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Posts Tagged ‘Babys’

Das hilft uns und den willkommenen Gekommenen!

Vor genau einem Jahr stellte ich hier die Frage „Wo können wir noch mit Nachbarn tratschen?“ und im April dieses Jahres schrieb ich zum Thema „Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an“.

NGO´s und Wirtschaft fordern angesichts der zunehmenden Flüchtlingsdramatik von unserer Regierung neben einer Asylstrategie auch eine „Strategie für Integration“.

Die Erfahrung zeigt ja, dass Menschen, die sich in ihrem nachbarschaftlichen Netzwerk geborgen und respektiert fühlen, „Fremden“ gegenüber offener sind als jene, die sich isoliert und benachteiligt fühlen. Sie sind auch weniger anfällig für Anwerbeversuche durch radikale religiöse Gruppierungen oder beim Wählen von Parteien mit „einfachen Lösungsangeboten“.

Beispiele vom Wohnhaus und dem Grätzl ?

In unserem Haus (Eigentümer und Verwaltung Österr.Siedlungswerk) Zur Spinnerin 2 im „Triesterviertel“ wohnen seit Dezember vorigen Jahres junge Eltern mit Oma und Baby aus Syrien. Sie waren der Anlass zum Projekt „Neue Hofgestaltung“, bei dem uns die MA17 (Integration und Diversität) und die Gebietsbetreuung Stadterneuerung sehr engagiert unterstützt. Es soll wieder eine neue Möglichkeit zum „Haustratsch“ für uns BewohnerInnen bieten. Denn seit der Sockelsanierung unseres Zinshauses (ca 1880 erbaut) in den Jahren 1996-98 leben wir – mit Wasser + WC in den Wohnungen und Aufzug – wieder mehr nebeneinander als miteinander.

Hofgest-Info 29.9.15-600

Zwei Mütter der „Kindergruppe“ im „Terrassenhaus Buchengasse“, die auch die wöchentlichen „Babytreffen“ in der nahegelegenen katholischen „Friedenskirche“ besuchen, habe ich von der syrischen Mutter erzählt. Auch als Muslimin ist sie dort herzlich willkommen.

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Unterstützen Sie mich bitte beim Aufbau der Initiative
„PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“!

Schon seit einigen Jahren veröffentliche ich in diesem Blog monatlich „Gedanken eines besorgten Großvaters“. Dass diese Sorgen durchaus gerechtfertigt sind, hat sich leider vor einigen Tagen in schrecklicher Weise auch „vor unserer Haustüre“ durch den Erstickungstod von 71 Flüchtlingen als begründet erwiesen.

Besonders wenn ich Fotos von Kindern im Alter unserer beiden Enkerlmädchen (8 und 10) sehe, die sich ängstlich an ihre verzweifelten Eltern drücken, kann ich Tränen oft nicht zurückhalten. Die Gefühle von Wut und zugleich Ohnmacht scheinen übermächtig zu sein. „Was kann denn ich als Einzelner/Einzelne schon tun?“ So oder ähnlich denken vermutlich viele Menschen und machen sich vielleicht mit einem vollen Kofferraum auf den Weg ins Flüchtlingslager nach Traiskirchen oder spenden an Hilfsorganisationen.

Aber schon beim Gedanken an die – dringend benötigte – Übernahme einer Patenschaft fühlen sich zum Beispiel auch jene Menschen, die grundsätzlich zum Helfen bereit wären, oft zu wenig informiert und –neben Beruf und/oder Familie – auch überfordert.

Damit aber die Vorstellungen der Helfenden als auch jene der Betreuten längerfristig möglichst gut zusammenpassen, bedarf es vor einer vielleicht zu raschen Entscheidung der persönlichen Beratung und Unterstützung durch professionelle Hilfsorganisationen. Ähnlich, wie das schon seit einigen Jahren durch der Wiener „Ehrenamtsbörse“ geschieht. Sie bringt Menschen, die Hilfe anbieten und professionelle Hilfsorganisationen aufgrund einer vorausgehenden Klärung der jeweiligen Möglichkeiten und Erwartungen „passend“ zusammen.

Das könnten wir im „Triesterviertel“ ähnlich machen, in Zusammenarbeit mit professionellen Einrichtungen! (Dazu auch)

Daher meine Frage:

Sind Sie grundsätzlich bereit, mich beim Aufbau der Initiative „PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“ zu unterstützen?

WENN JA: Meine KONTAKTDATEN sind unten auf der Startseite von www.triesterviertel.at

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Robert Misik hat 2007 mit dem dänischen Soziologen Esping-Andersen ein Gespräch über eine Verbesserung der Kinderbetreuung geführt, das im „Der Standard“ vom 10.3.2007 veröffentlicht worden ist. Die Ansichten des „führenden Wohlfahrtsstaats-Forschers Europas“ empfinde ich als zutreffend und gebe hier einige seiner Aussagen wieder:
Unter anderem vertritt auch Esping-Andersen die Meinung, dass „die Grundlage für soziale Ungleichheit in den ersten sechs Jahren gelegt wird, in jener Phase, in der Kinder de facto privatisiert sind. Die Schule kann kaum mehr korrigieren. Kinder, die in der Familie nicht gefördert werden, keine kognitive Basis bilden, haben praktisch keine Chancen.“
Er fordert „entschieden mehr in Kinder zu investieren, wenn wir nicht grobe Ungleichheiten ernten wollen“ und stellt konsequenterweise fest: „Gute Sozialpolitik fängt bei Babys an“ und dass „besonders für Unterprivilegierte hochwertige Kinderbetreuung wichtig ist. Die haben einen hohen Gewinn durch gute Kinderbetreuung. Man denke nur an Migrantenkinder, die in die Schule kommen, ohne die Landessprache gelernt zu haben.“
„Die skandinavischen Länder sind so gut, weil Kinder nicht mit großen Nachteilen ins Leben starten. Es gibt ein hohes allgemeines Niveau bei den späteren Bildungsleistungen und deswegen auch hoch qualifizierte Arbeitnehmer.“ Und „mit dem Ausbau der sozialen Dienstleistungen würde es aber auch mehr Jobs für niedrig qualifizierte Arbeitskräfte geben – für Pflegehelfer etwa.“

Beim im Aufbau befindlichen Projekt „Kinder im Triesterviertel“ im „Terrassenhaus Buchengasse“ engagiere ich mich derzeit gemeinsam mit anderen in diesem Sinne, denn auch „GUTE NACHBARSCHAFT fängt bei Babys an!“
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