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Posts Tagged ‘BürgerInnenbeteiligung’

Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“

Unser Haus ist etwas Besonderes.

In diesem 1890 erbauten Zinshaus „Zur Spinnerin 2“ bemüht sich derzeit die Mehrheit der Mieter und Mieterinnen, das Gemeinschafts- und Sicherheitsgefühl aller Bewohner und Bewohnerinnen zu stärken.

Zur Spinnerin 2 (rechts Buchengasse in Richtung Triesterstraße) in den 1925-er Jahren (Foto privat)

Näheres über die gemeinsame Rettung unseres Hauses und dessen Sockelsanierung.

Im März 2021 hat sich nun – auch als Folge dieser erfolgreichen gemeinsamen Erfahrung – die „Kontaktgruppe Zur Spinnerin 2“ gebildet. Sie vertritt derzeit zehn der insgesamt siebzehn Mietwohnungen.

Ihr Ziel ist eine möglichst breite Meinungsbildung im Haus zu Themen, die alle betreffen.

Kontakte durch Telefon, e-Mails, Gespräche am Gang, im Hausflur (mit FFP2- Maske) oder im Hof sind auch in „Coronazeiten“ möglich.

Zwei Hauptaufgaben dieser „Kontaktgruppe“:

1. Zu aktuellen Hausthemen die Meinung von möglichst vielen Mietern und Mieterinnen sammeln und im Hausflur bekanntmachen.

2. Die Hausverwaltung (=Hauseigentümer) laufend informieren (ÖSW – Österreichisches Siedlungswerk).

Wir informierten die Hausverwaltung von der Bildung dieser „Kontaktgruppe“ und erhielten im Mai folgende erfreuliche Antwort vom zuständigen „Objektmanager“ Stefan Adler:

An die Bewohner des Hauses 1100 Wien, Zur Spinnerin 2

Wien, 10.05.2021
Betreff: Hausgemeinschaft/Kontaktgruppe


Sehr geehrte Damen und Herren!


Von Mietern der Wohnhausanlage wurde eine Kontaktgruppe gegründet, um
die Verbesserung der Hausgemeinschaft zu erreichen.
Wir begrüßen dieses Engagement sehr, das im Interesse aller Bewohner des
Wohnhauses ist.
Es freut uns auch sehr, dass die Kontaktgruppe ausdrücklich die Bereitschaft
erklärt hat, mit allen Bewohnern des Hauses das gute Einvernehmen zu
pflegen und für alle Bewohner offen zu stehen.
Wir weisen aber darauf hin, dass jeder Bewohner seine Anliegen
selbstverständlich auch weiterhin selbst direkt der Hausverwaltung
übermitteln kann und die Kontaktgruppe ein zusätzliches Angebot darstellt
und völlig unverbindlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Österreichisches Siedlungswerk
Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Passende frühere „Gedanken“:

Nr.35: Großeltern, wir haben eine Verpflichtung…. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.67: Wo können wir noch mit Nachbarn tratschen? | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.70: „Die Osmanen“ sind jetzt unsere Nachbarn… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

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…weil Favoriten viel mehr ist als nur das „Sonnwendviertel“!

Was ist ein „Bürger*innen-Rat?

(Aus dem Vorarlberger „Handbuch Bürgerbeteiligung für Land und Gemeinden“)

Etwa 15 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger entwickeln in ca. 2 Tagen Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu Themen, die sie interessieren. Sie fassen die Ergebnisse in einem gemeinsam getragenen „Statement“ zusammen. Dieses „Statement“ wird im Anschluss öffentlich diskutiert. Alle Teilnehmenden sprechen für sich selbst und nicht als Vertreterinnen und Vertreter anderer.

Für wen?

Für bis zu 15 Personen; nach Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger, möglichst vielfältig in Alter, Geschlecht, Bildung und Stärken

Die Themen

bestimmt die Gruppe selbst. Es wird über das gesprochen, was die Teilnehmenden am meisten bewegt. Um in einer kleinen Gruppe Ideen zu sammeln und Visionen zu entwickeln, Schwerpunkte oder Entwicklungsrichtungen zu definieren, um Projekte zu diskutieren und zu verbessern.

Grenzen

Bringt Ideen, aber keine fertig ausgearbeiteten Maßnahmen.

Erreichbares Ergebnis

 Ideen, Visionen, Vorschläge aus der gemeinsamen Sicht einer kleinen Gruppe, die Ergebnisse können danach detaillierter ausgearbeitet werden.

 Tipp

Die Ergebnisse sollen anderen Bürgerinnen und Bürgern sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern persönlich präsentiert werden. (Dazu siehe auch unten „Gablitzmodell“)

Dauer

1-2 Tage, 1 Wochenende bis längerfristig


Für uns Bewohner*innen wäre ein „Bürger*innen-Rat“ eine Chance, durch persönliche Kontakte und gemeinsame Aktivitäten Vertrauen aufzubauen und auch „unser Triesterviertel“ als wohnens- und lebenswert zu erleben.

Wie und wo könnte ein „Bürger*innen-Rat“ im „Triesterviertel“ erprobt werden?

Für Planung und Durchführung wird unser privater Grätzlverein „triesterviertel.at“ als parteiunabhängiger Rechtsträger beim Bezirk-Favoriten oder bei der Wiener Stadtregierung demnächst um Unterstützung ansuchen.

Passend wäre, wenn die Ergebnisse des „Bürger*innen-Rats“ am Beginn von Bezirksvertretungs-Sitzungen kurz präsentiert werden könnten. (Siehe Chronik „Gablitzmodell“ und dessen Ziele)

Bei unserem wichtigsten Grätzlprojekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“ hat sich auch die fachliche Beratung durch die damalige Gebietsbetreuung ( bis 2017) und dem Bezirksmuseum (bis heute) sehr gut bewährt.

Als Mitglied von „Basis.Kultur.Wien“ hat unser Verein ebenfalls schon gute Erfahrungen durch organisatorische und finanzielle Unterstützung machen können. (z.B. 2014 und 2017)

Ein zentrales Ziel könnte sein, auch im „Triesterviertel“ einen Raum z.B. für gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen sowie die Möglichkeit zur Präsentation zu bieten.

Als „grätzlhistorischen“ Ort von Veranstaltungen würden wir mit Zustimmung der Hauseigentümer und des aktuellen Mieters (eine „Freikirche“) das ehemalige „Quellenkino“ (Quellenstr.156) benützen können.

Dazu passend frühere „Gedanken“:

Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“

Nr.136: Es gibt auch noch „Unser buntes*) Triesterviertel“!

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“

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Zehn Jahre lang haben Mitarbeiter der Gebietsbetreuung gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Favoriten unseren Verein „triesterviertel.at“ beraten. Über die Geschichte und Entwicklung des Wohngebiets an der Triesterstraße zwischen Matzleinsdorferplatz  und Spinnerin am Kreuz.  Seit 2018 sind sie durch ein anderes Team ersetzt worden.

Warum zerstört die Stadt dieses erfolgreiche Modell einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlich engagierten BewohnerInnen und den Facheinrichtungen des Bezirks?

Fünf Beispiele:

  1. Das gemeinsame Tafelprojekt „Orte erzählen“ Es. sollte ein Modell werden für ganz Wien. Mittels Info-Tafeln an bemerkenswerten Orten soll in Verbindung mit einer Webseite und (seit der 10.Tafel) einem Audioguide soll über deren Geschichte informiert werden.
  2. Der „Audioguide Triesterviertel“ wurde auf der Webseite der Gebietsbetreuung  ebenso wie das „gesamte „Orte erzählen“-Projekt präsentiert. Das gibt es auf der neuen GB-Webseite alles nicht mehr. Zum Glück wurde er auch auf der privat finanzierten neuen Webseite http://www.orteerzaehlen.at gerettet. Viele Jahre Arbeit des „alten“ Teams der Favoritner Gebietsbetreuung wurden mit dieser Umstrukturierung „entsorgt“. Angeblich aus Einsparungsgründen. Ich glaube das nicht.
  3. Folgende beiden Tafeln (140×70 cm) fertigen Ing.Siegfried Schuller und DI Hannes Gröblacher im Rahmen unserer Teilnahme am „Festival der Bezirke“ am 10.6.2014  Sie weisen auf die Entwicklung auf das Gebiet zwischen Matzleinsdorferplatz und dem sogenannten „Fischplatz“ bei der Quellenstraße hin. Hier, in der Quellenstr.156, befindet sich auch die 10. „Orte erzählen“-TafelIMG_0006….IMG_0004
  4. Über Vermittlung der Gebietsbetreuung wurde das „Triesterviertel“ 2015 Teil einer Vergleichsstudie mit ähnlich strukturierten Stadtteilen in den USA und Senegal. Sie wurde von Manuela Wade verfasst,  als Buch veröffentlicht und am 1.7.2015 in der Gebietsbetreuung präsentiert: „Mikrokosmos Stadtviertel – Lokale Partizipation und Raumpolitik“
  5. Gemeinsam mit der Gebietsbetreuung wurde Ende 1916 eine Broschüre über das „Orte erzählen“-Projekt erstellt. Der Bezirk finanzierte davon 2500 Stück.

Frühere Beiträge, die zum Thema passen:

https://fritzendl.wordpress.com/2012/06/25/wir-sind-auch-expertinnen-fur-die-geschichte-unseres-triesterviertels/

https://fritzendl.wordpress.com/2012/11/30/7-infotafeln-zur-gratzlgeschichte-sind-schon-zu-sehen/

https://fritzendl.wordpress.com/2013/09/29/die-entwicklung-des-triesterviertels/

https://fritzendl.wordpress.com/2013/10/31/unser-triesterviertel-orte-erzahlen/

https://fritzendl.wordpress.com/2016/05/31/das-unser-triesterviertel-orte-erzaehlen-team-feiert/

https://fritzendl.wordpress.com/2016/12/31/bezirksvorstehung-finanziert-2-500-orte-erzaehlen-broschueren/

https://fritzendl.wordpress.com/2018/02/28/matz-platz-u2-u5-wuensche-an-die-stadtplanung-ma21/

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http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis

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Zwischen „BezirkshausmeisterIn“ und „RegionalmanagerIn“

Seit 2018 hat Favoriten einen neuen Bezirksvorsteher. Markus Franz führt sein neues Amt mit großem zeitlichen Einsatz. Sicher auch deshalb, um die zur erfolgreichen Arbeit erforderliche Bekanntheit möglichst bald zu erreichen.

Besonders diese Funktion erhält – in Zeiten zunehmender PolitikerInnenverdrossenheit – durch den direkten Kontakt mit der Bevölkerung immer größere Bedeutung.

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Bezirksvorsteher Markus Franz auf „Beisltour“ in Favoriten, leider nur mit „seinen“ SPÖ-Bezirksräten/-rätinnen.

Das lesenswerte Buch „Bezirkspolitik in Wien“ des Politikwissenschafters Hubert Sickinger (StudienVerlag, 2006) beruht zwar nicht auf dem aktuellen Stand der Wahlergebnisse. Es beschreibt aber neben vielen anderen Fakten über die Wiener Verwaltung auch sehr anschaulich die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten der BezirksvorsteherInnen.

Bezirkspolitik-Sickinger

Er/sie muss NUR genügend viel Vertrauen von der Bezirksbevölkerung gewinnen, auch über die jeweiligen Parteigrenzen hinweg.

„Das BV-Amt ist ein Amt, das im Alltag von vielen „kleinen“ (manchmal auch „kleinlichen“) Problemen und Aufgaben – und nicht von der „großen Politik“ – geprägt ist. Es erfordert AmtsträgerInnen, die einen guten Überblick über den Wiener Stadtmagistrat und Wissen über dessen Funktionsweisen haben und über administrative Fähigkeiten verfügen. Erforderlich sind ferner Kommunikationsfähigkeiten gegenüber den BewohnerInnen wie auch Motivationsfähigkeiten gegenüber den Bezirksräten/-rätinnen. Gefragt sind PolitikerInnen mit gewissen Management-Fähigkeiten, die sich aber für den – permanenten – Kontakt mit den „kleinen Leuten“ im Bezirk nicht „zu gut sind“.

In den folgenden Auszügen kommen einige BezirksvorsteherInnen zu Wort. (Hervorhebungen FE)

„In wenigen Sätzen beschreibt eine BV das Aufgabenprofil und die typischen Charakteristika des Amtes:“ (Sickinger, S.52)

„Einerseits als einer, der Projekte im Bezirk initiieren muss und auf der anderen Seite ist er jener Politiker, der den engsten Kontakt zur Bezirksbevölkerung hat. Er ist von allem politischen Funktionen der mit dem höchsten Bekanntheitsgrad, und daher wird er auch am meisten angesprochen. Und ich verstehe mich auch als ein Vermittler in jenen Bereichen, wo Behördenkontakte schwierig erscheinen, wo Leute in einer Notsituation sind.“ (BV 15/SPÖ/2003) (S.52)

Ein Bezirksvorsteher des 3.Bezirks beschrieb 2003 seine Tätigkeit: „Man ist für alles verantwortlich und hat für kaum etwas Kompetenzen – vom Rechtlichen her – und ist sicherlich so etwas wie ein Bezirksbürgermeister…“ (BV 3/SPÖ/2003)

„Sozialdemokratische Bezirksvorsteher (BV) (von denen ein Teil zuvor Gemeinderäte (GR) gewesen waren) betonen als zentralen Kontrast zur Funktion als Landtagsabgeordnete – neben der weitaus stärkeren Nähe zur Bevölkerung- die mit ihrem aktuellen Amt verbundenen konkreten Gestaltungs- und Umsetzungsmöglichkeiten.“

Das, was mir wirklich sehr gut gefällt ist, dass man viel mehr ganz persönliche Entscheidungsmöglichkeiten hat….Als BV kann man die Ideen wirklich umsetzen. Da bin ich erst im Laufe meiner Einschulung draufgekommen, wie viele Möglichkeiten man eigentlich hat.“ (BV 9/SPÖ/2004) (S.59)

Es ist eine spannende Sache. Der bürokratische Ablauf und der auch klarerweise da ist, den versuche ich möglichst gut zu managen, aber darüber hinaus weiß ich auch, dass es doch Gestaltungsmöglichkeiten gibt für den BV, und das sind natürlich oft die spannenderen Dinge. Wenn es um Bezirksentwicklung geht, um Bausachen – Umbauten, Neubauten-, das sind meine ich möchte nicht sagen Hobbies, aber Schwerpunkte. Einerseits öffentliche Raumgestaltung, andererseits Bauprojekte. Dann merke ich auch, dass BV tatsächlich einen Einfluss haben können.“ (BV 7/GRÜNE/2003)

„SPÖ-BV sind voll in den Informationsfluss der die Gemeinde regierenden SPÖ eingebunden.“ (Sickinger. S.52)

Die SPÖ hat natürlich ein Informationsnetz in Wien, dem wir nichts gleichhalten können. Denn von allen Briefen, die ich bekomme von einem Stadtrat geht ein Durchschlag dort hinüber, das ist klar.“ (BV 18/ÖVP/2003, S.52)

„Was mich an dieser Position so besonders reizt und ich auch das Tolle finde, dass der BV schon sehr viele Entscheidungsmöglichkeiten hat, auch wenn er sie formell nach der Stadtverfassung nicht hat. Aber man kann sich’s nehmen, indem man halt Ideen selbst entwickelt oder aufnimmt und sie dann beginnt umzusetzen….“(BV 21/SPÖ/2003) (S.58)

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…… braucht aber auch Visionen. Meine Vision ist eine   

                 W E R K S T A T T

                                        F A V O R I T E N

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, diese Aufforderung des deutschen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt interpretiere ich auch im Sinne „gesellschaftlicher Gesundheitsvorsorge“.

Ausgewiesene Fachleute würden bei dieser „Vorsorgeuntersuchung“ Vorschläge machen, wie wir uns als zivilgesellschaftlich engagierte Menschen beteiligen können, um unsere Demokratie möglichst lange „gesund“ zu erhalten. Die darauf folgenden Entscheidungen der gewählten Gremien liegen letztlich in unserer gemeinsamen Verantwortung.

Als Angehöriger der altersbedingt immer weniger werdenden „Kriegsgeneration“ (Jg 1942) und Großvater zweier pubertierenden Mädchen möchte ich deren (kommenden) Fragen möglichst gut beantworten und mein Handeln transparent machen können. Anders als mein Vater (1896-1976), der mit mir leider nie über sein Engagement „für Führer und Vaterland“ gesprochen hat.

Worauf stützt sich nun meine Hoffnung, dass eine „WERKSTATT FAVORITEN“ auch in die Praxis umgesetzt werden könnte?

  • Unser Bezirksvorsteher Marcus Franz vermittelt einen glaubhaften „Willen zur Öffnung“, zur Begegnung „, mit Respekt und auf gleicher Augenhöhe“.
  • Geeignete Räumlichkeiten für die erhoffte „Werkstatt Favoriten“ befinden sich Ecke Quellenstraße 217/Knöllgasse 2.  (Hier ist voraussichtlich noch für zwei Jahre die Bildungseinrichtung „Spacelab-Kreativ“ untergebracht.) Früher war davor noch ein kleiner Marktplatz.
Spacelab-Ecke 500
  • Diese Adresse hat Bezirksvorsteher Franz schon bei einem Gespräch zum Thema „Bildungsgrätzl“ in dessen Büro im Jänner als einen wünschenswerten „Ort der Begegnung“ für den 10.Bezirk bezeichnet.
  • Die Chance, dass dieses Projekt von ALLEN politischen Gruppierung des Bezirks unterstützt werden kann, schätze ich als relativ groß ein. (Das zeigt sich ja auch bei der gemeinsamen Ablehnung eines Bus-Zentrums am Verteilerkreis)  Wer im 10.Bezirk sollte  dagegen sein, wenn es ein Projekt des GANZEN Bezirks ist? (Favoriten ist ein großer Bezirk und die Frage der Finanzierung ist bekanntlich AUCH von dessen politischem Willen abhängig.)
  • Konkreter Anlass für meine „Vision“ ist die Einladung der Bevölkerung zur Mitsprache durch die MA21 (Stadtteilplanung) bei der U2-Station am Matzleinsdorfer-Platz. (Dazu Näheres) Sie erfolgte NACH dem Fertigstellen der U-Bahn-Pläne  durch die „Wiener Linien“ in das Hotel eines Investors  und zeigt das Ungleichgewicht bei sogenannten „Kooperativen Planungsverfahren“ .  Wer kooperiert wann mit wem? Auch eine rechtzeitige Beteiligung der Bevölkerung  könnte in der „WERKSTATT FAVORITEN“ künftig besser vorbereitet werden.

Zuletzt noch eine gute Nachricht zum Thema „Gesundheit“:

Es wird bald wieder eine Ärztin im „Triesterviertel“ geben! (Das passt auch gut zum „Frauentag“ am Do, 8.3.!)

In Nachfolge von Herrn Dr.Grohs, der voriges Jahr in Pension gegangen ist, wird höchstwahrscheinlich die praktische Ärztin Dr.Christine Albrecher im Viktor-Adler-Hof eine neue Ordination einrichten können. (Dazu Näheres) BV Marcus Franz wird sie daher am 11.4. um 16 Uhr in der „Quarinpassage“ begrüßen können. (Einladungen werden noch folgen).


Viele frühere dazu passende „Gedanken“-Texte:

16.7.2009 Hier bin ich daheim

26.12.2009 Großeltern aller Länder vereinigt euch!

29.5.2011 Ein „Runder Tisch“ zum Thema Bürgerbeteiligung in Favoriten!

27.11.11  Großeltern, wir haben eine Verpflichtung!

31.05.13  „Marktplatzgespräche“ statt „Biertischgeraunze“!

28.02.14  Gute BezirkspolitikerInnen sollten zuerst für uns BewohnerInnen da sein!

30.06.14 Gegen die Einsamkeit in der Großstadt!

26.7.14 Wien braucht mehr Demokratie!

29.3.15 Doris Knecht: Was tun gegen Hilflosigkeit?

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Wir freuen uns sehr über diese schöne Anerkennung unserer Teamarbeit!

Als ich im Mai über die Feier zur 10. Infotafel  berichtete, ahnte ich noch nicht, dass von der Favoritner Bezirksvorstehung bald darauf  ein für unsere Planungsgruppe *) überraschendes Angebot kommen würde.

Die Bezirksvorstehung wäre nämlich bereit, eine Broschüre mit der Auflage von 2 500 Stück im A5-Format über unser „Orte erzählen“- Projekt zu finanzieren. Wir stimmten erfreut zu und arbeiteten seither an deren inhaltlichen und graphischen Gestaltung. Hochprofessionell wurden wir dabei vom sympathischen Mag.Stefan Zwickl von „aktuell PR“ begleitet.

2016-05-03

………    Stefan Zwickl und Siegfried Schuller (Gebietsbetreuung) sind Hauptgestalter der Broschüre

Ende 2016 wurde die 16 Seiten starke Broschüre fertig: „10 Orte im 10.Bezirk – DAS PROJEKT ORTE ERZÄHLEN“

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……………………………..Die Außenseiten der Broschüre

Die Tatsache, dass diese Broschüre überhaupt finanziert wurde und auch die im Anschluss wiedergegebene Einleitung von Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner sind eine unschätzbare Unterstützung für unsere weitere Arbeit am Projekt „Unser Triesterviertel – ORTE ERZÄHLEN“.

Ich persönlich betrachte diese erfreuliche Entwicklung auch als „Lohn“ unserer schon gut „eingespielten“ Zusammenarbeit im Planungsteam. Sie gelingt trotz oder gerade WEGEN des Fehlens jeglicher Hierarchie und der vielen unterschiedlichen Motivationen und Qualifikationen.

„Liebe Favoritnerinnen, liebe Favoritner!

Unser Bezirk wurde vor mehr als 140 Jahren gegründet und setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Grätzeln zusammen, die allesamt ihre eigene Geschichte und Geschichten sowie Besonderheiten haben. Favoriten besteht aus dem Sonnwendviertel mit dem Hauptbahnhof und seinen vielen neuen Wohnbauten ebenso wie aus Ober- und Unterlaa mit ihren eher ländlichen Strukturen. Das zeichnet die Vielfalt in unserem Bezirk aus. Das Triesterviertel, das sich entlang der Triester Straße vom Matzleinsdorfer Platz bis zur Raxstraße befindet, hat durch seine zahlreichen ehemaligen Industrie- und Gewerbebetriebe, die im Laufe der Jahre großteils durch Wohnhäuser ersetzt wurden, einen ganz besonderen Charakter. Der Verein „triesterviertel.at“ sorgt nun schon bereits seit fast 25 Jahren für Belebung im Grätzl und schafft ein Identitätsbewusstsein der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Sichtbarstes Zeichen dieser tollen Initiative sind die Erinnerungstafeln des Projekts „Orte erzählen“. Dafür möchte ich den Vereinsverantwortlichen herzlich danken und ein ganz besonderer Dank geht auch die Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*10 und das Bezirksmuseum Favoriten, die das Projekt begleiten und unterstützen.

Ich lade alle Interessierten herzlich dazu ein, beim Verein „triesterviertel.at“ mitzumachen oder auch ihre eigene Grätzlinitiative zu starten. Diese Projekte fördern nicht nur die Verbundenheit mit dem Bezirk und dem Grätzl als persönlichen Wohn- und Lebensbereich, sondern sorgen auch für gute nachbarschaftliche Beziehungen.

Ihre Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner“

*) Die „Orte erzählen“-Planungsgruppe trifft einander seit 2008 meist in der GB*10. Sie besteht aus BewohnerInnen des „Triesterviertels“ (Helga und Fritz Endl, Jürgen Greiner und Johanna Schamburek), dem Bezirksmuseum Favoriten (Eva Fischer und  Walter Sturm), der Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*10 (Siegfried Schuller) sowie dem Volkskundewissenschaftler und Ö1-Redakteur Wolfgang Slapansky.

8-10-2013

Johanna Schamburek, Helga Endl, Eva Fischer, Walter Sturm, Siegfried Schuller und Jürgen Greiner am 8.10.2013 in der GB*10

27-7-2009

Fritz Endl und Wolfgang Slapansky am 27.7.2009 beim ORF-Funkhaus.

(Näheres zur Chronik des Projektes)

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Wir müssen aber MEHR MITEINANDER REDEN, denn „durch´s Reden kommen d`Leut z´samm´“.

Hauptursache für die weltweit zunehmende Armut, für Hunger, Krankheiten, Krieg und Flucht ist, dass ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als ein Drittel des globalen Reichtums verfügt. Und nach Schätzungen entziehen sie davon etwa ein Drittel einer Besteuerung. (Ö1-Radiokolleg 30.6.2016)

Immer mehr seriöse Untersuchungen bestätigen die Tatsache, dass diese Entwicklung seit vielen Jahren vorbereitet worden ist! Es sollen  die Ursachen der Probleme möglichst gleich in der Nachbarschaft gesucht werden, nur nicht bei ihnen in ihren „goldenen Käfigen“! Dieses 1% und ihre Strategen sind bis jetzt „die lachenden Dritten“, wenn wir übrigen 99 % weiterhin so wenig miteinander reden oder sogar streiten!

Das betont auch Colin Crouch, Autor von „Postdemokratie“, in seinem neuen Buch „Die bezifferte Welt – Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht“ (Suhrkamp, 2015):

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„Wenn die Macht der Demokratie schwindet, verlieren die Wähler unter Umständen das Interesse an ihr. Zweifellos wird sie dadurch noch anfälliger für die Manipulation durch Mächtige, doch sind diese dann möglicherweise zugleich mit einem Mangel an Legitimation konfrontiert. Sie sind darauf angewiesen, daß die Bürger an den Wahlen teilnehmen – und können sie dazu motivieren versuchen, indem sie politische Debatten über eine Vielzahl an sich eher unbedeutenderer Probleme anzetteln. Diese Taktik hat überdies den Vorzug, die Bevölkerung regelmäßig von den wichtigeren Fragen abzulenken, wer die eigentlichen Profiteure eines solchen Systems sind.“ (S.219) (Hervorhebung FE)

Aber das darf von uns, der 99 %-Mehrheit, also auch von uns BewohnerInnen des „Triesterviertels“ insgesamt, nicht mehr länger als schicksalshaft hingenommen werden! Schon unseren Kindern und Enkerln zuliebe! Dazu passen mein erster WordPress-Text vom  10.6.2009: Großeltern aller Länder vereinigt euch! und jener vom 26.12.2009: Großeltern aller Parteien vereinigt euch!

Aus meiner Sicht ist ein sehr „bedeutendes Problem“ die geringe Teilhabe von BewohnerInnen am Geschehen im unmittelbaren Wohngebiet. Das hängt ziemlich sicher auch damit zusammen, dass es immer weniger Gelegenheiten zu mehr oder weniger „öffentlichen“ Gesprächen gibt. Beim Tratsch mit den Nachbarn im Haus, beim Greißler ums Eck, im Wirtshaus, im Park, beim gemeinsamen Besuch des Grätzl-Kinos oder des Fußballplatzes in der Nähe wurden viele Meinungen ausgetauscht und gebildet, wurde auch viel „politisiert“.

Es sollten daher zeitgemäße Gelegenheiten geschaffen werden, damit interessierte Menschen in der Nachbarschaft wieder über aktuelle Themen ins Gespräch kommen können. Viele möchten sich mit anderen über Grätzlangelegenheiten austauschen oder möchten sich informieren. Es fehlen aber zunehmend die Gelegenheiten dazu.

Solche „Grätzlgespräche“ möchte der Verein „triesterviertel.at“ wieder organisieren.

Wer unterstützt uns dabei?

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„Marktplatzgespräch“ am 22.3.2013 mit FPÖ -Klubobmann Stefan Berger und ÖVP -Klubobmann Thomas Kohl

Aus solchem „öffentlichen Tratsch“ kann dann auch wieder das Bedürfnis entstehen, sich an die gewählten BezirksvertreterInnen zu wenden. Es könnten sich dann auch Einzelpersonen darin bestärkt fühlen, sich mit einer Forderung oder einem Vorschlag an LokalpolitikerInnen zu wenden. Schön wäre es, wenn sich Personen auch an die gesamte Bezirksvertretung im Rahmen ihrer Vollversammlungen wenden könnten. Zum Erproben dieser Beteiligungsform würde sich – nach einer Anpassung der Wiener Stadtverfassung – die „Mündliche BürgerInnenbeteiligung“  anbieten, die in der Gemeinde Gablitz (NÖ) schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird.

Am besten in Favoriten!

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Das hilft uns und den willkommenen Gekommenen!

Vor genau einem Jahr stellte ich hier die Frage „Wo können wir noch mit Nachbarn tratschen?“ und im April dieses Jahres schrieb ich zum Thema „Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an“.

NGO´s und Wirtschaft fordern angesichts der zunehmenden Flüchtlingsdramatik von unserer Regierung neben einer Asylstrategie auch eine „Strategie für Integration“.

Die Erfahrung zeigt ja, dass Menschen, die sich in ihrem nachbarschaftlichen Netzwerk geborgen und respektiert fühlen, „Fremden“ gegenüber offener sind als jene, die sich isoliert und benachteiligt fühlen. Sie sind auch weniger anfällig für Anwerbeversuche durch radikale religiöse Gruppierungen oder beim Wählen von Parteien mit „einfachen Lösungsangeboten“.

Beispiele vom Wohnhaus und dem Grätzl ?

In unserem Haus (Eigentümer und Verwaltung Österr.Siedlungswerk) Zur Spinnerin 2 im „Triesterviertel“ wohnen seit Dezember vorigen Jahres junge Eltern mit Oma und Baby aus Syrien. Sie waren der Anlass zum Projekt „Neue Hofgestaltung“, bei dem uns die MA17 (Integration und Diversität) und die Gebietsbetreuung Stadterneuerung sehr engagiert unterstützt. Es soll wieder eine neue Möglichkeit zum „Haustratsch“ für uns BewohnerInnen bieten. Denn seit der Sockelsanierung unseres Zinshauses (ca 1880 erbaut) in den Jahren 1996-98 leben wir – mit Wasser + WC in den Wohnungen und Aufzug – wieder mehr nebeneinander als miteinander.

Hofgest-Info 29.9.15-600

Zwei Mütter der „Kindergruppe“ im „Terrassenhaus Buchengasse“, die auch die wöchentlichen „Babytreffen“ in der nahegelegenen katholischen „Friedenskirche“ besuchen, habe ich von der syrischen Mutter erzählt. Auch als Muslimin ist sie dort herzlich willkommen.

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und wünscht uns dennoch „viel Erfolg“
Wir kennen uns nicht aus! Versteht das jemand?

Die Firma „Hofer“ (= “Aldi“ in Deutschland u.a. Ländern) bezeichnet sich auf ihrer Homepage als „Österreichs beliebtester Lebensmittelhändler“ Ihr Erfolgskonzept: „ Seit knapp 50 Jahren konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: …… Dabei stellen wir den Menschen klar in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns.“….

„Auch international setzt sich unser Erfolgskonzept durch. Egal, ob in Europa, den USA oder Australien: Die Anzahl der Filialen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in den einzelnen Ländern, darunter auch Slowenien, die Schweiz und Ungarn, steigt laufend.“

„Aus großer Kraft folgt große Verantwortung: Was im Filmgeschäft für den Superhelden gilt, trifft im realen Leben insbesondere auf Unternehmen zu – dessen ist sich auch Hofer bewusst. Als einer der führenden Lebensmittelhändler in Österreich nimmt Hofer seine Verantwortung gegenüber seinen Konsumenten, Partnern und Mitarbeitern, aber auch gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft sehr ernst.

„Inhaltlich konzentrieren wir uns auf die „fünf Schwerpunkte“ Ressourcen, Klimaschutz, Gesundheit, Miteinander und Vertrauen. Mit gezielten Aktionen, unseren so genannten „Leuchtturmprojekten“, binden wir Sie als unsere Kunden aktiv in unsere Aktivitäten mit ein.“

„Jeder Mensch hat nur eine Gesundheit – und sie zu schützen gehört zu den wichtigsten Aufgaben überhaupt. Hofer möchte als Lebensmittelhändler maßgeblich dazu beitragen. Aus diesem Grund starteten wir das Projekt „My Life. Einfach besser leben”, welches ganz im Zeichen der Gesundheit steht.“
„Das Gesundheitsprojekt baut auf zwei Säulen auf: bewusster Ernährung und Spaß an Bewegung.“

Soweit einige der schön klingenden Hofer-Selbstdarstellungen aus dessen Webseite.

Auch die rund 450 Hofer-Filialen in Österreich werden nach demselben unternehmerischen Konzept betrieben.

Regionale Unterschiede scheinen in diesem Verkaufskonzept keinen Platz zu haben.

………………………….Hofer-Parkplatz 26.10.12

Was bedeutet dem Hofer-Konzern die häufig zitierte „Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“ im regionalen Umfeld, wenn er z.B. seinen großen Parkplatz in einem dichtverbauten Gebiet wie dem „Triesterviertel“ Kindern an einem Sonntag nicht einmal probeweise für Bewegungsspiele zur Verfügung stellt?

………………………………….Hofer-Parkplatz-Umgebung

Die Spielmöglichkeiten auf der großen Asphaltfläche des Parkplatzes (rot umrandet) wären eine gute Ergänzung zu den bestehenden Parkanlagen der Umgebung.

Leider kam aber auf diese Anfrage am 10.5. 2015 eine enttäuschende eMail-Antwort von der Hofer-Verkaufsleitung

Sehr geehrte Geschäftsleitung,

vor ca einem Jahr habe ich angefragt, ob es möglich wäre, an einem Sonntag probeweise den Parkplatz der Filiale 1100, Davidg.90 für Aktivitäten mit Kindern zu benützen.

Ist Ihre Stellungnahme vom 29.4. 2014 insofern noch aufrecht, dass Ihnen unser Verein „triesterviertel.at“ einen konkreten Veranstaltungsvorschlag machen möge?

Wenn das noch der Fall ist, würde sich unser Verein bemühen, dass diese Probe-Sonntags-Veranstaltung im Sinne Ihres „Projektes 2020“ verläuft.
Programm und Zeitplan (Sommer oder Herbst 2015?) sind noch offen, da erst nach Ihrer erhofften grundsätzlichen Zustimmung weitere Planungsschritte erfolgen können.

Titelvorschlag:
Hofer-Sonntag: „Spaß an Bewegung“

Zielgruppe wären „Jungfamilien“ der Umgebung mit Kindern bis zum Volksschulalter.
Es würden am diesem Sonntag Bewegungsspiele sowie Informationen von Facheinrichtungen der Stadt Wien angeboten werden.
Außerdem könnte das Hofer-Gesundheitsprojekt „Einfach besser leben“ vorgestellte werden.

Träger wäre unser Verein „triesterviertel.at“, der auch für Organisation, Versicherung usw. verantwortlich wäre.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz Endl 🙂
Plattform „Unser Triesterviertel“

Antwort am 13.5.2015

Sehr geehrter Herr Endl,

unter Bezugnahme auf Ihre Anfrage vom 10.05.2015 müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihr Anliegen leider nicht unterstützen können.

Für Ihr Projekt wünschen wir Ihnen viel Erfolg und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Julian Leidl
Leiter Verkauf
Hofer KG Zweigniederlassung Trumau

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Frühere „Gedanken“-Beiträge zu diesem Thema:

Sonntag: Kinderspiele am Hofer-Parkplatz?
Wem gehört ein leerer Parkplatz?

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Neue Formen der Beteiligung sind auch in Wien-Favoriten möglich!

1.Beispiel: Beteiligung in mündlicher Form:

Das BürgerInnen-Beteiligungsmodell „Gablitz“

Über das Internet erfuhr ich 2010 von einem Beteiligungsmodell, das in Gablitz (NÖ) seit 2009 realisiert wird:

Aus dem Gemeindemagazin der „Grünen Liste Gablitz“ vom Nov.2010: „BürgerInnenbeteiligung – Speakerscorner im Gemeinderat. Durch die Initiative der GRÜNEN Liste Gablitz gibt es seit 2009 für die BewohnerInnen von Gablitz die Möglichkeit, Anliegen direkt vor den Gemeinderat zu bringen.Nutzen Sie diese Gelegenheit, wenn Sie etwas zur Sprache bringen wollen, das auf Gemeindeebene gelöst werden kann! Melden Sie sich bitte mindestens 5 Tage vor der Sitzung am Gemeindeamt an. Sie haben dann vor der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung 5 Minuten Zeit, um Ihr Problem den versammelten gewählten politischen VertreterInnen direkt vorzutragen. Eventuell ergibt sich danach noch eine Diskussion darüber.“

Mit Sigrid Krakowitzer, der Initiatorin des Gablitzer Beteiligungsmodells, nahm ich Kontakt auf und sie informierte mich am 15.3.2010 über die bisher gemachten Erfahrungen

Damit dieses Modell in adaptierter Form auch in Wien erprobt werden kann, bemühe ich mich seither auf Gemeinde- und Bezirksebene um Unterstützung. Von allen Fraktionen kamen positive Rückmeldungen, auch wenn immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass eine Umsetzung des Gablitz-Modells 1:1 in Wien nicht möglich sei. Da müsste zuvor die Wiener Stadtverfassung geändert werden.

Meine guten persönlichen Kontakte zum damaligen FPÖ-Klubobmann und nunmehrigen Bezirksvorsteherstellvertreter Michael Mrkvicka führten dazu, dass sich dieser besonders stark für eine Erprobung des „Gablitz-Modells“ in Favoriten einsetzte. Leider hatte er nicht so viel Geduld wie die damalige „Grüne“ Gemeinderätin Krakowitzer in Gablitz. Sie erreichte nach einem Jahr Überzeugungsarbeit, dass 2009 alle Fraktionen der Erprobung auf ein Jahr zustimmten. Der Antrag von BVStv.Mrkvicka wurde am 2.3. aus formalen Gründen gar nicht zugelassen, weil ein „Gablitz-Modell“ auf Grund der aktuellen Stadtverfassung in Wien gar nicht möglich ist.

Am 10.5. fand ein konstruktives Gespräch mit dem Referenten für Bürgerbeteiligung im Büro von VizeBgmin Maria Vassilakou statt. Frau Krakowitzer und ich bemühten uns sehr, die Unterstützung von DI Irsa zu gewinnen. Entscheidend sind zwei Faktoren: Eine Änderung der Wiener Stadtverfassung und die Zustimmung des Bezirks.
Frau Krakowitzer und ich schlagen daher als nächsten Schritt einen öffentlichen „Runden Tisch“ vor, bei dem über die Voraussetzungen für eine Umsetzung des Gablitz-Modells in Favoriten gesprochen werden kann.

2.Beispiel: Beteiligung mit Hilfe des Internets:*)

Projekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“

Die BewohnerInnen eines Wohngebietes sind oft auch ExpertInnen, wenn es um die Geschichte ihres Grätzls geht. Das Internet bietet neue Möglichkeiten, dieses gemeinsame Wissen auch öffentlich zu machen. Das ist ein zentrales Ziel des Projektes „Unser Triesterviertel- Orte erzählen“.

Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitungszeit konnten am 24.5. die beiden ersten Informationstafeln des Projektes endlich präsentiert werden. Diese Zeit war vermutlich auch deshalb nötig, weil die beteiligten Einrichtungen noch keine vergleichbaren Erfahrungen bezüglich Zusammenarbeit gemacht hatten. Als sehr erfreulich betrachte ich die Tatsache, dass auch führende BezirkspolitikerInnen von SPÖ, FPÖ und ÖVP unserer Einladung zur Teilnahme an der Präsentation gefolgt sind.

Rechtsträger des Projektes ist der private Verein „triesterviertel.at“, der nur aus einem „Vorstand“ von drei Personen (DI Jürgen Greiner, Helga und Fritz Endl) besteht und keine Mitglieder hat. Unterstützt wurden wir bei diesem Projekt von drei weiteren ehrenamtlich tätigen Personen.

Als Projekt-Fachberatung ehrenamtlich tätig sind zwar auch die Leiterin und ein Mitarbeiter des Bezirksmuseums Favoriten, aber eine so enge Zusammenarbeit mit einem privaten Verein fand im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit vermutlich erstmals statt.

Noch ungewöhnlicher ist es wahrscheinlich, dass die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ als zweite beratende Einrichtung für dieses Projekt gewonnen werden konnte. Denn sie ist noch stärker als das Bezirksmuseum einem öffentlichen und von Steuergeldern finanzierten Auftrag verpflichtet.

Umso mehr freut es uns alle, dass nun trotz mancher Schwierigkeiten die ersten Informationstafeln an zwei „grätzlhistorischen“ Standorten präsentiert werden konnten und mit Sicherheit bald weitere folgen werden.

*) Die „Dorfwiki“-Internetseite „www.triesterviertel.at“ gibt es seit 2007 auf Grund einer Einladung des Wiener Soziologen Franz Nahrada, Geschäftsführer von GIVE („Forschungsgesellschaft Labor für Globale Dörfer“). Die gesamte Dorfwiki-Seite wird auch technisch ehrenamtlich betreut. GIVE sucht dringend Sponsoren!
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