Feeds:
Beiträge
Kommentare

…..die „Plattform MACH MIT

im Triesterviertel“,

“Telefonringe“,

Infotafeln „Orte erzählen“+ Audioguide,

und „Menschen erzählen„,

Kontaktgruppe zur Hausverwaltung „Zur Spinnerin 2“

Schach im Belgradplatz und Fortunapark„, „SToP Partnergewalt„(geplant)

Topothek Triesterviertel

und andere

Projekte im „Triesterviertel“

Zur Information:

„Global denken, lokal handeln“ = Ziel der „Rio-Deklaration“ von 1992.

170 Staaten haben in Brasilien ein Aktionsprogramm unterzeichnet mit dem Ziel, im 21. Jahrhundert in einer zukunftsfähigen Welt zu leben. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Agenda 21“ bekannt.

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

….gegen die zunehmende Vereinsamung in der Stadt !

Auch in Wien kann es vorkommen, dass ein Kind/eine Frau geschlagen wird und niemand vom Haus reagiert oder Menschen stunden-, tage – oder sogar wochenlang in der Wohnung liegen, ohne Hilfe zu erhalten.

Eine relativ leicht organisierbare Möglichkeit, das zu verhindern, wären „Telefonringe“.

Die Idee lieferte Heinrich Hoffer (Büro PlanSinn) 2007/08 im Rahmen des „sALTo“ – Projektes der Stadt Wien im „Triesterviertel“: „Gut & selbstbestimmt älter werden im Stadtteil – Wie können Menschen möglichst lange selbstbestimmt, gesund und aktiv im heimatlichen Grätzl leben?“

Wie funktioniert ein „Telefonring“?

Zwischen fünf und zehn Personen bilden einen „telefonischen Ring“, das heißt: Jeden Tag innerhalb eines vereinbarten Zeitraums (z.B. zwischen 11 und 13 Uhr) ruft die Person A die Person B an. Es wird nur ein kurzes Informationsgespräch (1-2 Minuten) geführt: „Wie geht´s ? Alles in Ordnung?“ Vielleicht auch: „Was haben sie heute vor?“ B ruft nun C an usw. bis die letzte Person wieder A anruft.

Falls eine Person längere Zeit nicht abhebt, dann wird A verständigt. A ruft die folgende Person an und kümmert sich über die Ursachen des Kontaktproblems. Nähere Infos unter http://www.triesterviertel.at/  („noch nicht aktive Projektideen“)

Die grafische Darstellung des „Hoffer-Telefonringes“

Chronik meiner bisherigen Bemühungen um die Erprobung von „Telefonringen“ im „Triesterviertel“.

Frühere Beiträge zum Thema „Gemeinschaften“ im „Triesterviertel“:

15.5.2010 Nr.17: „Frauenpower“ am Wienerberg ? | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.3.2012 Nr.39: 12 Themenvorschläge für die „Wiener Charta –Zukunft gemeinsam leben“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

31.5.2012 Nr.41: „Stammtisch Triesterviertel“ = “Einmischen in unsere eigenen Angelegenheiten“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

28.8.2013 Nr.55: Auch Rosa Jochmann hatte einen Traum | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2014 Nr.64: Gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.3.2015 Nr.73: Doris Knecht: „Was tun gegen Hilflosigkeit?“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.5.2015 Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2015 Nr.76: https://fritzendl.wordpress.com/2015/06/30/unser-triesterviertel-im-internationalen-vergleich/

30.9.2015 Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2016 Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

31.3.2020 Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.9.2020 Nr.140: Unser Haus Zur Spinnerin 2 wird die 12.“Orte erzählen“-Tafel bekommen. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.2.2021 Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2021 Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

„Nicht unserer Vorväter und – mütter (FE) wollen wir trachten, uns würdig zu zeigen – nein, unserer Enkel.“ (Bertha von Suttner)

Mit diesen 150. “Gedanken eines besorgten Großvaters“ beginne ich, mir auch über die Geschichte unserer Familie Gedanken zu machen und möglichst viele „Spuren“ zu sammeln.

Als netten Zufall empfinde ich, dass die Eltern meines Vaters (Heinrich 1865-1945 und Anna 1872-1945) in Nachbarhäusern auf der Triesterstraße gewohnt (Nr.42 und 44) und 1896 knapp vor dessen Geburt geheiratet haben. Mein Vater war also ein geborener „Triesterviertler“. Ich bin erst 1968 nach unserer Heirat vom 15. Bezirk in eine „Zimmer-Küche-Kabinett“ Wohnung) nach Favoriten gezogen und wohne seit 1980 im „Triesterviertel“.

Am Foto die Famlie Endl aus dem Jahr 1938: Dritter von rechts mit Brille mein Vater, rechts daneben Schwester Anna, links stehend Bruder Leopold, dessen Frau Sissy, meine Mutter Mitzi, Großvater Heinrich, Bruder Pepi, ganz links Schwester Mitzi.

Ebenfalls vom Jahr 1938 berichtet Manfred Flügge im Buch „Stadt ohne Seele – WIEN 1938“:

Für den „Aufbau“-Verlag „Ein Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte“

Für die fünf Geschwister unserer Familie war das Jahr 1938 kein „Wendepunkt“ in ihrer guten Familiengemeinschaft, trotz unterschiedlicher gesellschaftspolitischen Positionen der drei Brüder: Deutschnational, (vermutlich)sozialdemokratisch und (vermutlich) katholisch&monarchistisch.

Die Überschrift „Mein Papa, zwei Kriege und ich“ bezieht sich auf den Titel eines Buches, das ich schon gelesen habe: „Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich“ Die Autorin Nora Hespers (Jg 1978), eine deutsche Journalistin, beschreibt darin das Leben ihres Großvaters Theo Hespers, der 1943 wegen „Hochverrats“ hingerichtet worden war. In ihrem Blog „Die Anachronistin“ informiert Nora Hespers  seit 2014 über die Geschichte ihres Großvaters.

Im Unterschied zu Theo Hespers war mein Vater leider kein Widerstandskämpfer gegen das Hitler-Regime, sondern bis 1945 dessen überzeugter Anhänger.

Ich kann daher nicht stolz sein auf meinen „deutschnational“ gesinnten Vater.  Aber ich versuche, dessen damaligen Zukunftshoffnungen auf Basis meines heutigen Wissens so gut es geht zu verstehen und…

…bemühe mich im Rahmen meiner demokratischen Möglichkeiten gemeinsam mit meiner Frau Helga auch als „ehrenamtlicher Grätzlaktivist“ im Rahmen unseres Vereins „triesterviertel.at“ einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in unserem Umfeld zu leisten.

Dazu auch: „Ich über mich„, „Andere über mich und www.triesterviertel.at

Wir hoffen natürlich, dass auch unsere beiden Enkerln einmal stolz auf uns sein werden, auch wenn wir das Glück haben, seit mehr als sieben Jahrzehnten in einer Demokratie zu leben und keine „Widerstandskämpfer“ sein müssen.

Dazu passende „Gedanken“:

DorfWiki: Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis beim Thema „KInder-Eltern-Großeltern“

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Unser Haus ist etwas Besonderes.

In diesem 1890 erbauten Zinshaus „Zur Spinnerin 2“ bemüht sich derzeit die Mehrheit der Mieter und Mieterinnen, das Gemeinschafts- und Sicherheitsgefühl aller Bewohner und Bewohnerinnen zu stärken.

Zur Spinnerin 2 (rechts Buchengasse in Richtung Triesterstraße) in den 1925-er Jahren (Foto privat)

Näheres über die gemeinsame Rettung unseres Hauses und dessen Sockelsanierung.

Im März 2021 hat sich nun – auch als Folge dieser erfolgreichen gemeinsamen Erfahrung – die „Kontaktgruppe Zur Spinnerin 2“ gebildet. Sie vertritt derzeit zehn der insgesamt siebzehn Mietwohnungen.

Ihr Ziel ist eine möglichst breite Meinungsbildung im Haus zu Themen, die alle betreffen.

Kontakte durch Telefon, e-Mails, Gespräche am Gang, im Hausflur (mit FFP2- Maske) oder im Hof sind auch in „Coronazeiten“ möglich.

Zwei Hauptaufgaben dieser „Kontaktgruppe“:

1. Zu aktuellen Hausthemen die Meinung von möglichst vielen Mietern und Mieterinnen sammeln und im Hausflur bekanntmachen.

2. Die Hausverwaltung (=Hauseigentümer) laufend informieren (ÖSW – Österreichisches Siedlungswerk).

Wir informierten die Hausverwaltung von der Bildung dieser „Kontaktgruppe“ und erhielten im Mai folgende erfreuliche Antwort vom zuständigen „Objektmanager“ Stefan Adler:

An die Bewohner des Hauses 1100 Wien, Zur Spinnerin 2

Wien, 10.05.2021
Betreff: Hausgemeinschaft/Kontaktgruppe


Sehr geehrte Damen und Herren!


Von Mietern der Wohnhausanlage wurde eine Kontaktgruppe gegründet, um
die Verbesserung der Hausgemeinschaft zu erreichen.
Wir begrüßen dieses Engagement sehr, das im Interesse aller Bewohner des
Wohnhauses ist.
Es freut uns auch sehr, dass die Kontaktgruppe ausdrücklich die Bereitschaft
erklärt hat, mit allen Bewohnern des Hauses das gute Einvernehmen zu
pflegen und für alle Bewohner offen zu stehen.
Wir weisen aber darauf hin, dass jeder Bewohner seine Anliegen
selbstverständlich auch weiterhin selbst direkt der Hausverwaltung
übermitteln kann und die Kontaktgruppe ein zusätzliches Angebot darstellt
und völlig unverbindlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Österreichisches Siedlungswerk
Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Passende frühere „Gedanken“:

Nr.35: Großeltern, wir haben eine Verpflichtung…. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.67: Wo können wir noch mit Nachbarn tratschen? | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.70: „Die Osmanen“ sind jetzt unsere Nachbarn… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

…weil Favoriten viel mehr ist als nur das „Sonnwendviertel“!

Was ist ein „Bürger*innen-Rat?

(Aus dem Vorarlberger „Handbuch Bürgerbeteiligung für Land und Gemeinden“)

Etwa 15 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger entwickeln in ca. 2 Tagen Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu Themen, die sie interessieren. Sie fassen die Ergebnisse in einem gemeinsam getragenen „Statement“ zusammen. Dieses „Statement“ wird im Anschluss öffentlich diskutiert. Alle Teilnehmenden sprechen für sich selbst und nicht als Vertreterinnen und Vertreter anderer.

Für wen?

Für bis zu 15 Personen; nach Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger, möglichst vielfältig in Alter, Geschlecht, Bildung und Stärken

Die Themen

bestimmt die Gruppe selbst. Es wird über das gesprochen, was die Teilnehmenden am meisten bewegt. Um in einer kleinen Gruppe Ideen zu sammeln und Visionen zu entwickeln, Schwerpunkte oder Entwicklungsrichtungen zu definieren, um Projekte zu diskutieren und zu verbessern.

Grenzen

Bringt Ideen, aber keine fertig ausgearbeiteten Maßnahmen.

Erreichbares Ergebnis

 Ideen, Visionen, Vorschläge aus der gemeinsamen Sicht einer kleinen Gruppe, die Ergebnisse können danach detaillierter ausgearbeitet werden.

 Tipp

Die Ergebnisse sollen anderen Bürgerinnen und Bürgern sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern persönlich präsentiert werden. (Dazu siehe auch unten „Gablitzmodell“)

Dauer

1-2 Tage, 1 Wochenende bis längerfristig


Für uns Bewohner*innen wäre ein „Bürger*innen-Rat“ eine Chance, durch persönliche Kontakte und gemeinsame Aktivitäten Vertrauen aufzubauen und auch „unser Triesterviertel“ als wohnens- und lebenswert zu erleben.

Wie und wo könnte ein „Bürger*innen-Rat“ im „Triesterviertel“ erprobt werden?

Für Planung und Durchführung wird unser privater Grätzlverein „triesterviertel.at“ als parteiunabhängiger Rechtsträger beim Bezirk-Favoriten oder bei der Wiener Stadtregierung demnächst um Unterstützung ansuchen.

Passend wäre, wenn die Ergebnisse des „Bürger*innen-Rats“ am Beginn von Bezirksvertretungs-Sitzungen kurz präsentiert werden könnten. (Siehe Chronik „Gablitzmodell“ und dessen Ziele)

Bei unserem wichtigsten Grätzlprojekt „Unser Triesterviertel – Orte erzählen“ hat sich auch die fachliche Beratung durch die damalige Gebietsbetreuung ( bis 2017) und dem Bezirksmuseum (bis heute) sehr gut bewährt.

Als Mitglied von „Basis.Kultur.Wien“ hat unser Verein ebenfalls schon gute Erfahrungen durch organisatorische und finanzielle Unterstützung machen können. (z.B. 2014 und 2017)

Ein zentrales Ziel könnte sein, auch im „Triesterviertel“ einen Raum z.B. für gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen sowie die Möglichkeit zur Präsentation zu bieten.

Als „grätzlhistorischen“ Ort von Veranstaltungen würden wir mit Zustimmung der Hauseigentümer und des aktuellen Mieters (eine „Freikirche“) das ehemalige „Quellenkino“ (Quellenstr.156) benützen können.

Dazu passend frühere „Gedanken“:

Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“

Nr.136: Es gibt auch noch „Unser buntes*) Triesterviertel“!

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Diese Untersuchung zeigt meiner Meinung nach, wie wichtig besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen die Förderung von sozialer Durchmischung der Bewohner*innen ist. Das geschieht auch im „Triesterviertel“ leider immer weniger, besonders wenn Grätzlinitiativen parteipolitisch unabhängig sind wie z.B. das Tafel-Projekt „Orte erzählen“. Da wurde seit 2007 unser privater Verein „triesterviertel.at“ als Rechtsträger vom Bezirksmuseum und der Gebietsbetreuung fachlich beraten.

Diesem erfolgreichen Grätzl-Projekt wurde leider 2017 die Unterstützung der „alten“ Gebietsbetreuung entzogen, sie wurde „aufgelöst“. Seit 2018 widmet sich das neue GB10-Team (SPÖ-) parteipolitisch besser „vermarktbaren“ Stadtteilen nahe dem Hauptbahnhof wie dem „Sonnwendviertel“, den „Ankerbrotgründen“ und aktuell dem „Kempelenpark“. Das „Triesterviertel“ wird zunehmend zum „Problemviertel“.

Dieser Sozialmonitor der AK-Wien bestätigt unserer Meinung nach die Fehlentscheidung 2017/18 eindrucksvoll. Der Bericht der beiden Mitarbeiter DI Thomas Meindl und Ing.Siegfried Schuller (er ist seither arbeitslos) des früheren GB10-Teams in den „Perspektiven1/2001“ dokumentierte unsere gute Zusammenarbeit seit den 80-er-Jahren im Interesse der Entwicklung von „UNSEREM TRIESTERVIERTEL“.

AUS DIESER UNTERSUCHUNG:

„Wesentliches Ziel dieses Sozialmonitorings ist es, die ungleichen Lebenslagen der Bevölkerung Wiens auf möglichst kleinräumiger Ebene (250m-Rasterzellen) anhand eines einzelnen Maßes – einem Index für sozialen Status – zu erfassen. Unter den möglichen Eigenschaften sozialer Lebenslagen, die zugleich Hinweis auf den sozialen Status einer bestimmten Bevölkerung geben, wurden folgende vier Merkmale ausgewählt: das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen, der Anteil an Personen mit Hochschulabschluss, der Anteil arbeitslos gemeldeter Personen, sowie der Anteil an Personen, deren formale Bildung nicht über den Pflichtschulabschluss hinausgeht. (S.25)

Thomas Ritt, Leiter Abteilung Kommunalpolitik und Wohnen der AK Wien:

„Viertel, in denen viele Kinder wohnen, die von Armut betroffen sind, wo es höhere Arbeitslosenzahlen und geringeres Einkommen gibt, müssen bevorzugt behandelt werden. Hier muss mehr Budget zielgerichtet hinfließen, es braucht Bildungs- und Kultureinrichtungen vor Ort, die Mitgestaltung des eigenen Viertels muss gefördert und lokale Ökonomie gestärkt und aufgebaut werden. So gelingen lebenswerte Städte für viele.“

Camilo Molina, AK Wien:

Wenn die gesellschaftliche Mitte unter Druck gerät, nimmt das Potential für soziale Konflikte zu.

Wie ist Ihre Einschätzung, ist Wien gut durchmischt oder gibt es Polarisierung?

Beides. Wien hat einerseits eine recht breite Zone der sozialen Durchmischung. Andererseits nehmen Ungleichheiten unübersehbar zu: Hier Wohlstandszonen, die sich mit einer zunehmenden Exklusivität teurer Wohngebiete ausweiten, dort statusniedrige Gebiete, in denen der Lebensstandard abnimmt, die Kaufkraft sinkt und Arbeitslosigkeit hoch ist.

Was sind die Gefahren, wenn die Segregation (d.h. „Ausgrenzung“, FE) einer Stadt groß ist?

Soziale Durchmischung ist hauptsächlich um die gesellschaftliche Mitte abgesiedelt. Wenn hohe und niedrige Statusgruppen, also die Armen und Reichen, sich auseinanderbewegen, steigt die Gefahr sozialer Polarisierung. Konkret bedeutet dies, dass sich Bevölkerungsgruppen zunehmend voneinander abgrenzen, sich auch sozialräumlich abschotten. In der Folge gerät die gesellschaftliche Mitte unter Druck, während insgesamt das Potential für soziale Konflikte steigt

Was muss getan werden, damit eine Stadt eine gute soziale Durchmischung hat?

Das Zauberwort lautet integrierte Stadt- und Quartiersentwicklung. Die wichtigsten Instrumente sind leistbares Wohnen, Stärkung der Infrastrukturen für Soziales, Bildung, Gesundheit, Mobilität sowie Förderung ökonomischer und kultureller Aktivitäten.

———————————————————————————————————————————-

Dazu passen auch:

Nr.76: „Unser Triesterviertel“ im internationalen Vergleich |

Nr.144: „Menschen erzählen“ und „Orte erzählen“

Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! |

DorfWiki: Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis unter den Themen „Aktivitäten-Projekte“, „Bezirkspolitik“, „BürgerInnen-Beteiligung“ ,“Geschichte-Kultur“, „Gesundheit“, „Kinder-Eltern-Großeltern“ und „Öffentlicher Raum“.

Am 29.3. wäre unser jüngerer Sohn 50 Jahre geworden.

Dazu frühere „Gedanken“:

Nr.134: Unser Gerhard (1971-85) und unser „Karfreitag“ ! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.82: „Meine Liebe findet dich“..…“auch auf einem Stern“. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.77: Selbsthilfegruppe „Trauernde Eltern Wien“ gegründet | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Sie war schon in den 80-er und 90-er Jahren im Einsatz gegen den drohenden Verfall „unserer Hütt’n“ (Zitat einer Mieterin) entscheidend. Getragen von Männern, Frauen und den Kindern.

Ihre „Wiederbelebung“ ist nötig und möglich. Es liegt vor allem an uns Mietern und Mieterinnen, trotz oder gerade wegen Corona.

(Näheres zur „Rettung“ unseres Hauses.

Anschließend folgen einige Bilder zur Erinnerung an den Aufbau unserer Hausgemeinschaft:

                      „Unsere Hütt’n“ bis 1995…..

Letzte Erneuerungsarbeiten an der Fassade und im Hausflur:

                ……vom „Schandfleck“ zum „Schmuckkästchen: Nach Abschluss der Sockelsanierung am 1.12.1996

Nun können wir Mieter und Mieterinnen die sanierten Wohnungen wieder beziehen: 2.4.1998

Letzte Hausversammlung vor der Hausübergabe mit dem verantwortlichen Verwalter und Techniker des ÖSW am 23.4.1998

Am 19.5.1998:

Übergabefeier durch den Vorstand des Österr. Siedlungswerks Architekt DI Michael Pech und ÖVP-Gemeinderat Georg Fuchs.

………………….Unsere Hausgemeinschaft bei einem Hoffest am 23.5.2003

Unser Haus wird – abhängig von der Coronaentwicklung – eine „Orte erzählen“- Infotafel bekommen.

Dazu Näheres

————————————————————————————————————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

 vom LEBEN UND ARBEITEN IM TRIESTERVIERTEL

Menschen erzählten:

8.4.1992: Gespräch Berta Klement (Jg.1923)

Geschichten von Berta Klement 

 30.3.1993: Gespräch Franz Weigl (Jg.1902) 

29.4.1993: Gespräch Maria Joachinbauer (Jg.1924)           

16.7.2004: Leopoldine Wagner (Jg.1926)   

11.5.2007 „Gespräch im Triesterviertel“: Bodenschwellen? PRO-KONTRA“ in der „Quarinpassage“ (Foto privat)

29.7.2013 Gespräche mit und Geschichten von Anton Loukotka (Jg.1922)         

8.11.2017 Ein enttäuschter Sozialdemokrat (St.K. Jg.1937)   

Die „Orte erzählen“ Tafeln:

  1. Lauberger&Gloss-Klavierfabrik Montiert am 24.5.2011: Troststr.108-110

2. Bogner Edelstahl u.a.   Montiert am 30.5.2011: Knöllg.37-39

3.Franz Herrmann Glashausbau   Aktualisiert montiert am 25.4.2019 Davidg.95

4.Llosent&Forschner Korkenfabrik  Montiert am 12.12.2012 Davidg.97

5.Lucina-Wöchnerinnenheim  Montiert am 20.12.2012 Knöllg.20-24  

6.Abadie-Zigarettenhülsenfabrik   Montiert am 16.1.2013 Davidg.92

7.Heller-Zuckerlfabrik   Montiert am 14.3.2013 Belgradplatz 3-5

8.Weber-Fuhrwerkbetrieb  Montiert am 16.12.2013 Bucheng.155  

9.Terrassenhaus – Harry Glück  Montiert am 27.2.2014 Inzersdorferstr.113

10.„Weberhaus“ Quellenstraße 156  Montiert am 24.5.2016

11.Kleinwohnungsanlage Inzersdorferstr.115  Montiert am 6.11.2019

————————————————————————————————————————————

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Die kulturelle Vielfalt im „Triesterviertel“ auf Basis der „Allgemeinen Menschenrechte“ präsentieren können.

Dazu passen folgende frühere Texte:

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.140: Unser Haus Zur Spinnerin 2 wird die 12.“Orte erzählen“-Tafel bekommen. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.102: Die Bauten des „Roten Wien“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.85: Religion im Kindergarten macht Angst | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.70: „Die Osmanen“ sind jetzt unsere Nachbarn… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.19: Lokale Agenda 21: Diese Parteipolitik raus – Zivilgesellschaft rein! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)


Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge