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Posts Tagged ‘Gesundheit’

Im Folgenden beschreibe ich einige Aktivitäten, die überall ohne nennenswerten finanziellem oder organisatorischem Aufwand betrieben werden können. Also auch bei uns im „Triesterviertel“.

Es müssen sich „nur“ Personen finden, die sich verlässlich für deren Verwirklichung zuständig erklären. (Einen geeigneten Raum zu finden ist das größte Problem.)

Ich selber bin für die beiden schon aktiven Projekte zuständig und würde andere Aktivitäten bei Bedarf unterstützen.

Wer macht mit bzw. kümmert sich um das Wann und Wo?

Schon aktiv sind die Projekte:

* Wandern mit andern:

Gemeinsam mit der „Kindergruppe Terrassenhaus“ gibt es seit einigen Monaten das Angebot, an den Freitagen um 9 Uhr vom Hofer-Parkplatz (Gußriegelstraße, große Stufen beim bunten „Terrassenhaus“) eine Wienerberg-Runde (ein- eineinhalb Stunden) gemeinsam zu gehen.
Die Idee ist einfach: Wenn das Wetter halbwegs passt, ist jede/r Bewohner/Bewohnerin des Triesterviertels (+Freunde/Freundinnen) eingeladen mitzugehen, egal ob mit Kinderwagen, Wanderstöcken oder einfach nur so. So lernen einander Nachbarn/Nachbarinnen völlig zwanglos und „auf gesunde Art und Weise“ kennen.

*„Einmischen“ mit andern:

Seit ca einem Jahr gibt es eine kleine „Stammtisch“-Gruppe, die sich etwa einmal pro Monat in „Gabis Schmankerln“ (Quaring.20) trifft. Konkreter Anlass war die Ankündigung vom Schließen unserer Postfiliale in der Hardtmuthgasse. Wir besprechen alles, was im „Triesterviertel“ gerade los ist, was uns gefällt oder was uns stört. Ganz im Sinne von Max Frisch, einem Schweizer Schriftsteller: „Demokratie heißt, dass sich die Leute in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen“. Derzeit planen wir ein erstes Info-Blatt „Unser Triesterviertel“.

Weitere Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten:

* Erinnern mit andern:

Das „Triesterviertel“ ist relativ „jung“, verglichen mit den Wiener Bezirken innerhalb des Gürtels oder dem „grünen“ Nordwesten. Erst am Ende des 19.Jahrhunderts wurde es als billiger Standort für Industriebetriebe „entdeckt“. 60+ -jährige FavoritnerInnen haben in ihrer Kindheit noch viele unverbaute Gebiete als „Abenteuer-Spielplätze“ erlebt, von den vielen Kriegsruinen ganz abgesehen. Solche „Erinnerungen“ von „Zeitzeugen“ könnten auch für jüngere BewohnerInnen interessant sein.
Zusätzlich wäre diese Gruppe eine wertvolle Ergänzung zum aktiven Projekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“.

* Plaudern mit anderen:

Hier können Menschen aus der Nachbarschaft, die ebenfalls nicht allein sein möchten, ohne einem bestimmten Schwerpunkt einfach gesellig beisammen sein.

* Schreiben mit andern

* Singen mit andern

* Spielen mit andern:

Brettspiele, Kartenspiele, Schach usw…..Alle Arten von Spielen, für die nur ein Tisch und Sesseln erforderlich sind.

* Tauschen mit anderen:

Das könnte in „Tauschkreis“– Form oder durch „Ich biete/ich suche“ geschehen.

* Telefonkontakt mit andern („Telefonringe“)

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PS: Als Ergänzung zum Jubel-1.Mai-Aufmarsch der Wiener SPÖ Auszüge von einer Ö1-Sendung über „schrumpfende Netzwerke“.

Wie in dieser Radiosendung beschrieben, hat die SPÖ im 10.Bezirk sämtliche Merkmale eines „schrumpfenden Netzwerks“. Sie ist von der visionären „Wiege des Roten Wiens“ zu einem „Roten Teppich“ für FPÖ-Hetze verkommen.

Anzeichen für eine Änderung in Richtung attraktiver „Visionen“ und glaubhafter Öffnung sehe ich derzeit keine. Schade – und ohne Freude am 1.Mai.
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„Grundsätze und Spielregeln für gutes Zusammenleben“ sollen in der „Wiener Charta“ erarbeitet werden.

Die amtsführende Wiener SPÖ-Stadträtin Sandra Frauenberger (Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal) und der Gemeinderat der Grünen Senol Akkilic (Schwerpunkte: Soziales, Jugend, Integration, Verantwortlicher Gemeinderat für die Wiener Charta) stehen aus meiner Sicht glaubwürdig hinter den Zielen der aktuellen Initiative der Stadt Wien mit der Bezeichnung „Wiener Charta“. Ob die Mehrheit der Wiener SPÖ-Spitze ebenso dahinter steht, weiß ich nicht.

Auf alle Fälle war die Einladung, im März Themenvorschläge einzubringen, Anlass genug, dem „Charta-Büro“ einige Themen vorzuschlagen.

Von den insgesamt 12 Themen sind 7 online gestellt worden, eines wurde (nach einem 2.Versuch) wenigstens unter „Lob&Kritik“ veröffentlicht und 4 Themen wurden vom „Charta-Moderationsteam“ mit „Themenverfehlung“ bewertet und nicht auf die Charta-Webseite gestellt.

1. „BABY-CAFES“ zum Informationsaustausch fehlen

2. Die GRÄTZL-GESCHICHTE erforschen

3. Kleine GRÄTZL-INFO-BLÄTTER und regionale WEBFOREN beginnen oder ausbauen

4. „GRÄTZL-STAMMTISCHE“ mit und ohne Parteifarben fördern und aufwerten

5. Infos über RÄUME FÜR SELBSTHILFEGRUPPEN sammeln und veröffentlichen

6. „TELEFON-RINGE“ gegen die Vereinsamung in der Stadt

7. „WANDERN MIT ANDERN“ fördert sowohl die Gesundheit als auch die Gemeinschaft

Unter „Lob&Kritik“ veröffentlicht:

8. Für mündliche BÜRGER-INNEN BETEILIGUNG in den Bezirken auch nach Ende dieser Charta-Aktion

Als „Themenverfehlungen“ wurden diese vier Vorschläge vom Moderationsteam leider nicht veröffentlicht:

9. ADVENTMARKT im Wasserturm am Wienerberg

Ob unbeleuchtet oder beleuchtet, der Wasserturm am Wienerberg begrüßt jede Wienerin, jeden Wiener, die bzw. der auf der Triesterstraße zurück nach Wien kommt. So sehr können sich die Towers auf der anderen Seite der Triesterstraße gar nicht aufpudeln, um diesem freundlichen runden Turm mit dem bunten Ziegeldach jenes Wasser reichen zu können, das ihn seit 1956 gar nicht mehr füllt.
In den letzten Jahren werden in diesem stolzen Denkmal aus der Glanzzeit der Favoritner Ziegelindustrie an einigen Monaten vorwiegend Ausstellungen von verschiedensten Künstlern/Künstlerinnen gezeigt und von der MA31 (Wiener Wasserwerke) werden immer wieder Führungen hinauf zum ehemaligen Wasserbehälter angeboten.
Könnte da nicht auch in der Adventzeit ein stimmungsvoller Adventmarkt mit Kunsthandwerk angeboten werden, ähnlich jenem am Karlsplatz? (Wenn der vorgeschriebene zweite Eingang fertig gestellt worden ist, spricht doch auch feuerpolizeilich nichts mehr dagegen.)
Mit einem Adventmarkt im beleuchteten Wasserturm würde besonders der Favoritner Bevölkerung (ob alt oder jung) eine ganz neue Art der Begegnung mit ihrem schönsten Wahrzeichen geboten werden.

10. „EISRING-SÜD“: Über seine Zukunft sollte öffentlich gesprochen werden

Nur mehr die älteren BewohnerInnen Favoritens erinnern sich noch, wie viele sportliche Betätigungen auf diesem großen Areal neben dem Wasserturm am Wienerberg früher noch möglich gewesen sind: Neben dem Eislauf auch Fußball und Tennis. Schlampereien, Misswirtschaft, Fehlplanung und vor allem die Undurchsichtigkeit bei den vielen Zuständigkeiten führten dazu, dass dieses Gebiet jetzt so desolat aussieht. Nicht einmal eine Zwischennutzung für Kinder und Jugendliche war über die vielen Jahre möglich. Sie wurden wie immer auf Käfige verwiesen.

Eine sogenannte BürgerInnen-Beteiligung bei der Neuplanung geriet zu deren Karikatur. Nun herrscht totale Ratlosigkeit, was weiter geschehen soll. Der „Eisring“ wurde offenbar sprichwörtlich „aufs Eis gelegt“. Es sollte aber über dessen Zukunft möglichst bald darüber öffentlich gesprochen werden, aber diesmal ehrlich. Eine Dokumentation gibt es unter „Was geschieht mit dem Eisring-Süd?“

11. Noch mehr MOBILE TOILETTEN in die Stadt!

Wer kennt sie nicht, die Suche nach einem „stillen Örtchen“, wenn sich ein inneres Drängen ankündigt? Innerhalb des verbauten Gebietes können Gasthäuser zu „rettenden Örtchen“ werden, aber weiter außerhalb kann es schon etwas spannender werden. Besonders Frauen, die sich auch bei „kleinen Geschäften“ nicht so leicht hinter einem Baum verstecken können, suchen oft vergeblich nach einer Mobilen Toilette. BITTE MEHR DAVON!!!

12. POSTAMTS-VERLEGUNGEN zerstören Wiens Grätzl-Infrastruktur

Auch in Wien werden häufig Postämter zugesperrt (innerhalb von 2 km ist dafür die offizielle Bezeichnung „verlegt“) und in andere Filialen und private „Postpartner“ verlagert. Dadurch verschlechtern sich zunehmend die Qualität und Erreichbarkeit von bisher erbrachten Dienstleistungen, speziell bei den Paketen.
Protestaktionen, Unterschriftenlisten, BürgerInnenversammlungen, ja auch Resolutionen von Bezirksvertretungen und von der Arbeiterkammer Wien änderten bisher nichts. Laut der Post-AG-Leitung sollen die Dienstleistungen durch das neue Konzept „zielgenauer“ im Interesse der KundInnen sein.
Es wird aber immer deutlicher, dass durch dieses Zentralisierungs- und Privatisierungskonzept bisherige Post-Leistungen in einer zu Fuß erreichbaren Entfernung nicht mehr erbracht werden.

Die Post-AG gehört doch (noch!) mehrheitlich dem Staat und macht derzeit Gewinne. Warum korrigiert die Politik dieses Konzept nicht? (Weitere Infos)
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Foto 2007 (privat)

Eine kleine Chronik der vergangenen Jahre:

Vor fast sechs Jahren standen im Juni 2006 einige Kinder vor den abgesperrten Freiflächen am Eisring-Süd und hielten ein Transparent hoch: „Lasst uns wenigstens diesen Sommer hier spielen!“. Auch Foto und Text in der „Krone“ vom 30.6.2006 mit dem Titel “Unendliche Geschichte mit Happy End? – Eisring Süd: Rennbahn für den Amtsschimmel“ konnte nichts bewirken.

Ein Jahr später, am 13.6.2007, fand im heutigen „Phönix“- Privat Gymnasium in der Knöllg.20-24 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was geschieht mit den Sportflächen rund um den Eisring-Süd?“ statt.
Eingeladen und moderiert habe ich im Namen der Plattform „MACH MIT! im Triesterviertel“. Gäste am Podium waren Erich Cosic (Obmann des Elternvereins der VS Knöllg.59), Kathrin Gaal (SPÖ-Gemeinderätin), Dr. Beatrix Götz (Wiener Stadthalle-Verwaltung) und Sabine Walchhütter (Wiener Kinderfreunde).
Ein Großteil des Gesprächs ist hier nachzulesen.

Am 10.12.2007 antwortete mir Frau GRn Kathrin Gaal auf eine entsprechende Anfrage: „hallo hr. endl! grundsätzlich halte ich ihre idee von einem sog. „bürgerbeirat“, oder wie auch immer man das nennen möchte, für eine sehr gute idee. ich hab auch schon mit frau bez.vorst. mospointner und hr. str. schicker darüber gesprochen und auch die beiden können ihrer anregung sehr viel abgewinnen. es werden jetzt noch gespräche mit fr. str. laska ( grund gehört ja ma 51) und mit der ma 21b geführt. ich halte sie weiter auf dem laufenden. liebe grüsse, kathrin gaal.“ (Es gab keine weiteren Informationen. In der Zwischenzeit ist Frau GRn Gaal in die „Fußstapfen“ ihres Vaters als SPÖ-Vorsitzende Favoritens getreten.)

Am 24.6.2008 gab es in einer „Bürgerversammlung“ die „Wahl“ der AnrainervertreterInnen für die Jury im Rahmen des Architekturwettbewerbs.

Am 13.2.2009 lächelt uns GRn Gaal aus dem „Wiener Bezirksblatt“ vor dem Eisring-Areal freundlich entgegen: „Gemeinderätin Kathrin Gaal setzt auf Bürgerbeteiligung“ steht daneben. Ich fragte im folgenden Text unserer Triesterviertel-Webseite: Was versteht sie unter „Bürgerbeteiligung?

Am 31.1.2011 berichtet „Die Presse“ vom „Planungsdebakel Eisring-Süd

Am 20.3. 2011 mailte ich an Frau BV Mospointner, Herrn BVStv Mrkvicka und Herrn Büroleiter Jerabek: „Aus den Medien habe ich entnommen, dass es voraussichtlich noch längere Zeit dauern wird, bis am Eisring-Süd-Gelände mit Bauarbeiten begonnen wird. Könnte nicht bis dahin zumindest ein Teil des Geländes von Kindern/Jugendlichen für eine Zwischennutzung verwendet werden? Welche Voraussetzungen wären nötig, um die Zustimmung des Grundverwalters (MA 51) zu gewinnen? Wer käme als verantwortlicher Träger in Frage? (Schulen, Kindergärten, Vereine, ….) Könnten Aktivitäten auch durch MitarbeiterInnen der Parkbetreuung unterstützt werden? Mit freundlichen Grüßen, Fritz Endl“

Antwort am 28.4. 2011 vom Herrn Büroleiter Jerabek: „Am Eisring Süd ist aktuell die Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH tätig, die schon im Winter viele Veranstaltungen und den laufenden Betrieb durchgeführt hat.“

Tel. Anfrage am 27.2.2012 an die Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH und aus der eMail-Antwort vom Geschäftsführer: „Da auch uns nur aktuelle bzw. maximal mittelfristige Informationen zur Zukunft des Eisring-Süd vorliegen, ist unser Informationsstand nur auf unsere gegenwärtigen Aktivitäten beschränkt.“

Die Zukunft des Eisring-Süd-Areals liegt nach meinen Informationen derzeit völlig im Dunkeln.
Daher wird die Plattform „Unser Triesterviertel“ so bald wie möglich zu einem zweiten öffentlichen „Gespräch im Triesterviertel“ mit der Frage „Was geschieht mit dem Eisring-Süd?“ einladen.

Der Geschäftsführer der Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH hat heute seine grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme schon erklärt.
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Am Tag vor dem Nationalfeiertag titelte der „Kurier“ einen großen Beitrag mit: „Wir gehen nur noch 560 Meter täglich – Die Österreicher werden immer gehfauler“

Die Plattform „Unser Triesterviertel“ und die „Kindergruppe Terrassenhaus“ laden daher zum gemeinsamen Gehen bzw. Wandern mit Menschen aus der Nachbarschaft ein.

Beim Projekt „Wandern mit andern“ (Einladungs-Info) gibt es keine persönliche „Führung“. Meine Frau Helga und ich werden an dieser Wanderung so oft es uns möglich ist teilnehmen und würden uns freuen, wenn auch andere Menschen mitgehen. Es kann jeder/jede mitmachen, der/die sich mehr oder weniger rasch fortbewegen kann, egal, ob mit Kinderwagen, mit und ohne Stöcken.

Ziel des Projektes ist neben dem gesundheitlichen Gewinn das gemeinsame Erleben des „wanderschönen“ Geländes am Wienerberg, das sozusagen „vor unseren Haustüren“ liegt.

Die Idee dazu ist in der „Kindergruppe Terrassenhaus“ entstanden.

Der organisatorische Rahmen:

An jedem Freitag um 9 Uhr – außer bei Regen – ist der erste Treffpunkt die bunte Wohnanlage an der Gußriegelstraße bei den großen Stufen neben dem Hofer-Parkplatz.

Die Gehroute: Braunspergengasse – Wasserturm – Endstelle der Straßenbahnlinie 1 – Sickingengasse – Wienerberg. Zeitversetzt kann entlang dieser Strecke jede/jeder Interessierte dazu kommen.
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sie werden als anerkannte Autoritäten in ihrem Umfeld eingebunden und öffentlich unterstützt.

Vorbemerkung:
Menschen sind auf Gemeinschaft angewiesen. Sowohl im ländlichen Raum als auch in der Stadt verlieren Bereiche, die früher gemeinschaftsbildend gewesen sind, zunehmend an Bedeutung: Familie, Beruf, Kirche, politische Parteien, Vereine usw.

Der Zusammenhang zwischen sozialem Wohlbefinden und Gesundheit ist mehrfach nachgewiesen worden.
Kurzum: Einsame Menschen sind krankheitsgefährdeter als jene, die gut in einer Gemeinschaft eingebunden sind.

Unser Gesundheitssystem braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen, aber die Kosten sind enorm.

Im Folgenden daher ein Vorschlag, wie die Gesundheitsvorsorge verbessert und damit „Reparaturkosten“ gespart werden könnten:

„Am Land“ gab und gibt es immer schon den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den niedergelassenen praktischen Ärzten/Ärztinnen und den vorhandenen „sozialen Netzwerken“ in unmittelbarer Nachbarschaft.

„In der Stadt“ haben meinen Informationen und Erfahrungen nach auch die Allgemeinmediziner_innen kaum mehr Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld. „Grätzl-Ärzte/ärztinnen“ könnten jene Menschen in gesundheitlichen Fragen beratend und vermittelnd unterstützen, die sich z.B. in Selbsthilfegruppen, Elterninitiativen, Pfarren und Vereinen organisiert haben.

Das aktuelle Projekt „Gesundes Favoriten“ (2010-2013) bietet die Gelegenheit, auch diese Vernetzungsmöglichkeit mit der Nachbarschaft zu erproben.

Nach diesen drei Projektjahren sollte mehr bleiben als viel Papier, Fototermine mit Politikern/Politikerinnen (siehe „sALTo“-Projekt im „Triesterviertel“) und ein/e „Gesundheitsbeauftragte/r“. „Er/sie würde von den meisten Ärzten/Ärztinnen nur als weitere bürokratische Instanz wahrgenommen werden.“ (Aus dem Gespräch mit einem praktischen Arzt, der schon viele Jahre im 10.Bezirk tätig ist)

Mit dem selben Thema befasst sich auch mein Beitrag vom Jänner: „Gesunde Grätzln brauchen aktive Ärztinnen und Ärzte“.
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Diesen Ausspruch hörte ich vor einigen Tagen in einem Bericht von einer Demonstration in Deutschland gegen Atomkraftwerke. Das erinnert mich an meinen ersten Text in diesem „Gedankenbuch“ vom 10.6.2009 unter dem etwas pathetisch klingenden Titel „Großeltern aller Länder vereinigt euch!“ unter einem Foto mit unseren beiden Enkerln Miriam und Livia.

In dieser Zeit bin ich zu einer „Sommerakademie“ nach Magdeburg (Deutschland,Sachsen-Anhalt) eingeladen worden, um über meine Bemühungen im „Triesterviertel“ zu berichten. Als Motto dieser Tagung stand ein Text aus der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der WHO: „Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben“.

Ich schrieb in der Vorstellung zu meiner Person und meiner Motivation unter anderem:

„Seit meiner Frühpensionierung als Hauptschullehrer 1990 bemühe ich darum, in meinem Wohngrätzl „Triesterviertel“ im 10.Wiener Gemeindebezirk durch vertrauensbildende Vernetzungsarbeit das zivilgesellschaftliche Potenzial zu stärken. Besonders motiviert bin ich, seit ich als Großvater unsere beiden Enkerln Miriam (Jg.2005) und Livia (Jg.2007) „begleiten“ darf. Sie werden mich vielleicht einmal fragen: „Was hast du dazu beigetragen, dass wir gesund leben können?“

Nach dem Unfalltod unseres jüngeren Sohnes Gerhard im Jahr 1985 (Er wäre heute, am 29.3.2011, vierzig Jahre alt geworden) habe ich in der Selbsthilfegruppe „Trauernde Eltern“ erfahren, wie hilfreich es ist, mit Menschen zusammen zu kommen, die ein ähnliches Schicksal teilen. Ich bemühte ich mich aber vergeblich um wirksame Unterstützung der Stadtverwaltung beim Aufbau einer Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Wien-Favoriten. 2005 wurde die Plattform „MACH MIT! im Triesterviertel“ gegründet, um über „Selbsthilfegruppen“ hinaus auch die Entwicklung von Nachbarschaftshilfe und BürgerInnen-Initiativen zu fördern. Seit 2007 wird die Plattform durch das „Dorfwiki“-Webforum www.triesterviertel.at präsentiert. Trotz mancher Aktivitäten und der Unterstützung durch Medien fehlt noch immer eine breitere Unterstützung jener hier lebender Menschen, die nicht in politischen Parteien und Kirchen engagiert sind. Diese Einrichtungen neigen meiner Erfahrung nach leider zur Abschottung und „Freund-Feind“-Denken und sind zivilgesellschaftlich offenen und transparenten Initiativen gegenüber eher misstrauisch bis ablehnend.

Derzeit kehre ich zunehmend zu meinen positiven Erfahrungen in der Selbsthilfegruppe zurück: Denn Tatsache ist, dass ich mir zwar Sorgen mache um die Zukunft unserer beiden Enkerln! Aber zumindest bei uns Großeltern sollte doch den eigenen Enkerln zuliebe auch die Bereitschaft zum Engagement im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung unseres Planeten vorhanden sein. Eine globale „Großeltern-Selbsthilfegruppe“ ist gefragt oder etwas „historischer“: „Großeltern aller Länder vereinigt euch“…..und dazu aus aktuellem Anlass….“besonders im Einsatz für erneuerbare Energiequellen“
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1993 habe ich versucht, mit Unterstützung des praktischen Arztes Dr.Helmuth Grohs und dessen Ordinationshilfe eine „Behinderten- und Seniorenbetreuung“ im „Triesterviertel“ aufzubauen. Im entscheidenden Gespräch mit einem leitenden Mitarbeiter des damaligen Gesundheitsstadtrates Dr.Rieder wurden wir fast hinausgeworfen, weil unser Anliegen durch die Unterstützung des niedergelassenen Allgemeinmediziners angeblich „hochpolitisch“ sei. Ich richtete daraufhin am 27.5. 1993 das folgende Schreiben an die Mitglieder von zwei Gemeinderatsausschüssen (Gesundheit und Soziales), das leider ohne Antwort blieb:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Um Sie mit unserer Initiative „Soziale Altenbetreuung beim praktischen Arzt“ und dem damit verbundenen Ersuchen um Unterstützung vertraut zu machen, ersuche ich Sie, den beiliegenden Ausdruck des Briefes an Stadtrat Dr.Rieder zu lesen. Eine Kopie des Antwortschreibens lege ich ebenfalls bei.
Am etwa einstündigen Gespräch mit Dr.Leitner am 17.3. nahmen neben Frau Albine Sulyok und mir als Proponenten des Trägervereins „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ (Konzept liegt bei) auch Dr.Helmuth Grohs teil. Er hatte sich bereit erklärt, dem Verein als „Starthilfe“ kostenlos für einige Wochenstunden einen Raum in seiner Ordination als Büro zur Verfügung zu stellen.

Ergebnis des durch Dr.Leitner abgebrochenen Gespräches war, dass unsere Initiative durch die MA47 n i c h t unterstützt wird. Warum? Dr.Leitner: „Weil sie durch die Teilnahme von Dr.Grohs hochpolitisch geworden ist. Weil dann ja allen anderen niedergelassenen Wiener Ärzten ebenfalls eine solche Unterstützung gewährt werden müsste. Und das würden wir sowohl finanziell als auch politisch nicht durchstehen.“

Wir vom „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ können dieser Argumentation nicht folgen:

• Eine konstruktive, als Ergänzung zu den vorhandenen Einrichtungen auch von den zuständigen Magistratsstellen des 10.Bezirks („Regionalteam“) unbestrittene, sinnvolle und notwendige Initiative darf deshalb nicht einmal versucht werden, weil sie erfolgreich sein könnte!
• Das Konzept des „Grätzl-Punktes Rosa Jochmann“ allgemein und die Initiative „Senioren- und Behindertenbetreuung beim Arzt“ im Speziellen geht weitgehend konform mit den Intentionen der bundesweit geplanten „Integrierten Gesundheits- und Sozialsprengel“.
• Seitens der Ärztekammer für Wien bestehen keine Einwände gegenüber dieser Initiative.

Da nun laut Aussage von Dr.Leitner unsere „kleine Initiative hochpolitisch“ ist, ersuchen wir Sie als Mitglied eines zuständigen Gemeinderatausschusses um Ihre Meinung als politische/r Mandatar/in. Falls Sie unseren Beitrag so wie wir als einen sinnvollen und erprobenswerten Versuch in die richtige Richtung betrachten, so ersuchen wir Sie um Ihre Unterstützung innerhalb der zuständigen Gremien.“

1997 unterstützten Dr. Grohs und Dr.Stiedl, ein weiterer praktischer Arzt im „Triesterviertel“, (leider erfolglos) die Bewerbung des „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ für einen „Gesundheitspreis der Stadt Wien

Es gibt seit 1999 kein „Grätzl-Punkt“- Büro mehr und unser Verein heißt nun „triesterviertel.at“, aber das Thema „Gesundheit“ und die Bedeutung der praktischen Ärztinnen und Ärzte für „Gesunde Grätzln“ sind wichtiger denn je.

Ärztinnen und Ärzte genießen zu Recht das nötige Vertrauen ihrer Patientinnen und Patienten und sie kennen diese wie kaum andere Personen oder Einrichtungen. Niemand anderer sonst kann unabhängig von Kirchenzugehörigkeit oder politischen Parteien „Türen öffnen“, wenn es z.B. um konkrete Nachbarschaftshilfe geht, wenn es um Projekte mit dem Ziel geht, mehr generationsübergreifendes Miteinander in der Wohnumgebung aufzubauen wie z.B. einen Oma-Dienst oder Telefonringe.

Sie sollten dabei unterstützt werden von den zuständigen Entscheidungsträgern in Politik, Kammern und Verwaltung.

PS: Anmerkung zu einer aktuellen Inititiative der „Wiener Gesundheitsförderung„:

Bis Oktober 2013 wird es im 10.Bezirk unter dem Titel „Gesundes Favoriten“ eine große Anzahl von Aktivitäten im Gesundheitsbereich geben. Das „Gesunde Grätzl“ ist ebenfalls ein Schwerpunkt. Die Zielvorstellungen klingen jedenfalls schön. Ob daraus mehr als mediengerechte „Bühnen“ für Politiker_innen werden bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen mit dem „spurenlosen“ sALTo-Projekt im „Triesterviertel“ stimmen jedenfalls nicht allzu optimistisch.
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Am Wochenende vom 5. und 6. Juni wird auch bei uns im „Triesterviertel“ eine Mrs.Sporty-Filiale eröffnet werden.
Bis vor kurzem wusste ich von dieser Initiative noch überhaupt nichts. Inzwischen wird in Deutschland, der Schweiz und in Österreich gesundheitsbewussten Frauen in unmittelbarer Wohnumgebung „zwischendurch“ eine halbe Stunde Zirkeltraining mit fachlicher Betreuung angeboten. Mit der ehemaligen Tennisspielerin Steffi Graf als Werbeträgerin wird offenbar recht erfolgreich einem Bedürfnis vieler Frauen entsprochen, neben Muskelstärkung, Konditionsaufbau und Ernährungstipps auch Sozialkontakte in der Nachbarschaft zu knüpfen.

Diese Mrs.Sporty-Filiale Ecke Knöllgasse/Hardtmuthgasse („Grätzl-Tratsch“ vom 14.5.) kann auch eine große Chance für unser Triesterviertel sein. Endlich könnte sich hier eine Frauengruppe bilden, die auch die Kraft für gemeinsame Aktivitäten im Grätzl entwickelt.
„Mrs.Sporty“ Frau Topic ist verständlicher Weise sehr interessiert daran, dass sich die Kundinnen in ihrem Institut trotz der manchmal körperlich anstrengenden 30 Minuten so wohl wie möglich fühlen. Daher möchte sie die Kontakte der Frauen untereinander unterstützen und den Raum auch zur Verfügung stellen, wenn der Wunsch nach zusätzlichen Treffen (z.B. Informationsabende) bestehen sollte.

Das Plattform-Projekt „Oma-Opa-Dienst“ könnte, sofern es endlich „in Schwung kommt“, jungen Müttern ermöglichen, „zwischendurch“ bei „Mrs.Sporty“ auch etwas für sich zu tun, während ein „Leihopa“ oder eine „Leihoma“ auf das Kind/die Kinder schaut.
Das Angebot der Plattform „MACH MIT! im Triesterviertel“ besteht aber allem darin, Initiativen von Mrs.Sporty-Kundinnen zu unterstützen, die auch für andere Frauen der Umgebung von Bedeutung sind.
Ein naheliegendes Thema für diese „Frauenpower am Wienerberg“ könnte z.B. sein, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Einrichtungen zur Kinderbetreuung im „Triesterviertel“ und Umgebung vorzunehmen in Hinblick auf Quantität und Qualität.
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Im Februar hat beim Kongress „Solidarische Ökonomie“ an der Wiener Universität für Bodenkultur Univ.Prof.Gröpel  (Hochschule in Magdeburg-Niedersachsen)  die „MACH-MIT! Plattform“  kennen gelernt.  Heute bin ich offiziell von ihm eingeladen worden,  im September bei der 8. „Sommerakademie“ über meine Bemühungen im „Triesterviertel“ zu informieren.

Das freut mich natürlich sehr, weil es solche Anerkennungen hier in Österreich leider nur wenige gibt.  (Eine davon in einem kurzen Schreiben vor einer Woche von Univ.Prof. Gerlind Weber von der Wiener Universität für Bodenkultur:  „…..Bitte halten Sie weiter durch.“)

Zur Vorbereitung habe ich einen kurzen Text nach Magdeburg gesandt, nachzulesen im Dorfwiki-Triesterviertel.

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