahversorger bald vergessen.

„Filmpaläste“ – sie haben längst die „Patschenkinos“ abgelöst – bemühen sich oft vergeblich, uns vom Fernseher und Computer weg zu locken.

Viele gemütliche Gasthäuser (besonders häufig in Randbezirken wie Favoriten und oft mit „Extrazimmer“) sind verschwunden, weil sie nicht mehr besucht wurden.

Zunehmend besucht werden hingegen Massenveranstaltungen irgendwo, sogenannte Events.

ABER WO KÖNNEN WIR HEUTE NOCH MIT UNSEREN NACHBARN TRATSCHEN?
WO SIND DIE BEGEGNUNGSRÄUME IM GRÄTZL?
———————————————————————————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

Wir hoffen auch dabei auf die Unterstützung durch die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung

Geplanter U2-Ausbau

und im Detail:

U2-Ausbau
(Quelle: Österreichisches Institut für Raumplanung)

Aus der Präsentation am 27.6.2014: „Im Rahmen der 5. Ausbaustufe soll die U2-Verlängerung über den Matzleinsdorfer Platz hinaus, die Gußriegelstraße und den Wienerberg erschließend, umgesetzt werden. Dann soll die neue Straßenbahnlinie Wienerbergtangente anschließen, die vorerst als beschleunigte Buslinie geführt werden soll.“

Es wird bis zur Realisierung noch einige Jahre dauern, aber vorbereitende Überlegungen und entsprechende Fragen an die StadtplanerInnen gibt es ab sofort.
Falls die Trassenführung wie vorgesehen über die Gußriegelstraße mit einer Zwischenstation in Höhe Inzersdorferstraße durchgeführt werden sollte, werden während einiger Jahre auch große Teile des „Triesterviertels“ zur U-Bahn-Baustelle. Im Grätzl wird es vielfältige Auswirkungen auf uns BewohnerInnen geben.

Für eine kleine Initiative wie der Plattform „Unser Triesterviertel“ bestehen nur wenige Möglichkeiten einer sinnvollen Einflußnahme auf dieses städteplanerisch bedeutsame Vorhaben.
Unsere Hoffnungen beruhen fast ausschließlich auf der schon bestehenden guten Zusammenarbeit mit Ing.Siegfried Schuller von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung. Er unterstützt uns auch schon seit einigen Jahren beim Projekt „Orte erzählen“ glaubwürdig dabei, den Ziele der Gebietsbetreungen im „Triesterviertel“ näher zu kommen:

Aus der Webseite der „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“:

„Fokus Partizipation:“

„……Veränderungen im Stadtteil können Unsicherheit, Widerstand oder sogar Konflikte auslösen. Um komplexe städtische Planungs- und Entscheidungshintergründe transparent zu machen, bieten die GB* frühzeitige Information an, vermitteln und moderieren bei Bedarf und tragen damit zu einer gemeinsamen Lösungsfindung bei.

Das Bedürfnis nach Mitbestimmung und Partizipation im Stadtteil steigt. Daher setzen die GB* in großen Stadtteilentwicklungsgebieten auf Stadtteilmanagements.

Den GB* kommen als etablierte Plattform für BürgerInnen, Politik und Verwaltung zunehmend mehr Bedeutung zu. Integrale Stadtteilentwicklung bedarf einer interdisziplinären, prozessorientierten Herangehensweise, die die GB* seit 40 Jahren stetig weiterentwickelt. Zukünftig wird sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, mit welchem Beitrag die GB* angesichts der stetig neuen Herausforderungen und gesellschaftspolitischen Veränderungen aber auch des demographischen Wandels positiven Einfluss nehmen können, um Stadtteile für die wachsende Bevölkerung qualitätsvoll zu entwickeln……“
———————————————————————————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »