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Posts Tagged ‘Kronenzeitung’

Zu verdanken habe ich den Kontakt einer Einladung in der Kronenzeitung, Lebenserinnerungen aus früheren Jahren einzusenden. Herr Loukotka (Jg 1922) machte das, erzählte von seiner Jugend im Triesterviertel (geboren im Wöchnerinnenheim „Lucina„, aufgewachsen in der Knöllgasse) erhielt aber keine Antwort. Deshalb ersuchte er seine Schwägerin, den Text zu einem Treffen unserer Initiative „Menschen erzählen“ zu bringen.

Schon unser erstes Gespräch am 22.10.2012 habe ich mit einem digitalen Aufnahmegerät festgehalten und ich werde die Gespräche auch aufschreiben. (Als Beispiel das vierte Gespräch vom 18.3.2013) Die glaubwürdig positive Lebenseinstellung von Herrn Loukotka beeindruckt mich nämlich zunehmend.

Anton Loukotka[1] ……………………………………………….(Foto: Privat)

Am 25.7. habe ich Herrn Loukotka inzwischen zum zehnten Mal in dessen Wohnung beim Verteilerkreis am Laaerberg besucht. Die Antwort auf meine Frage „Wie geht es ihnen bei dieser Hitze?“ empfand ich als typisch: „Sehr gut. Im Sommer ist die Wohnung angenehm kühl und im Winter leicht zu wärmen.“

Dabei hätte Anton Loukotka in seinem Leben Anlässe genug gehabt, an der positiven Lebenseinstellung zu zweifeln. Nach einer Verwundung in Russland kam er 1944 beinamputiert nach Wien zurück. Sein geliebter Stiefsohn („Das war schlimmer für mich als der Verlust meines Beines!“) und später der jüngere Bruder sind tragisch und unerwartet verstorben.

Loukotka 2

Als gelernter Kupferschmied konnte Loukotka beinamputiert nicht arbeiten. Es folgte daher eine Umschulung zum Technischen Zeichner bei der Gemeinde Wien und 1947 kam er zur Baupolizei. Nach einer zweijährigen Abendschule wurde er dort 1950 Werkmeister. Anlässlich seiner Pensionierung gab es eine feierliche Verabschiedung mit gebührender Laudatio.

Loukotka 1

Inzwischen hat Anton Loukotka auf mein Ersuchen noch weitere Texte mit Erinnerungen aus seinem Leben verfasst: „Inspektor Zorro„, „Papa Watzinger und sein F.C.Wien„, „Mein Kistenwagerl!„, „Im Böhmischen Prater„, „Fritz, mein Freund!“ und „Schlittschuhlaufen am Ziegelteich„.

Ein Beitrag über ihn ist in der „Favoriten“- Beilage von „Kurier“ und „Krone“ erschienen.

Mir persönlich drängen sich Vergleiche mit dem Lebensweg meines Vaters (Jg.1896) auf. Der kam – 1914 mit Begeisterung nach Russland eingerückt – ebenfalls schwer verletzt zurück (Granatsplitter im Kopf). Nur war er leider einer der zu/vielen deutschnationalen Menschen, die in Adolf Hitler und seinen Geldgebern eine neue Hoffnung sehen und deren Greueltaten „übersehen“ wollten.

Für Anton Loukotka haben die Werbeversuche der Nazis auch deshalb keinen Erfolg gehabt, weil er damals nicht arbeitslos gewesen ist. Sein Arbeitgeber während der Kupferschmied-Lehre war der korrekte Jude Selka, den Toni sosehr geschätzt hatte, dass er spontan ein Hakenkreuz von dessen Geschäftstüre weggewaschen hat. Und was mit der Familie Selka weiter geschah, kann nur vermutet werden: „Der is in 2.Bezirk kommen, er, seine Frau und die Tochter und dann hab i nix mehr von ihnen g´hört. Wahrscheinlich sans ins KZ kommen.“

Mir drängen sich aber auch immer mehr Ähnlichkeiten mit der aktuellen Entwicklung in unserer Gesellschaft auf, national und global. Besonders bei jungen Menschen, die nichts zu verlieren und kaum Hoffnung auf ein „gutes Leben“ hat, haben es Ver-„Führer“ leichter.
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Foto 2007 (privat)

Eine kleine Chronik der vergangenen Jahre:

Vor fast sechs Jahren standen im Juni 2006 einige Kinder vor den abgesperrten Freiflächen am Eisring-Süd und hielten ein Transparent hoch: „Lasst uns wenigstens diesen Sommer hier spielen!“. Auch Foto und Text in der „Krone“ vom 30.6.2006 mit dem Titel “Unendliche Geschichte mit Happy End? – Eisring Süd: Rennbahn für den Amtsschimmel“ konnte nichts bewirken.

Ein Jahr später, am 13.6.2007, fand im heutigen „Phönix“- Privat Gymnasium in der Knöllg.20-24 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was geschieht mit den Sportflächen rund um den Eisring-Süd?“ statt.
Eingeladen und moderiert habe ich im Namen der Plattform „MACH MIT! im Triesterviertel“. Gäste am Podium waren Erich Cosic (Obmann des Elternvereins der VS Knöllg.59), Kathrin Gaal (SPÖ-Gemeinderätin), Dr. Beatrix Götz (Wiener Stadthalle-Verwaltung) und Sabine Walchhütter (Wiener Kinderfreunde).
Ein Großteil des Gesprächs ist hier nachzulesen.

Am 10.12.2007 antwortete mir Frau GRn Kathrin Gaal auf eine entsprechende Anfrage: „hallo hr. endl! grundsätzlich halte ich ihre idee von einem sog. „bürgerbeirat“, oder wie auch immer man das nennen möchte, für eine sehr gute idee. ich hab auch schon mit frau bez.vorst. mospointner und hr. str. schicker darüber gesprochen und auch die beiden können ihrer anregung sehr viel abgewinnen. es werden jetzt noch gespräche mit fr. str. laska ( grund gehört ja ma 51) und mit der ma 21b geführt. ich halte sie weiter auf dem laufenden. liebe grüsse, kathrin gaal.“ (Es gab keine weiteren Informationen. In der Zwischenzeit ist Frau GRn Gaal in die „Fußstapfen“ ihres Vaters als SPÖ-Vorsitzende Favoritens getreten.)

Am 24.6.2008 gab es in einer „Bürgerversammlung“ die „Wahl“ der AnrainervertreterInnen für die Jury im Rahmen des Architekturwettbewerbs.

Am 13.2.2009 lächelt uns GRn Gaal aus dem „Wiener Bezirksblatt“ vor dem Eisring-Areal freundlich entgegen: „Gemeinderätin Kathrin Gaal setzt auf Bürgerbeteiligung“ steht daneben. Ich fragte im folgenden Text unserer Triesterviertel-Webseite: Was versteht sie unter „Bürgerbeteiligung?

Am 31.1.2011 berichtet „Die Presse“ vom „Planungsdebakel Eisring-Süd

Am 20.3. 2011 mailte ich an Frau BV Mospointner, Herrn BVStv Mrkvicka und Herrn Büroleiter Jerabek: „Aus den Medien habe ich entnommen, dass es voraussichtlich noch längere Zeit dauern wird, bis am Eisring-Süd-Gelände mit Bauarbeiten begonnen wird. Könnte nicht bis dahin zumindest ein Teil des Geländes von Kindern/Jugendlichen für eine Zwischennutzung verwendet werden? Welche Voraussetzungen wären nötig, um die Zustimmung des Grundverwalters (MA 51) zu gewinnen? Wer käme als verantwortlicher Träger in Frage? (Schulen, Kindergärten, Vereine, ….) Könnten Aktivitäten auch durch MitarbeiterInnen der Parkbetreuung unterstützt werden? Mit freundlichen Grüßen, Fritz Endl“

Antwort am 28.4. 2011 vom Herrn Büroleiter Jerabek: „Am Eisring Süd ist aktuell die Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH tätig, die schon im Winter viele Veranstaltungen und den laufenden Betrieb durchgeführt hat.“

Tel. Anfrage am 27.2.2012 an die Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH und aus der eMail-Antwort vom Geschäftsführer: „Da auch uns nur aktuelle bzw. maximal mittelfristige Informationen zur Zukunft des Eisring-Süd vorliegen, ist unser Informationsstand nur auf unsere gegenwärtigen Aktivitäten beschränkt.“

Die Zukunft des Eisring-Süd-Areals liegt nach meinen Informationen derzeit völlig im Dunkeln.
Daher wird die Plattform „Unser Triesterviertel“ so bald wie möglich zu einem zweiten öffentlichen „Gespräch im Triesterviertel“ mit der Frage „Was geschieht mit dem Eisring-Süd?“ einladen.

Der Geschäftsführer der Eisring Süd Betriebs- und Errichtungs-GmbH hat heute seine grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme schon erklärt.
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Nach meiner gestrigen Eintragung („Dann sind wir  schon 70!“) ist mir eingefallen, dass ich vor zwei Jahren dem damaligen US-Präsidenten George W.Bush zum selben Thema (Verantwortung der Großelterngeneration) eine eMail ( „Ersuchen eines Opas“) geschickt habe. Diese eMail ist in der „Kronen Zeitung“ am 5.6. 2007 als „Brief an den Herausgeber“ veröffentlicht worden. Daraus leite ich die Hoffnung ab, dass Herr Dichand (und damit seine Redaktion) ebenfalls am Thema „Nachhaltigkeit“  und „Zukunftsfähige Weltordnung“ interessiert ist.

Ersuchen eines Opas

An Präsident George W.Bush

Ich bin Wiener und seit zwei Jahren Großvater eines Mädchens mit dem Namen Miriam. Meine Frau Helga und ich freuen uns schon auf unser zweites Enkelkind Livia. Sie wird – so hoffen wir – in den nächsten Tagen beginnen, die Luft dieser Erde zu atmen. Wir genießen jede Stunde, die wir seit ihrer Geburt mit Miriam verbringen dürfen. Ihr Vertrauen auf die Fürsorge von uns „Großen“ freut uns zwar und gibt unserem Leben Sinn.

Andererseits erfüllt es uns aber mit Sorge, wenn wir auch an die Zukunft unseres Planeten Erde und damit die weltweite Enkerlgeneration denken.

Deshalb ersuche ich: Orientieren Sie bitte Ihre Bemühungen als Präsident der USA vor allen anderen Interessen an einer möglichst  friedlichen und gesunden Zukunft Ihrer, meiner, aller Enkelkinder!“
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