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Posts Tagged ‘Volksschule’

Durch Zusammenarbeit von benachbarten Bildungseinrichtungen des „Triesterviertels“ könnte das ganze Grätzl profitieren.

Am 23.3. berichtete die „Kronenzeitung“ von der „Brennpunktschule“ in der Quellenstr.142. (siehe Beitrag „Das Wiener Bildungsgrätzl„).

Wenn Stadtrat Jürgen Czernohorszky und Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer, die beiden wichtigsten für den Bildungsbereich zuständigen Politiker Wiens, gemeinsam mit der „Kronenzeitung“ diese Volksschule besuchen, dann ist das sicher kein Zufall.

Direktor Horst-Edgar Pintarich: „Die Sprachenvielfalt ist nicht unsere größte Herausforderung, sondern die oft schwierigen sozialen Verhältnisse, aus denen die Kinder stammen. Viele Kinder haben Eltern, die selbst nicht ausreichend schreiben oder rechnen können.“

Sein Hilferuf „Wir brauchen dringend mehr Unterstützungspersonal!“ geht vor allem an die Politik.

Neben dieser Volksschule wird derzeit eine „Neue Mittelschule“ errichtet. Sie soll im neuen Schuljahr eröffnet werden.

…………..Quellenstr.142-25.3.17

Könnte nicht auch hier eine neue Form der Schulkooperation im Sinne des „Wiener Bildungsgrätzl“ erprobt werden, das Stadtrat Jürgen Czernohorszky im März vorgestellt hat?

„Das Sprichwort „It takes a village to raise a child” – man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen – soll in Wien in Form von „Bildungsgrätzln“ Realität werden.“

Das Konzept der „Wiener Bildungsgrätzl“

„Die Wiener Bildungsgrätzl sind lokale Kooperationen von verschiedenen Lerneinrichtungen, aber auch mit Vereinen, Initiativen und Einrichtungen in unmittelbaren Umgebung, die etwas zum Lernen beitragen können: Einbezogen werden können Kindergärten, verschiedenste Schulformen, Freizeiteinrichtungen, Jugendtreffs, Volkshochschulen, Musikschulen, Büchereien und vieles mehr. Im Zusammenspiel der vielfältigsten Angebote wird es auch möglich, dass für alle individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der lernenden Menschen etwas dabei ist.“

Dieses „Bildungsgrätzl“- Konzept soll auch im dichtverbauten Stadtgebiet zur Anwendung kommen, ähnlich dem Beispiel „Bildungsgrätzl Spielmanngasse“ im 20.Bezirk:

„Das wird aber keine eigene Mittelschule mit eigener Direktion werden, sondern die Klassen werden den bestehenden beiden Volksschulen angeschlossen. Die Ressourcen für die nicht benötigte NMS- Direktion werden den VolksschuldirektorInnen zur Verfügung gestellt und wir schaffen eine Unterstützung im Verwaltungsbereich!“

Insgesamt wird damit auch die Nahtstelle zwischen Volksschule und Mittelschule optimiert. LehrerInnen der Volksschule können auch in die Mittelschule mitgenommen werden. Auch ein gemeinsames pädagogisches Profil für die gesamte Schullaufbahn von 6 bis 14 an einem Standort soll entwickelt werden. Darüber hinaus sollen bestehende Kooperationen mit der Singschule und den Bildungspartnern vor Ort strukturiert ausgebaut werden. Alle gemeinsam können, auch mit dem Bezirk, an Schwerpunkten und gemeinsamen Pläne für die Zukunft des Grätzls mitarbeiten.“

Könnte etwas Ähnliches nicht auch bei uns geschehen?

In der benachbarten Knöllgasse 20-24 feiert das „Phönix Realgymnasium“ in diesem Jahr ein Jubiläum. Gemeinsam mit unserem kleinen Verein „triesterviertel.at“ ist für Oktober die Präsentation: „Zehn Jahre Phönix-Realgymnasium im Triesterviertel“ geplant.

………………………….Phoenix-25.4.08

Eine Kooperation zwischen Volksschule, „Neuer Mittelschule“ und dem „Phönix-Realgymnasium“ müsste doch im Sinne der „Bildungsgrätzl“- Idee möglich sein.

Ebenso mit den in der Nähe befindlichen  Kindergärten, einer katholischen und einer evangelischen Pfarre und den Bildungseinrichtungen Spacelab und Interface für Jugendliche und junge Erwachsene.

Und für generationsübergreifende Aktivitäten würde sich das nahegelegene „Pflegewohnhaus Innerfavoriten“ in der ehemaligen Hellerfabrik in der Bernhardtstalgasse/Davidgasse beim Belgradplatz sehr gut eignen, ebenfalls mit beidseitigem Gewinn.

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Dazu passende Beiträge:

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Ein Plan vom SPÖ Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky wird hier zur Diskussion gestellt.

Im März hat SPÖ Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky vor einem Wiener Parteigremium eine bemerkenswerte Rede über seine Vorstellungen in Richtung „Wiener Bildungsgrätzl“ gehalten.

Mir gefällt diese Idee sehr gut, weil sie den Zielen der „Nachbarschaftsschule“ bzw.  „Grätzlschule“ als Bildungs- und Begegnungszentrum eines Stadtteils sehr nahe kommt. Ich fände es daher sehr schön, wenn es möglich wäre, mit Zustimmung ALLER  anderen politischen Parteien auch im „Triesterviertel“ ein solches „Wiener Bildungsgrätzl“ zu entwickeln (z.B. in der Quellenstr.142 oder in der Knöllg.59 und 61).

„Hoher Besuch“ in der „Brennpunktvolksschule“ Quellenstr.142 am 20.3.2017:

Krone 20.3.2017

Bezirks-Vize Kaindl, Stadtschulrat Himmer und Bildungsstadtrat Czernohorszky (v. li.) in der Schule (Kronenzeitung, 20.3.2017, Foto: Martin A.)

Hier stelle ich Teile der Rede zur Diskussion und werde mich bemühen, in diesem WordPress-Blog oder auf der Webseite www.triesterviertel.at auch Bewertungen der anderen im Bezirk vertretenen Parteien zu diesem Plan zu veröffentlichen.

Aus einer Rede von SPÖ Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky vom 23.3.2017:

Das Sprichwort „It takes a village to raise a child” – man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen – soll in Wien in Form von „Bildungsgrätzln“ Realität werden.

„Die Idee dahinter ist, dass Kinder dann die besten Chancen haben, wenn die gesamte Gemeinschaft Anteil an ihrer Entwicklung nimmt und aktiv etwas dazu beiträgt. Jedes Kind verdient die Chance, seine Talente zu entfalten, sein Potenzial auszuschöpfen!“

Was wir dafür brauchen, ist ein Bildungssystem, bei dem der lernende Mensch im Mittelpunkt steht. Dieses neue Lernen hat etwas mit Entwicklung zu tun, mit Erfahrungen, Einsichten und Erlebnissen. Um diese Form des Lernens zu fördern, brauchen wir eine radikale Öffnung und Vernetzung aller verfügbaren Bildungsangebote. Diese Vernetzung sollte aber nicht willkürlich erfolgen. Ein gutes Zusammenspiel kann am ehesten gelingen, wenn man möglichst lokal und in seiner unmittelbaren Umgebung damit beginnt – also in einem überschaubaren, vertrauten Rahmen.

Das Konzept der „Wiener Bildungsgrätzl“

Die Wiener Bildungsgrätzl sind lokale Kooperationen von verschiedenen Lerneinrichtungen, aber auch mit Vereinen, Initiativen und Einrichtungen in unmittelbaren Umgebung, die etwas zum Lernen beitragen können: Einbezogen werden können Kindergärten, verschiedenste Schulformen, Freizeiteinrichtungen, Jugendtreffs, Volkshochschulen, Musikschulen, Büchereien und vieles mehr. Im Zusammenspiel der vielfältigsten Angebote wird es auch möglich, dass für alle individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der lernenden Menschen etwas dabei ist.

Beispiel „Bildungsgrätzl Spielmanngasse“

Das Konzept soll aber auch im dichtverbauten Stadtgebiet zur Anwendung kommen: So ist beispielsweise ein neues Bildungsgrätzl rund um die Spielmanngasse und Dietmayergasse im 20. Bezirk geplant: Dort gibt es derzeit zwei Volksschulen, eine Singschule, einen MA 10 Kindergarten, das Vienna Nachwuchszentrum und das Hallenbad Brigittenau. Bis zum Schuljahr 2018/19 werden die beiden Volksschulen um 16 Klassen für 10 bis 14 jährige erweitert.

„Das wird aber keine eigene Mittelschule mit eigener Direktion werden, sondern die Klassen werden den bestehenden beiden Volksschulen angeschlossen. Die Ressourcen für die nicht benötigte NMS- Direktion werden den VolksschuldirektorInnen zur Verfügung gestellt und wir schaffen eine Unterstützung im Verwaltungsbereich!“

Insgesamt wird damit auch die Nahtstelle zwischen Volksschule und Mittelschule optimiert. LehrerInnen der Volksschule können auch in die Mittelschule mitgenommen werden. Auch ein gemeinsames pädagogisches Profil für die gesamte Schullaufbahn von 6 bis 14 an einem Standort soll entwickelt werden. Darüber hinaus sollen bestehende Kooperationen mit der Singschule und den Bildungspartnern vor Ort strukturiert ausgebaut werden. Alle gemeinsam können, auch mit dem Bezirk, an Schwerpunkten und gemeinsamen Pläne für die Zukunft des Grätzls mitarbeiten.

In Wien gibt es über 90 Schulstandorte, an denen Volksschulen und Neue Mittelschule in unmittelbarer Nähe liegen. An über 20 Standorten liegt auch noch ein MA 10 Kindergarten in der Nähe. Es können auch gemeinsame Unterrichtsstunden und Freizeitaktivitäten von Volksschulen und Kindergärten stattfinden.

…………Quellenstr.142-25.3.17

Fritz Endl: Derzeit wird neben der bestehenden Volksschule Quellenstr.142 eine „Neue Mittelschule“ gebaut. Die Eröffnung wird schon im kommenden Schuljahr sein. Könnte das nicht ein Schritt in Richtung „Bildungsgrätzl Quellenstraße“ werden?

Grätzl-Projekt „Summer Schools“

Das Bildungsgrätzl – ob im dichtverbauten Gebiet oder in neuen Stadtvierteln rund um einen Campus – bietet aber auch Raum für konkrete Projekte, mit denen wir Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft begegnen wollen.

Ein weiteres Grätzl-Projekt sind die „Summer Schools“: In der Stadt gibt es schon jetzt während des Sommers viele verschiedene Angebote, „mit den ‚Summer Schools‘ soll nun das Ferienbetreuungsangebot für Kinder in Wien um den Aspekt der Grundkompetenzen-Förderung erweitert und verstärkt angeboten werden. Dabei soll der Rückfall, insbesondere für Kinder mit Sprachdefiziten, im Sommer minimiert werden und andererseits ein cooles Ferienbetreuungsprogramm für Kinder und Jugendliche an Wiener Schulen geschaffen werden.

Die klassischen Lernangebote sollen durch spannende Freizeitaktivitäten in den Bereichen Forschung, Sport und Natur entdecken ergänzt werden. Schon diesen Sommer werden – zusätzlich zu den anderen Sommerangeboten –ein bis zwei Pilotprojekte an Wiener Schulen stattfinden, 2018 sollen Sommerschulen an vielen weiteren Wiener Schulen zum Ferien-Alltag gehören.

„Ich möchte alle BildungspartnerInnen und explizit jeden einzelnen Bezirk einladen, die Entwicklung der Wiener Bildungsgrätzl mitzugestalten. Wir beginnen heute und hier und jetzt damit. Weil Bildung nicht mehr nur in der Schule stattfindet, sondern überall dort, wo die Wiener Kinder sind: Zuhause bei ihren Eltern, in der Schule, im Jugendzentrum, im Musikverein, der Bibliothek oder im Park ums Eck.

„Kurz gesagt: It takes a Grätzl to raise a child!”

Dazu passend  frühere WordPress-Texte:

Nr.71: Mehrstufenklassen und „Superar“ an Volksschulen:

Nr.81: Wo ist der „Zentralverein der Wiener Lehrerschaft“?

Nr.93: Eine „Neue Mittelschule“ wird im „Triesterviertel“ gebaut.

Nr.96: „Mehrstufenklassen“ statt Jahrgangsklassen an alle Volksschulen!!!

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Nachbarschafts („Grätzl“-) Volksschulen mit mehrsprachigen Mehrstufenklassen statt einsprachigen Jahrgangsklassen sind „Investitionen mit Gewinngarantie“ in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Als Lehrer in den 70-er und 80-er Jahre an einer Hauptschule in Wien Favoriten (heute eine typische „Soziale Brennpunktschule“) engagierte ich mich zunehmend für eine Öffnung aller Schulen für die sie umgebende Nachbarschaft („Grätzlschule“,  „Stadtteilschule“, Community School usw.)

Dadurch könnten Eltern und Großeltern das Schulgebäude auch als „ORT DER BEGEGNUNG“  erleben, die Schule als örtliches Kulturzentrum!

Seit sechs Jahren dürfen meine Frau (sie war Volksschullehrerin in Favoriten) und ich als Großeltern zweier Mädchen die Mehrstufenklasse (MSK) einer öffentlichen Volksschule in der Haebergasse in Wien Meidling bei verschiedenen Gelegenheiten begleiten. Die Ältere ist schon in der 6.Schulstufe und die Jüngere wird diese Schule demnächst ebenfalls verlassen.

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In diesen sechs Jahren als MSK- „Begleit-Großeltern“ wurden wir nun auch zu Befürwortern von Mehrstufenklassen an allen Volksschulen.

Uns ist natürlich bewusst, wie subjektiv unsere Erfahrungen und Eindrücke aus diesen sechs MSK-Jahren mit unseren Enkerln sind/sein müssen.

Wir begleiten unsere beiden Enkerln seit dem ersten Schultag aus Großelterndistanz auf  deren – für uns alle neuen – „Schulweg“.

Neu an der MSK und sofort sichtbar für uns war vor allem: Es gibt Kinder von vier Jahrgangsstufen und es unterrichten ZWEI Lehrerinnen. Dass diese beiden Lehrerinnen gut zusammenarbeiten und sie mit großem Einsatz bereit und auch fähig sind, aus dieser unterschiedlichen Kindergruppe eine Gemeinschaft zu formen, die einander hilft, beeindruckte uns immer mehr.

Es zeigt sich auch hier: In erster Linie kommt es auf entsprechend ausgebildete und kinderliebende LehrerInnen an. Und: Sie brauchen Rahmenbedingungen, die sie bei ihrer Arbeit möglichst gut unterstützen. (Dazu mehr im Anschluss)

Unsere Enkerln wussten z.B. bald, welche älteren MitschülerInnen sie ebenfalls um Hilfe bitten konnten und später konnten sie den Jüngeren helfen. Und da diese MSK Teil einer öffentlichen Volksschule ist mit Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache, können sie einander z.B. auch bei Sprachproblemen rasch helfen und somit die LehrerInnen entlasten.

Wir sind dem glücklichen Zufall sehr dankbar, dass unsere beiden Enkerln „gleich ums Eck“ in diese MSK gehen konnten und sie zudem solche Lehrerinnen hatten. Auch aus dieser Dankbarkeit heraus möchten wir uns künftig für den Ausbau von MSK einsetzen, damit möglichst viele andere Großeltern ihre Enkerln ebenfalls in solchen Klassen begleiten können.


Einige Fragen von Eva Pankratz

(Mutter eines MSK-Kindes in der Volksschule Ortnergasse 4 im 15.Bezirk):

* Was wird mit den bestehenden Mehrstufenklassen ab 1.9.2017 passieren?

* Gibt es eine Finanzierungszusage ?

* Was soll mit den Kindern dieser Klasse passieren, falls eine TeamlehrerInnenfinanzierung nicht geklärt ist oder die DirektorInnen gegen Mehrstufenklassen sind?

* Gibt es eine Fixzusage für bestehende Mehrstufenklassen?

* Gibt es ein mögliches Ausstiegsszenario, wenn die Finanzierung nicht geklärt ist usw.


Werner Mayer:

Ehemaliger Schulleiter der VS 15, Ortnergasse 4, deren Mehrstufenklasse zu den ersten in Wien zählt, und derzeit Mitglied der Forschungsgruppe Literalität und Mehrsprachigkeit am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien

Zur Zukunft der Wiener Mehrstufenklassen

Zwei grundlegende Aspekte:

1 – Die Wiener Mehrstufenklassen haben die Vorgaben der aktuellen Bildungsreform im Bereich der Grundschule in vollem Umfang erfüllt und das seit gut zwanzig Jahren.

Die bisher veröffentlichten Texte zur Bildungsreform stellen Individualisierung und Kompetenzorientierung in den Mittelpunkt, räumen autonomer Organisation der Stufengliederung Raum ein und gewähren Freiheit der Leistungsbeurteilung. Gut. Aber wirklich nicht neu.

2 – Die Wiener Mehrstufenklassen können nach zwei Dezennien im Stadium des Schulversuchs in das Regelschulwesen übergehen. Können. Müssen nicht. Wenn, dann unter den Bedingungen der Regelschule. Es kann jedenfalls bedeuten, dass künftig Mehrstufenklassen in der Zuteilung von LehrerInnenstunden allen Jahrgangsklassen gleichgestellt sein werden.

Die Wiener Mehrstufenklassen entstanden aus dem Wunsch heraus, den zentralen Forderungen des Grundschullehrplans (aus dem Jahr 1985!) nach Individualisierung des Unterrichts und der Förderung aller einzelnen Kinder in einer Weise nachzukommen, die durch das Kalenderdiktat der Jahrgangsklasse bzw. einen weitest gehend gleichgeschalteten Unterricht für die Gesamtklasse erschwert wird.

Jahrgangsklassen – und hier nehme ich alle jene aus, die sich durch Individualisierung und persönliche Förderung auszeichnen – erwecken die Illusion einer homogenen, gleich bildbaren Alterskohorte, bzw. dass Gleichaltrige durch jeweils ein altersgemäßes Unterrichtsprogramm zu laufen haben. Nicht bedacht wird, dass die Altersspanne einer Jahrgangsklasse eineinhalb Lebensjahre oder mehr beträgt und dass einzelne Kinder in verschiedenen Lernbereichen der angenommenen Altersnorm verschieden weit voraus oder hintendrein sein können.

Mehrstufenklassen können/konnten diesen Aspekt problemlos abfedern, weil hier immer alle Stufenprogramme gleichzeitig angeboten werden. Ein Kind, das bei Schuleintritt lesen kann, muss sich nicht durch ein monatelanges Erstleseprogramm mit Buchstaben und Silben quälen. Ein Kind, dem sich Lesen nicht in der vorgesehen Zeit erschließt, findet immer Unterrichtsangebote, die seinem Niveau entsprechen.

Jahrgangsklassen – auch hier nehme ich alle jene aus, die sich durch Individualisierung und persönliche Förderung auszeichnen – arbeiten ihre Inhalte ab, im Takt von einführender Erklärung, Übung und Überprüfung des Unterrichtsertrags. Kinder, die aus diesem Takt fallen, haben in der Regel Pech, denn nach der Überprüfung kommt einen neuer Zyklus mit einführender Erklärung, Übung und Überprüfung des Unterrichtsertrags mit neuem Inhalt.

Mehrstufenklassen wollen/wollten den Kindern durch in Jahreszyklen wiederkehrenden Inhalten jene Redundanz bieten, die Lernen erleichtert und vertieft. Was in einem Zyklus fremd und unzugänglich ist, kann im nächsten einleuchtend werden und im nächsten geläufig.

Jahrgangsklassen – auch hier meine ich nur die mit solitärem, synchronem Programm für alle – sind bald einmal durch Anwesenheit von mehrsprachigen Kindern in der Klasse überfordert, deren Deutsch noch nicht auf der Höhe der einsprachigen Alterskohorte ist. Einführende Erklärungen der Lehrerin/des Lehrers zu wichtigen Inhalten können nur schwer auf einem rudimentär einfachen Sprachniveau – das von allen verstanden wird – erfolgen.

Mehrstufenklassen wollen/wollten auch diese schwierigen Situationen entschärfen, indem sie den LehrerInnen-Vortrag aus dem Zentrum nehmen und durch kommunikative Auseinandersetzung mit – und in – der Kindergruppe ersetzen. Denn Kinder finden in der Regel mit Leichtigkeit eine zugängliche Sprache. Dasselbe gilt hier für die Rezeption der Lehrbücher. Wenn die Rolle von Lehrbüchern aus dem Rang von Anweisungen hin zu Informationsquellen verschoben wird, läuft die Bearbeitung neuer Inhalte grundsätzlich in kommunikativer, verständlicher Auseinandersetzung individuell und kompetenzorientiert.

In diesem Sinn verstehen/verstanden sich Wiener Mehrstufenklassen nicht als Gegenentwurf zu traditionellen Jahrgangsklassen sondern als organisatorischer Rahmen, der genau das zum Ziel hat, was die aktuelle Bildungsreform proklamiert.

Die Wiener Mehrstufenklassen haben sich von Beginn an nicht als Klassen mit Abteilungsunterricht verstanden, in dem je Kind ein Teil LehrerInnen-Zuwendung von drei Teilen Stillarbeit abgelöst wird. Unterricht bedeutet je Kind ein auf seine Eigenart abgestimmtes, begleitetes Arbeitsprogramm eingebettet in – kommunikativ gestaltete – Gruppenprozesse.

Wiener Mehrstufenklassen waren von Beginn an als Teamteaching konzipiert, als Gegenentwurf zum Abteilungsunterricht und als einzige Möglichkeit, eine überschaubare und in ihrer Diversität sichtbare Gruppengröße begleiten zu können. Sicherlich: die Teamteaching-Zeiten für Mehrstufenklassen wurden in den letzten Jahren sukzessive auf elf Wochenstunden reduziert, immer mit der Erklärung der unleistbaren Kosten. Von über 300.000 GrundschülerInnen in Österreich machen 3.000 in Wiener Mehrstufenklassen etwas unter einem Prozent aus. Nach bestehendem Berechnungsschlüssel für den LehrerInnen-Personalplan macht das ein Verhältnis von 12.000 zu 120 Vollbeschäftigungsequivalenten aus. Also leistbar.

Nun stehen aber die Wiener Mehrstufenklassen nicht nur vor dem Aus der Ära des Schulversuchs. Wenn das in der Schulversuchsbeschreibung festgelegte Teamteaching nicht ins Regelschulwesen übernommen wird – und nichts deutet darauf hin, dass es beibehalten werden soll – wenn also eine Lehrerin/ein Lehrer die vier – im Fall von Kindern auf der Vorschulstufe fünf – Schulstufen allein bestreiten soll, fällt alles, was an Innovation und pädagogischer Optimierung zustande gekommen ist, in den Abteilungsunterricht zurück.

In allen veröffentlichten Ausführungen zur Bildungsreform werden Maßnahmen als – erstmals – möglich beschrieben, die in den Wiener Mehrstufenklassen verwirklicht sind. Der Haken findet sich aber in kaum sichtbaren Details: für organisatorische Entscheidungen zu stufenübergreifendem Unterricht an den Standorten sollen pädagogische Argumente Vorrang haben, aber nur, wenn die Regeln des Finanzlandesausgleichs nicht verletzt werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass sich diese Regeln nicht ändern. Der Schulleitung und dem Schulforum wird eine Entscheidungsfunktion zugestanden aber im selben Absatz von der Entscheidung der Schulbehörde eingeschränkt, die natürlich vom Finanzlandesausgleich abhängig ist.

Mehrstufenklassen werden von Eltern sehr bewusst für ihre Kinder gewählt und sie nehmen auch längere Schulwege in Kauf. 3000 Kinder in Mehrstufenklassen haben gegen 6000 Erziehungsberechtigte. Es wird aber sehr schwer sein, ihnen zu erklären, dass aufgrund geänderter Rahmenbedingungen bestehende Mehrstufenklassen aufgelöst werden müssen.

Die Folgen-Abschätzung eines Ausstiegs ist alarmierend. Eine Auflösung ist wahrscheinlich das Komplizierteste an dieser Organisationsform. Eine sofortige Aufteilung der Kinder – also alle ohne die AbgängerInnen der vierten Schulstufe – auf bestehende Jahrgangsklassen verkraftet sicherlich keine Schule. Das bedeutet für etliche Kinder auch Schulwechsel. Ein Ausschleichen – indem in den Folgejahren keine Kinder mehr in die Klasse aufgenommen werden – ist genau ein Schuljahr möglich. Im zweiten Jahr sinkt die SchülerInnen-Zahl unter die Klassen-Mindestgröße und ein Aufteilen innerhalb der Schule oder auch auf andere Schulen lässt sich wohl nicht mehr vermeiden.

Abgesehen von den organisatorischen Schwierigkeiten stehen die Akteure von Mehrstufenklassen – das LehrerInnen-Team, die Kinder und ihre Eltern – im Regen, weil die Verlässlichkeit der Schule ausfällt, weil soziale Bindungen vor der Zeit beendet werden, weil pädagogisches Kalkül von angeblicher Unfinanzierbarkeit konterkariert wird. Und sie bleiben solang im Regen stehen, solang die Rahmenbedingungen des Teamteaching ungeklärt ist.

Dazu passen die beiden Beiträge:

Mehrstufenklassen und Superar an Volksschulen

Wo ist der Zentralverein der Wiener Lehrerschaft?

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Wird es vielleicht sogar eine „Inklusionsschule“? Ich weiß leider gar nichts. Warum nur?

Seit März höre ich vom Gerücht, dass neben der  Volksschule Quellenstr.142  eine „Neue Mittelschule“ gebaut werden soll. Über den genauen Schulstandort und über weitere  Veränderungen  in Richtung des Evangelischen Friedhofs beim Matzleinsdorferplatz  im Zusammenhang mit der geplanten U-Bahn gibt es ebenfalls nur Gerüchte.

Mein besonderes Anliegen gilt aber  jenen Entwicklungen, die unsere Kinder ganz besonders betreffen und das sind jene im Kindergarten- und Schulbereich.

Aktuell erschreckt mich  z.B. der Anblick des Baggers vor der Volksschule Quellenstr.142, der den wichtigsten Spielbereich im Freien in eine Baugrube verwandelt.

………………schule-quellenstr-142

Aber vielleicht ist hier das Modell einer zeitgemäßen „Inklusionsschule“  geplant?  

Und das würde insofern sogar Sinn machen, weil  im zuletzt zur  Volksschule hinzugefügten Gebäudeteil in der Sonnleithnerg.32  viele Jahre ein entsprechend ausgebildetes Fachpersonal für Allgemeine Sonderschulen hervorragende Arbeit gemacht hat.

Leider wurde aber diese Hoffnung durch ein Antwortschreiben vom Büro des Amtsführenden Präsidenten des Stadtschulrates für Wien an eine besorgte Mutter nicht bekräftigt. Diese Mutter schrieb im März dieses Jahres:

„Ich bin Mutter von drei Kindern und in naher Zukunft sollen auch die zwei anderen Kinder in diese Schule gehen. Wir haben uns bewusst gegen eine Privatschule und für diese Schule entschieden.  

Wenn nun zu den bestehenden 23 Klassen (mit insgesamt knapp 500 Schülern) noch 8 Klassen (in etwa 200 Kinder) mit 10 bis 14 jährigen  Schülern hinzukommen sehen wir vor allem den Bewegungsraum unserer Kinder massiv eingeschränkt, gerade kleine Kinder brauchen viel Bewegung und Freiraum. …….

Ein Plus von 200 Schülern inkl. Verwaltung (sprich Lehrer und sonstiges Personal) bedeutet dass auf dem verbleibenden Freiraum 40% mehr Kinder ihre Freizeitphasen verbringen und der Verlust zusätzlicher Fläche, da man diesen neuen Lehrern doch wohl Parkplätze zur Verfügung stellen wird?! 

Ganz abgesehen von dem Verlust der Lebensqualität unserer Kinder, wie stellen Sie sich dieses Miteinander vor? 

Als Mitglied des Elternvereins und besorgte Mutter verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und erhoffe mir eine Stellungnahme“

Die Antwort vom Büro des Wiener Stadtschulrates:

„Sehr geehrte ……………

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Amtsführenden Präsidenten Mag. Jürgen Czernohorszky, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Auf Grund der wachsenden Schülerzahlen im 10. Bezirk ist es dringend erforderlich, eine zusätzliche Neue Mittelschule zu errichten um in Zukunft allen SchülerInnen einen Schulplatz im Wohnbezirk anbieten zu können.

Nach Rücksprache mit den Planungsverantwortlichen darf ich Ihnen mitteilen, dass die Freiraumflächen für die Volksschule weitgehend erhalten bleiben. Eine Ausweitung der Parkplätze ist definitiv nicht geplant.

Was die gemeinsame Nutzung der Freiflächen betrifft, so kann ich Sie beruhigen, da alle SchülerInnen (Volksschule und Neue Mittelschule) während der gesamten Unterrichtszeit unter Aufsicht der Lehrer und Lehrerinnen stehen und alle Kollegen und Kolleginnen ein wertschätzendes, soziales Zusammenleben der Kinder am Standort gewährleisten. 

Mit freundlichen Grüßen

Mag.a Andrea Trattnig

Diese Antwort lässt keinen Schluss darüber zu, ob es an dieser geplanten Schule Ansätze eines inklusiven Konzeptes gibt, wie es z.B. im Beitrag von Karin Schwarz-Viechtbauer und Brigitte Rabl im „Schulheft 163: SchulRäume – Einblicke in die Wirkkraft neuer Lernwelten“ (Studienverlag 2016) beschrieben wird:

…………………………schulheft-163

„Zeitgemäße Anforderungen an Bildungseinrichtungen aus Sicht des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau“ (S.45) Vorbemerkung: „Schule und Schulbau stehen vor zahlreichen neuen Herausforderungen: Ganztägige Schulformen werden vermehrt nachgefragt und auch politisch vorangetrieben, reformpädagogische Konzepte und individualisiertes Lernen entwickelt sich von der Ausnahme zur Regel. Inklusion ist ein wichtiges Leitbild geworden. Aber auch der demografische Wandel stellt den Bildungsbau vor große Herausforderungen. In Ballungszentren sieht man sich kaum bewältigbaren Bauaufgaben konfrontiert…..

1 – Standortpolitik: Bildungseinrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil der baulichen Infrastruktur und können neben ihrer Grundfunktion der Bildungsförderung verschiedenste NutzerInnengruppen ansprechen – beispielsweise das regionale Sportangebot erweitern, lebenslanges Lernen fördern, Treffpunkt der Generationen oder kulturelles Zentrum sein. In Fachkreisen werden Bildungseinrichtungen darüber hinaus mit der Gemeinde- und Regionalentwicklung in Zusammenhang gebracht. Man betrachtet sie nicht nur als Identität stiftendes Zentrum in Gemeinden, sondern schreibt ihnen auch Bedeutung zu als Kriterium für Betriebsansiedlungen, soziale Stabilität u.v.m.“ (Hervorhebungen: FE)

Ob solche „inklusiven“ Überlegungen in die Planung dieser „Neuen Mittelschule“ im „Triesterviertel“ eingeflossen sind?

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Ein Glück für unsere Kinder!

Beim wöchentlichen Eislaufen der öffentlichen Volksschul- Mehrstufenklasse (MSK) unserer beiden Enkerln darf ich als „Begleitperson“ mitmachen. Vom letzten „Eislauftag“ im Jänner wird mir die folgende Begebenheit deshalb in Erinnerung bleiben, weil sie mir (wieder einmal) sehr eindrucksvoll eine der besonderen Stärken dieses MSK-Schulmodells vermittelt hat:

14.1.2014


………………..Die MSK am Eislaufplatz des „Wiener Eislauf-Vereins“
…………………….. beim Wiener Konzerthaus am 14.1.2014

Taher, ein freundlicher und „rundlicher“ Bub der 1.Schulstufe, nimmt erstmals am Eislaufen teil. Alle anderen Kinder von der 1. bis zur 4.Schulstufe kommen mehr oder weniger sicher selbst zurecht. Aus verschiedenen Gründen konnte er bisher nicht mitkommen. Nun steht er sehr wackelig auf der Eisfläche. Zuerst nehme ich ihn an der Hand, dann unterstützt uns eine Klassenlehrerin und auch die Pinguin-Fahrhilfen kommen zum Einsatz. Taher möchte aber am liebsten gemeinsam mit seinen beiden Freunden Yazin und Efe aus der 3. bzw. 2.Schulstufe eislaufen. Die Lehrerin ersucht nun diese beiden Buben, Taher zu helfen. Und sie erreichen mit großem Einsatz und Geschick, dass Taher sicherer fährt, Freude am Eislaufen bekommt und auch besser aufstehen kann…und sind zu Recht sehr stolz auf den gemeinsamen Erfolg.

Nun kann gesagt werden, dass diese Form der Hilfsbereitschaft auch in den homogenen Jahrgangsklassen möglich ist und manchmal auch vorkommt. Im Sinne von: „Wenn du etwas besser weißt/kannst als dein Mitmensch, dann teile dein Wissen/Können mit ihm“. Aber ich habe lange genug an einer Favoritner Hauptschule unterrichtet, um zu wissen, dass unser Jahrgangssystem Schülern/Schülerinnen genau das Gegenteil „lehrt“: „Jede/r gegen jede/n!“, „Nicht einsagen, nicht abschauen lassen!“, „Nur eine/r kann gewinnen!“ usw.

In Mehrstufenklassen wird das übliche Konkurrenzdenken zumindest stark reduziert, vom Helfersystem durch ältere Schüler*innen abgelöst und die Klassengemeinschaft gestärkt. Ganz „nebenbei“ kommt dieses Helfersystem „Kindern mit Migrationshintergrund“ besonders zugute.*) (z.B. Taher beim Eislaufen) Die Lehrer*innen werden entlastet und können sich auf die individuelle Betreuung konzentrieren.

Die Klassengemeinschaft wird in dieser MSK noch zusätzlich dadurch gestärkt, dass die meisten Kinder am Nachmittag auch den angeschlossenen Hort (nach Montessori orientiert) besuchen und sie am (kostenlosen) Superar-Projekt teilnimmt. Vier Mal in der Woche kommt ein Chorleiter in die Klasse und studiert mit den Kindern auf hohem Niveau Lieder ein. Die erfolgreichen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein der Kinder enorm.

7.3.2014

……………….Eine Superar-Aufführung im Wiener Konzerthaus am 7.3.2014

Ich darf diese MSK nun schon das vierte Jahr „begleiten“. Meine Frau als ehemalige Volksschullehrerin und ich als ehemaliger Hauptschullehrer, wir wissen auf Grund unserer Erfahrungen, dass es aber letztlich immer von den beteiligten Lehrer*innen, den Direktor*innen und dem gesamten Schul- und Hortteam (+Schulwarte) abhängt, ob sich Kinder wohl fühlen und sie gerne in die Schule/in den Hort gehen.

Bei unseren beiden Enkerl-Mädchen ist dies in höchstem Maße der Fall. Deshalb wünschen wir solche öffentlichen Mehrstufenklassen (+ Hortbetreuung) möglichst vielen Kindern in Wien und ganz Österreich!

Dazu gibt es den sehenswerten Film von Doris Kittler „1+1=100 oder Die Schule des Lebens“. Ein Interview mit ihr gab es dazu am 8.5.2012 im „Der Standard“ („Im Mittelpunkt stehen die Kinder und nicht das System“)

*) Zum Thema „Schule und Migration in Österreich“ hat die Bildungsexpertin Heidi Schrodt kürzlich ein sehr informatives Buch geschrieben („SEHR GUT oder NICHT GENÜGEND?„, Verlag Molden, 2014) und auch einige – zum MSK-Modell passenden – Forderungen/Empfehlungen formuliert. (Sie können hier nachgelesen werden.)
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