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….zum Wiederaufbau von Nachbarschaften und der Grätzlgemeinschaft im Sinne des Buches „Kommunale Intelligenz – Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden“ von Gerald Hüther und damit auch der Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“.

Grundsätzlich bleibt aber das Anliegen unseres parteilosen Grätzlvereins, einen Beitrag im Sinne von „Global denken – lokal handeln“ zu leisten. Deshalb sind wir seit 2009 ein Teil des visionären „Dorfwiki“, das neben der kommunalen (lokalen) auch die „Globale Intelligenz“ und damit die SORGE FÜR ALLE MENSCHEN auf unserer Erde als Ziel verfolgt.

Gerald Hüther ist einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands und Buchautor. Er ist auch Mitinitiator von „Schule im Aufbruch“ und betont dabei vor allem die Bedeutung der Kommune für die Entwicklung von heranwachsenden Kindern und Jugendlichen. Auch er zitiert in dem erwähnten Büchlein „Kommunale Intelligenz“ die (angeblich afrikanische) Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“. Sie war auch für den ehemaligen Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky das Leitmotiv für sein Projekt „Wiener Bildungsgrätzl“. Das entwickelte sich leider nicht so wie meine Frau und ich anfangs erhofft hatten, sodass nun die Hoffnungen unseres kleinen Grätzlvereins „triesterviertel.at“ im Bereich „Bildung“ auf der überparteilichen Initiative „Schule im Aufbruch“ beruhen.

Aus „Kommunale Intelligenz“ S.38-41:

Die Kommune als Erfahrungsraum für die Herausbildung sozialer Einstellungen und Haltungen:

Der wichtigste Erfahrungsraum, in dem die in unsere Welt hineinwachsenden Kinder und Jugendlichen erleben können, dass sie so, wie sie sind, gesehen, angenommen, wertgeschätzt und gemocht werden, ist die Familie.

In seiner Familie, im täglichen Zusammenleben mit seinen Eltern, Geschwistern und anderen Familienangehörigen müsste eigentlich jedes Kind die Erfahrung machen, dass es nicht nur untrennbar mit den anderen Familienangehörigen verbunden ist und dazugehört, es müsste auch immer wieder spüren, dass es selbst ernst genommen und in seiner Einzigartigkeit gesehen wird, dass es ermutigt wird, sich ständig weiterzuentwickeln, seine Talente und Begabungen zu entfalten und sich vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen anzueignen, immer eigenständiger sein Leben zu gestalten, immer autonomer und freier zu werden und dabei gleichzeitig mit allen anderen emotional verbunden zu bleiben.

Wenn das so wäre und alle Kinder in ihren Familien diese Erfahrung machen könnten, würden auch alle Kinder ihre angeborene Entdeckerfreude und Gestaltungslust, ihre Offenheit und Begeisterungsfähigkeit, ihre Kreativität und ihre Lust an der Entfaltung ihrer eigenen Potenziale nicht verlieren.

Kein Kind müsste versuchen, weil es sich entweder in seinem Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit oder in seinem ebenso wichtigen Grundbedürfnis nach Autonomie verletzt fühlen, diesen Schmerz zu unterdrücken oder ihn durch irgendwelche Ersatzbefriedigungen zu stillen.

Kein Kind müsste, weil es selbst verletzt wurde, andere Menschen verletzen. Kein Kind müsste, weil es sich selbst als ohnmächtig erfahren hat, danach trachten, Macht und Einfluss über andere zu gewinnen.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht wertgeschätzt worden ist, andere Menschen abwerten.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht gesehen wurde, ständig versuchen, die Aufmerksamkeit anderer zu erzwingen.

Leider machen nicht alle Kinder in ihren Herkunftsfamilien solch positive Erfahrungen. Allzu häufig werden aus Kindern „Problemkinder“, die das Zusammenleben schon im Kindergarten stören. Ihnen fällt es schwer, mit anderen Kindern frei und unbekümmert zu spielen, sie werden in der Schule als „Störenfriede“ auffällig und untergraben später das friedliche Zusammenleben in der Kommune. Jene, die sich selbst als Opfer irgendwelcher Erziehungsmaßnahmen erlebt haben, können zu Tätern werden, deren egozentrischen Verhaltensweisen wiederum andere Menschen zum Opfer fallen. Asozial und verantwortungslos ist die diesen Verhaltensweisen zugrunde liegende innere Einstellung. Damit kommt kein Kind zur Welt.

Wenn diese ungünstigen Haltungen und inneren Einstellungen in ihrem Gehirn erst durch vorangegangene ungünstige Erfahrungen verankert worden sind und wenn – wie wir inzwischen aus den Erkenntnissen der Hirnforscher wissen – Menschen zeitlebens neue Erfahrungen machen und in ihrem Gehirn verankern können, so liegt die Lösung für diese Probleme auf der Hand:

Es müsste diesen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, künftig andere, günstigere Erfahrungen zu machen – mit sich selbst, mit ihrer eigenen Kreativität und Gestaltungskraft, im täglichen Zusammenleben mit anderen, beim gemeinsamen Lernen, beim Entdecken und Gestalten. Das wäre die Lösung.

Und der Ort, wo den Kindern und Jugendlichen diese Erfahrungen ermöglicht werden könnten, wo sie am leichtesten zu finden und freizulegen wären, ist die Kommune. „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, heißt die offenbar schon sehr alte, angeblich aus Afrika stammende Volksweisheit, die nun durch die Erkenntnisse der Hirnforscher auf beeindruckende Weise bestätigt wird.

In einem Dorf, in einem Stadtteil finden Kinder immer irgendwelche Menschen, die irgendetwas Besonderes können. Und je unterschiedlicher die Menschen sind, die dort leben, desto reichhaltiger wird das Spektrum der Möglichkeiten, das Kinder und Jugendliche dort vorfinden, um sich mit ihren jeweiligen Begabungen und Interessen jemanden zu suchen, der ihnen zeigt, wie etwas geht, was es in der Kommune alles zu entdecken und zu gestalten gibt. Und um was man sich gemeinsam mit anderen Menschen kümmern kann.

Wenn Kinder und Jugendliche wieder erleben können, dass sie nicht ständig wie Objekte belehrt, gemaßregelt, beschult und erzogen werden, sondern dass sie in ihrer Kommune von anderen Mitgliedern beachtet und wertgeschätzt werden, wenn ihnen zugetraut würde, Aufgaben zu übernehmen, die für die Kommune und das kommunale Leben wichtig sind. Dann könnte sich jedes Kind und jeder Jugendliche als jemand erfahren, der mit seinen besonderen Talenten, mit seinen erworbenen Fähigkeiten und seinem bisher angeeigneten Wissen in dieser besonderen Weise zum Gelingen von etwas beiträgt, was nur in einer gemeinsamen Anstrengung gelingen kann.

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

Frühere Texte, die zum Thema „Kommunale Intelligenz im Triesterviertel“ passen:

Nr.58: Phönix-Realgymnasium, Spacelab und Interface: | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.64: Gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.106: „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ sind möglich: AB SOFORT! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.137: Wir brauchen einen neuen „Grätzl-Punkt“ … | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.144: „Menschen erzählen“ und „Orte erzählen“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

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….gegen die zunehmende Vereinsamung in der Stadt !

Auch in Wien kann es vorkommen, dass ein Kind/eine Frau geschlagen wird und niemand vom Haus reagiert oder Menschen stunden-, tage – oder sogar wochenlang in der Wohnung liegen, ohne Hilfe zu erhalten.

Eine relativ leicht organisierbare Möglichkeit, das zu verhindern, wären „Telefonringe“.

Die Idee lieferte Heinrich Hoffer (Büro PlanSinn) 2007/08 im Rahmen des „sALTo“ – Projektes der Stadt Wien im „Triesterviertel“: „Gut & selbstbestimmt älter werden im Stadtteil – Wie können Menschen möglichst lange selbstbestimmt, gesund und aktiv im heimatlichen Grätzl leben?“

Wie funktioniert ein „Telefonring“?

Zwischen fünf und zehn Personen bilden einen „telefonischen Ring“, das heißt: Jeden Tag innerhalb eines vereinbarten Zeitraums (z.B. zwischen 11 und 13 Uhr) ruft die Person A die Person B an. Es wird nur ein kurzes Informationsgespräch (1-2 Minuten) geführt: „Wie geht´s ? Alles in Ordnung?“ Vielleicht auch: „Was haben sie heute vor?“ B ruft nun C an usw. bis die letzte Person wieder A anruft.

Falls eine Person längere Zeit nicht abhebt, dann wird A verständigt. A ruft die folgende Person an und kümmert sich über die Ursachen des Kontaktproblems. Nähere Infos unter http://www.triesterviertel.at/  („noch nicht aktive Projektideen“)

Die grafische Darstellung des „Hoffer-Telefonringes“

Chronik meiner bisherigen Bemühungen um die Erprobung von „Telefonringen“ im „Triesterviertel“.

Frühere Beiträge zum Thema „Gemeinschaften“ im „Triesterviertel“:

15.5.2010 Nr.17: „Frauenpower“ am Wienerberg ? | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.3.2012 Nr.39: 12 Themenvorschläge für die „Wiener Charta –Zukunft gemeinsam leben“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

31.5.2012 Nr.41: „Stammtisch Triesterviertel“ = “Einmischen in unsere eigenen Angelegenheiten“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

28.8.2013 Nr.55: Auch Rosa Jochmann hatte einen Traum | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2014 Nr.64: Gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.3.2015 Nr.73: Doris Knecht: „Was tun gegen Hilflosigkeit?“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.5.2015 Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2015 Nr.76: https://fritzendl.wordpress.com/2015/06/30/unser-triesterviertel-im-internationalen-vergleich/

30.9.2015 Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2016 Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

31.3.2020 Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.9.2020 Nr.140: Unser Haus Zur Spinnerin 2 wird die 12.“Orte erzählen“-Tafel bekommen. | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

29.2.2021 Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

30.6.2021 Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

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Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“

Unser Grätzlverein „triesterviertel.at“ plant dieses Projekt für die Zeit nach den aktuellen „Coronamaßnahmen“.

Kindern und deren Familien sollen ab und zu möglichst angenehme kostenfreie Stunden im ehemaligen „Quellenkino“ (Quellenstr.156, seit 1975 eine Freikirche) angeboten werden.

Einige „Puzzlesteine“, die schließlich zu dieser Projektidee geführt haben:

  • Zwischen 1997 und 2002 organisierte unser Grätzlverein (damals noch „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“) im Wasserturm am Wienerberg insgesamt sechs „Wasserturmtage“. Ab 1998 wurden im Rahmen der damaligen „Bezirksfestwochen“ immer wieder Gruppen eingeladen, um für Kinder der beiden nahegelegenen Kindergärten der Gemeinde Wien in der Quaringasse oder der Volksschule Knöllg.59 zu spielen: Clowns, Pantomimin, Kindertheater, „Tanz und Spaß für Kinder“, Puppenbühne, „Die Sandmännchen“ u.a.
  • Am 3.12.2013 ist unser Grätzlverein von Basis.Kultur.Wien als Mitglied aufgenommen worden.
  • Aktivitäten im „Triesterviertel“ wurden organisatorisch und finanziell unterstützt. 10.6.2014Festival der Bezirke21.10.201710 Jahre Phönixrealgymnasium

Nun hoffen wir, wieder mit Hilfe von „Basis.Kultur.Wien“ eine passende Künstler/Künstlerinnen-Gruppe für diese erste Veranstaltung zu finden, deren Programm (ca eine Stunde) den Kindern (bis zum Volksschulalter) mit möglichst wenig Sprache möglichst viel Spaß bereiten kann.

  • In dem einstigen Kinosaal (Fassungsvermögen 200 Plätze) werden vermutlich Corona bedingt 50 Personen diese erste und hoffentlich auch weitere Veranstaltung/en besuchen können, z.B. 25 Kinder mit je einer Begleitperson. Trotz der voraussichtlich auch nach dem aktuellen „Lock down“ geltenden Vorsichtsmaßnahmen. 
  • Die Freikirche („Pfingstkirche Gemeinde Gottes“) ist grundsätzlich bereit, uns den ehemaligen Kinosaal für die Veranstaltung „Mit Kindern freuen im Triesterviertel“ zur Verfügung zu stellen.
„Quellenkino“ (Aus den Bauakten von 1912, Bauherr: Karl Weber)

Passender Beitrag vom 29.6.2019 zu diesem Thema: https://fritzendl.wordpress.com/2019/06/29/unserem-triesterviertel-fehlt-ein-ort-der-begegnung/

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge:

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……………………..vom Waldmüllerpark bis zum Wasserturm.

Eine erfreuliche „Initiative für politische Qualität“ am Nationalfeiertag macht – in Richtung „Kind“ – auch manche Unterschiede klar:

„Es zählt der Mensch, nicht die Fraktion“

Der „Kurier“ vom 27.10.2018 berichtete unter diesem „Aufhänger“ über eine bemerkenswerte Aktion am Nationalfeiertag.

kurier1-27.10.18
(Bild: Kurier/Franz Gruber)

Untertitel: „Friedensmarsch durch Weinberge: Politiker aller Couleur verbündeten sich bei Wanderung und fordern mehr „politische Qualität“.

Einige Ausschnitte daraus:

„Es ist so etwas wie eine überparteiliche „Friedensbewegung“, die da am Nationalfeiertag über die Stammersdorfer Kellergasse zum Buschenschank „Ausblick Wien“ marschierte. Organisiert wurde das von der „Initiative für politische Qualität“, http://politikqualitaet.at/ bei der sich Politiker aller Couleur verbünden…..
Um die „Art und Weise“, geht es bei der Initiative, die vor etwa zwei Jahren vom Grünen Wirtschaftskämmerer Hans Arsenovic und dem schwarzen EU-Abgeordneten Lukas Mandl ins Leben gerufen wurde…..

„Es stört uns, dass manche aus Prinzip dagegen sind, wenn die Idee von einer anderen Partei kommt. Es ist ja nichts dabei, wenn man klatscht, wenn die Rede gut war. Wurscht, bei welcher Partei der ist“, sagt Arsenovic……

ÖVP-Abgeordneter Nico Marchetti ist pragmatisch: „Demokratie ist Kompromiss, und Kompromiss tut manchmal weh.“ Nur so, betont der 28-jährige Wiener, bringe die Politik etwas weiter. (Näheres unter)

Diese Initiative ist sicher wertvoll und verdient möglichst viel Unterstützung. Aber gerade in Hinblick auf das gerade entstehende „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ sollte vor allem der Satz gelten:

„Es zählt das Kind, nicht die Fraktion (und Religion)“.

In einem längeren Telefongespräch mit Mag.Margit Wolf, der Geschäftsführerin von „Interface„,  hat diese ein meiner Meinung nach passendes Motto speziell für das „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ vorgeschlagen: „Buntes Dorf“ zur Begleitung unserer Kinder .

Stadtrat Jürgen Czernohorszky nennt nämlich als zentrales Ziel : “Die gesamte Grätzlgemeinschaft soll an der Entwicklung der Kinder teilnehmen“ und Bildungsdirektor Heinrich Himmer bekräftigt: „Es ist besonders wichtig, dass alle an einem Strang ziehen“

Was ist unter „gesamte Grätzlgemeinschaft“ oder „alle an einem Strang ziehen“ im Sinne des „Bildungsgrätzl-Konzeptes“ zu verstehen? (Siehe WordPress-Beitrag vom September)

Es sollten vor allem jene Einrichtungen eines Stadtteils (Grätzl) mit öffentlichen und privaten Trägern vernetzt sein, die mit „Volksbildung“ im engeren und weiteren Sinn befasst sind. (Kindergärten, Schulen, Freizeitbereich, Beratungsstellen, Kultureinrichtungen, Büchereien, Volkshochschulen, Bildungsinitiativen o.ä. )

Die kommenden Treffen von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen dieser Grätzleinrichtungen sollten daher im Sinne des BG-Konzeptes vor allem zum persönlichen Kennenlernen und zur Vernetzung im Grätzl dienen.

Auf Basis dieser auf wechselseitigem Vertrauen beruhenden Kontakte könnten in der Folge die vorhandenen Qualifikationen und räumlichen Möglichkeiten „auf kurzem Weg“, also möglichst unbürokratisch, rasch und flexibel und – in diesem Fall – kindgerecht umgesetzt werden.

Diese positiven Erfahrungen konnte ich bei der Entwicklung des sogenannten „Regionalteam Favoriten“ in den 80-er bis 00-er Jahren miterleben, „einer unabhängigen Vernetzungsplattform von Menschen in der Bildungs-, Gesundheits- und Sozialarbeit“.

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Bilder: Arbeitskreis „Kinder/Jugendliche“ am 3.4.2000 im Institut für Suchtprävention aus der Broschüre „20 Jahre Regionalteam Favoriten“ (April 2002) und  im „Back on Stage“- Lokal am 18.9.2006 (Fotos FE)

RT10-AK KJ 3.4.2000
18.9.2006 BoS

Den gewählten Vertretern/Vertreterinnen von politischen Fraktionen oder leitenden Angehörigen von Religionsgemeinschaften stehen genügend andere Formen von gesellschaftlicher Teilhabe zur Verfügung, wo sie sich auch für die Interessen von Kindern einsetzen könnten. (Siehe: „Initiative für politische Qualität“)

Daher sollten sie an „Bildungsgrätzl“- Besprechungen nur teilnehmen, wenn sie dazu eingeladen werden.

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Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge:
http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis

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Weil es nicht nur um Politik und Geld geht.

ES GEHT VOR ALLEM UM DIE HALTUNG, UM WÜRDE UND RESPEKT!

Ich bin ein alter (Jg.1942) frühpensionierter (1992) Wiener Hauptschullehrer und mache mir vor allem Gedanken darüber, ob und wie unsere beiden geliebten Enkelmädchen (10 bzw. 13 Jahre) ohne allzu großem psychischen Schaden mit der Schule zurechtkommen.

Während der Volksschulzeit konnten sie die „Schule ums Eck“ besuchen. Dort gibt es auch eine „Mehrstufenklasse“, geleitet von zwei Lehrerinnen, die für unsere beiden Enkeln ein Glücksfall waren. Sowohl subjektiv als auch auf Grund unserer  beruflichen Erfahrungen.  (Meine Frau war Volksschullehrerin.)

Nun werden sie an jener „normalen“ Allgemeinbildenden höheren Schule im 12.Bezirk  unterrichtet,  die auch unser künftiger Bundeskanzler besuchte.

Daraus könnte der positive Schluss gezogen werden, dass auch unsere beiden Enkelmädchen – so wie alle SchülerInnen dieser Schule – jede Chance haben, um „erfolgreich durch Leistung“ zu werden.

Leider sieht es in der Realität für viele SchülerInnen weniger positiv aus. Ich möchte daher in diesem „Gedanken“-Beitrag für eine Umorientierung der Bildungsdiskussion in eine – aus meiner Sicht – AB SOFORT UMSETZBARE RICHTUNG plädieren: zur „GRÄTZLSCHULE“ und zum „BILDUNGSGRÄTZL“.

Bei meinen bisherigen „Wordpress“- Beiträgen habe ich immer wieder Gedanken in diese Richtung veröffentlicht. (Siehe anschließende Links). Daher möchte ich an dieser Stelle nur daran erinnern, dass schon 2007 in der Publikation „Perspektiven“ des damals noch aktiven SPÖ-nahen „Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft“ einige Argumente für die „Grätzlschule“ zur Diskussion gestellt worden sind.

Rainer Grubich:  „Homo oder Hetero? – Eine Frage des (pädagogischen) Umgangs mit Diversität“

………………..R.Grubich 600

In der abschließenden Vision „Schule für alle“ nannte Rainer Grubich folgende zwei Voraussetzungen:

„1. EINE gemeinsame Schule für ALLE Kinder und Jugendlichen einer Region/eines „Grätzls“ und

2. eine inklusive Pädagogik, in der ALLE KINDER UND SCHÜLER/INNEN in KOOPERATION miteinander AUF IHREM jeweiligen ENTWICKLUNGSNIVEAU nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen in Orientierung auf die „nächste Zone ihrer Entwicklung“ an und mit einem „GEMEINSAMEN GEGENSTAND“ spielen, lernen und arbeiten.“

Damals schrieb ich einen Leserbrief, der leider nie veröffentlicht worden ist.

Darin wünschte ich Rainer Grubich abschließend, „auch andere positive Reaktionen und vor allem wünsche ich ihm Unterstützung bei der Forderung nach einer „Grätzlschule“ zumindest in Wien. Vielleicht stehen diesmal „die Sterne“ günstiger als noch vor einigen Jahren.“

STEHEN 2017 DIE STERNE FÜR „GRÄTZLSCHULEN“ GÜNSTIGER ALS 2007?

Rainer Grubich hat in der Zwischenzeit an der Pädagogischen Hochschule in Wien das sehr aktive „Büro für inklusive Bildung“ (BIB) mitaufgebaut.

Ich wünsche ihm jedenfalls weiterhin jene spürbare Begeisterung, um gemeinsam mit dem BIB-Team für das Ziel einer inklusiven „Grätzlschule“ zu werben.

Und mir wünsche ich

  1. dass diese Wünsche nicht nur vom Christkind gelesen werden und dass
  2. auch von der Politik der Weg in Richtung „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ ZUERST im Interesse aller Kinder und Jugendlichen unterstützt wird.

Weil es nicht nur um Politik und Geld geht.

ES GEHT ZUERST UM DIE HALTUNG AUF DIESEM WEG, UM WÜRDE UND RESPEKT!

Zum Thema passende frühere Beiträge:

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Unsere Aktionsgemeinschaft verliert Ibrahim Olgun (ATIB)

Am 31.5. 2016 fand in der „Evangeliumsgemeinde“ ein lange angestrebtes Planungsgespräch statt. Eingeladen hatte die Aktionsgemeinschaft „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“, bestehend aus drei Partnern: Der „Evangeliumsgemeinde“, dem Grätzlverein „triesterviertel.at“ und dem türkischen Kulturvereins ATIB.  Die elf teilnehmenden Personen beschlossen,  im Herbst mit Kindern einen Versuch im Sinne von „Jeux dramatiques“ zu machen. Dabei „schlüpfen“ Kinder mittels vorbereiteter Kostüme in selbstgewählte Rollen und kommunizieren dabei möglichst ohne Worte.  Ich war von der Idee begeistert und freute mich schon auf die Zusammenarbeit mit dieser mich sehr beeindruckenden Gruppe

………..Nachbar2-31.5.16.JPG

…………………………….Ibrahim Olgun rechts mit Krawatte

Leider kam uns in der Zwischenzeit der wichtige Vertreter von ATIB abhanden. Ibrahim Olgun wurde am 19.6. (zumindest für mich) überraschend zum Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) gewählt. Seither ist sein Büro nicht mehr beim Triesterviertel (Matzleinsdorferplatz) und die neue Funktion lässt Ibrahim Olgun kaum mehr Zeit für dieses Projekt zum Kinderlachen. Ob er bei ATIB einen ebenso engagierten „Nachfolger“ wird finden können, bezweifle ich.

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Unsere Kindergärten und Gruppen im „Triesterviertel“ stellen sich vor.

Im „Kurier“ vom 11.12.2015 wird Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan vom Institut für Islamische Studien der Universität Wien mit der Vermutung zitiert, dass es in Wien „viele Kindergärten gibt, die einiges zu verbergen haben.“ Er leitete auch die vieldiskutierte Vorstudie über islamische Kindergärten. (Ein Resümee davon ist im Anschluss)

Ich glaube nicht, dass es solche Gruppen auch im „Triesterviertel“ gibt. Aber um noch besser sagen zu können: „Wir haben nichts zu verbergen“, werden demnächst unter dem Titel  von unserem Verein „triesterviertel.at“ alle Kindergärten und Kindergruppen im Einzugsgebiet des „Triesterviertels“ zu einem Informationstag eingeladen. Alle Interessierte können sich dann über die verschiedenen Kindergruppen informieren.

Eingeladen werden:

Kinderbetreuungsverein „Märchengarten“, Knöllg.20-24
Kindergarten Ganna, Hardtmuthgasse 139
Kindergarten der Stadt Wien, Quaring.13
Kindergarten-Hort der Stadt Wien, Quaring.16
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Bucheng.155
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Inzersdorferstr.113
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Knöllg.56-60
Kindergarten „Marianne“, Malborghetg.4
Kindergarten NUR, Rotenhofg.108
KindergartenTechnoKids, Kundratstr.6
KindergruppenPilot, Zur Spinnerin 50
Kindergruppe „Sowiedu“, Knöllg.32
Pfarrkindertagesheim Maria vom Berge Karmel, Stefan Fadinger Pl.2

Bei einer dieser Einrichtungen sollte eine Durchführung dieser Informationsveranstaltung auch möglich sein.

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Zur weiteren Information ein ausführliches Interview von Lisa Nimmervoll mit dem Integrationsexperten Kenan Güngör im „Der Standard“ vom 22. Dezember 2015:

„Jede Kritik wird als Islamophobie diskreditiert“

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Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan:  Vorstudie über islamische Kindergärten.

10.4. Resümee zu Tendenzen in den untersuchten Kindergärten

Die hier präsentierten Ergebnisse, die durch entsprechende Interviewpassagen belegt wurden, verdeutlichen, dass als unterscheidende Merkmale zu anderen Kindergärten die Bedeutung der religiösen Bildung/Erziehung und damit in Zusammenhang stehend der Wertevermittlung hervorgehoben wird. Stichpunktartig und abschließend sind die folgenden Erfahrungen und Ergebnisse dieser Vorstudie zu notieren:

1. Wenig Offenheit islamischer Kindergärten am Forschungsprojekt teilzunehmen

Viele islamische Kindergärten waren nicht bereit, am Forschungsprojekt mitzuwirken. Der Zugang zu einzelnen Kindergärten erwies sich als schwierig bzw. die Anfragen auf Mitwirkung stießen häufig auf ablehnende Haltung, sodass weniger Kindergärten als erhofft untersucht werden konnten. Diese methodische Einschränkung wurde durch die Analyse der Ideologie einiger Trägervereine und Kindergartenbetreiber ausgeglichen.

2. Organisationsform der Kindergärten

Die Träger der Kindergärten sind Vereine, die nach Aussagen der Leitungen darauf achten, dass islamische Prinzipien gepflegt werden. Es ist aufgrund des bisherigen Standes der Analyse davon auszugehen, dass salafistische bzw. islamistische Organisationen in der Kinderbetreuung nicht so einfach auf ihre politischen Ziele verzichten können. Die in der Studie kurz angeführte Darstellung der Ideologie der Vereine bzw. dieser Akteure schlägt sich zweifellos auf die Pädagogik nieder.

3. Erwartungen der Eltern an islamische Kindergärten

Für die meisten Eltern ist das Angebot an religiöser Bildung/Erziehung im Kindergarten von großer Bedeutung. Dabei geht diese Bildung/Erziehung in religiöse Praxen über (Gebet, eigene Feste feiern), wobei praktizierende Erzieherinnen als islamische Vorbilder gesehen werden. Das Auswendiglernen von Koranstellen wird dabei von elterlicher Seite auch eingefordert. Nicht-muslimische Kinder werden von religiösen Praxen nicht ausgeschlossen, sondern können freiwillig daran teilnehmen. Im Zusammenhang mit der religiösen Bildung/Erziehung ist es den Eltern wichtig, dass die Kinder über ihre Werte und ihre Kultur informiert werden. Bisweilen sollen Kinder auch vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft geschützt werden. Dass im Kindergarten ausschließlich Halāl-Speisen angeboten werden, sehen die Eltern als großen Vorteil der islamischen Kindergärten, da sie so nicht, wie in anderen Kindergärten, darauf achten müssen, was ihre Kinder essen.

4. Zusammenarbeit im Kindergarten

Die Kooperation mit den Eltern wird sehr positiv betont und als wichtig erachtet. Bei der Zusammenarbeit mit den Eltern wird darauf Wert gelegt, dass diese am Geschehen im Kindergarten partizipieren können und über das Geschehen im Kindergarten informiert werden. Teilweise treten Herausforderungen im Kontakt mit den Eltern auf, da diese aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen und dadurch sprachliche Barrieren auftreten.

5. Sprachförderung

Je nach Schwerpunktsetzung wird im Kindergarten und in der Kindergruppe die deutsche Sprache unterschiedlich gefördert. In einem Kindergarten mit geringer deutscher Sprachförderung wird erwähnt, dass eine Unterstützung der Sprachförderung durch den Magistrat gewünscht wird. In einem anderen Kindergarten ist den Kindern die Verwendung der Muttersprache untersagt und sie werden angehalten, Deutsch zu sprechen. Die meisten Kindergärten und -gruppen sind in der Regel ethnisch und national homogen zusammengesetzt. In diesen Gruppen ist die Förderung der deutschen Sprache eine besondere Herausforderung für die Kindergärten. Es ist in diesem Umfeld fast unmöglich, ein Gefühl für die deutsche Sprache zu entwickeln.

6. Religiöse Bildung/Erziehung

In den Kindergärten und Kindergruppen wird vielfach Religionsunterricht angeboten. Mit unterschiedlicher Häufigkeit und unterschiedlicher Schwerpunktsetzung lernen die Kinder Suren auf Arabisch, hören Geschichten des Propheten und lernen das arabische Alphabet. Die interviewten Eltern erwähnen, dass sie stolz sind, dass die Kinder bereits Suren auswendig sprechen können. Der Religionsunterricht wird unterschiedlich bezeichnet, so wird er auch Koran- oder Islamunterricht genannt. Es handelt sich um ein Angebot im Kindergarten, das von den Eltern gewählt werden kann und vielfach auch gewählt wird. Eltern melden ihre Kinder sogar wieder vom Kindergarten ab, wenn sie die erwartete religiöse Erziehung nicht bekommen. Im Kindergarten werden islamische Feste gefeiert, zu denen auch die Eltern eingeladen werden. Ob Feste anderer Religionen gefeiert oder thematisiert werden oder ob diese nicht wirklich im Kindergarten erwähnt werden, unterscheidet sich je nach Pädagogin und Kindergarten. Pluralitätsfördernde Impulse kommen oftmals zu kurz. In der religiösen Erziehung bestimmen traditionelle Bilder die Erziehung der Kinder, es wird beispielsweise mit strafenden und belohnenden Gottesbildern gearbeitet. Dabei werden Kinder mit einem veralteten Sündenverständnis eingeschüchtert und es wird ihnen die Entwicklung zur Mündigkeit genommen. Die eigene Religion wird mitunter vor anderen Religionen und Weltanschauungen aufgewertet.

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Was ist aus unseren Hoffnungen der 70-er/ 80-er Jahre geworden?

Die Ernüchterung ist sehr groß: Unsere Enkelin ist in diesem Jahr aus einer Mehrstufenklasse in eine AHS gekommen. Wir – meine Frau war Volksschullehrerin und ich Hauptschullehrer – leiden aber wegen der vielen und für sie plötzlichen Umstellungen sehr mit ihr. Und dabei ist es vermutlich eine ganz normale AHS der heutigen Zeit entsprechend. Die Lehrkräfte machen das, wofür sie ausgebildet und bezahlt werden, so gut oder schlecht wie es eben in einer AHS immer schon gewesen ist.

Unsere Enkelin wird sich hoffentlich zunehmend anpassen und zurechtfinden. Sie wird es voraussichtlich irgendwie schaffen, denn die privaten Rahmenbedingungen sind relativ günstig. Sorgen bereitet auch uns Großeltern ihre jüngere Schwester. Wie es bei jüngeren Geschwistern (ich war der Jüngste von vier) öfter vorkommt, reagiert auch sie oft relativ heftig, wenn sie etwas als ungerecht empfindet. Derzeit wird sie noch von zwei liebevollen Lehrerinnen in der Mehrstufenklasse  begleitet, wo das Miteinander und einander Helfen im Vordergrund steht und nicht die Ellbogen-Ideologie an den AHS. (Dazu auch) Aber wie wirds ihr in zwei Jahren gehen?

Angesichts der laufenden Bildungsdiskussion muss ich häufig an die 70-er und 80-er Jahre denken, als ich mich innerhalb des „Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft“ (kurz „ZV“) mit vielen anderen Lehrerinnen und Lehrern unter anderem auch für die Einführung der gemeinsamen Schule bis (mindestens) zum 14.Lebensjahr engagiert habe.

………….Rudlof-Zilk 88-500

Das war 1988 noch möglich: ZV-Obmann Karl-Heinz Rudlof ehrt Bgm.Helmut Zilk (ZV-Lehrerzeitung 5/88)

……………………………….ZV-88-5

1976 gründete eine kleine Gruppe von Theoretikern (z.B. Norbert Kutalek oder Peter Gstettner) und Praktikern die pädagogische Taschenbuchreihe „Schulheft“, die inzwischen 159 Mal erschienen ist. Schon die dritte Ausgabe hatte „Gesamtschule“ zum Thema:

………………………………Schulheft 76-300

Darin berichten Uwe Bolius, Edgar Grubich und Fritz Endl im „report“ unter „Wildwuchs ausgeschaltet“ über die Geschichte des „Seminars Gesamtschule“ in Wien

Und heute? Im Jahr 2015 feiert es eine sozialdemokratische Bildungsministerin schon mit kindischem Handschlag mit einem (aus seiner Sicht zu Recht) lachenden ÖVP-Politiker als tollen Erfolg, wenn sich wieder einmal einige „Gesamtschulen“ für weitere zehn Jahre „wissenschaftlich begleiten“ lassen dürfen.

Ähnliches hatten wir schon in den 70-er Jahren! Ab 1971 unterrichtete ich an einer der beiden Wiener Hauptschulen mit der neuen Bezeichnung „Schulversuch Gesamtschule“. Alles wurde „wissenschaftlich begleitet“, aber bald wurde uns damals „dank“ der nötigen Zweidrittelmehrheit im Nationalrat eines klar:  Für die ÖVP (+ ihre AHS-Lehrergewerkschaft) und leider auch für die SPÖ-Standesvertretung bleibt weiterhin die zentrale Position: Es muss schon in der 4.Volksschulklasse  eine Entscheidung „AHS: JA ODER NEIN?“ geben!

Leider hört man nichts mehr von dem einmal – auch innerhalb der SPÖ – oft unbequem fortschrittlichen „Wiener Zentralverein“ . Obwohl es den Verein noch gibt. Sein aktueller Obmann sitzt im Stadtschulrat für Wien. Im „ZV“ gibt es laut Homepage zwei „Arbeitsgruppen“, eine AG für „Junggebliebene“ und eine AG „Mehrsprachigkeit“.

Meine Anfrage, ob auch an Arbeitsgruppen zu Themen wie „Mehrstufenklasse“, „Gesamtschule“, „Community Education-Nachbarschaftsschule-Grätzlschule“ oder „Ganztagsschule“ gedacht wird, blieb bisher unbeantwortet.

Doch vielleicht gibt es eine „Wiederbewegung“ meiner Hoffnungen in Wien durch den ehemaligen Bundesvorsitzenden der „Kinderfreunde Österreichs“ Jürgen Czernohorszky. Er hat nun im Wiener Stadtschulrat die Möglichkeit, Initiativen in Richtung einer kinderfreundlichen Schule FÜR ALLE zu setzen!

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Unterstützen Sie mich bitte beim Aufbau der Initiative
„PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“!

Schon seit einigen Jahren veröffentliche ich in diesem Blog monatlich „Gedanken eines besorgten Großvaters“. Dass diese Sorgen durchaus gerechtfertigt sind, hat sich leider vor einigen Tagen in schrecklicher Weise auch „vor unserer Haustüre“ durch den Erstickungstod von 71 Flüchtlingen als begründet erwiesen.

Besonders wenn ich Fotos von Kindern im Alter unserer beiden Enkerlmädchen (8 und 10) sehe, die sich ängstlich an ihre verzweifelten Eltern drücken, kann ich Tränen oft nicht zurückhalten. Die Gefühle von Wut und zugleich Ohnmacht scheinen übermächtig zu sein. „Was kann denn ich als Einzelner/Einzelne schon tun?“ So oder ähnlich denken vermutlich viele Menschen und machen sich vielleicht mit einem vollen Kofferraum auf den Weg ins Flüchtlingslager nach Traiskirchen oder spenden an Hilfsorganisationen.

Aber schon beim Gedanken an die – dringend benötigte – Übernahme einer Patenschaft fühlen sich zum Beispiel auch jene Menschen, die grundsätzlich zum Helfen bereit wären, oft zu wenig informiert und –neben Beruf und/oder Familie – auch überfordert.

Damit aber die Vorstellungen der Helfenden als auch jene der Betreuten längerfristig möglichst gut zusammenpassen, bedarf es vor einer vielleicht zu raschen Entscheidung der persönlichen Beratung und Unterstützung durch professionelle Hilfsorganisationen. Ähnlich, wie das schon seit einigen Jahren durch der Wiener „Ehrenamtsbörse“ geschieht. Sie bringt Menschen, die Hilfe anbieten und professionelle Hilfsorganisationen aufgrund einer vorausgehenden Klärung der jeweiligen Möglichkeiten und Erwartungen „passend“ zusammen.

Das könnten wir im „Triesterviertel“ ähnlich machen, in Zusammenarbeit mit professionellen Einrichtungen! (Dazu auch)

Daher meine Frage:

Sind Sie grundsätzlich bereit, mich beim Aufbau der Initiative „PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“ zu unterstützen?

WENN JA: Meine KONTAKTDATEN sind unten auf der Startseite von www.triesterviertel.at

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Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern in Wien und Umgebung

Um betroffenen, verwaisten Eltern aus Wien und Umgebung, deren Kind durch Krankheit oder Unfall verstorben ist (kein plötzlicher Säuglingstod und kein Suizid) die Möglichkeit zum Austausch geben, gibt es ab nun (wieder) eine Selbsthilfegruppe in Wien. Sie ist kostenlos und wird nicht angeleitet. Wesentlichstes Anliegen ist es, einander zuzuhören, ohne Ratschläge zu geben.

Es gibt
monatliche Treffen ab 3.9. 2015 im Nachbarschaftszentrum 8, 1080 Wien, Florianigasse 24
an jedem ersten Donnerstag im Monat bzw. anlassbezogen nach Kontaktaufnahme.

– Vermittlung von persönlichen Kontakten, von Telefon- und e-Mail-Kontakten zu Betroffenen,
– Kontakte zu betroffenen jugendlichen Geschwistern bzw. Großeltern,
– Gedenkseite im Internet auf unserer Homepage mit Foto

Ort:

1080 Wien, Florianigasse 25, Nachbarschaftszentrum (NZ8) – kleiner Raum, U2-Station Rathaus

Webseite

Kontakte:

Barbara Thomic
e-Mail: barbara.thomic@hotmail.com, Tel.: 0664 5967377

Edith Pockberger
e-Mail: edith@pockberger.com, Tel.: 0664 8444040

Fritz Endl
e-Mail: fritz.endl@gmx.at, Tel.: 0664 4814860

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