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Archive for the ‘Projekte’ Category

…..bei denen uns niemand dreinredet.

Nach der – zumindest was Grätzlaktivitäten betrifft – üblich ruhigen Sommerpause unternehme ich wieder einen Versuch, auch über das Internet Unterstützung für Grätzlprojekte zu finden. Deshalb registrierte ich mich nach einer längeren Pause erneut bei Facebook, wo auch diese WordPress-Texte von FB-Freunden gelesen werden können.

Außerdem plane ich eine weitere Ausgabe des Infoblattes „Unser Triesterviertel“, diesmal in schwarzweiß, da Digidruck vor zwei Jahren den Farbdruck nicht mehr gesponsert hat.

Als wichtigstes Ziel sehe ich nach wie vor den Aufbau einer Gruppe von Menschen, die Themen des Triesterviertels in wechselseitigem Respekt besprechen möchten.

Daraus könnten sich entweder eigene Initiativen entwickeln oder auch Vorschläge an die Bezirkspolitik.

Projektideen, die unterschiedlich „erfolgreich“ sind bzw. waren:

Aktive Projekte

Noch nicht aktive Projekte

Wer sich für das ein oder andere Projekt interessiert, bitte an mich wenden:

Fritz Endl, 0650/4814860 oder mail@triesterviertel.at


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Unsere Aktionsgemeinschaft verliert Ibrahim Olgun (ATIB)

Am 31.5. 2016 fand in der „Evangeliumsgemeinde“ ein lange angestrebtes Planungsgespräch statt. Eingeladen hatte die Aktionsgemeinschaft „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“, bestehend aus drei Partnern: Der „Evangeliumsgemeinde“, dem Grätzlverein „triesterviertel.at“ und dem türkischen Kulturvereins ATIB.  Die elf teilnehmenden Personen beschlossen,  im Herbst mit Kindern einen Versuch im Sinne von „Jeux dramatiques“ zu machen. Dabei „schlüpfen“ Kinder mittels vorbereiteter Kostüme in selbstgewählte Rollen und kommunizieren dabei möglichst ohne Worte.  Ich war von der Idee begeistert und freute mich schon auf die Zusammenarbeit mit dieser mich sehr beeindruckenden Gruppe

………..Nachbar2-31.5.16.JPG

…………………………….Ibrahim Olgun rechts mit Krawatte

Leider kam uns in der Zwischenzeit der wichtige Vertreter von ATIB abhanden. Ibrahim Olgun wurde am 19.6. (zumindest für mich) überraschend zum Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) gewählt. Seither ist sein Büro nicht mehr beim Triesterviertel (Matzleinsdorferplatz) und die neue Funktion lässt Ibrahim Olgun kaum mehr Zeit für dieses Projekt zum Kinderlachen. Ob er bei ATIB einen ebenso engagierten „Nachfolger“ wird finden können, bezweifle ich.

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Wo ist in Favoriten das „Rote Wien“ geblieben?

Im „Kurier“ vom 20.4. erschien ein Bericht zum Thema „Die SPÖ entdeckt das Grätzl neu“.

……………………………….Graetzl neu-20.4.16

Dieser Beitrag motivierte mich auf Grund meiner langjährigen Erfahrungen mit PolitikerInnen des 10.Bezirk zu drei eMails.

Eine am 20.4. an GR Niedermühlbichler (unter CC auch an den für unser “Triesterviertel” „zuständige“ SPÖ-Politiker GR Christian Hursky):

Sehr geehrter Herr Gemeinderat Niedermühlbichler,

in der Kurier-Ausgabe vom 20.4. werden Sie und Bgm.Häupl.unter dem Titel „Die SPÖ entdeckt das Grätzl neu“ immer wieder wörtlich oder sinngemäß zitiert. Unter anderem mit der Aussage: „Die Parteiarbeit muss auf neue Beine gestellt werden.“

Ich (Jg.1942, pensionierter Hauptschullehrer) engagiere mich schon viele Jahre in einem Favoritner Grätzl („Triesterviertel“) als „Grätzlaktivist“. (www.triesterviertel.at)
Wie bei den anderen Fraktionen bemühte ich mich immer wieder, auch den für uns zuständigen SPÖ-Politiker Christian Hursky für die Zusammenarbeit bei konkreten Grätzlprojekten zu gewinnen. (Wir kennen einander seit dem gemeinsamen Besuch der Wiener SPÖ-Parteischule 1985-86)

Ohne Erfolg. Im Gegenteil. Da er mich am besten von allen Favoritner SPÖ-Politikern/Politikerinnen kennt, ist er es vermutlich auch, der mir zwar persönlich freundlich auf die „Schulter klopft“, der aber auch seine Parteifreunde vor meiner „Unberechenbarkeit“ oder „Gefährlichkeit“ warnt, weil ich zum Beispiel auch mit FPÖ-Bezirks-Funktionären in gutem Kontakt bin.

Daher habe ich auf meiner Webseite den erwähnten Kurier-Text veröffentlicht und einen kurzen Kommentar dazu geschrieben. (Direkter Link)

Ich fürchte, dass es mit den meisten der derzeit aktiven SPÖ-Funktionäre/Funktionärinnen nicht gelingen kann, „den zunehmend verloren gegangenen Kontakt zwischen seiner Partei und den Wienern wieder herzustellen“. Da gibt es aus meiner Sicht kaum „neue Beine“, aber „ergraute Köpfe“ wie Christian Hursky.“

Mit besorgten Grüßen

Fritz Endl

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Die zweite eMail ging am 20.4. an Mag.Elias Natmessnig, einen der beiden „Kurier“-Autoren:

Sehr geehrter Herr Mag.Natmessnig,

den angeblichen Bemühungen der Wiener SPÖ, „den zunehmend verloren gegangenen Kontakt zwischen seine Partei und den Wienern wieder herzustellen“ stehe ich SEHR SKEPTISCH bis ungläubig gegenüber. Mit DIESEM Kaderpersonal (zumindest im 10.Bezirk, wo ich mich halbwegs auskennen) kann ich mir das derzeit überhaupt nicht vorstellen.

Ich bin pensionierter Hauptschullehrer (Jg.1942) und besuchte 1985 mit dem nunmehrigen Favoritner SPÖ-Gemeinderat (Seit einiger Zeit Sicherheitssprecher (!) der SPÖ Wien) Christian Hursky  die zweijährige Wiener SPÖ-Parteischule.

Wir kennen einander also recht gut. Er baute an seiner SPÖ-Karriere und ich wurde (nach 20 Jahren SPÖ-Mitgliedschaft) „Grätzlaktivist“ im „Triesterviertel“ (www.triesterviertel.at)

Anlässlich Ihres Berichtes sandte ich am 21.4. eine  eMail an GR Niedermühlbichler (+Hursky. Er ist politisch „zuständig“ für unser Grätzl). Am selben Tag antwortete Christian Hursky in seiner leider für ihn typischen Art. Beides veröffentlichte ich auf meiner Webseite.

Schon im vorigen Jahr am 20.8.2015 sandte ich eine eMail an GR Niedermühlbichlerund:  Darin fragte ich, ob ich auch als Nicht (mehr)parteimitglied an „Offenen Arbeitsgruppen“ mitarbeiten könnte. Antwort: Haben wir nicht. Geht nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Endl 🙂

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An den „Kurier“ sandte ich am Wahlsonntag eine zweite eMail:

Sehr geehrter Herr Mag.Natmessnig,

das heutige Wahlfiasko der SPÖ passt leider zur Antwort von SPÖ-GR Hursky auf meine eMail an GR Niedermühlbichler.

Als inzwischen parteiloser „Grätzlaktivist“ sende ich Ihnen im Anhang eine Einladung zu einer Präsentationsveranstaltung am 12.5. als Ergebnis von langjähriger konstruktiver ( „Grätzlarbeit“. Die klappt sehr gut mit zwei Facheinrichtungen des Bezirks (Bezirksmuseum und Gebietsbetreuung) und konnte auch von der SPÖ nicht verhindert werden, da unser kleiner privater Verein „triesterviertel.at“ Rechtsträger dieses Infotafel- Projektes ist und die Tafeln von den jeweiligen Hauseigentümern bezahlt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Endl 🙂

PS: Direkter Link zur Infotafel „Unser Triesterviertel – Orte erzählen

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Sowohl von GR Niedermühlbichler als auch vom „Kurier“ kamen bisher leider keine Antworten.

Aber von GR Hursky erhielt ich noch am selben Tag eine ganz besondere „Antwort“: „Lieber Fritz, ich habe noch keine grauen Haar, auch noch genug davon und 200 Kniebeugen in einem Zug schaffe ich auch noch. Liebe Grüße Christian“

Für mich steht diese „Antwort“ stellvertretend dafür, weshalb sich immer mehr Menschen von der SPÖ ab und der FPÖ zuwenden:

Zu viele SPÖ-PolitikerInnen haben den respektvollen ernsthaften Dialog mit den Mitmenschen im Grätzl verlernt. Sie „träumen“ vielleicht noch vom „Roten Wien“ der 20-er und 30-er-Jahre, sind aber inzwischen viel zu unglaubwürdig geworden.

Mit solchen Politikern kann eine noch dazu „von oben“ verordnete „Nachbarschaftskampagne“ kaum erfolgreich sein.

Dazu passen auch viele meiner früheren „Gedanken“ im Abschnitt „Bezirkspolitik“

 

 

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Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern in Wien und Umgebung

Um betroffenen, verwaisten Eltern aus Wien und Umgebung, deren Kind durch Krankheit oder Unfall verstorben ist (kein plötzlicher Säuglingstod und kein Suizid) die Möglichkeit zum Austausch geben, gibt es ab nun (wieder) eine Selbsthilfegruppe in Wien. Sie ist kostenlos und wird nicht angeleitet. Wesentlichstes Anliegen ist es, einander zuzuhören, ohne Ratschläge zu geben.

Es gibt
monatliche Treffen ab 3.9. 2015 im Nachbarschaftszentrum 8, 1080 Wien, Florianigasse 24
an jedem ersten Donnerstag im Monat bzw. anlassbezogen nach Kontaktaufnahme.

– Vermittlung von persönlichen Kontakten, von Telefon- und e-Mail-Kontakten zu Betroffenen,
– Kontakte zu betroffenen jugendlichen Geschwistern bzw. Großeltern,
– Gedenkseite im Internet auf unserer Homepage mit Foto

Ort:

1080 Wien, Florianigasse 25, Nachbarschaftszentrum (NZ8) – kleiner Raum, U2-Station Rathaus

Webseite

Kontakte:

Barbara Thomic
e-Mail: barbara.thomic@hotmail.com, Tel.: 0664 5967377

Edith Pockberger
e-Mail: edith@pockberger.com, Tel.: 0664 8444040

Fritz Endl
e-Mail: fritz.endl@gmx.at, Tel.: 0664 4814860

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und wünscht uns dennoch „viel Erfolg“
Wir kennen uns nicht aus! Versteht das jemand?

Die Firma „Hofer“ (= “Aldi“ in Deutschland u.a. Ländern) bezeichnet sich auf ihrer Homepage als „Österreichs beliebtester Lebensmittelhändler“ Ihr Erfolgskonzept: „ Seit knapp 50 Jahren konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: …… Dabei stellen wir den Menschen klar in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns.“….

„Auch international setzt sich unser Erfolgskonzept durch. Egal, ob in Europa, den USA oder Australien: Die Anzahl der Filialen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in den einzelnen Ländern, darunter auch Slowenien, die Schweiz und Ungarn, steigt laufend.“

„Aus großer Kraft folgt große Verantwortung: Was im Filmgeschäft für den Superhelden gilt, trifft im realen Leben insbesondere auf Unternehmen zu – dessen ist sich auch Hofer bewusst. Als einer der führenden Lebensmittelhändler in Österreich nimmt Hofer seine Verantwortung gegenüber seinen Konsumenten, Partnern und Mitarbeitern, aber auch gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft sehr ernst.

„Inhaltlich konzentrieren wir uns auf die „fünf Schwerpunkte“ Ressourcen, Klimaschutz, Gesundheit, Miteinander und Vertrauen. Mit gezielten Aktionen, unseren so genannten „Leuchtturmprojekten“, binden wir Sie als unsere Kunden aktiv in unsere Aktivitäten mit ein.“

„Jeder Mensch hat nur eine Gesundheit – und sie zu schützen gehört zu den wichtigsten Aufgaben überhaupt. Hofer möchte als Lebensmittelhändler maßgeblich dazu beitragen. Aus diesem Grund starteten wir das Projekt „My Life. Einfach besser leben”, welches ganz im Zeichen der Gesundheit steht.“
„Das Gesundheitsprojekt baut auf zwei Säulen auf: bewusster Ernährung und Spaß an Bewegung.“

Soweit einige der schön klingenden Hofer-Selbstdarstellungen aus dessen Webseite.

Auch die rund 450 Hofer-Filialen in Österreich werden nach demselben unternehmerischen Konzept betrieben.

Regionale Unterschiede scheinen in diesem Verkaufskonzept keinen Platz zu haben.

………………………….Hofer-Parkplatz 26.10.12

Was bedeutet dem Hofer-Konzern die häufig zitierte „Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“ im regionalen Umfeld, wenn er z.B. seinen großen Parkplatz in einem dichtverbauten Gebiet wie dem „Triesterviertel“ Kindern an einem Sonntag nicht einmal probeweise für Bewegungsspiele zur Verfügung stellt?

………………………………….Hofer-Parkplatz-Umgebung

Die Spielmöglichkeiten auf der großen Asphaltfläche des Parkplatzes (rot umrandet) wären eine gute Ergänzung zu den bestehenden Parkanlagen der Umgebung.

Leider kam aber auf diese Anfrage am 10.5. 2015 eine enttäuschende eMail-Antwort von der Hofer-Verkaufsleitung

Sehr geehrte Geschäftsleitung,

vor ca einem Jahr habe ich angefragt, ob es möglich wäre, an einem Sonntag probeweise den Parkplatz der Filiale 1100, Davidg.90 für Aktivitäten mit Kindern zu benützen.

Ist Ihre Stellungnahme vom 29.4. 2014 insofern noch aufrecht, dass Ihnen unser Verein „triesterviertel.at“ einen konkreten Veranstaltungsvorschlag machen möge?

Wenn das noch der Fall ist, würde sich unser Verein bemühen, dass diese Probe-Sonntags-Veranstaltung im Sinne Ihres „Projektes 2020“ verläuft.
Programm und Zeitplan (Sommer oder Herbst 2015?) sind noch offen, da erst nach Ihrer erhofften grundsätzlichen Zustimmung weitere Planungsschritte erfolgen können.

Titelvorschlag:
Hofer-Sonntag: „Spaß an Bewegung“

Zielgruppe wären „Jungfamilien“ der Umgebung mit Kindern bis zum Volksschulalter.
Es würden am diesem Sonntag Bewegungsspiele sowie Informationen von Facheinrichtungen der Stadt Wien angeboten werden.
Außerdem könnte das Hofer-Gesundheitsprojekt „Einfach besser leben“ vorgestellte werden.

Träger wäre unser Verein „triesterviertel.at“, der auch für Organisation, Versicherung usw. verantwortlich wäre.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz Endl 🙂
Plattform „Unser Triesterviertel“

Antwort am 13.5.2015

Sehr geehrter Herr Endl,

unter Bezugnahme auf Ihre Anfrage vom 10.05.2015 müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihr Anliegen leider nicht unterstützen können.

Für Ihr Projekt wünschen wir Ihnen viel Erfolg und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Julian Leidl
Leiter Verkauf
Hofer KG Zweigniederlassung Trumau

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Frühere „Gedanken“-Beiträge zu diesem Thema:

Sonntag: Kinderspiele am Hofer-Parkplatz?
Wem gehört ein leerer Parkplatz?

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…. FragNebenan bietet dazu ein beeindruckendes „Instrument“ im Internet.
Ich empfinde es als die lang erhoffte professionelle Ergänzung meiner Bemühungen um Vernetzung in der Nachbarschaft.
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Aktualisierung am 2.6.:
Diese Hoffnungen haben sich letztlich als trügerisch erwiesen. Das – nach wie vor gute – nachbarschaftliche Vernetzungskonzept entwickelt sich zunehmend zu einem professionell vermarkteten Geschäftsmodell.
Dieses Start-up-Unternehmen braucht als Basis die Mitgliedschaft von möglichst vielen Menschen, um Hausverwaltungen für die spätere Finanzierung zu überzeugen und um Werbemöglichkeiten für Unternehmungen der Nachbarschaft zu verkaufen.
Die (mir viel wichtigere) nachbarschaftliche Vernetzung wird dabei (wieder einmal) nur als „Mittel zum Zweck“ (Möglichst viele Werbeeinschaltungen) benützt.
Außerdem gibt es im 10.Bezirk bzw. im „Triesterviertel“ kaum Personen, die am FN-Forum teilnehmen.
(Ich löschte daher mein Benutzerkonto.)
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Am 30.6.2014 schrieb ich hier „gegen die Einsamkeit in der Großstadt

Am 29.12.2014 erzählte ich davon, wie wichtig die Familie jenes türkischen „Gastarbeiters“ für unsere Hausgemeinschaft geworden ist, der seit Anfang der 70-er Jahre in unserem Haus gewohnt hatte.

Seit 1980 sind wir Nachbarn dieser Familie. Der älteste Sohn (im Alter unseres Sohnes) war viele Jahre als Automechaniker bei einer großen Autofirma tätig und erzählte immer wieder von seinem Traum, einmal eine eigene Werkstätte zu leiten. Am 18.4.2015 konnte er endlich (zu Recht) voll Stolz seine Autowerkstätte im ebenfalls neuerbauten Wohnhaus in der Breitenfurterstraße eröffnen.

Oezyer-mycar 18.4.15

…………………………………Oezyer 18.4.15

Die ca 100 geladenen Gäste lieferten uns eine beeindruckende Bestätigung dafür, wozu die Kinder und Enkerln von „Gastarbeitern“ und eine funktionierende „Nachbarschafthilfe“ fähig sind.

Jetzt zeigen sie uns offenbar, woran wir „Altwiener_innen“ uns nur noch wehmütig erinnern können: An die Zeit nach dem Krieg, als es im Wohnhaus und im Grätzl noch Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft gegeben hat.
Als Jahrgang 1942 habe ich im 15.Bezirk die Jahre des gegenseitigen Helfens noch erleben dürfen/müssen, sowohl in unserem Wohnhaus und auf der Straße als auch im damaligen Familienverband.

Seit 1980 versuche ich, auch in unserem Wohnhaus und im Wohnumfeld ähnliche nachbarschaftliche Kontakte aufzubauen, wie ich es im 15.Bezirk erlebt hatte und die mich bei unseren Wohnnachbarn sosehr beeindruckt.

Unser Wohnhaus konnten wir gemeinsam vor dem drohenden Abriss retten und durch den neuen Besitzer (Österr.Siedlungswerk) eine Sockelsanierung erreichen.
Im „Triesterviertel“ blieb jedoch bisher eine nachhaltige Vernetzung von Bewohner_innen nur wenig erfolgreich. (Dazu einige Links zu früheren WordPress-Texten zum Thema „Nachbarschaft“ im Anschluss.)

Dieser Mangel an persönlicher Vernetzung und Solidarität im „Triesterviertel“ und in Favoriten könnte sich aber künftig verbessern, denn am 21.3. fanden wir im Briefkästchen diesen kleinen Zettel

…………………………….FragNebenan 18.3.15-1000

Text: Liebe Nachbarinnen und Nachbarn in der ZUR SPINNERIN,
zum Kennenlernen, Austauschen und Plaudern bauen wir hier im Grätzl ein Netzwerk für Nachbarn auf.
Wir würden uns sehr freuen, wenn du auch mitmachst!
Einfach hier anmelden: http://www.fragnebenan.at oder schreib uns: valentin23@gmx.at
Liebe Grüße- bis bald- Valentin u. Stefan

Schon bald gab es ein Treffen mit dem mir außerdem sehr sympathischen Valentin Schmiedleitner, einem der Initiatoren von „FragNebenan“ und am 14.4. gab es das erste Treffen von „FragNebenan im Triesterviertel“.

………………………….FragNebenan1-14.4.15

Am 12.5. wird es wie am 14.4. gewünscht ein Treffen der Gruppe „FragNebenan in Favoriten“ in der Nähe vom Reumannplatz geben.

Nun liegt es nämlich auch an uns Bewohner_innen, dieses professionell vorbereitete und zukunftsweisende Instrument „FragNebenan“ zum Klingen zu bringen.
Es besteht dann die Hoffnung, dass sich dieses Geschäftsmodell auch wirtschaftlich rechnet. Hausverwaltungen werden erkennen, dass gute Hausgemeinschaften, die „auf ihr Haus schauen“, auch die Instandhaltungskosten senken können.

Aber das Allerwichtigste ist Folgendes: „FragNebenan“ kann die Gefahr verringern, dass in Wien Menschen in der Wohnung liegen, ohne dass es jemand bemerkt. (Da würden auch „Telefonringe“ helfen können)

Frühere WordPress-Texte zum Thema „Nachbarschaft“:

„Hier bin ich daheim“
„Das mache ich für meine Enkelkinder“
Einmischen in unsere eigenen Angelegenheiten
Wo können wir noch mit Nachbarn tratschen?
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Robert Misik´s Buch „Gott behüte!“ aus dem Jahr 2008 ist leider aktueller denn je.

Bei meinen Bemühungen, mich auch bei nachbarschaftlichen Aktivitäten an globalen Zusammenhängen zu orientieren, stieß ich unlängst auf dieses Taschenbuch. (1.Auflage 2010 im Aufbau Verlag)

…………………………….Misik-Gott

Robert Misik (Jg.1966) ist Journalist & Sachbuchautor und betreibt u.a. den Blog http://misik.at/. Er lebt und arbeitet in Wien. „2009 erhielt Misik den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik und 2010 wurde er von der Zeitschrift „Der Österreichische Journalist“ als „Journalist des Jahres“ in der Kategorie Online ausgezeichnet….Robert Misik plädiert entschieden dafür, religiöse Identitäten aus den politischen Kontroversen herauszuhalten. Ein Schwerpunkt seines Interesses in diesem Zusammenhang stellt der Islam dar.“ (aus Wikipedia)

Wieviele Muslime/Musliminnen leben im „Triesterviertel“? Von den ca 187 000 Menschen im 10.Bezirk haben ca 30 % keine österreichische Staatsbürgerschaft. („Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien -2014“) Genauere Zahlen zur Religion und speziell zum „Triesterviertel“ sind mir derzeit nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Gruppe der hier lebenden Menschen mit muslimischem Glaubensbekenntnis mindestens 30 % beträgt, das wären 3-5 000 (von 10-15 000) Personen.

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Robert Misik richtet seine Kritik vor allem an die drei monotheistischen Religionen, die jüdische, die christliche und die muslimische. Er fasst sie am Schluss des Buches folgendermaßen zusammen:

„Es soll nicht bestritten werden, dass Religiosität auch positive Auswirkungen haben kann, weil sie zum Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen beitragen und Solidarität stiften kann und weil sich bisweilen ein Gläubiger für seine Mitbürger in einem Ausmaß engagiert, das er vielleicht nicht an den Tag legen würde, meinte er nicht, dass ein Gott dies von ihm verlangte.
Diesem Nutzen stehen aber doch viel größere Nachteile gegenüber:
Religion neurotisiert. Sie hetzt die Menschen gegeneinander auf. Sie pflanzt gesunden Kindern die Idee der Sünde in den Kopf. Sie verleitet dazu, im Nachbarn den verderbten Ungläubigen zu sehen. Sie bringt Männerdazu, Frauen als sexualisierte Hexen wahrzunehmen. Sie verleitet dazu, Unrecht zu respektieren, das nie toleriert würde, wenn es nicht den Adel des Spirituellen hätte. Sie macht aus gefährlichen Konflikten brandgefährliche Konflikte, bei denen sich dann schnell „Wir“ und „Sie“ unversöhnlich gegenüberstehen. Im Namen der Religion dürfen die obskursten Dinge verbreitet werden, und wer diese Narreteien Narreteien nennt, der hat das Stigma des Intoleranten.
Die Religion – eine Sinnressource? Eher eine Unsinnressource. Gott schütze uns vor der Renaissance der Religionen.“ (Hervorhebungen FE)

Für mich sind diese Informationen aus dem Jahr 2008 aufklärend im besten Sinn. Angesichts der Medienberichte über Menschen, die sich wieder einmal auf eine große Religion berufen, um ihre Verbrechen zu rechtfertigen, sind sie von trauriger Aktualität.

Im aktuellen Projekt „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ bemüht sich unser kleiner Verein „triesterviertel.at“ seit Dezember 2014 um einen Dialog mit ATIB („Türkisch-islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich“, 1100, Gudrunstr.189) und der christlichen „Evangeliumsgemeinschaft“ (1100, Quellenstr.156).

Das Buch „Gott behüte!“ bestärkt mich darin, diese guten Kontakte fortzusetzen und möglichst auszubauen. Denn wir sind Nachbarn/Nachbarinnen im „Triesterviertel“ und wollen hier weiterhin gemeinsam im Frieden leben.

Dazu auch frühere WordPress-Beiträge:

* Die Osmanen sind jetzt unsere Nachbarn
* Die ATIB-Zentrale, ein guter Nachbar vom Triesterviertel?
* Phönix Realgymnasium Spacelab und Interface

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