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Posts Tagged ‘Triesterstraße’

Gute Gespräche mit dem Programmkoordinator der MA21 Dipl.-Ing. Christoph Hrncir, der für das „Zielgebietsmanagement Favoriten – Hauptbahnhof – Arsenal“ zuständig ist und seinem Mitarbeiter  Dipl.Ing. Andreas Kourilek.

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Beide schlagen ein weiteres Gespräch nach Ostern „im kleineren Kreis“ vor, diesmal – so hoffen wir – in der Bezirksvorstehung.

Das Streichen des ursprünglich geplanten eigenen Zuganges zum U-Bahn-Kreuz-Matzleinsdorfer-Platz auf der Seite des 10.Bezirks (Evangel. Friedhof) wird mit fehlendem Geld begründet. Aber warum wurde er nicht beim 5.Bezirk gestrichen? Dafür wird jetzt eine Brücke über die Triesterstraße „angedacht“.

Unsere kleine „Matz-Platz-U2“- Gruppe bereitet bzgl. des Zuganges vom/zum 10.Bezirk eine Petition an den Wiener Gemeinderat vor. Dazu benötigen wir mindestens 500 Unterschriften. Wir hoffen aber auch da auf die Unterstützung der Bezirksvorstehung und ALLER Favoritner Parteien.

Wichtig ist uns auch, dass die 1860 nach Plänen von Theophil Hansen errichtete „Christuskirche“ durch Zubauten nicht ihre zentrale Position einbüßt bzw. von hohen Bauten an der Triesterstraße „in den Schatten gestellt wird“.

 

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Die Grundeigentümer:

A: Obi-Sochor B: Größtenteils Stadt Wien und C: ÖBB und Mazda-Rainer

Diese Wünsche und Anregungen wurden an die Pinwand geheftet:

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Frühere Beiträge, die zum Thema passen:

https://fritzendl.wordpress.com/2018/01/31/wer-bestimmt-am-matzleinsdorferplatz/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/08/30/die-u2-kommt-auch-ins-triesterviertel/

https://fritzendl.wordpress.com/2016/05/31/das-unser-triesterviertel-orte-erzaehlen-team-feiert/

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

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Anmerkungen eines Bewohners vom „Triesterviertel“

Vorbemerkung: Diesen Text habe ich auf Ersuchen eines Teams von Raumplanungsstudenten/-innen der TU Wien verfasst.

Wir sind 1980 in einen Altbau in der Zur Spinnerin Gasse Ecke Buchengasse gezogen, die zweite Parallelstraße zur Triesterstraße nach der Knöllgasse.

Sich „in die eigenen Angelegenheiten einmischen“ (Max Frisch)

Das „Triesterviertel“ hat sein Entstehen und den Namen der Triesterstraße zu „verdanken“. Jede/r Wohnungssuchende weiß (bzw. sollte es zumindest wissen), warum hier Wohnungen relativ kostengünstig zu bekommen sind bzw. was die Nähe zur Triesterstraße für konkrete Auswirkungen auf Wohn- und Lebensqualität bedeutet. Aber durch entsprechendes „Einmischen“ muss nicht alles als unveränderbares „Schicksal“ hingenommen werden. Manches ist zwar nicht (mehr) veränderbar, aber viele Probleme können bei einem gemeinsamen Einsatz auch wieder verringert oder sogar gelöst werden.

Gleich zu Beginn haben wir mit anderen BewohnerInnen und AnrainerInnen gegen eine Altmetall-Firma neben unserem Wohnhaus erfolgreich protestiert. Unser Hauptargument war damals: Unser Haus steht schon länger (seit ca 1880) als diese Firma. Sie musste absiedeln. Der Lärm dieser Firma ist Geschichte, der „Rund-um-die-Uhr“-Verkehrslärm von der Triesterstraße blieb.

Ähnlich ging auch eine andere Initiative aus: Eine geplante moderne Altölverbrennungsanlage der nahegelegenen Autofirma-Tarbuk führte ebenfalls zu AnrainerInnen-Protesten. Unser Hauptargument war: Das Wohngebiet ist durch die Abgase von der Triesterstraße schon belastet genug. Die schlechte Luft von der Autofirma ist Geschichte, die CO2-Abgase von der Triesterstraße blieben.

Die Triesterstraße wird häufig als „exterritoriale Gefahrenzone“ empfunden

In der Verwaltungsstruktur Wiens haben die einzelnen Bezirke einen relativ geringen Gestaltungsspielraum. Die gewählten Bezirksräte/-rätinnen erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung dafür, dass sie über die Bezirksvertretung eine „Brücke“ zwischen den Interessen der Bevölkerung und der Stadtverwaltung gewährleisten. Im Falle der Triesterstraße kommt aber hinzu, dass auch der Bund ein gewichtiges „Wort mitredet“ und Wien nichts alleine entscheiden kann.
Konkret bedeute das für uns Menschen, die hier wohnen, dass die Triesterstraße vor allem als etwas Trennendes erlebt wird, worauf kaum oder ganz wenig Einfluss genommen werden kann.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße befinden sich verwaltungstechnisch Teile des 10.Bezirks mit wesentlichen Einrichtungen und Wohnanlagen. Dort liegt das Sozialmedizinische Zentrum Süd (KFJ-Spital) und es gibt eine Ärztegemeinschaft im relativ neuen Kundrat-Hochhaus. Der Georg Washington-Hof mit dem Büro von „Wohnpartner“ oder die „Wienerberg-City“ sind kleine „Städte in der Stadt“. Beim Weg dorthin muss aber zuerst einmal die stets strömende Autoflut auf der Triesterstraße überwunden werden. Was das für Kinder, alte oder behinderte Menschen bedeutet, kann man sich relativ leicht vorstellen.

Der Frauen- und Arbeiter – Strich

Die Triesterstraße wird als wichtige Bundesstraße und Baumarkt-Adresse auch mit anderen Auswirkungen konfrontiert:

Die immer schon vorhandenen kleinen Rotlicht-Lokale sind unlängst durch ein zusätzliches „Laufhaus“ ergänzt worden und verstärken die Ängste der AnrainerInnen vor Auswirkungen ins Wohngebiet. Vielleicht machen sich viele BewohnerInnen auch Sorgen, dass es durch die Autos der Laufhaus-Kunden weniger Parkplätze geben könnte.

Die Triesterstraße beim Baumarkt „Obi-Sochor“ in Richtung Spinnerin am Kreuz. Rechts das Kundrat-Hochhaus

Die vom Ausland organisierten Betreiber des männlichen „Gegenstücks“, dem „Arbeiter-Strich“ auf der andern Seite der Triesterstraße (vor der Bau- und Heimwerker-Firma „Obi-Sochor“), sind vermutlich nicht daran interessiert, mit uns BewohnerInnen bzw. der Polizei im „Triesterviertel“ noch zusätzliche Schwierigkeiten zu bekommen. Die arbeitsuchenden Männer aus Rumänien, Polen oder Albanien stehen gruppenweise den ganzen Tag auf den Gehsteigen und reden Vorbeigehende an, ob sie Arbeit haben. Sie werden von Security-Leuten mühsam von den Eingängen zum Baumarkt fern gehalten. Die Polizei macht von Zeit zu Zeit eine (Alibi)Aktion und hat keine anderen Möglichkeiten, als sie zu verscheuchen. Nach einigen Minuten stehen die Männer wieder dort, um illegale ArbeitsgeberInnen zu suchen.

Das Verlegen der Straßenbahn von der Triesterstraße in das Triesterviertel hat schwerwiegende Folgen:

Am 1.9.1967 wurde nach heftiger Diskussion im Wiener Gemeinderat die Straßenbahn von der Triesterstraße in die Knöllgasse verlegt. Damit wurde für den immer stärker werdenden Autoverkehr Platz gemacht.
Das bedeutete nicht nur das Zerstückeln eines prägenden Gebäudes in der Quellenstraße. Es war vor allem der Beginn des Zerstörens einer bis dahin „lebendigen“ Nahversorgerstraße.
Fußgänger und AutofahrerInnen leben seither täglich mit der Gefahr von relativ schnell fahrenden, tonnenschweren Straßenbahnzügen der Linie 1, die in kurzen Intervallen die abfallende Knöllgasse nördlich des Wienerbergs hinauf und hinunter brausen.
Diese Gleisverlegung von der Triesterstraße in die Knöllgasse verhindert nicht nur die (geringe) Chance auf eine Fußgängerzone, sondern auch die Möglichkeit einer 30-er Zone.

Ausblick:

Trotz der vielen kaum veränderbaren Rahmenbedingungen sollten StadtplanerInnen diese eher als Herausforderung betrachten und nicht als „hoffnungslosen Fall“ zu den Akten legen.
Viele junge Familien sind in den letzten Jahren hierher gezogen und möchten eine kinder- und fußgängerfreundliche Wohnumgebung haben, nicht zuletzt als gerechten Ausgleich zu den vielen Problemen, neben einer „exterritorialen Triesterstraße“ leben zu müssen.
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