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Posts Tagged ‘Grätzl’

Seit die Bundesregierung zum Thema Bundesheer eine Volksbefragung beschlossen hat, wird auch der gesellschaftlichen Bedeutung von Freiwilligenarbeit vermehrte Aufmerksamkeit gewidmet. Meine Hoffnung besteht nun darin, dass die vorhandenen Erfahrungen aufgegriffen und in die Entwicklung von Konzepten einbezogen werden.
Dabei denke ich vor allem an die „Ehrenamtsbörse Wien“ und die „Interessensgemeinschaft Freiwilligenzentren Österreichs“:

Bei einem Seminar in Strobl am Wolfgangsee lernte ich Mag. Martin Oberbauer kennen und schätzen. Er war damals Leiter eines Nachbarschaftszentrums des Wiener Hilfswerks.

Wir („Grätzlpunkt Rosa Jochmann“ ) konnten mit Martin Oberbauer in Berlin die Arbeit von Freiwilligenagenturen kennenlernen und gründeten 1999 gemeinsam mit Valerie Rücker von der „Wissensbörse“ die „Ehrenamtsbörse Wien“.

Seit 2003 wird die Ehrenamtsbörse nur mehr vom Wiener Hilfswerk getragen und ist Mitglied der „Interessensgemeinschaft Freiwilligenzentren Österreich IGFÖ“.

Aus der Webseite der IG Freiwilligenzentren:

„Im Jahr 1999 wurde die Ehrenamtsbörse Wien als Projekt der Aktionsgemeinschaft Bürgerbüro für Alt und Jung gegründet. Die drei Partner dieser Aktionsgemeinschaft waren der Grätzlpunkt Rosa Jochmann, die Wissensbörse des Vereins „Aus erster Hand – Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Generationen“ und das Nachbarschaftszentrum 6 des Wiener Hilfswerks.

Die Ehrenamtsbörse Wien arbeitet gemeinnützig und ist an keine politische Partei oder Glaubensgemeinschaft gebunden.

Finanzielle Unterstützung erhielt die Ehrenamtsbörse Wien bisher aus Mitteln des Bundesministeriums für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz und des Seniorenbüros der Stadt Wien.

Die Ehrenamtsbörse Wien versteht sich als Informationsdrehscheibe für Freiwillige und Organisationen, die mit Freiwillgen arbeiten. Darüber hinaus ist besonders die Schaffung von förderlichen und nachhaltigen Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit ein zentrales Anliegen.

Als Mitglied der IG Freiwilligenzentren Österreich und Teilnehmer an Arbeitskreisen des Österreichischen Rates für Freiwilligenarbeit setzt sich die Ehrenamtsbörse Wien u.a. für verbindliche Qualitätsstandards in der Freiwilligenkoordination und in der Arbeit von Freiwilligenagenturen ein.“

Fakten über die Ehrenamtsbörse aus der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.
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Es liegt an uns BewohnerInnen selbst, unser Wissen als LokalexpertInnen selbstbewusst einzusetzen und weiterzugeben. Wir können aktiver sein als uns oft eingeredet wird! Denn wir sind die Fachleute in unserem Grätzl, wir leben und/oder arbeiten hier!

Auch eine Zusammenarbeit von BewohnerInnen mit Bezirkseinrichtungen und BezirkspolitikerInnen sollte folgende Merkmale haben: *) gegenseitiger Respekt (Wertschätzung) *) auf „gleicher Augenhöhe“ *) völlige Transparenz. Und sie sollte „so weit wie möglich selbstbestimmt und eigenverantwortlich“ sein (zum Begriff „Subsidiarität“ aus Wikipedia, mehr siehe unten)

„Unser Triesterviertel – Orte erzählen“

Zu einem erfreulichen Beispiel für diese Art der respektvollen und wertschätzenden Zusammenarbeit zwischen BewohnerInnen und Bezirkseinrichtungen hat sich das Projekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“ entwickelt.

……………………Planungstreffen am 29.4.2010 in der Gebietsbetreuung 10

Das Bezirksmuseum Favoriten und die „Gebietsbetreuung Stadterneuerung“ unterstützt seit bald vier Jahren eine kleine Gruppe von BewohnerInnen (Verein „triesterviertel.at“) durch fachliche Beratung und auch sehr praktisch z.B. bei der Layoutgestaltung der Info-Tafeln.

Diese 50×70 cm großen Glastafeln werden auf Kosten der jeweiligen Hauseigentümer an bemerkenswerten Gebäuden des Grätzls angebracht. Zwei Tafeln sind schon zu sehen (Neues Leben, Troststr.108 und ARWAG, Knöllg.37), eine dritte Tafel folgt demnächst (Heller-Wohnpark). Im Herbst kommen weitere vier Tafeln dazu. Auf der Webseite http://www.triesterviertel.at wurden und werden weitere Informationen (Fotos, Dokumente, Texte usw.) veröffentlicht.

Schon bei der Suche nach Informationen, Fotos und Plänen über die ehemalige Klavierfabrik „Lauberger & Gloss“, die Firma Bogner Edelstahl oder die Heller-Zuckerlfabrik waren die Kontakte mit ehemaligen MitarbeiterInnen sehr wertvoll.
Auch bei anderen Gelegenheiten wurden uns Fotos oder andere Erinnerungen aus früheren Jahren übergeben.

„Unsere Geschichte, unser Archiv“

Seit kurzem können Fotos, Pläne oder Dokumente im Online-Archiv „triesterviertel.topothek.at“ gesammelt, geordnet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Dieses Online-Archiv ist eine ideale ergänzende Vertiefung unseres „Orte erzählen“- Projektes. Es wendet sich ganz gezielt an alle BewohnerInnen, den ExpertInnen für „Unser Triesterviertel“.

Aus der Topothek-Webseite:

„Das Motto der Topothek bedeutet, dass die Topothek das von den Bürgern selbst angelegte Online-Archiv ist. Was immer von geschichtlicher Bedeutung sein mag: hier soll es für die Nachwelt digital aufbewahrt werden. Scan oder Foto genügt. Das historische Dokument selbst und alle Rechte daran bleiben selbstverständlich beim Besitzer. Die Topothek stellt es lediglich zur Schau. Geschichte ist für alle da

Es wäre schön, wenn wir ab Herbst mit einem „Stammtisch zur Geschichte des Triesterviertels“ beginnen könnten, wo Fotos und Erinnerungen „betrachtet“ und besprochen werden.
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Subsidiarität (von lat. subsidium „Hilfe, Reserve“) bedeutet, dass „Aufgaben, Handlungen und Problemlösungen so weit wie möglich selbstbestimmt und eigenverantwortlich unternommen werden, also wenn möglich vom Einzelnen, vom Privaten, von der kleinsten Gruppe oder der untersten Ebene einer Organisationsform. Nur wenn dies nicht möglich ist oder mit erheblichen Hürden und Problemen verbunden ist, sollen sukzessive größere Gruppen, öffentliche Kollektive oder höhere Ebenen einer Organisationsform die Aufgaben und Handlungen subsidiär unterstützen und übernehmen.“ (aus Wikipedia)
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Im Folgenden beschreibe ich einige Aktivitäten, die überall ohne nennenswerten finanziellem oder organisatorischem Aufwand betrieben werden können. Also auch bei uns im „Triesterviertel“.

Es müssen sich „nur“ Personen finden, die sich verlässlich für deren Verwirklichung zuständig erklären. (Einen geeigneten Raum zu finden ist das größte Problem.)

Ich selber bin für die beiden schon aktiven Projekte zuständig und würde andere Aktivitäten bei Bedarf unterstützen.

Wer macht mit bzw. kümmert sich um das Wann und Wo?

Schon aktiv sind die Projekte:

* Wandern mit andern:

Gemeinsam mit der „Kindergruppe Terrassenhaus“ gibt es seit einigen Monaten das Angebot, an den Freitagen um 9 Uhr vom Hofer-Parkplatz (Gußriegelstraße, große Stufen beim bunten „Terrassenhaus“) eine Wienerberg-Runde (ein- eineinhalb Stunden) gemeinsam zu gehen.
Die Idee ist einfach: Wenn das Wetter halbwegs passt, ist jede/r Bewohner/Bewohnerin des Triesterviertels (+Freunde/Freundinnen) eingeladen mitzugehen, egal ob mit Kinderwagen, Wanderstöcken oder einfach nur so. So lernen einander Nachbarn/Nachbarinnen völlig zwanglos und „auf gesunde Art und Weise“ kennen.

*„Einmischen“ mit andern:

Seit ca einem Jahr gibt es eine kleine „Stammtisch“-Gruppe, die sich etwa einmal pro Monat in „Gabis Schmankerln“ (Quaring.20) trifft. Konkreter Anlass war die Ankündigung vom Schließen unserer Postfiliale in der Hardtmuthgasse. Wir besprechen alles, was im „Triesterviertel“ gerade los ist, was uns gefällt oder was uns stört. Ganz im Sinne von Max Frisch, einem Schweizer Schriftsteller: „Demokratie heißt, dass sich die Leute in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen“. Derzeit planen wir ein erstes Info-Blatt „Unser Triesterviertel“.

Weitere Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten:

* Erinnern mit andern:

Das „Triesterviertel“ ist relativ „jung“, verglichen mit den Wiener Bezirken innerhalb des Gürtels oder dem „grünen“ Nordwesten. Erst am Ende des 19.Jahrhunderts wurde es als billiger Standort für Industriebetriebe „entdeckt“. 60+ -jährige FavoritnerInnen haben in ihrer Kindheit noch viele unverbaute Gebiete als „Abenteuer-Spielplätze“ erlebt, von den vielen Kriegsruinen ganz abgesehen. Solche „Erinnerungen“ von „Zeitzeugen“ könnten auch für jüngere BewohnerInnen interessant sein.
Zusätzlich wäre diese Gruppe eine wertvolle Ergänzung zum aktiven Projekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“.

* Plaudern mit anderen:

Hier können Menschen aus der Nachbarschaft, die ebenfalls nicht allein sein möchten, ohne einem bestimmten Schwerpunkt einfach gesellig beisammen sein.

* Schreiben mit andern

* Singen mit andern

* Spielen mit andern:

Brettspiele, Kartenspiele, Schach usw…..Alle Arten von Spielen, für die nur ein Tisch und Sesseln erforderlich sind.

* Tauschen mit anderen:

Das könnte in „Tauschkreis“– Form oder durch „Ich biete/ich suche“ geschehen.

* Telefonkontakt mit andern („Telefonringe“)

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PS: Als Ergänzung zum Jubel-1.Mai-Aufmarsch der Wiener SPÖ Auszüge von einer Ö1-Sendung über „schrumpfende Netzwerke“.

Wie in dieser Radiosendung beschrieben, hat die SPÖ im 10.Bezirk sämtliche Merkmale eines „schrumpfenden Netzwerks“. Sie ist von der visionären „Wiege des Roten Wiens“ zu einem „Roten Teppich“ für FPÖ-Hetze verkommen.

Anzeichen für eine Änderung in Richtung attraktiver „Visionen“ und glaubhafter Öffnung sehe ich derzeit keine. Schade – und ohne Freude am 1.Mai.
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„Grundsätze und Spielregeln für gutes Zusammenleben“ sollen in der „Wiener Charta“ erarbeitet werden.

Die amtsführende Wiener SPÖ-Stadträtin Sandra Frauenberger (Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal) und der Gemeinderat der Grünen Senol Akkilic (Schwerpunkte: Soziales, Jugend, Integration, Verantwortlicher Gemeinderat für die Wiener Charta) stehen aus meiner Sicht glaubwürdig hinter den Zielen der aktuellen Initiative der Stadt Wien mit der Bezeichnung „Wiener Charta“. Ob die Mehrheit der Wiener SPÖ-Spitze ebenso dahinter steht, weiß ich nicht.

Auf alle Fälle war die Einladung, im März Themenvorschläge einzubringen, Anlass genug, dem „Charta-Büro“ einige Themen vorzuschlagen.

Von den insgesamt 12 Themen sind 7 online gestellt worden, eines wurde (nach einem 2.Versuch) wenigstens unter „Lob&Kritik“ veröffentlicht und 4 Themen wurden vom „Charta-Moderationsteam“ mit „Themenverfehlung“ bewertet und nicht auf die Charta-Webseite gestellt.

1. „BABY-CAFES“ zum Informationsaustausch fehlen

2. Die GRÄTZL-GESCHICHTE erforschen

3. Kleine GRÄTZL-INFO-BLÄTTER und regionale WEBFOREN beginnen oder ausbauen

4. „GRÄTZL-STAMMTISCHE“ mit und ohne Parteifarben fördern und aufwerten

5. Infos über RÄUME FÜR SELBSTHILFEGRUPPEN sammeln und veröffentlichen

6. „TELEFON-RINGE“ gegen die Vereinsamung in der Stadt

7. „WANDERN MIT ANDERN“ fördert sowohl die Gesundheit als auch die Gemeinschaft

Unter „Lob&Kritik“ veröffentlicht:

8. Für mündliche BÜRGER-INNEN BETEILIGUNG in den Bezirken auch nach Ende dieser Charta-Aktion

Als „Themenverfehlungen“ wurden diese vier Vorschläge vom Moderationsteam leider nicht veröffentlicht:

9. ADVENTMARKT im Wasserturm am Wienerberg

Ob unbeleuchtet oder beleuchtet, der Wasserturm am Wienerberg begrüßt jede Wienerin, jeden Wiener, die bzw. der auf der Triesterstraße zurück nach Wien kommt. So sehr können sich die Towers auf der anderen Seite der Triesterstraße gar nicht aufpudeln, um diesem freundlichen runden Turm mit dem bunten Ziegeldach jenes Wasser reichen zu können, das ihn seit 1956 gar nicht mehr füllt.
In den letzten Jahren werden in diesem stolzen Denkmal aus der Glanzzeit der Favoritner Ziegelindustrie an einigen Monaten vorwiegend Ausstellungen von verschiedensten Künstlern/Künstlerinnen gezeigt und von der MA31 (Wiener Wasserwerke) werden immer wieder Führungen hinauf zum ehemaligen Wasserbehälter angeboten.
Könnte da nicht auch in der Adventzeit ein stimmungsvoller Adventmarkt mit Kunsthandwerk angeboten werden, ähnlich jenem am Karlsplatz? (Wenn der vorgeschriebene zweite Eingang fertig gestellt worden ist, spricht doch auch feuerpolizeilich nichts mehr dagegen.)
Mit einem Adventmarkt im beleuchteten Wasserturm würde besonders der Favoritner Bevölkerung (ob alt oder jung) eine ganz neue Art der Begegnung mit ihrem schönsten Wahrzeichen geboten werden.

10. „EISRING-SÜD“: Über seine Zukunft sollte öffentlich gesprochen werden

Nur mehr die älteren BewohnerInnen Favoritens erinnern sich noch, wie viele sportliche Betätigungen auf diesem großen Areal neben dem Wasserturm am Wienerberg früher noch möglich gewesen sind: Neben dem Eislauf auch Fußball und Tennis. Schlampereien, Misswirtschaft, Fehlplanung und vor allem die Undurchsichtigkeit bei den vielen Zuständigkeiten führten dazu, dass dieses Gebiet jetzt so desolat aussieht. Nicht einmal eine Zwischennutzung für Kinder und Jugendliche war über die vielen Jahre möglich. Sie wurden wie immer auf Käfige verwiesen.

Eine sogenannte BürgerInnen-Beteiligung bei der Neuplanung geriet zu deren Karikatur. Nun herrscht totale Ratlosigkeit, was weiter geschehen soll. Der „Eisring“ wurde offenbar sprichwörtlich „aufs Eis gelegt“. Es sollte aber über dessen Zukunft möglichst bald darüber öffentlich gesprochen werden, aber diesmal ehrlich. Eine Dokumentation gibt es unter „Was geschieht mit dem Eisring-Süd?“

11. Noch mehr MOBILE TOILETTEN in die Stadt!

Wer kennt sie nicht, die Suche nach einem „stillen Örtchen“, wenn sich ein inneres Drängen ankündigt? Innerhalb des verbauten Gebietes können Gasthäuser zu „rettenden Örtchen“ werden, aber weiter außerhalb kann es schon etwas spannender werden. Besonders Frauen, die sich auch bei „kleinen Geschäften“ nicht so leicht hinter einem Baum verstecken können, suchen oft vergeblich nach einer Mobilen Toilette. BITTE MEHR DAVON!!!

12. POSTAMTS-VERLEGUNGEN zerstören Wiens Grätzl-Infrastruktur

Auch in Wien werden häufig Postämter zugesperrt (innerhalb von 2 km ist dafür die offizielle Bezeichnung „verlegt“) und in andere Filialen und private „Postpartner“ verlagert. Dadurch verschlechtern sich zunehmend die Qualität und Erreichbarkeit von bisher erbrachten Dienstleistungen, speziell bei den Paketen.
Protestaktionen, Unterschriftenlisten, BürgerInnenversammlungen, ja auch Resolutionen von Bezirksvertretungen und von der Arbeiterkammer Wien änderten bisher nichts. Laut der Post-AG-Leitung sollen die Dienstleistungen durch das neue Konzept „zielgenauer“ im Interesse der KundInnen sein.
Es wird aber immer deutlicher, dass durch dieses Zentralisierungs- und Privatisierungskonzept bisherige Post-Leistungen in einer zu Fuß erreichbaren Entfernung nicht mehr erbracht werden.

Die Post-AG gehört doch (noch!) mehrheitlich dem Staat und macht derzeit Gewinne. Warum korrigiert die Politik dieses Konzept nicht? (Weitere Infos)
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Eine Kindergruppe „strahlt“ ins „Triesterviertel“.

Die Neugier von Kindern ist groß, aber ihre Schritte sind klein.
Unsere Erfahrung und Hände sind – (nur!) bei Bedarf – zu ihrem Schutz da.

Es macht Spaß, schon mit ganz kleinen Kindern „die Welt neu zu entdecken“, die Umgebung mit den Augen der Kinder zu sehen. Scheinbar Alltägliches kann zum spannenden Abenteuer werden. Es gibt immer wieder viel zu sehen und – als langjähriger „Grätzlaktivist“ – auch Anlässe genug, etwas zu machen.

Meine Hoffnung für das kommende Jahr:
Wer Kinder mag und die Möglichkeit hat, sollte sich im „Triesterviertel“ als „Grätzlaktivist/-aktivistin“ „einmischen“.

Zur Projektidee „Kindergruppe im Terrassenhaus“:

Entstanden ist der Kontakt zu den Müttern des „Terrassenhauses“ gleichsam als „Nebenprodukt“ des Projektes „Orte erzählen“ . Dem Geschäftsführer des Bauträgers „Heimbau & Eisenhof“ gefällt dieses Projekt. Er war auch damit einverstanden, dass wir im „Kinderspielraum“ Planungsgespräche mit interessierten Bewohner_innen durchführen. Zu ersten Gespräch über die Geschichte dieses Standortes kam leider niemand vom Terrassenhaus. Dafür wurde aber ein anderes Treffen im „Kinderspielraum“ unter dem Motto „Nachbarn schaffen Nachbarschaften schaffen Nachbarn“ am 12.10.2010 zum Beginn der „Kindergruppe im Terrassenhaus“.

Aus der Einladung von Katja Lederer (Teilnehmerin des „Orte erzählen“-Projektes) und mir: „Worum geht es? Die Kinder des Kinderfreunde-Kindergartens wohnen hier oder in der Nähe und kennen einander mehr oder weniger gut. Mit Unterstützung der Kindergarten-Leitung möchten wir erreichen, dass auch Eltern die Gelegenheit zu besseren Kontakten geboten wird.“

Erste Treffen der „Kindergruppe im Terrassenhaus“:

Zu diesem ersten Treffen vor über einem Jahr im „Kinderspielraum“ kamen vier Mütter mit ihren Kindern Eva, Matteo (unser „Ältester“ wird im Jänner drei Jahre), Moritz und Nora. Sie bildeten bald eine beständige „Kerngruppe“. Das Alter der Kinder bewegte sich damals von Null bis zwei Jahre. Es kamen aber nicht nur weitere Mütter mit ihren Kindern dazu, sondern auch zwei Geschwisterl: Vinzent zu Moritz und bald darauf Fabio zu Matteo. Und bald wurde beschlossen, die Dienstag-Nachmittage zu einem Fixtermin zu machen.

„Spiel-Opa“ und „Grätzlaktivist“:

Als „Opa vom Haus nebenan“ bin ich für die Kinder “Fritz“ oder „Fitz“, der mit ihnen spielt. Die Mama ist ganz in der Nähe und kann mit den anderen Mamas etwas entspannter plaudern.
Obwohl ich als „verliebter Opa“ zweier Mädchen (viereinhalb und bald sieben Jahre) und mehrfach engagierter Pensionist sowohl „herzlich“ als auch zeitlich oft „ausgebucht“ bin, freue ich mich immer mehr auf die gemeinsamen Stunden in der Kindergruppe an den Dienstag-Nachmittagen.

Mein Anliegen als „Grätzlaktivist“ im „Triesterviertel“ besteht darin, durch die immer besser werdenden Kontakte innerhalb der „Kindergruppe“ auch gemeinsame Anliegen der Mütter in Richtung Wohnumfeld kennenzulernen, um sie dann an die Bezirkspolitiker/-politikerinnen weiterzuleiten.

Das aktuelle Beispiel ist aus dem Wunsch der Mütter entstanden, dass bei der nahegelegenen Kreuzung Davidgasse/Gußriegelstraße eine Ampelanlage installiert wird. Nun läuft bis 13.1.2012 eine Unterschriftenaktion der „Kindergruppe im Terrassenhaus“ und der Plattform „Unser Triesterviertel“, wo um Unterstützung ersucht wird, damit diese Ampelanlage möglichst bald eingerichtet werden möge. Die Unterschriften sollen anschließend dem Büroleiter der Bezirksvorstehung übergeben werden.

Solche Grätzl-Initiativen werde ich gerne auch künftig mit den Müttern der „Kindergruppe“ organisieren, für deren Kinder wie Eva, Matteo, Moritz und Nora.
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In Wien-Favoriten scheint das der Fall zu sein.

Anfang Juli dieses Jahres machte mich FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Michael Mrkvicka darauf aufmerksam, dass unser „Grätzlpostamt“ in der Hardtmuthgasse 139 möglicherweise geschlossen werden könnte. Ich bekam von Seiten der Post eine Bestätigung, dass für 2012 eine Schließung geplant ist. Ein Postpartner und BAWG-Filialen sollen unser Postamt in größerer Entfernung als bisher ersetzen. Seither engagiere ich mich gemeinsam mit anderen Bewohner_innen, um diese Maßnahmen zu verhindern. (Näheres dazu auf der Webseite der Plattform „Unser Triesterviertel“: )

Mehrmals ersuchte ich in eMail-Aussendungen auch Vertreter_innen von SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grüne, uns zu unterstützen, Außer der FPÖ reagierte bisher jedoch niemand, hat uns kein_e Bezirkspolitiker_in geholfen. (Einzig GR Hursky (SPÖ) hat sich für ein Planungstreffen per eMail wegen Urlaubs entschuldigt.) BVStv. Mrkvicka organisierte den Kontakt zur Bezirkszeitung „bz“ und einen Fototermin. Diesem Beitrag folgte inzwischen ein weiterer. Ich konnte mit der „Krone“ einen Fototermin (+Bericht) vereinbaren.

Für mich ergeben sich nun einige Fragen:

Warum tun sich außer der FPÖ die anderen Parteien so schwer, uns zu unterstützen?

Liegt es am Thema „Postamt“? Warum nicht die SPÖ? Die Leidtragenden sind doch vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität, ältere Personen, jene ohne Internetanschluss zum online-banking, also eher eine SPÖ-Klientel. Warum nicht die ÖVP? Vermutlich, weil sie sowieso für mehr Privatisierungen eintreten und für die „Postpartner“ mehr Kunden/Kundinnen erhoffen. Warum nicht die „Grünen“? Vermutlich, weil sie die Leidtragenden nicht zu ihren potentiellen Wähler_innen zählen.

Liegt es daran, weil uns die FPÖ so rasch mit der Bezirkszeitung unterstützt hat und sie daher keine Zusammenarbeit mehr mit einer- aus ihrer Sicht – „FPÖ-Initiative“ möchten?

Können diese Erfahrungen auch auf andere Initiativen übertragen werden, denen die FPÖ sehr rasch Hilfe anbietet und diese dann zumindest als „FPÖ-nahe“ gelten?

Als Problem sehe ich darin, dass bei solchen parteitaktischen Überlegungen die Gefahr besteht, dass das ursprüngliche Anliegen von engagierten Menschen in den Hintergrund tritt. Und diese Menschen fühlen sich von jenen Bezirkspolitiker_innen im Stich gelassen, die sie deshalb gewählt haben, damit sie sich für ihre Anliegen einsetzen, z.B. das Schließen von Postämtern zu verhindern.

Eine grundsätzliche Bemerkung zum Thema „Kontakt mit Parteien“ im Rahmen der Plattform „Unser Triesterviertel“:

Ich betrachte alle Bezirkspolitiker_innen (egal von welcher politischen Fraktion!) als potentielle Verbündete, wenn eine Zusammenarbeit auf sachlich-konkreter Basis d.h. in erster Linie im öffentlichen Interesse und „auf gleicher Augenhöhe“ d.h. im gegenseitigen Respekt möglich ist.
Wenn uns wie im Fall unseres Postamtes nur eine einzige Fraktion (FPÖ) in dieser Form unterstützt, dann ist das nicht UNSER Problem als Initiative, sondern sollte jene Fraktionen nachdenklich stimmen, die uns NICHT unterstützen.

PS: Ich bin neugierig, wer uns beim Problem „2.Zugang zur Davinci-Apotheke“ unterstützt.
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sie werden als anerkannte Autoritäten in ihrem Umfeld eingebunden und öffentlich unterstützt.

Vorbemerkung:
Menschen sind auf Gemeinschaft angewiesen. Sowohl im ländlichen Raum als auch in der Stadt verlieren Bereiche, die früher gemeinschaftsbildend gewesen sind, zunehmend an Bedeutung: Familie, Beruf, Kirche, politische Parteien, Vereine usw.

Der Zusammenhang zwischen sozialem Wohlbefinden und Gesundheit ist mehrfach nachgewiesen worden.
Kurzum: Einsame Menschen sind krankheitsgefährdeter als jene, die gut in einer Gemeinschaft eingebunden sind.

Unser Gesundheitssystem braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen, aber die Kosten sind enorm.

Im Folgenden daher ein Vorschlag, wie die Gesundheitsvorsorge verbessert und damit „Reparaturkosten“ gespart werden könnten:

„Am Land“ gab und gibt es immer schon den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den niedergelassenen praktischen Ärzten/Ärztinnen und den vorhandenen „sozialen Netzwerken“ in unmittelbarer Nachbarschaft.

„In der Stadt“ haben meinen Informationen und Erfahrungen nach auch die Allgemeinmediziner_innen kaum mehr Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld. „Grätzl-Ärzte/ärztinnen“ könnten jene Menschen in gesundheitlichen Fragen beratend und vermittelnd unterstützen, die sich z.B. in Selbsthilfegruppen, Elterninitiativen, Pfarren und Vereinen organisiert haben.

Das aktuelle Projekt „Gesundes Favoriten“ (2010-2013) bietet die Gelegenheit, auch diese Vernetzungsmöglichkeit mit der Nachbarschaft zu erproben.

Nach diesen drei Projektjahren sollte mehr bleiben als viel Papier, Fototermine mit Politikern/Politikerinnen (siehe „sALTo“-Projekt im „Triesterviertel“) und ein/e „Gesundheitsbeauftragte/r“. „Er/sie würde von den meisten Ärzten/Ärztinnen nur als weitere bürokratische Instanz wahrgenommen werden.“ (Aus dem Gespräch mit einem praktischen Arzt, der schon viele Jahre im 10.Bezirk tätig ist)

Mit dem selben Thema befasst sich auch mein Beitrag vom Jänner: „Gesunde Grätzln brauchen aktive Ärztinnen und Ärzte“.
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1993 habe ich versucht, mit Unterstützung des praktischen Arztes Dr.Helmuth Grohs und dessen Ordinationshilfe eine „Behinderten- und Seniorenbetreuung“ im „Triesterviertel“ aufzubauen. Im entscheidenden Gespräch mit einem leitenden Mitarbeiter des damaligen Gesundheitsstadtrates Dr.Rieder wurden wir fast hinausgeworfen, weil unser Anliegen durch die Unterstützung des niedergelassenen Allgemeinmediziners angeblich „hochpolitisch“ sei. Ich richtete daraufhin am 27.5. 1993 das folgende Schreiben an die Mitglieder von zwei Gemeinderatsausschüssen (Gesundheit und Soziales), das leider ohne Antwort blieb:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Um Sie mit unserer Initiative „Soziale Altenbetreuung beim praktischen Arzt“ und dem damit verbundenen Ersuchen um Unterstützung vertraut zu machen, ersuche ich Sie, den beiliegenden Ausdruck des Briefes an Stadtrat Dr.Rieder zu lesen. Eine Kopie des Antwortschreibens lege ich ebenfalls bei.
Am etwa einstündigen Gespräch mit Dr.Leitner am 17.3. nahmen neben Frau Albine Sulyok und mir als Proponenten des Trägervereins „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ (Konzept liegt bei) auch Dr.Helmuth Grohs teil. Er hatte sich bereit erklärt, dem Verein als „Starthilfe“ kostenlos für einige Wochenstunden einen Raum in seiner Ordination als Büro zur Verfügung zu stellen.

Ergebnis des durch Dr.Leitner abgebrochenen Gespräches war, dass unsere Initiative durch die MA47 n i c h t unterstützt wird. Warum? Dr.Leitner: „Weil sie durch die Teilnahme von Dr.Grohs hochpolitisch geworden ist. Weil dann ja allen anderen niedergelassenen Wiener Ärzten ebenfalls eine solche Unterstützung gewährt werden müsste. Und das würden wir sowohl finanziell als auch politisch nicht durchstehen.“

Wir vom „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ können dieser Argumentation nicht folgen:

• Eine konstruktive, als Ergänzung zu den vorhandenen Einrichtungen auch von den zuständigen Magistratsstellen des 10.Bezirks („Regionalteam“) unbestrittene, sinnvolle und notwendige Initiative darf deshalb nicht einmal versucht werden, weil sie erfolgreich sein könnte!
• Das Konzept des „Grätzl-Punktes Rosa Jochmann“ allgemein und die Initiative „Senioren- und Behindertenbetreuung beim Arzt“ im Speziellen geht weitgehend konform mit den Intentionen der bundesweit geplanten „Integrierten Gesundheits- und Sozialsprengel“.
• Seitens der Ärztekammer für Wien bestehen keine Einwände gegenüber dieser Initiative.

Da nun laut Aussage von Dr.Leitner unsere „kleine Initiative hochpolitisch“ ist, ersuchen wir Sie als Mitglied eines zuständigen Gemeinderatausschusses um Ihre Meinung als politische/r Mandatar/in. Falls Sie unseren Beitrag so wie wir als einen sinnvollen und erprobenswerten Versuch in die richtige Richtung betrachten, so ersuchen wir Sie um Ihre Unterstützung innerhalb der zuständigen Gremien.“

1997 unterstützten Dr. Grohs und Dr.Stiedl, ein weiterer praktischer Arzt im „Triesterviertel“, (leider erfolglos) die Bewerbung des „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ für einen „Gesundheitspreis der Stadt Wien

Es gibt seit 1999 kein „Grätzl-Punkt“- Büro mehr und unser Verein heißt nun „triesterviertel.at“, aber das Thema „Gesundheit“ und die Bedeutung der praktischen Ärztinnen und Ärzte für „Gesunde Grätzln“ sind wichtiger denn je.

Ärztinnen und Ärzte genießen zu Recht das nötige Vertrauen ihrer Patientinnen und Patienten und sie kennen diese wie kaum andere Personen oder Einrichtungen. Niemand anderer sonst kann unabhängig von Kirchenzugehörigkeit oder politischen Parteien „Türen öffnen“, wenn es z.B. um konkrete Nachbarschaftshilfe geht, wenn es um Projekte mit dem Ziel geht, mehr generationsübergreifendes Miteinander in der Wohnumgebung aufzubauen wie z.B. einen Oma-Dienst oder Telefonringe.

Sie sollten dabei unterstützt werden von den zuständigen Entscheidungsträgern in Politik, Kammern und Verwaltung.

PS: Anmerkung zu einer aktuellen Inititiative der „Wiener Gesundheitsförderung„:

Bis Oktober 2013 wird es im 10.Bezirk unter dem Titel „Gesundes Favoriten“ eine große Anzahl von Aktivitäten im Gesundheitsbereich geben. Das „Gesunde Grätzl“ ist ebenfalls ein Schwerpunkt. Die Zielvorstellungen klingen jedenfalls schön. Ob daraus mehr als mediengerechte „Bühnen“ für Politiker_innen werden bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen mit dem „spurenlosen“ sALTo-Projekt im „Triesterviertel“ stimmen jedenfalls nicht allzu optimistisch.
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Ganz in der Nähe von unserem Wohnhaus gibt es eine Hofer-Filiale. Zwischen Gehsteig und Parkplatz sind winterharte niedrige Pflanzen gesetzt worden.
Am Weg nach Hause sahen meine Frau und ich heute zwei Buben (ca 6 Jahre), wie sie versuchten, solche Pflanzen auszureissen. Der Protest meiner Frau – sie ging mit unserem Enkerl Livia einige Schritte vor mir – hinderte die beiden Buben nicht am Weitermachen. Erst als auch ich heftig zu schimpfen begann, hörten sie auf. Aber da forderten mich zwei Frauen, die in einiger Entfernung standen, lautstark auf, mich nicht einzumischen, das ginge mich nichts an und ich solle weiterzugehen. Das waren offenbar die Mütter dieser beiden Buben.

Mein spontanes Argument „Das sind unsere Pflanzen!“ war nach üblichen Kriterien nicht richtig und hatte die naheliegende (höhnische) Frage zur Folge: „Ja haben sie die Pflanzen selbst eingesetzt?“

Es hat jedoch damit zu tun, dass wir uns auch als BewohnerInnen unseres Wohnhauses oder als BenützerInnen des öffentlichen Raumes für dessen Gestaltung interessieren und auch mitverantwortlich fühlen sollten.
In diesem Fall ging es um den Versuch von Kindern völlig sinnlos grüne Pflanzen auszureissen. Ich betrachte sie als „unsere Pflanzen“, weil jede Pflanze in unsererm Grätzl etwas Erfreuliches ist. Und dass Mütter dabei zusehen, ist ganz besonders unerfreulich.
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