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….aber ihr Lebenswerk darf nicht vergessen werden!

Aus „Monat“ – Sozialpolitische Rundschau des ÖAR 10.12.2010 (aktualisiert von F.E.)

Ein Leben für die Würde des Menschen

Prof. Mag. Berta Klement und ihr seit Jahrzehnten bestehendes Studio („Musische Arbeitsgemeinschaft„) in Favoriten waren eine Insel gelebter Humanität mit einem ganzheitlichen Verständnis vom Menschen, wie es anderswo leider kaum mehr zu finden ist.

Wer also ist Berta Klement?

Geboren am 18.3.1923 in Wien wuchs sie in Favoriten auf, bereits in ihrer Kindheit dürfte ihr die Liebe zum Menschen vom Großvater vermittelt worden sein. Dieser, Karl Weber, baute ein Fuhrwerkunternehmen von beachtlicher Größe auf dem Areal zwischen Buchengasse/Zur Spinnerin/Rotenhofgasse/Gußriegelstrasse auf. Er ließ im Bereich zwischen Quellenstraße und Rotenhofgasse die sogenannten „Weberhäuser“ für die Familien seiner Kutscher errichten. Das „Gasthaus im Weberdorf“ Ecke Quellenstraße/ Knöllgasse hatte damals eine wichtige Funktion als Ort der Kommunikation, an den für Klement heute noch wunderbare, detailreiche und schöne Kindheitserinnerungen geknüpft sind.

Die Wurzeln zu ihrem Entschluss, mit Menschen arbeiten zu wollen, scheinen damals gelegt worden zu sein. Nach dem Abschluss der Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste als Kunstpädagogin unterrichtete sie einige Jahre an Wiener Mittelschulen und schloss zusätzlich die Ausbildungen zur Kindergärtnerin, Horterzieherin und Musiktherapeutin ab.

Schon in den ersten Nachkriegsjahren bediente sich Klement verschiedener Medien, zum Beispiel des Spiels mit Handpuppen und Mag. art. Harald Fritz-Ipsmiller, Obmann des Österreichischen Dachverbandes für Kunsttherapien, sagte in einem Vortrag 2007 in der Johannes KEPLER Universität: „Berta KLEMENT, Absolventin der Akademie für Angewandte Kunst und der Musik-Akademie arbeitete bereits in den Weltkriegsjahren multimedial und baute in den späten 70er Jahren in Wien einen Ort auf, in welchem sie mit Obdachlosen arbeitete.“

Neben der musikalisch – bildnerischen Praxis und deren therapeutisch wirksamen Arbeit mit den Menschen in ihrem Studio war Klement auch stets bemüht, die theoretischen Grundlagen zu formulieren und zu vermitteln. Das erste kunsttherapeutische Symposium 1991 „Kunst und Therapie“ an der VHS Stöbergasse nach einer Idee von Berta Klement gilt als der Ursprung des Österreichischen Kollegs für Kunsttherapie an der VHS Stöbergasse. Hier wurde ein Ort der Auseinandersetzung zwischen Kunst und Therapie geschaffen. Allen Beteiligten war die Professionalisierung kunsttherapeutischen Arbeitens und die Differenzierung therapeutischer und künstlerischer Prozesse ein Anliegen.

„Bis ins hohe Alter umtriebig und aktiv fertigte Berta Klement beispielsweise auch viele Jahre kleine Geschenke für den jährlichen Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten für Menschen mit Behinderungen.“

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Hat der aktuelle „Zentralverein der Wiener LehrerInnen“ – im Unterschied zum ehemaligen „Zentralverein der Wiener Lehrerschaft“– zu den Bildungsfragen unserer Zeit öffentlich nichts mehr zu sagen?   

In dieser ZV-Ausgabe wurde über einige Aktivitäten im ZV berichtet. So konnte ich u.a. gemeinsam mit Uwe Bolius über das Thema „Der Versuchsschullehrer in der Schulversuchshierarchie“ schreiben, da ich seit 1971 (bis 1991) am Schulversuch „Integrierte Gesamtschule“ in der IGS Herzgasse 27 unterrichtet habe.

Ich schreibe daher am 2.5. an die Vorsitzende des „Zentralvereins der Wiener Pädagog*innen:

Sehr geehrte Frau Würzelberger,

gibt es im Zentralverein eine Kontaktperson, mit der ich mich über die aktuelle Situation des „Wiener Bildungsgrätzls“ aus Sicht des ZV austauschen könnte?

Ich habe mich in den 70. und 80-er Jahren als HS-Lehrer im Wiener ZV (Heinz Rudlof u.a.) engagiert und in der Pension gemeinsam mit meiner Frau Helga (VS-Lehrerin) auch sehr für das BG „Triesterviertel“ (=mein Wohngrätzl) Dazu Näheres: DorfWiki: Triesterviertel/Projektideen/NichtMehrAktiveProjekte/BildungsgrätzlTriesterviertel

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Endl 0650/4814860 fritz.endl@gmx.a Zur Spinnerin 2/30 1100 Wien Verein „triesterviertel.at“ DorfWiki: Triesterviertel

Am 21.5. schickte ich meine Beitrittserklärung zum „Zentralverein“ ab und überwies 30 Euro Mitgliedsbeitrag.

Am 1.6. erhielt ich von Sekretariat des „Zentralvereins“ folgende eMail:

Sehr geehrter Herr Endl, lieber Fritz, laut Beschluss der Vorstandssitzung vom 25.05.2022 muss ich dir leider mitteilen, dass dem Antrag auf Wiederaufnahme nicht stattgegeben wurde.

Wir wünschen dir alles Gute und verbleiben mit

freundschaftlichen Grüßen,

Christine Zeller, Office

Der Beschluss war EINSTIMMIG, erfuhr ich bei Nachfrage. Eine Begründung gibt es nicht.

Diese mir völlig unverständliche Vorgangsweise der aktuellen Leitung des „Wiener Zentralvereins“ werde ich nicht ohne weiteres hinnehmen. Dem ZV verdanke ich sehr viel. Dort konnte ich – gemeinsam mit meinem damals 13-jährigen Sohn 1982 in einer kleinen Lehrer*innen-Runde auch Rosa Jochmann als Zeitzeugin persönlich kennen lernen.

September 1979: Aus dem Text: „Die Leistungen und Verdienste Gratzenbergers um die Wiener Schule sind aber nur verstehbar, wenn man sie mit seinem Wirken im Zentralverein verbindet…Seit 1962 übt Franz Gratzenberger die Funktion des Obmanns in ununterbrochener Folge aus.“

Daher werde ich auch in Gedenken an Menschen wie Franz Gratzenberger, Karl Sretenovic, Karl-Heinz Rudlof u.a. nun selber als Zeitzeuge von friedlichen Jahrzehnten alles mir Mögliche tun, damit auch im aktuellen ZV unsere damaligen Ideen von einer sozial gerechteren Schule und Gesellschaft nicht ganz vergessen werden.

Passende frühere Beiträge zum Thema „Bildung“:

Nr.71: Mehrstufenklassen und „Superar“ an Volksschulen: | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.81: Wo ist der „Zentralverein der Wiener Lehrerschaft“? | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.96: „Mehrstufenklassen“ statt Jahrgangsklassen an alle Volksschulen!!! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.97: „Das Wiener Bildungsgrätzl“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.105: „SCHULHEFT“ – eine pädagogische Taschenbuchreihe seit 1976 | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.106: „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ sind möglich: AB SOFORT! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.115: Offizielle Gründung eines „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.116: „Bildungsgrätzl Triesterviertel“: Ein „buntes Dorf“ zur Begleitung unserer Kinder. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.127: „Jeder Mensch hat Recht auf Bildung“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

WP156: „Kommunale Intelligenz“ in das „Triesterviertel“…. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

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Erinnerungen an ZWEI VORBILDLICHE MENSCHEN.

Ute Bock (1942-2018, Flüchtlingshelferin) und Rudi Kalab (1933-2000, Friedensaktivist) waren TeilnehmerIn bzw. Mitbegründer vom „Regionalteam Favoriten“.

Anschließend ein Bild der Broschüre „20 Jahre Regionalteam Favoriten RT10“ vom Jahr 2002.

Daraus: „Wir stellen uns vor“

Das Regionalteam Favoriten (RT10) ist eine Plattform von ca 50 verschiedenen Einrichtungen aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich sowie VertreterInnen privater Initiativen, Pfarren u.v.a. des 10.Bezirks.

Am 26.September 1982 fand in der Pfarre Franz von Sales (Holeyplatz ) ein erstes Vernetzungstreffen der Sozialen Dienste statt.

Schon 1979/80 waren die ersten Kontakte zwischen den Mitarbeiterinnen der neu eingerichteten „Bassena“ im Olof Palme-Hof und der Pfarre Franz von Sales entstanden, wobei vor allem der am 3.März 2000 verstorbene Rudi Kalab eine wesentliche „Brücken“-Person war.

Anlässlich der „tangentiale 2000″ (Favoritner Kulturbaustelle. Einem Wettbewerb des 10.Bezirks für kreative Talente“) übernahm die Tochter von Rudi Kalab für ihren Vater posthum den „Sonderpreis für ein geglücktes Leben“.

Seit 2006 gibt es nahe dem Liesingbach die Rudolf Kalab Gasse und seit 2021 in der Nähe vom Wasserturm den Ute Bock-Weg.

Rudi Kalab (Mitte) bei einem „Regionalteam Favoriten“ am 29.4.1997

Ute Bock im „Regionalteam Favoriten“ in der Pfarre Salvatorianerplatz am 15.9.1999

Rudi Kalab im Gespräch mit der Autorin Eva Rossmann im „Regionalteam Favoriten“ am 12.3.1997

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Ein bald 80-jähriger Großvater macht sich Sorgen um seine und alle Enkerln und mailt daher an die Klubobleute des 10.Bezirks.

1982 wünschte Rosa Jochmann unserem 12-jährigen Sohn: „Im Jahr 2000 sollen die Friedensglocken läuten!“ Und was geschieht jetzt in der Ukraine? Es braucht „Gelassenheit bei Dingen, die du nicht ändern kannst, aber handle, wenn du es kannst!“

Daher sandte ich gestern das nachstehende eMail an die Klubobleute aller Favoritner Parteien:

Sehr geehrte Klubsprecher*innen, das nachstehende eMail habe ich am 2.3. in Zusammenhang mit der Geschäftsordnung an Herrn Dr.Hubert Sickinger geschickt, Autor des Buches „Bezirkspolitik in Wien“.

Am 21.3. informierte mich der Klubsprecher der Favoritner „Grünen“ Viktor Schwabl, dass er sich die Unterstützung eines gemeinsamen Vorschlages der Bezirksvertretung an den Wiener Gemeinderat vorstellen kann, für die mögliche Nachnutzung des „Lucina“-Gebäudes ein gemeinwesenorientiertes Konzept (z.B. ein „Grätzlzentrum Innerfavoriten“) zu erstellen. Er meint, dass dies auch mit der aktuellen Geschäftsordnung möglich wäre.

Auf Antworten der anderen Fraktionen warte ich derzeit (8.5.2022) noch.

Sehen Sie eine Möglichkeit, einen gemeinsamen Vorschlag (z.B. im Sinne des § 103g WStV „Zur Lösung bezirksspezifischer Sozialprobleme“) an den Wiener Gemeinderat zu richten, um das Gebäude des ehemaligen Wöchnerinnenheims „Lucina“ in der Knöllg.20-24 für einige Zeit zu mieten.
Der „Phönix-Verein für Bildung, Kultur und Sport“ sucht derzeit einen gemeinsamen Standort für das derzeit eingemietete „Phönix-Realgymnasium“ und der „Privatvolksschule Phönix“ (Gudrunstr.11). Sobald dieser gefunden worden ist, könnte die Stadt Wien in diesem historischen Gebäude ein ebenfalls gemeinsam erarbeitetes gemeinwesenorientiertes Konzept umsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz Endl

0650/4814860
fritz.endl@gmx.at
Zur Spinnerin 2/30
1100 Wien
Verein „triesterviertel.at“
DorfWiki: Triesterviertel

e-Mail an Herrn Dr. Hubert Sickinger am 2.3.2022:

Sehr geehrter Herr Dr.Sickinger,

ich bin Jg.1942, pensionierter Hauptschullehrer, wohne im 10.Bezirk Wiens und engagiere mich hier in meinem Wohngrätzl „Triesterviertel“ seit 1980 ehrenamtlich und seit einiger Zeit auch als „parteifreier Grätzlaktivist“. (Seit 1992 Verein „triesterviertel.at“)

Nun steht unser kleiner Verein (meine Frau und ich = Vorstand) wieder vor einem Hindernis, das vermutlich die Geschäftsordnung der Bezirkvertretung betrifft.

So kurz wie möglich zur Vorgeschichte:

  • 1901 wurde in der Knöllg.20-24/Ecke Davidgasse mit Spendengeldern das „Wöchnerinnenheim Lucina“ gebaut.
    DorfWiki: Triesterviertel/Gesprächsthemen/Kultur/Woechnerinnenheim-Lucina Hier konnten auch arme Frauen unter hygienischen Bedingungen Kinder zur Welt bringen. Viele Wiener*innen sind bis 1958 hier geboren worden. Unter anderem auch der ehemalige Bürgermeister Dr.Helmut Zilk.
  • 1958 wurde das Gebäude in eine Krankenpflegeschule der Stadt Wien umgebaut und 2005 verkauft. Ein möglicher Abriss war zu befürchten.
  • 2006 wurde es erfreulicherweise vom türkischen „PHÖNIX-VEREIN für Kultur, Bildung und Sport“ erworben, um hier das „Phönix-Realgymnasium“ (mit Öffentlichkeitsrecht) zu betreiben. 
  • Derzeit sucht dieser Verein einen neuen Standort für die expandierende Schule und hat deshalb das „Lucina“-Gebäude verkauft.
  • Daher wird ein Mieter für die Zeit nach dem „Phönix-RG“ gesucht. (Abgerissen kann es angeblich nicht werden und haben die Eigentümer derzeit auch nicht vor.)

Nun zum aktuellen Problem:

Unser Verein ist ein parteifreier „Grätzlverein“ und hat daher alle seine Aktivitäten/Projekte im „Triesterviertel“ OHNE parteipolitischer Unterstützung betrieben.

Unser Hoffnung ist, dass der Wiener Gemeinderat das „Lucina“- Gebäude  durch einen EINSTIMMIGEN Beschluss zumindest für einige Jahre mietet und auch die weitere Nutzung im Konsent erfolgt (d.h. niemand hat bei Abstimmungen einen Einwand.) Hier sollten NUR Gemeinwesenexpert*innen tätig sein.
Dazu: WP156: „Kommunale Intelligenz“ in das „Triesterviertel“…. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Als „gelernter Wiener“ habe ich daher zuerst beim Klubobmann der FPÖ-Favoriten (Christian Schuch, er kennt mich) angefragt, ob auch sie so einem Wunsch an den Wr.Gemeinderat zustimmen würden.

Nach Kontakt mit dem Favoritner FPÖ-Vorsitzenden GR Stefan Berger (er kennt mich ebenfalls) teilte er mir mit, dass sie unser Anliegen unterstützen. Sie vermuten aber, dass auch ein einstimmiger Wunsch der Bezirksvertretung an den Gemeinderat aus Gründen der GO nicht zugelassen werden würde.

Daher unsere Fragen:

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Endl

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Die Antwort kam am 7.3.

Sehr geehrter Herr Endl,

auf ihre Fragen gibt es zwei einfache Antworten:


1. Die Geschäftsordnungen der Bezirksvertretungen sind eine Verordnung der Gemeinde (Stadt) Wien, ein einzelner Bezirk kann diese GO gar nicht ändern;
2. Mir wäre unbekannt, dass es für Beschlüsse einer Bezirksvertretung ein Einstimmigkeitsprinzip gibt. Einstimmigkeit erhöht nur realpolitisch das politische Gewicht eines derartigen Beschlusses, den ja die Gemeinde umzusetzen hat (aber keine politische Verbindlichkeit besitzt).

Wenn die Stadt die Liegenschaft mieten und gemeinnützigen Organisationen überlassen will ist der übliche Ablauf: Der Stadtsenat fasst nach Verhandlungen mit dem Liegenschaftseigentümer (mit Mehrheit) diesen Beschluss, dieser wird – da eine Subvention – anschließend dann vom Gemeinderat (ebenfalls mit Mehrheit) beschlossen. Sie brauchen also politisch betrachtet auf beiden Ebenen primär die Zustimmung der SPÖ.

Mit freundlichen Grüßen
Hubert Sickinger

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Frühere Texte, die zum Thema passen:

Nr.61: Gute BezirkspolitikerInnen sollten zuerst für uns BewohnerInnen da sein | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.65: Heinz Berger: „Wien braucht mehr Demokratie!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.76: „Unser Triesterviertel“ im internationalen Vergleich | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.147: Gedanken zum „Sozialraum-Monitoring“ der AK-Wien | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.116: „Bildungsgrätzl Triesterviertel“: Ein „buntes Dorf“ zur Begleitung unserer Kinder. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.148: Ein „Bürger*innen-Rat“ für das „Triesterviertel“,… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

WP155: An die SPÖ-Favoriten: „Bitte öffnet euch weiter!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

 „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus“ schrieb die Philosophin Olga Shparaga 2020 in ihrem gleichnamigen Buch.

Während aktuell (26.2.) russische Soldaten dabei sind, auf Befehl Wladimir Putins auch Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, im Häuserkampf zu erobern, hörte ich mir auf Ö1 ein Gespräch von Renata Schmidtkunz mit der 1974 in Weißrußland (Belarus) geborenen Philosophin und Revolutionärin Olga Shparaga an, das sie erst vor einem Monat mit ihr geführt hatte. Da war sie noch optimistisch und glaubte nicht, dass „es wieder zurückgeht“: „Die Frauen sind erwacht, sie haben sich entdeckt.“

Leider kam es anders. Putin zerstört diese Hoffnung brutal. Warum gerade ein kleiner Mann wie Putin? Darauf hat (P.M.Lingens am 26.2. auf seiner Webseite) die ukrainische Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk eine Antwort: „Er ist ein gewalttätiger Mann. Einer, wie sie zwanzig Jahre ihre Frau prügeln. Einer, der mit seiner Aggression nicht zu Rande kommt.“ Man muss das leider verallgemeinern: Krieg ist Männersache – untrennbar verbunden mit dem Patriarchat. Alle Kriege wurden von Männern losgetreten; nur Männer waren so blöd, jubelnd in den 1. Weltkrieg zu ziehen – auch wenn Frauen sie dafür bewunderten; Hitlerjungen waren stolz, schon Männer zu sein, als Adolf Hitler sie in den „Volksturm“ berief.

Aus dem Text von Ö1: In ihrem Buch „erzählt Olga Shparaga vom Mut der weißrussischen Frauen und der täglichen Anwendbarkeit von Philosophie im Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung.“

Zur Person: Als im Juni 2020 in Weißrußland die Proteste gegen Staatspräsidenten Lukaschenko begannen, war Olga Shparaga eine der Frauen, die diese Proteste mitgeplant, mitgedacht, mitgeführt haben. Geboren wurde sie 1974 in Minsk, von Beruf ist sie Philosophin. Nach dem Wahlsieg Lukaschenkos, von dem viele sagen, er sei manipuliert worden, wurden im ganzen Land Oppositionelle verhaftet und eingesperrt. In den Gefängnissen seien die Frauen, die während des Protestes gegen das patriarchale System Lukaschenkos „erwachten“, zu Schwestern geworden, sagt Olga Shparaga, die auch selbst inhaftiert wurde.

Im November 2020 verließ sie angesichts eines bevorstehenden Strafprozesses das Land und lebt seither in Berlin. Dort entstand das Buch „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus“.

ARBEITSVORHABEN ihres Forschungsprojektes:

Emanzipation, Sorge, Revolution: Der Fall Belarus

Im dritten Kapitel meines Buches „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht: Der Fall Belarus“ (Suhrkamp 2021) habe ich versucht, mithilfe der Begriffe „gesellschaftliche Emanzipation“ und „Sorge“ die revolutionären Ereignisse in Belarus 2020 konzeptionell zu erfassen.

Dieser Versuch rührt daher, dass erstens eben die gesamte belarussische Gesellschaft (und nicht nur die Opposition) zur Triebkraft der Revolution geworden ist, zweitens diese Gesellschaft dabei als höchst heterogen in Erscheinung getreten ist und drittens nach Auffassung der Beteiligten das wichtigste Ergebnis der Revolution eine grundlegende Transformation dieser Gesellschaft war. Fragen der kulturellen Identität spielten kaum eine Rolle. Stattdessen wurden verschiedene neue soziale Allianzen gebildet und horizontale Formen der Kooperation und der gegenseitigen Unterstützung praktiziert. Ebendiese sind zum tragenden Gerüst der Solidarisierung innerhalb verschiedener sozialer Gruppen und über deren Grenzen hinweg geworden.


In diesem Zusammenhang schrieben die AktivistInnen in Belarus schon im September 2020 darüber, dass die Sorge für sich selbst und für andere zum zentralen Ansatz und zum Programm der Revolution in Belarus geworden ist. Dabei wurde auch der Begriff des Sorgestreiks verwendet. Die Beziehungen gegenseitiger Sorge, so könnte man mit Judith Butler interpretieren, wurden zu einer neuen sozial-politischen Infrastruktur, welche die Grundlage für demokratische Solidarität und Kooperation bildet und autoritäre Unterdrückung und Gewalt infrage stellt.

Bedeutet das, dass dadurch die gesellschaftliche Emanzipation eine neue Form annimmt und zur weiteren politischen Subjektivierung der belarussischen Gesellschaft und somit zur Fortsetzung der Revolution beiträgt? Die Darstellung und Analyse einer neuen Konstellation der Emanzipation, der Sorge, der politischen Subjektivierung und der Revolution in Belarus ist das Hauptanliegen meines Forschungsprojektes.

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….zum Wiederaufbau von Nachbarschaften und der Grätzlgemeinschaft im Sinne des Buches „Kommunale Intelligenz – Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden“ von Gerald Hüther und damit auch der Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“.

Grundsätzlich bleibt aber das Anliegen unseres parteilosen Grätzlvereins, einen Beitrag im Sinne von „Global denken – lokal handeln“ zu leisten. Deshalb sind wir seit 2009 ein Teil des visionären „Dorfwiki“, das neben der kommunalen (lokalen) auch die „Globale Intelligenz“ und damit die SORGE FÜR ALLE MENSCHEN auf unserer Erde als Ziel verfolgt.

Gerald Hüther ist einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands und Buchautor. Er ist auch Mitinitiator von „Schule im Aufbruch“ und betont dabei vor allem die Bedeutung der Kommune für die Entwicklung von heranwachsenden Kindern und Jugendlichen. Auch er zitiert in dem erwähnten Büchlein „Kommunale Intelligenz“ die (angeblich afrikanische) Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“. Sie war auch für den ehemaligen Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky das Leitmotiv für sein Projekt „Wiener Bildungsgrätzl“. Das entwickelte sich leider nicht so wie meine Frau und ich anfangs erhofft hatten, sodass nun die Hoffnungen unseres kleinen Grätzlvereins „triesterviertel.at“ im Bereich „Bildung“ auf der überparteilichen Initiative „Schule im Aufbruch“ beruhen.

Aus „Kommunale Intelligenz“ S.38-41:

Die Kommune als Erfahrungsraum für die Herausbildung sozialer Einstellungen und Haltungen:

Der wichtigste Erfahrungsraum, in dem die in unsere Welt hineinwachsenden Kinder und Jugendlichen erleben können, dass sie so, wie sie sind, gesehen, angenommen, wertgeschätzt und gemocht werden, ist die Familie.

In seiner Familie, im täglichen Zusammenleben mit seinen Eltern, Geschwistern und anderen Familienangehörigen müsste eigentlich jedes Kind die Erfahrung machen, dass es nicht nur untrennbar mit den anderen Familienangehörigen verbunden ist und dazugehört, es müsste auch immer wieder spüren, dass es selbst ernst genommen und in seiner Einzigartigkeit gesehen wird, dass es ermutigt wird, sich ständig weiterzuentwickeln, seine Talente und Begabungen zu entfalten und sich vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen anzueignen, immer eigenständiger sein Leben zu gestalten, immer autonomer und freier zu werden und dabei gleichzeitig mit allen anderen emotional verbunden zu bleiben.

Wenn das so wäre und alle Kinder in ihren Familien diese Erfahrung machen könnten, würden auch alle Kinder ihre angeborene Entdeckerfreude und Gestaltungslust, ihre Offenheit und Begeisterungsfähigkeit, ihre Kreativität und ihre Lust an der Entfaltung ihrer eigenen Potenziale nicht verlieren.

Kein Kind müsste versuchen, weil es sich entweder in seinem Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit oder in seinem ebenso wichtigen Grundbedürfnis nach Autonomie verletzt fühlen, diesen Schmerz zu unterdrücken oder ihn durch irgendwelche Ersatzbefriedigungen zu stillen.

Kein Kind müsste, weil es selbst verletzt wurde, andere Menschen verletzen. Kein Kind müsste, weil es sich selbst als ohnmächtig erfahren hat, danach trachten, Macht und Einfluss über andere zu gewinnen.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht wertgeschätzt worden ist, andere Menschen abwerten.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht gesehen wurde, ständig versuchen, die Aufmerksamkeit anderer zu erzwingen.

Leider machen nicht alle Kinder in ihren Herkunftsfamilien solch positive Erfahrungen. Allzu häufig werden aus Kindern „Problemkinder“, die das Zusammenleben schon im Kindergarten stören. Ihnen fällt es schwer, mit anderen Kindern frei und unbekümmert zu spielen, sie werden in der Schule als „Störenfriede“ auffällig und untergraben später das friedliche Zusammenleben in der Kommune. Jene, die sich selbst als Opfer irgendwelcher Erziehungsmaßnahmen erlebt haben, können zu Tätern werden, deren egozentrischen Verhaltensweisen wiederum andere Menschen zum Opfer fallen. Asozial und verantwortungslos ist die diesen Verhaltensweisen zugrunde liegende innere Einstellung. Damit kommt kein Kind zur Welt.

Wenn diese ungünstigen Haltungen und inneren Einstellungen in ihrem Gehirn erst durch vorangegangene ungünstige Erfahrungen verankert worden sind und wenn – wie wir inzwischen aus den Erkenntnissen der Hirnforscher wissen – Menschen zeitlebens neue Erfahrungen machen und in ihrem Gehirn verankern können, so liegt die Lösung für diese Probleme auf der Hand:

Es müsste diesen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, künftig andere, günstigere Erfahrungen zu machen – mit sich selbst, mit ihrer eigenen Kreativität und Gestaltungskraft, im täglichen Zusammenleben mit anderen, beim gemeinsamen Lernen, beim Entdecken und Gestalten. Das wäre die Lösung.

Und der Ort, wo den Kindern und Jugendlichen diese Erfahrungen ermöglicht werden könnten, wo sie am leichtesten zu finden und freizulegen wären, ist die Kommune. „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, heißt die offenbar schon sehr alte, angeblich aus Afrika stammende Volksweisheit, die nun durch die Erkenntnisse der Hirnforscher auf beeindruckende Weise bestätigt wird.

In einem Dorf, in einem Stadtteil finden Kinder immer irgendwelche Menschen, die irgendetwas Besonderes können. Und je unterschiedlicher die Menschen sind, die dort leben, desto reichhaltiger wird das Spektrum der Möglichkeiten, das Kinder und Jugendliche dort vorfinden, um sich mit ihren jeweiligen Begabungen und Interessen jemanden zu suchen, der ihnen zeigt, wie etwas geht, was es in der Kommune alles zu entdecken und zu gestalten gibt. Und um was man sich gemeinsam mit anderen Menschen kümmern kann.

Wenn Kinder und Jugendliche wieder erleben können, dass sie nicht ständig wie Objekte belehrt, gemaßregelt, beschult und erzogen werden, sondern dass sie in ihrer Kommune von anderen Mitgliedern beachtet und wertgeschätzt werden, wenn ihnen zugetraut würde, Aufgaben zu übernehmen, die für die Kommune und das kommunale Leben wichtig sind. Dann könnte sich jedes Kind und jeder Jugendliche als jemand erfahren, der mit seinen besonderen Talenten, mit seinen erworbenen Fähigkeiten und seinem bisher angeeigneten Wissen in dieser besonderen Weise zum Gelingen von etwas beiträgt, was nur in einer gemeinsamen Anstrengung gelingen kann.

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Frühere Texte, die zum Thema „Kommunale Intelligenz im Triesterviertel“ passen:

Nr.58: Phönix-Realgymnasium, Spacelab und Interface: | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.64: Gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.106: „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ sind möglich: AB SOFORT! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.137: Wir brauchen einen neuen „Grätzl-Punkt“ … | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.144: „Menschen erzählen“ und „Orte erzählen“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Das Wiener Pilotprojekt „Grätzlmarie WieNeu+ für „Innerfavoriten“ ist ein guter Anfang.

Da ich als Bewohner von „Innerfavoriten“ in den „Grätzlbeirat“ aufgenommen worden bin, kann ich sozusagen „aus erster Hand“ diese neuen Erfahrungen aus dem Pilotprojekt einige Zeit miterleben und mit den anderen (meist viel jüngeren) Mitgliedern des Grätzlbeirats aus den verschiedensten beruflichen Bereichen „auf gleicher Augenhöhe“ und sehr transparent mitgestalten.

Bei unserem parteiunabhängigen „Grätzlbeirat“ musste jedenfalls die erste Sitzung am 22.11. online stattfinden.
Ein erstes, vorerst nur medial verkündetes Ergebnis aus dieser Beratung gibt es bereits:

Aus der offiziellen Webseite der Stadt Wien: Das „Stadterneuerungsprogramm WieNeu+“ und zur ersten Sitzung des „Grätzlbeirat Innerfavoriten“ am 19.10.2021:

„Am 19. Oktober trafen sich die Mitglieder des neu gegründeten Grätzlbeirats zu ihrer ersten Sitzung. Aufgabe des Grätzlbeirats ist es, über Projekte zu entscheiden, die mit der Grätzlmarie gefördert werden sollen.

Auf der Agenda des ersten Treffens: Sich gegenzeitig kennenlernen und die Rahmenbedingungen für die künftige Zusammenarbeit festlegen. 
Dabei wurden auch wichtige Kriterien und Begriffe geklärt: Was heißt „klimafit“? Was bedeutet „zukunftsfit“? Was ist unter „Stimme für das Grätzl“ zu verstehen? Nach einem spannenden Austausch klang der Abend in gemütlicher Runde aus.

Aktuell setzt sich der Grätzlbeirat aus zehn Personen zusammen, die repräsentativ für die Bewohner*innen des Viertels, diverse Gruppen wie Jugendliche oder Senior*innen und Einrichtungen oder Institutionen wie Kunst- und Kulturschaffende und Bezirkspolitik im Grätzl sind und diese vertreten. Gerne nehmen wir noch weitere Mitglieder auf.“

Sie sind interessiert? Melden Sie sich unter wieneuplus@gbstern.at.

Die Grätzlmarie ist eine Förderung der Stadt Wien im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms WieNeu+.


Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Dazu passender früherer Text:

https://fritzendl.wordpress.com/2021/10/31/wp-153-teilnahme-am-gratzlbeirat-innerfavoriten/

 

Das „Weberhaus“ Zur Spinnerin 2

3.11.2021: Am Vormittag wurde die Tafel von meiner Frau Helga und mir montiert und am Abend der Leiterin des Bezirksmuseums Eva Fischer, dem „Objektmanager“ des ÖSW Stefan adler und unseren Mitbewohner*innen präsentiert.

Ansprache von Stefan Adler:

„Vielleicht ist das jetzt nicht, was sie sich erwarten, dass nämlich hier in Marmor und Goldbuchstaben stehen wird, was für großartige Wiener in diesem Haus gelebt haben.  Sondern hier steht eine Botschaft von ganz normalen Menschen, die in diesem Haus oft schon über Jahrzehnte wohnen und die es aber gemeinsam zu einem ganz besonderen Haus gemacht haben…..(Enthüllung  der Tafel durch Herrn Stefan Adler sowie Frau Sabrique Özyer und dem Schreiber im Namen der „Kontaktgruppe“ des Hauses )

Ich lade sie in Vertretung des Österreichischen Siedlungswerkes ein, lesen sie genau, was da steht und erzählen sie bitte auch diese Botschaft weiter: Dass nämlich auch in vielen anderen Häusern mit relativ einfachen Mitteln ein gutes Zusammenleben möglich ist.“

Text der Tafel:

Dieses Haus wurde 1890 erbaut. Hier wohnten oft kinderreiche Familien, die im Betrieb des Großfuhrmanns Karl Weber arbeiteten.

Nach einigen Besitzerwechsel wurde es 1995 zum Spekulationsobjekt. Durch Vermittlung des damaligen Wohnbaustadtrates übernahm das Österreichische Siedlungswerkdas Haus. Es wurde „sockelsaniert“ und konnte 1998 den Mietern/Mieterinnen übergeben werden.

Zur Spinnerin 2 wurde damit zu einem erfreulichen Modell im Sinne der „SANFTEN STADTERNEUERUNG“. Es zeigt die Chancen einer Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bauträger und solidarischer Hausgemeinschaft.

= Eine neue Kooperation mit der neuen Gebietsbetreuung

Auf der Dorfwikiseite des Triesterviertels dokumentiere ich bei den „Aktiven Projekten“ meine Bemühungen, als Bewohner des Triesterviertels beim Projekt „Grätzlmarie Innerfavoriten“ in den „Grätzlbeirat“ aufgenommen zu werden. Am 5.10. erhielt ich die erfreuliche Einladung zur „Konstituierenden Sitzung“ des Grätzlbeirats.

Nach fast vierjähriger Pause liegt nun ca die Hälfte unseres „Triesterviertels“ (zwischen Matzleinsdorferplatz  und Inzersdorferstraße) im Rahmen der Projekts „Grätzlmarie-WieNeu+“ wieder im „Zielgebiet“ der GB*Ost und der MA25 („Stadterneuerung“). Und zwar für insgesamt drei Jahre.

„Grätzlbeirat“-Gebietsabgrenzung „Innerfavoriten“

Meine bisherigen Erfahrungen sowohl mit den Mitarbeiter*innen des „neuen GB*-Teams“ (seit 2018) als auch mit dem Vertreter der MA25 als Auftraggeber verliefen bisher sehr erfreulich. Soweit wie möglich werde ich daher beitragen, dass dieser „Grätzbeirat“ zum Modell für transparente Bürger*innenbeteiligung mit möglichst wenig parteipolitischer Einflussnahme“ werden kann…..und sich der „Abschiedsschmerz“ vom „alten GB*“-Team bald verringern wird.

“Der Grätzlbeirat“ umfasst 10 Personen und setzt sich aus Bewohner*innen und Vertreter*innen von Institutionen, Stadt und Bezirk zusammen. Er wird rund drei Mal pro Jahr zusammenkommen, um über die Projekte zu entscheiden, die mit der Grätzlmarie unterstützt werden.

Dazu passt: Nr.113: Die „alte“ Gebietsbetreuung Favoriten fehlt uns SEHR! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Beiträge zum Thema „Bürger*innen-Beteiligung“:

Nr.19: Lokale Agenda 21: Diese Parteipolitik raus – Zivilgesellschaft rein! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.41: „Stammtisch Triesterviertel“ = “Einmischen in unsere eigenen Angelegenheiten“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.76: „Unser Triesterviertel“ im internationalen Vergleich | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.122: VOM NACHTEIL, DAZWISCHEN ZU SEIN | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.148: Ein „Bürger*innen-Rat“ für das „Triesterviertel“,… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)


Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

…..die „Plattform MACH MIT im Triesterviertel“

“Telefonringe“

Infotafeln „Orte erzählen“+ Audioguide

Menschen erzählen

Kontaktgruppe zur Hausverwaltung

„Schach im Park gegen Einsamkeit“

„Grätzlmarie-Innerfavoriten“

Topothek Triesterviertel

und andere

Projekte im „Triesterviertel“

Zur Information:

„Global denken, lokal handeln“ = Ziel der „Rio-Deklaration“ von 1992.

170 Staaten haben in Brasilien ein Aktionsprogramm unterzeichnet mit dem Ziel, im 21. Jahrhundert in einer zukunftsfähigen Welt zu leben. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Agenda 21“ bekannt.

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