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Posts Tagged ‘Enkerln’

Auch unser „Triesterviertel“ könnte zu einem „Ort der Lebendigkeit“ werden, wenn es mehr Kontaktmöglichkeiten zwischen uns Bewohnern/Bewohnerinnen geben würde.

Zum Thema „Einsam in der Großstadt“ war vor über dreißig Jahren (2.11.1983) im „Kurier“ zu lesen:

„In Österreich ist die Selbsthilfe bis jetzt selten. Sie hat kaum Tradition. Bei „Nachbarschaftshilfe“ denken wir eher an Schwarzarbeit. Weniger an praktischer Solidarität im Alltag. Lieber zahlen wir Steuern. Wir hoffen auf das Funktionieren des Sozialstaates. Wo diesem das Geld fehlt oder wo er versagt, neigen wir als Betroffene zu Selbstmitleid; als Nichtbetroffene zur Verdrängung. Bestenfalls wird geschimpft. Dabei könnten Eltern dort, wo es an Kindergärten mangelt, selber Kindergruppen und Tagesmütter organisieren. Dabei könnten wir alten Leuten, denen die Kraft zum Kohletragen fehlt, als Nachbarn einheizen. Statt sie ins Pflegeheim zu schicken. Wir könnten…..Aber wir betrachten es schon als Zumutung, wenn uns im Stiegenhaus oder auf der Straße jemand anspricht.“

Abgesehen vom „Kohletragen“ ist die Botschaft des Beitrages aktueller denn je: Wir Menschen in der Stadt werden zunehmend einsamer, werden immer mehr zu passiven Konsumenten (von Waren und Unterhaltung).

Wir verlieren immer mehr den Glauben daran, dass jeder Einzelne/jede Einzelne aktiv mitwirken kann und soll. Über mögliche Ursachen – weniger Sozialkontakte im Wohnhaus und in der Nachbarschaft, Fernsehen, Internet usw. – besteht weitgehend Einigkeit.

Schwieriger wird es aber, wenn es um Maßnahmen geht, die diesen Trend zur Isolierung wenigstens verlangsamen könnten. Massenereignisse wie Fußballweltmeisterschaften oder das Donauinselfest verstärken nur die folgende Einsamkeit in der eigenen Wohnung vor dem Fernseher.

Einsam in Großstadt 83

Als mich der oben zitierte „Kurier“-Text dazu veranlasste, um mittels kopierten Infoblättern MitbewohnerInnen aus der Nachbarschaft zu gemeinsamen Aktivitäten gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“ einzuladen, war ich im 42. Lebensjahr. Inzwischen, nach über dreißig Jahren Bemühungen als „Grätzlaktivist“ im „Triesterviertel“, benütze ich auch das Internet, um MitbewohnerInnen an unsere Mitverantwortung an der Entwicklung unseres Grätzls zu erinnern.

Die besten Erfahrungen bezüglich Beteiligung an Grätzlanliegen konnten wir machen,

1. wenn sich BewohnerInnen direkt von einer Sache betroffen fühlen:

Almeta-Alteisen-Firma (Bucheng.163, 1982-84), Tarbuk-Altölverbrennungsanlage (Davidg.90, 1989), Drohender Abriss der Lucina (Knöllg.20-24, 2005), Postamtschließung (Hatdtmuthg.139, 2011), Ampelanlage Gußriegelstraße/Davidgasse (2011/12), Umwidmung bei den beiden Schulen (Knöllg.59 und 61, 2013) usw.

2. wenn die Bedürfnisse von Kindern im Mittelpunkt stehen:

Kinder sind „Soziale Brücken“ zwischen den Erwachsenen im Wohnumfeld. Sie und ihre Angehörigen können dadurch wesentlich zu dessen „Lebendigkeit“ beitragen. (Siehe auch) Dabei orientiere ich mich nach Christopher Alexander, dem Begründer der „Mustertheorie„. (Siehe auch)

Aktuell bemüht sich unser Verein „triesterviertel.at“ darum, Kontaktmöglichkeiten zwischen Kindern bis zum Volksschulalter und deren erwachsenen Angehörigen zu verbessern. Derzeit suchen wir Menschen (Väter, Mütter, Omas, Opas…), die uns beim Projekt „Sonntag-Kinderspiele am Hofer-Parkplatz“ unterstützen können.

Kontakt: Fritz Endl, 0650/4814860 mail@triesterviertel.at
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Ein Vorschlag kann gemacht werden.

Im nördlichen Teil des „Triesterviertels“ gibt es eine große ebene Fläche, die für eine Vielzahl von Kinderspielen geeignet ist. Der Parkplatz zwischen der Firma Hofer und dem Terrassenhaus Buchengasse ist an den Sonn- und Feiertagen theoretisch und meist auch praktisch autofrei.

Hofer1

Die Hofer-Geschäftsleitung antwortete am 30.4. auf eine entsprechende Anfrage:

„Generell gestatten wir die Benutzung unserer Parkplätze nicht, allerdings sind wir gerne bereit, konkrete Anfragen (Datum und Art der Aktivität) zu bearbeiten und im Einzelfall über eine eventuelle Benutzung des Parkplatzes zu entscheiden. Aus diesem Grund können wir Ihnen nur anbieten, uns zu jeder vorgesehenen Aktivität eine gesonderte Anfrage zukommen zu lassen, welche dann individuell bearbeitet und auch entschieden wird.“
(Dazu auch Beiträge vom September 2010 und im aktuellen Infoblatt „Unser Triesterviertel“.)

Wir interpretieren diese Antwort dahingehend, dass der Firma Hofer ein konkreter Vorschlag für einen „Spiele-Sonntag“ auf ihrem Parkplatz gemacht werden kann.

Nun suchen wir MitbewohnerInnen, die uns beim Ausarbeiten eines solchen Vorschlages unterstützen.
Kontakt: Fritz Endl, 0650/4814860 mail@triesterviertel.at
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…..nicht nur Martin Luther King.

Heute vor genau 50 Jahren hielt Martin Luther King vor mehr als 250.000 Menschen seine berühmte Rede: „I have a dream“.

Rosa Jochmann (1901-1994) ist ein für mich mindestens so beeindruckender Mensch. Sie träumte auch von einer Welt, in der „niemand dem anderen ein Leid antut“. Sie wurde zwar im selben Jahr wie meine Mutter geboren, aber politisch orientiere ich mich an ihr.
jochmann200
Für die Historikerin Univ.Prof. Dr. Erika Weinzierl ist sie ihre „Frau des Jahrhunderts“ und schreibt über sie in „Welt der Frau“ 1/99:

Rosa Jochmann war bis ins hohe Alter bereit, als Zeitzeugin in Schulen über ihre Jahre im KZ zu reden. Ihre große Hoffnung war: Wenn Jugendliche erfahren, was Menschen einander antun können. Lernen sie dem vorzubeugen. Keiner konnte sich der Wirkung von Rosa Jochmanns Worten entziehen, die ganz ohne Anklage oder Rachegefühle waren.
Rosa ist zwar religiös erzogen worden, aber sie war keine praktizierende Katholikin. Ich glaube aber, dass sie von einer ungeheuren christlichen Nächstenliebe erfüllt war und diese auch gelebt hat. Die Arbeiterbewegung sagt Solidarität dazu.
Große Ideale können manche Menschen durch ihr Leben tragen. Rosa Jochmann konnte Unrecht nicht untätig ansehen oder gar erdulden. Solidarität, Loyalität und Nächstenliebe waren die tragenden Elemente ihres Lebens. Sie war erfüllt von der zutiefst humanen Hoffnung, dass letztlich das Inhumane nie siegen wird können
.“

Unter ärmlichen Verhältnissen in Wien-Simmering aufgewachsen, engagierte sich Rosa Jochmann von frühester Jugend an in der damals noch jungen ArbeiterInnen-Bewegung. Und sie blieb ihr auch unter schwierigsten Verhältnissen treu und engagierte sich bis zu ihrem Tod mit vollem Einsatz für eine gerechtere Welt.

Ich hatte das Glück, Rosa Jochmann 1982 in einer Gesprächsrunde zu erleben. Unser damals 12 jähriger Sohn saß ihr als einziges Kind gegenüber. Ihm schrieb sie bald darauf einen von Blumen geschmückten Brief, der bis heute einen Ehrenplatz unter unseren Erinnerungs-Schriftstücken einnimmt:

„Eigentlich, lieber Walter, habe ich die ganze Zeit, da ich dort bei den vielen Lehrern und Lehrerinnen gewesen bin, darüber nachgedacht, ob du tatsächlich aus freien Stücken zu dieser Veranstaltung gekommen bist oder aber ob dein Papa der Meinung war, daß Du anstatt daß Du Dich vielleicht spielst oder ein Buch liest, daß Du mitgehen sollst. Daß ich mich über Dich sehr gefreut habe und auch heute noch freue, das ist eine andere Sache. Das tat ich aber und zwar aus ganzem Herzen und da ich Dich manchesmal ansah, wünschte ich mir, daß Du, wenn das Jahr 2000 kommt, dann bist Du schon ein erwachsener Mann und sehr wahrscheinlich ein Herr Doktor, dann wünsche ich mir,

daß die Friedensglocken in der Silvesternacht läuten und daß alle Menschen zu essen haben, daß es keinen Krieg gibt, daß niemand dem anderen ein Leid antut, daß niemand vor Hunger stirbt, daß es also eine wunderbare, eine schöne Welt ist, das wünsche ich mir vom ganzen Herzen.

Und das, lieber Walter, wollte ich Dir sagen, aber die Bedingung ist, daß Du mir nicht zurückschreibst, sondern Du kannst versichert sein, Du stehst in meinem Büchl drin und Du wirst wieder einmal etwas von mir hören.

Bis dahin aber grüße Deine liebe Mama herzlich und auch deinen Papa und Dich drücke ich an mein Herz, ich weiß, daß ich das bei Jungen nicht tun darf, aber ich tue das im Geiste und danke Dir sehr herzlich dafür, daß Du so aufmerksam und so still zugehört hast. Es grüßt Dich innigst Deine Rosa Jochmann, genannt Rosa von allen Freunden. Du bist nun auch mein Freund!“

Ein Briefwechsel über zehn Jahre war aber dennoch die Folge dieses Schreibens. Rosa Jochmann war 1992 sogar damit einverstanden, meiner Stadtteilinitiative „Grätzl Punkt“ im Triesterviertel ihren Namen zu geben.
Jochmann-Bild150…………………………..Von Rosa Jochmann einem Brief beigelegt

Gerne hätte ich noch ihre Meinung über den Zustand der SPÖ in jenem Bezirk erfahren, wo vor 125 Jahren die Arbeiterbewegung voll Idealen ihren Anfang genommen hat. Und wo nun ein SPÖ-Vorsitzender seine Tochter als Nachfolgerin wählen ließ und sich in der Pension als Präsident der Trabrennbahn Krieau (+ Tochter im Direktorium) betätigt. Wo ein Gemeinderat und Kurzzeit-Nationalrat (nach eigener Aussage) daran glaubt, orientierungslose Jugendliche als Präsident des Wiener Schachverbandes vorwiegend durch Schachspiel von der Straße holen zu können. Aber davon hätte Rosa Jochmann vermutlich nicht träumen wollen.
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Am 12.10.2010 fand das erste Treffen im Kinderspielraum des „Terrassenhauses“ statt.
Terra-Haus-12.10.10

Damals gab es eine sehr allgemeine „Modellbeschreibung“:

Ziele: Unterstützung vor allem von Familien mit Kleinkindern der Wohnanlage Buchengasse (Bauträger: Heimbau&Eisenhof) und des Kindergartens, aber auch deren Freund_innen und Nachbar_innen. – Fördern der nachbarschaftlichen Kontakte – Konkrete Aktivitäten/Initiativen setzen (z.B. „Wandern mit andern“) Informationen über die in der Nähe befindlichen Gesundheitseinrichtungen, Dienstleistungen, Spielplätze, Einkaufsmöglichkeiten u.a. weitergeben. – Das Projekt beruht auf der Hoffnung, dass besonders kleine Kinder noch keine Kontaktprobleme haben. Durch die Unterstützung des „Kindergartens Buchengasse“ werden auch Familien der angrenzenden Häuser in das Nachbarschaftsprojekt einbezogen, dessen Motto zugleich das Ziel ist: „Nachbarinnen schaffen Nachbarschaften schaffen Nachbarinnen“.

Dieser Text wurde aber erst durch jene Mütter „lebendig“, die nunmehr jeden Dienstagnachmittag zur „Kindergruppe im Terrassenhaus“ einladen.

Als „Spiele-Opa“ nehme ich seit einiger Zeit jeden zweiten Dienstag an den Treffen teil. Mir ist diese Familiengruppe inzwischen „ins Herz gewachsen“. (Seit August 2012 zeichne ich z.B. Fotos von den Geburtstagskindern, ebenso wie ich es bei unsere beiden Enkerln Miriam und Livia seit deren Geburt mache.)

Durch diese Gruppe im Terrassenhaus erlebe ich konkret die Möglichkeit, dass aus Liebe zu Kindern auch die Stadt ihre Anonymität verlieren kann.

Kinder+Fritz 6.12.11

…………………………….Mit Nora, Matteo und Moritz am 6.12.2011

Die Dienstagnachmittage sind für die Mütter der „Kerngruppe“ (derzeit ca sieben mit insgesamt zwölf Kindern) fest eingeplant. Sie finden je nach Witterung im Kinderspielraum oder auf einem der nahen Spielplätze statt und die regelmäßige Teilnahme wird nur selten unterbrochen.

Einstweiliger Höhepunkt dieser nachbarschaftlichen Vernetzung von jungen Familien mit Kleinkindern war das Treffen am 23.4.


Kindergruppe 23.4.13-1

Dabei wurde der zweite Geburtstag von Madeleine und Vinzent gemeinsam gefeiert. Moritz, der große Bruder von Vinzent, kam 2010 mit seiner Mutter als Einjähriger in die Gruppe und im Sommer wird sein vierter Geburtstag gefeiert werden. Kindergruppe 23.4.13-3

………………………………Doppelgeburtstags-Feier am 23.4.2013

Einige Texte, die bisher aus meinen Erfahrungen mit der „Kindergruppe“ entstanden sind:

* Am 29.10.2010: „Gute Sozialpolitik fangt bei Babys an“

* Am 29.1.2011: „Für Kinder wie Eva, Matteo, Moritz und Nora“

* Am 29.9.2011: „Die Kindergruppe Terrassenhaus feiert ihren ersten Geburtstag“

Wir wurden (und sind) besonders beim Thema „Kinder und Hunde“ aktiv:

* „Kinder und Hunde sind nicht gleichwertig“

* „Hunde ohne Leinen machen Kindern und deren Eltern Angst“

Wir bemühen uns um gemeinsame Aktivitäten im „Triesterviertel“:

* „Wandern mit andern“ an „Jedem Freitag um 9 Uhr zum Wienernberg“Wandern 15.6.12

* Wir setzten uns für eine Ampelanlage ein

24.1.12

………………………..Übergabe von 725 Unterschriften am 24.1.2012
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Eine Kindergruppe „strahlt“ ins „Triesterviertel“.

Die Neugier von Kindern ist groß, aber ihre Schritte sind klein.
Unsere Erfahrung und Hände sind – (nur!) bei Bedarf – zu ihrem Schutz da.

Es macht Spaß, schon mit ganz kleinen Kindern „die Welt neu zu entdecken“, die Umgebung mit den Augen der Kinder zu sehen. Scheinbar Alltägliches kann zum spannenden Abenteuer werden. Es gibt immer wieder viel zu sehen und – als langjähriger „Grätzlaktivist“ – auch Anlässe genug, etwas zu machen.

Meine Hoffnung für das kommende Jahr:
Wer Kinder mag und die Möglichkeit hat, sollte sich im „Triesterviertel“ als „Grätzlaktivist/-aktivistin“ „einmischen“.

Zur Projektidee „Kindergruppe im Terrassenhaus“:

Entstanden ist der Kontakt zu den Müttern des „Terrassenhauses“ gleichsam als „Nebenprodukt“ des Projektes „Orte erzählen“ . Dem Geschäftsführer des Bauträgers „Heimbau & Eisenhof“ gefällt dieses Projekt. Er war auch damit einverstanden, dass wir im „Kinderspielraum“ Planungsgespräche mit interessierten Bewohner_innen durchführen. Zu ersten Gespräch über die Geschichte dieses Standortes kam leider niemand vom Terrassenhaus. Dafür wurde aber ein anderes Treffen im „Kinderspielraum“ unter dem Motto „Nachbarn schaffen Nachbarschaften schaffen Nachbarn“ am 12.10.2010 zum Beginn der „Kindergruppe im Terrassenhaus“.

Aus der Einladung von Katja Lederer (Teilnehmerin des „Orte erzählen“-Projektes) und mir: „Worum geht es? Die Kinder des Kinderfreunde-Kindergartens wohnen hier oder in der Nähe und kennen einander mehr oder weniger gut. Mit Unterstützung der Kindergarten-Leitung möchten wir erreichen, dass auch Eltern die Gelegenheit zu besseren Kontakten geboten wird.“

Erste Treffen der „Kindergruppe im Terrassenhaus“:

Zu diesem ersten Treffen vor über einem Jahr im „Kinderspielraum“ kamen vier Mütter mit ihren Kindern Eva, Matteo (unser „Ältester“ wird im Jänner drei Jahre), Moritz und Nora. Sie bildeten bald eine beständige „Kerngruppe“. Das Alter der Kinder bewegte sich damals von Null bis zwei Jahre. Es kamen aber nicht nur weitere Mütter mit ihren Kindern dazu, sondern auch zwei Geschwisterl: Vinzent zu Moritz und bald darauf Fabio zu Matteo. Und bald wurde beschlossen, die Dienstag-Nachmittage zu einem Fixtermin zu machen.

„Spiel-Opa“ und „Grätzlaktivist“:

Als „Opa vom Haus nebenan“ bin ich für die Kinder “Fritz“ oder „Fitz“, der mit ihnen spielt. Die Mama ist ganz in der Nähe und kann mit den anderen Mamas etwas entspannter plaudern.
Obwohl ich als „verliebter Opa“ zweier Mädchen (viereinhalb und bald sieben Jahre) und mehrfach engagierter Pensionist sowohl „herzlich“ als auch zeitlich oft „ausgebucht“ bin, freue ich mich immer mehr auf die gemeinsamen Stunden in der Kindergruppe an den Dienstag-Nachmittagen.

Mein Anliegen als „Grätzlaktivist“ im „Triesterviertel“ besteht darin, durch die immer besser werdenden Kontakte innerhalb der „Kindergruppe“ auch gemeinsame Anliegen der Mütter in Richtung Wohnumfeld kennenzulernen, um sie dann an die Bezirkspolitiker/-politikerinnen weiterzuleiten.

Das aktuelle Beispiel ist aus dem Wunsch der Mütter entstanden, dass bei der nahegelegenen Kreuzung Davidgasse/Gußriegelstraße eine Ampelanlage installiert wird. Nun läuft bis 13.1.2012 eine Unterschriftenaktion der „Kindergruppe im Terrassenhaus“ und der Plattform „Unser Triesterviertel“, wo um Unterstützung ersucht wird, damit diese Ampelanlage möglichst bald eingerichtet werden möge. Die Unterschriften sollen anschließend dem Büroleiter der Bezirksvorstehung übergeben werden.

Solche Grätzl-Initiativen werde ich gerne auch künftig mit den Müttern der „Kindergruppe“ organisieren, für deren Kinder wie Eva, Matteo, Moritz und Nora.
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…allen Enkerln gegenüber!

In der kommenden „Adventzeit“ wird der Geburt eines Babys vor ca 2000 Jahren gedacht, von dem Christinnen und Christen glauben, dass es „Sohn Gottes“ ist. Wenn ich aber daran denke, wie viele Babys, Kinder und Erwachsene auch im Namen von Gottesvätern umgebracht worden sind (und weiterhin werden), dann habe ich besonders mit diesen „Vater-Religionen“ größere „Glaubens- und Denkschwierigkeiten“.

Keine Schwierigkeiten habe ich hingegen, an die Möglichkeit „paradiesischer Zustände“ schon auf Erden zu glauben, wenn ich Babys zusehe, wie sie Menschen ihrer Umgebung innerhalb kürzester Zeit zum „Strahlen“ bringen können. Sie vermitteln mir noch eine Ahnung von jenem Zustand, der oft als „Paradies“ bezeichnet wird. Dieses „Paradies“ ist etwas sehr „Körperliches“, die Geborgenheit im Bauch der Mutter. Und der „Göttliche Lebensfunke“ ist – wenn das Kind Glück hat – auch etwas sehr Irdisch-Lustvolles: Die Liebe zwischen zwei Menschen.

Für mich gibt es kaum etwas Berührenderes als Eltern oder Großeltern im liebevollen „Dialog“ mit Babys oder kleinen Kindern. Selber erlebe ich mich ja ebenfalls als „verliebter Bupa“ mit unseren beiden Enkerln Miriam (sechseinhalb Jahre) und Livia (bald fünf Jahre). Und dabei stelle ich mir oft vor, dass es ja auf der ganzen Welt viele Eltern und Großeltern gibt, die ihre Kinder bzw. Enkerln auch lieben und ihnen eine glückliche Zukunft wünschen. (Dazu auch meine Beiträge in diesem Blog am 10.6.2009: „Großeltern aller Länder vereinigt euch!“ und 29.3.2011: „Das mache ich für meine Enkelkinder“)

Uns Großeltern kommt neben der traditionelle „Rolle“, Eltern bei der Kinderbetreuung zu entlasten, zunehmend eine weitere Aufgabe zu:

Die Mitarbeit in zivilgesellschaftlichen oder anderen demokratischen Organisationen. Wir müssen uns für unsere Enkerln „einmischen“ bei der Gestaltung ihrer Zukunft. Sie braucht ja nicht „das Paradies“ zu sein, es reicht ja schon, wenn sie lebenswert bleibt.

Wer sonst ist so stark motiviert und hat so viel Zeit?
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Am 12.Oktober 2010 gab es im Kinderspielraum des „Terrassenhauses“ das erste Treffen von einigen Müttern mit ihren Kleinkindern und mir. Schon einige Zeit zuvor hatte ich in den fünf Stiegen und im Kindergarten entsprechende Einladungen ausgehängt:

Nachbarn schaffen Nachbarschaften schaffen NachbarnEinladung zum ersten Treffen:
Worum geht es? Die Kinder des Kinderfreunde-Kindergartens wohnen hier oder in der Nähe und kennen einander mehr oder weniger gut. Mit Unterstützung der Kindergarten-Leitung möchten wir erreichen, dass auch Eltern die Gelegenheit zu besseren Kontakten geboten wird. Über mögliche Inhalte, Ziele und Termine soll an diesem Tag gesprochen werden. Der „Kinderspielraum“ auf Stiege 3 steht für weitere Treffen oder Veranstaltungen zur Verfügung. Auf Ihr Kommen freuen sich Katja Lederer und Fritz Endl“

Seither treffen einander an den Dienstag-Nachmittagen ab 15 Uhr eine unterschiedlich große Anzahl von Müttern (drei bis acht, selten auch Väter) und ihre Kinder. In der Zwischenzeit kamen auch Geschwister zur Welt, sodass es derzeit eine Altersspanne von ein bis zwei Jahren gibt. Je nach Wetter finden die Treffen im Kinderspielraum oder auf den beiden kleinen Spielplätzen der Wohnanlage, im Fortunapark oder Belgradpark (nun: Barankapark-Hellerwiese) statt. An heißen Tagen im Sommer wurde auch der Wasserspielplatz beim Wasserturm oder das Laaerbergbad besucht. (Näheres unter)

Einige Mütter der Wohnanlage haben einander durch unsere Treffen erst kennen gelernt und pflegen diese Kontakte auch unabhängig von der „Dienstag-Gruppe“. Der Kinderfreunde-Kindergarten wird in nächster Zeit wichtig, weil er auch zunehmend von Kindern dieser Gruppe besucht werden wird.

Meinen Beitrag für unsere „Kindergruppe Terrassenhaus“ sehe ich – abgesehen davon, dass ich Einladender gewesen bin – vor allem darin, dass ich jedes Mal mit großer Hingabe und Freude die Rolle des „Spiel-Opa“ übernehme. Währenddessen können sich die Mütter dabei etwas entlastet fühlen, jede Minute „am Sprung“ sein zu müssen.

Nach einem Jahr gibt es für mich – abgesehen von der Zeit mit unseren beiden Enkerl-Mädchen Miriam und Livia – kaum etwas Schöneres als die Freude dieser Kinder zu erleben, wenn sie mich am Dienstag um 15 Uhr sehen.

Längerfristig habe ich die Hoffnung, dass meine „Begleitung“ dieser „Kindergruppe Terrassenhaus“ auch einmal zu gemeinsamen Initiativen in Richtung „Triesterviertel“ und „öffentlicher Raum“ führen wird. Ein Informationsgespräch zum Thema „Verkehrssicherheit rund um das Terrassenhaus“ hat es im Kinderspielraum zwar schon gegeben, aber es blieb ohne Teilnahme von anderen Bewohner_innen. In der Wohnanlage gibt es immerhin 250 Haushalte. Es könnten aber von der „Kindergruppe“ und dem „Terrassenhaus“ auch Impulse ins „Triesterviertel“ ausgehen mit dem Ziel, dass sich die Kinder wohl fühlen und gerne hier in unserem „Triesterviertel“ aufwachsen.
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