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Posts Tagged ‘Zur Spinnerin 2’

Sie war schon in den 80-er und 90-er Jahren im Einsatz gegen den drohenden Verfall „unserer Hütt’n“ (Zitat einer Mieterin) entscheidend. Getragen von Männern, Frauen und den Kindern.

Ihre „Wiederbelebung“ ist nötig und möglich. Es liegt vor allem an uns Mietern und Mieterinnen, trotz oder gerade wegen Corona.

(Näheres zur „Rettung“ unseres Hauses.

Anschließend folgen einige Bilder zur Erinnerung an den Aufbau unserer Hausgemeinschaft:

                      „Unsere Hütt’n“ bis 1995…..

Letzte Erneuerungsarbeiten an der Fassade und im Hausflur:

                ……vom „Schandfleck“ zum „Schmuckkästchen: Nach Abschluss der Sockelsanierung am 1.12.1996

Nun können wir Mieter und Mieterinnen die sanierten Wohnungen wieder beziehen: 2.4.1998

Letzte Hausversammlung vor der Hausübergabe mit dem verantwortlichen Verwalter und Techniker des ÖSW am 23.4.1998

Am 19.5.1998:

Übergabefeier durch den Vorstand des Österr. Siedlungswerks Architekt DI Michael Pech und ÖVP-Gemeinderat Georg Fuchs.

………………….Unsere Hausgemeinschaft bei einem Hoffest am 23.5.2003

Unser Haus wird – abhängig von der Coronaentwicklung – eine „Orte erzählen“- Infotafel bekommen.

Dazu Näheres

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Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

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Der Vorstand des „Österreichischen Siedlungswerks“ gab als Bauträger „Grünes Licht“.

Näheres zur vorgeschichte im WP Nr.133-beitrag vom 31.3.2020: Zur Spinnerin 2: „Haus und Gemeinschaft gerettet“

Am 17.12.2019 mailte ich diese vorgeschichte auch an das büro von Dr.Josef Ostermayer, Gen.Dir. von „Sozialbau AG“ und schrieb am schluss:

 „Es war ein Erfolg, der vielen Menschen in ähnlichen Mietshäusern Wiens zu wünschen ist: Alte und Junge, Alteingesessene und Zuwanderer, haben sich nicht gegenseitig bekämpft, sondern – durch Unterstützung der Stadtverwaltung und einem Bauträger – einen gemeinsamen Preis errungen: Ein schönes Haus, in dem wir gerne wohnen!“

So hat unser Haus noch am 26.7.1996 ausgesehen. (Foto: FE)
Am 7.12.1996 war nicht nur die neue Fassade ein erfreulicher Anblick (Foto:FE)
Bei der Übergabefeier am 18.5.1998 mit Gemeinderat Georg Fuchs, dem Schreiber, ÖSW-Vorstand Architekt Dipl.Ing. Michael Pech und einer Bewohnerin. (Foto: ÖSW)

Ich habe den ehrgeiz, dass unser haus SOWOHL als ein erfreuliches modell im sinne der „Sanften Stadterneuerung“ UND als eine gemeinschaftsfördernde baumaßnahme öffentlich bekannter wird. 2008 schrieb ich deshalb z.B. in einem (leider nicht veröffentlichten) leserbrief an „Krone“, „Kurier“ und „Standard“: „Unser haus ist aus meiner sicht ein modell, wie integration durch entsprechende wohnbaumaßnahmen unterstützt werden könnte. Dafür sind wir Herrn Faymann bzw. seinen mitarbeiterInnen noch immer sehr dankbar.“

Nun zu meiner entsprechenden bitte an Sie, sehr geehrter Herr Dr.Ostermayer als einen der damaligen mitarbeiter von Herrn Stadtrat Faymann:

Gemeinsam mit dem Bezirksmuseum und (bis 2018) der „Gebietsbetreuung Stadterneurneuerung“ konnte unser kleiner Verein „triesterviertel.at“ schon elf  informationstafeln „Orte erzählen“ an bemerkenswerten orten (meist ehemalige fabriken) im „Triesterviertel“ anbringen. Im jänner 2013 fragte ich daher mit unterstützung unserer damaligen Objektmanagerin auch im Österreichischen Siedlungswerk an, ob wir auch am haus Zur Spinnerin 2 ( eine „Orte erzählen“-tafel anbringen könnten. Zu unserer überraschung erhielten wir von der damaligen Geschäftsführung eine abschlägige antwort.

Unser nächster versuch war am 8.6.2020.

Ich sandte an Frau Krippel, assistentin von DI Pech vom ÖSW die eMail vom 17.12. 2019 an Dr.Ostermayer von „Sozialbau“ weiter und dazu: „Sehr geehrte Frau Krippel, von der Assistentin von Herrn Dr.Ostermayer habe ich vor kurzem den rat bekommen, jene eMail, die ich am 17.12. 2019 an ihn geschickt hatte, nun auch an Sie zu senden.

Durch die hinzugekommenen auswirkungen in zusammenhang mit dem Coronavirus ist derzeit auch unsere hausgemeinschaft sehr gefährdet.

Unser haus ist durch die in den 90-er jahren erfolgte geförderte Sockelsanierung ein gutes beispiel für die gemeinschaftsbildenden auswirkungen der „sanfte Stadterneuerung“ auf die hausgemeinschaften, auch in einem grätzl wie dem „Triesterviertel“ mit relativ vielen zuwandererfamilien.

Herr DI Pech kann sich sicherlich noch an seinen besuch am 18.5.1998 bei uns anlässlich der übergabefeier erinnern. Deshalb erhoffen wir noch immer, dass hier ebenfalls eine Infotafel „Orte erzählen“ möglich sein kann (insgesamt die 12.Tafel), um über die erfolgreiche zusammenarbeit zwischen der Wiener Stadtverwaltung und einem bauträger wie dem ÖSW zu informieren.

Mit freundlichen grüßen Fritz Endl 0650/4814860 Zur Spinnerin 2/30 1100 Wien Verein „triesterviertel.at“ www.triesterviertel.at

Und am 24.6.2020 kam die langerhoffte antwort:

„Sehr geehrter Herr Endl, der Vorstand stimmt der Montage der Tafel zu. ……….Claudia Krippel Assistentin des Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Michael Pech  Österreichisches Siedlungswerk“.

Nun kann unsere planungsgruppe nach genehmigung des entwurfs durch den ÖSW-Vorstand die 12. „Orte erzählen“- tafel „Das Weberhaus“ Zur Spinnerin 2 in Auftrag geben. (Februar 2021: Coronabedingt ist der weitere zeitplan völlig offen)

Zur 13. „Orte erzählen“- tafel erhoffen wir noch die zustimmung von Stadträtin Gaal zu erhalten für einen der schönsten Gemeindebauten Wiens, am „Quarinhof“ (Station 2 vom „Audioguide“)

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Dazu passen folgende frühere Texte:

https://fritzendl.wordpress.com/2011/11/27/groseltern-wir-haben-eine-verpflichtung/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/06/30/gegen-die-einsamkeit-in-der-grosstadt/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/09/30/wo-konnen-wir-noch-mit-nachbarn-tratschen/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/12/29/die-osmanen-sind-jetzt-unsere-nachbarn/

https://fritzendl.wordpress.com/2015/04/30/gute-nachbarschaft-fangt-im-wohnhaus-an/

https://fritzendl.wordpress.com/2015/09/30/integration-beginnt-im-wohnhaus-und-graetzl/

https://fritzendl.wordpress.com/2018/07/28/die-alte-gebietsbetreuung-favoriten-fehlt-uns-sehr/

https://fritzendl.wordpress.com/2019/04/30/draussen-noch-weiter-draussen-und-dazwischen/

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Das Österreichische Siedlungswerk rettete 1995 nicht nur ein Haus, sondern auch die Gemeinschaft“ – Ein Mieter berichtet.

Leider erhalten wir derzeit zu wenig Unterstützung , um die frühere gute Hausgemeinschaft in diesem positiven Beispiel einer „sanften Stadterneuerung“ „am Leben“ zu erhalten.

Den Titel meines Beitrages über unser Haus in der Zeitschrift „FUNDAMENT – Neues Wohnen 2/02 „des ÖSW verfasste ich noch aus Dankbarkeit für die Übernahme und Sanierung unseres Hauses. In der Folge wechselten beim ÖSW die für unser Haus zuständigen „Objektmanager“ immer wieder. Durch Veränderungen bei uns Mieter*innen wurde nach der Sanierung auch bei uns der Zusammenhalt schwächer. Noch der vorletzten „Objektmanagerin“ war eine Unterstützung unserer Hausgemeinschaft ein spürbares Anliegen. Sie lud deshalb 2015 zur bisher letzten Hausversammlung ein. Der seit 2017 zuständige „Objektmanager“ ist leider nicht bereit, mit uns in einer Hausversammlung zu sprechen. Ohne der früheren Unterstützung durch die Hausverwaltung ist es coronabedingt nun auch in unserem Haus sehr schwer, wenigstens über Telefon oder Internet Kontakte aufrecht zu erhalten.

Am 22.3. machten wir deshalb (wieder ohne Hausverwaltung) eine Hausversammlung (mit Sicherheitsabständen) und verfassten anschließend dieses Protokoll. Bisher ohne Reaktionen.

Liebe Mitbewohner*innen, wir haben uns wegen des Coronavirus mit Frau NN und Herrn NN (im Gemeinschaftsraum) getroffen. Frau NN war entschuldigt. Uns ist wichtig, den Kontakt in unserem Haus möglichst aufrecht zu erhalten. Um z.B. Informationen weiter zu geben, die für ALLE Bewohner*innen nützlich sein könnten. Das kann auf telefonischem Weg geschehen oder auch über das Internet. Wichtig ist uns dabei, dass ALLE Bewohner*innen unseres Hauses auch die Texte GUT VERSTEHEN. Daher ersuchen wir Sie/euch, uns Sprachen mitzuteilen (Telefonisch oder e-Mail), in die wir Texte im Internet übersetzen lassen sollten. Wenn du/Sie weitere Informationen per e-Mail oder Whatsapp erhalten möchtest/möchten, sende/n Sie uns bitte eine Testnachricht. Helga und Fritz (Endl) Tel: 0650/4814860 eMail: fritz.endl@gmx.at“

Zur Geschichte unseres Hauses:

1995 ist unser Miethaus 1100, Zur Spinnerin 2, ein Altbau aus dem späten 19. Jahrhundert, zu einem Spekulationsobjekt geworden.

ca 1925 privat

Aber: Bei meinem Anruf im Rahmen eines Radiointerviews am 19.1.1995 versprach uns der damalige Stadtrat Werner Faymann Unterstützung. Und wirklich: Nach einigen Monaten Informationaustausch mit dem Büro von Stadtrat Faymann übernahm Ende 1995 das ÖSW unser Haus. Es gab eine Sockelsanierung und das „Schmuckkästchen“ konnte uns Bewohner*innen vom Vorstandsdirektor DI Michael Pech im sommer 1998 übergeben werden.

2002 wurde ich außerdem vom ÖSW eingeladen, im „FUNDAMENT – Neues Wohnen 2/02 “ als Mieter über die Geschichte unseres jahrelangen Kampfes zu berichten. Ich gab meinem Bericht den Titel „Haus und Gemeinschaft gerettet“

Dieser Text etwas lesbarer:

Haus und Gemeinschaft gerettet

Wann das Haus Zur Spinnerin 2 im 10.Wiener Gemeindebezirk gebaut worden ist, konnte ich noch nicht genau feststellen – vermutlich um 1880. Die Zimmer-Kuchl-Kabinett-Wohnungen mit Bassena und Klo am Gang waren für damalige Verhältnisse ein Fortschritt. Der Fuhrwerksunternehmer Carl Weber hat die Weberhäuser im Bereich Triesterstraße – Quellenstraße – Buchengasse neben seinem Betriebs-Gutshof (wo heute Autos der Marken Nissan, Jaguar u.a. verkauft werden) für seine Kutscher und deren kinderreichen Familien bauen lassen.

Seit meine Familie und ich 1980 hier eingezogen sin, wechselte das Haus mehrmals die Eigentümer. Es drohte das Schicksal vieler ähnlicher alter Zinshäuser, die nur mit hohem finanziellen Aufwand saniert werden könnten: Spekulationsobjekt, Mieter hinausdrängen und Abbruch. Für ältere Menschen und Zuwandererfamilien, wie sie auch bei uns wohnen, in ähnlichen Fällen leider ein häufiges Schicksal. Aber nicht bei uns!

Hilfe durch ÖSW

Mit Hilfe vieler Hausversammlungen und einiger Hauszeitungen konnten enorme Widerstandskräfte mobilisiert werden. Beinahe hätten wir das Haus selber gekauft! Zu unserem Glück war das aber schließlich doch nicht nötig. Denn das Österreichische Siedlungswerk erwarb 1995 durch Vermittlung des Büros von Stadtrat Faymann unser Haus. Durch die 1994 mit Hilfe der Gebietsbetreuung (Frau DI Bernhard sei Dank!) eingereichte Sockelsanierung wurde unsere Hüttn endlich vom Keller bis zum Dach rundumerneuert. Unsere Freude über die neuen Eigentümer und das wie neue Haus fand am 19.5.1998 in der Hauszeitung anlässlich der Übergabefeier ihren schriftlichen Niederschlag: „Nach 15 Jahren hartnäckigem Kampf gegen viele Hindernisse ist, dank unserer guten Hausgemeinschaft und dem Österreichischen Siedlungswerk, aus dem Schandfleck im Grätzl ein Schmuckkästechen geworden, auf das wir stolz sein können. Die Kontakte zum ÖSW als Eigentümer und zur Verwaltung entwickeln sich optimal.

Resümee nach Jahren

In unserer Hausgemeinschaft ist wieder die relative Ruhe des Alltags eingekehrt. Wir genießen die baulichen Verbesserungen im Haus und in den Wohnungen. Wasser und WC sind nicht mehr am Gang – es gibt einen Aufzug. Die vom Schreiber erhofften gemeinsamen Aktivitäten finden leider (noch immer) nicht statt, trotz eines Gemeinschaftsraumes mit Tischtennistisch im Keller. Dem Gegenüber steht jedoch ein Erfolg, der vielen Menschen in ähnlichen Mietshäusern Wiens zu wünschen ist: Alte und Junge, Alteingesessene und Zuwanderer, haben sich nicht gegenseitig bekämpft, sondern – mit Unterstützung von außen – einen gemeinsamen Preis errungen: Ein schönes Haus, in dem wir gerne wohnen!

Wir haben den Ehrgeiz, dass unser Haus SOWOHL als ein erfreuliches Modell im sinne der „Sanften Stadterneuerung“ UND als eine gemeinschaftsfördernde Baumaßnahme öffentlich bekannter wird.

2008 schrieb ich deshalb z.B. in einem (leider nicht veröffentlichten) leserbrief an „Krone“, „Kurier“ und „Standard“: „Unser Haus ist aus meiner Sicht ein Modell, wie Integration durch entsprechende Wohnbaumaßnahmen unterstützt werden könnte. Dafür sind wir Herrn Faymann bzw. seinen MitarbeiterInnen noch immer sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen, Fritz Endl“

Soweit Dokumente aus der Vergangenheit und unserer Hoffnungen, dass unser Haus ein positives Beispiel für die Stadtverwaltung sein könnte. Für unser Haus und auch für unser „Triesterviertel“ war die fachliche Unterstützung durch die damalige Gebietsbetreuung enorm wichtig. Das seit 2018 neue Team der GB* hat dafür keinen Auftrag mehr. Die Verantwortung dafür tragen Bürgermeister Michael Ludwig als früherer Wohnbau-Stadtrat und seine Nachfolgerin Kathrin Gaal, zugleich auch SPÖ-Vorsitzende unseres Bezirks.

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Dazu passen folgende frühere Texte:

https://fritzendl.wordpress.com/2011/11/27/groseltern-wir-haben-eine-verpflichtung/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/06/30/gegen-die-einsamkeit-in-der-grosstadt/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/09/30/wo-konnen-wir-noch-mit-nachbarn-tratschen/

https://fritzendl.wordpress.com/2014/12/29/die-osmanen-sind-jetzt-unsere-nachbarn/

https://fritzendl.wordpress.com/2015/04/30/gute-nachbarschaft-fangt-im-wohnhaus-an/

https://fritzendl.wordpress.com/2015/09/30/integration-beginnt-im-wohnhaus-und-graetzl/

https://fritzendl.wordpress.com/2018/07/28/die-alte-gebietsbetreuung-favoriten-fehlt-uns-sehr/

https://fritzendl.wordpress.com/2019/04/30/draussen-noch-weiter-draussen-und-dazwischen/

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