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……………………..vom Waldmüllerpark bis zum Wasserturm.

Eine erfreuliche „Initiative für politische Qualität“ am Nationalfeiertag macht – in Richtung „Kind“ – auch manche Unterschiede klar:

„Es zählt der Mensch, nicht die Fraktion“

Der „Kurier“ vom 27.10.2018 berichtete unter diesem „Aufhänger“ über eine bemerkenswerte Aktion am Nationalfeiertag.

kurier1-27.10.18
(Bild: Kurier/Franz Gruber)

Untertitel: „Friedensmarsch durch Weinberge: Politiker aller Couleur verbündeten sich bei Wanderung und fordern mehr „politische Qualität“.

Einige Ausschnitte daraus:

„Es ist so etwas wie eine überparteiliche „Friedensbewegung“, die da am Nationalfeiertag über die Stammersdorfer Kellergasse zum Buschenschank „Ausblick Wien“ marschierte. Organisiert wurde das von der „Initiative für politische Qualität“, http://politikqualitaet.at/ bei der sich Politiker aller Couleur verbünden…..
Um die „Art und Weise“, geht es bei der Initiative, die vor etwa zwei Jahren vom Grünen Wirtschaftskämmerer Hans Arsenovic und dem schwarzen EU-Abgeordneten Lukas Mandl ins Leben gerufen wurde…..

„Es stört uns, dass manche aus Prinzip dagegen sind, wenn die Idee von einer anderen Partei kommt. Es ist ja nichts dabei, wenn man klatscht, wenn die Rede gut war. Wurscht, bei welcher Partei der ist“, sagt Arsenovic……

ÖVP-Abgeordneter Nico Marchetti ist pragmatisch: „Demokratie ist Kompromiss, und Kompromiss tut manchmal weh.“ Nur so, betont der 28-jährige Wiener, bringe die Politik etwas weiter. (Näheres unter)

Diese Initiative ist sicher wertvoll und verdient möglichst viel Unterstützung. Aber gerade in Hinblick auf das gerade entstehende „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ sollte vor allem der Satz gelten:

„Es zählt das Kind, nicht die Fraktion (und Religion)“.

In einem längeren Telefongespräch mit Mag.Margit Wolf, der Geschäftsführerin von „Interface„,  hat diese ein meiner Meinung nach passendes Motto speziell für das „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ vorgeschlagen: „Buntes Dorf“ zur Begleitung unserer Kinder .

Stadtrat Jürgen Czernohorszky nennt nämlich als zentrales Ziel : “Die gesamte Grätzlgemeinschaft soll an der Entwicklung der Kinder teilnehmen“ und Bildungsdirektor Heinrich Himmer bekräftigt: „Es ist besonders wichtig, dass alle an einem Strang ziehen“

Was ist unter „gesamte Grätzlgemeinschaft“ oder „alle an einem Strang ziehen“ im Sinne des „Bildungsgrätzl-Konzeptes“ zu verstehen? (Siehe WordPress-Beitrag vom September)

Es sollten vor allem jene Einrichtungen eines Stadtteils (Grätzl) mit öffentlichen und privaten Trägern vernetzt sein, die mit „Volksbildung“ im engeren und weiteren Sinn befasst sind. (Kindergärten, Schulen, Freizeitbereich, Beratungsstellen, Kultureinrichtungen, Büchereien, Volkshochschulen, Bildungsinitiativen o.ä. )

Die kommenden Treffen von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen dieser Grätzleinrichtungen sollten daher im Sinne des BG-Konzeptes vor allem zum persönlichen Kennenlernen und zur Vernetzung im Grätzl dienen.

Auf Basis dieser auf wechselseitigem Vertrauen beruhenden Kontakte könnten in der Folge die vorhandenen Qualifikationen und räumlichen Möglichkeiten „auf kurzem Weg“, also möglichst unbürokratisch, rasch und flexibel und – in diesem Fall – kindgerecht umgesetzt werden.

Diese positiven Erfahrungen konnte ich bei der Entwicklung des sogenannten „Regionalteam Favoriten“ in den 80-er bis 00-er Jahren miterleben, „einer unabhängigen Vernetzungsplattform von Menschen in der Bildungs-, Gesundheits- und Sozialarbeit“.

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Bilder: Arbeitskreis „Kinder/Jugendliche“ am 3.4.2000 im Institut für Suchtprävention aus der Broschüre „20 Jahre Regionalteam Favoriten“ (April 2002) und  im „Back on Stage“- Lokal am 18.9.2006 (Fotos FE)

RT10-AK KJ 3.4.2000
18.9.2006 BoS

Den gewählten Vertretern/Vertreterinnen von politischen Fraktionen oder leitenden Angehörigen von Religionsgemeinschaften stehen genügend andere Formen von gesellschaftlicher Teilhabe zur Verfügung, wo sie sich auch für die Interessen von Kindern einsetzen könnten. (Siehe: „Initiative für politische Qualität“)

Daher sollten sie an „Bildungsgrätzl“- Besprechungen nur teilnehmen, wenn sie dazu eingeladen werden.

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Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge:
http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis

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Weil es nicht nur um Politik und Geld geht.

ES GEHT VOR ALLEM UM DIE HALTUNG, UM WÜRDE UND RESPEKT!

Ich bin ein alter (Jg.1942) frühpensionierter (1992) Wiener Hauptschullehrer und mache mir vor allem Gedanken darüber, ob und wie unsere beiden geliebten Enkelmädchen (10 bzw. 13 Jahre) ohne allzu großem psychischen Schaden mit der Schule zurechtkommen.

Während der Volksschulzeit konnten sie die „Schule ums Eck“ besuchen. Dort gibt es auch eine „Mehrstufenklasse“, geleitet von zwei Lehrerinnen, die für unsere beiden Enkeln ein Glücksfall waren. Sowohl subjektiv als auch auf Grund unserer  beruflichen Erfahrungen.  (Meine Frau war Volksschullehrerin.)

Nun werden sie an jener „normalen“ Allgemeinbildenden höheren Schule im 12.Bezirk  unterrichtet,  die auch unser künftiger Bundeskanzler besuchte.

Daraus könnte der positive Schluss gezogen werden, dass auch unsere beiden Enkelmädchen – so wie alle SchülerInnen dieser Schule – jede Chance haben, um „erfolgreich durch Leistung“ zu werden.

Leider sieht es in der Realität für viele SchülerInnen weniger positiv aus. Ich möchte daher in diesem „Gedanken“-Beitrag für eine Umorientierung der Bildungsdiskussion in eine – aus meiner Sicht – AB SOFORT UMSETZBARE RICHTUNG plädieren: zur „GRÄTZLSCHULE“ und zum „BILDUNGSGRÄTZL“.

Bei meinen bisherigen „Wordpress“- Beiträgen habe ich immer wieder Gedanken in diese Richtung veröffentlicht. (Siehe anschließende Links). Daher möchte ich an dieser Stelle nur daran erinnern, dass schon 2007 in der Publikation „Perspektiven“ des damals noch aktiven SPÖ-nahen „Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft“ einige Argumente für die „Grätzlschule“ zur Diskussion gestellt worden sind.

Rainer Grubich:  „Homo oder Hetero? – Eine Frage des (pädagogischen) Umgangs mit Diversität“

………………..R.Grubich 600

In der abschließenden Vision „Schule für alle“ nannte Rainer Grubich folgende zwei Voraussetzungen:

„1. EINE gemeinsame Schule für ALLE Kinder und Jugendlichen einer Region/eines „Grätzls“ und

2. eine inklusive Pädagogik, in der ALLE KINDER UND SCHÜLER/INNEN in KOOPERATION miteinander AUF IHREM jeweiligen ENTWICKLUNGSNIVEAU nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenzen in Orientierung auf die „nächste Zone ihrer Entwicklung“ an und mit einem „GEMEINSAMEN GEGENSTAND“ spielen, lernen und arbeiten.“

Damals schrieb ich einen Leserbrief, der leider nie veröffentlicht worden ist.

Darin wünschte ich Rainer Grubich abschließend, „auch andere positive Reaktionen und vor allem wünsche ich ihm Unterstützung bei der Forderung nach einer „Grätzlschule“ zumindest in Wien. Vielleicht stehen diesmal „die Sterne“ günstiger als noch vor einigen Jahren.“

STEHEN 2017 DIE STERNE FÜR „GRÄTZLSCHULEN“ GÜNSTIGER ALS 2007?

Rainer Grubich hat in der Zwischenzeit an der Pädagogischen Hochschule in Wien das sehr aktive „Büro für inklusive Bildung“ (BIB) mitaufgebaut.

Ich wünsche ihm jedenfalls weiterhin jene spürbare Begeisterung, um gemeinsam mit dem BIB-Team für das Ziel einer inklusiven „Grätzlschule“ zu werben.

Und mir wünsche ich

  1. dass diese Wünsche nicht nur vom Christkind gelesen werden und dass
  2. auch von der Politik der Weg in Richtung „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ ZUERST im Interesse aller Kinder und Jugendlichen unterstützt wird.

Weil es nicht nur um Politik und Geld geht.

ES GEHT ZUERST UM DIE HALTUNG AUF DIESEM WEG, UM WÜRDE UND RESPEKT!

Zum Thema passende frühere Beiträge:

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Unsere Aktionsgemeinschaft verliert Ibrahim Olgun (ATIB)

Am 31.5. 2016 fand in der „Evangeliumsgemeinde“ ein lange angestrebtes Planungsgespräch statt. Eingeladen hatte die Aktionsgemeinschaft „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“, bestehend aus drei Partnern: Der „Evangeliumsgemeinde“, dem Grätzlverein „triesterviertel.at“ und dem türkischen Kulturvereins ATIB.  Die elf teilnehmenden Personen beschlossen,  im Herbst mit Kindern einen Versuch im Sinne von „Jeux dramatiques“ zu machen. Dabei „schlüpfen“ Kinder mittels vorbereiteter Kostüme in selbstgewählte Rollen und kommunizieren dabei möglichst ohne Worte.  Ich war von der Idee begeistert und freute mich schon auf die Zusammenarbeit mit dieser mich sehr beeindruckenden Gruppe

………..Nachbar2-31.5.16.JPG

…………………………….Ibrahim Olgun rechts mit Krawatte

Leider kam uns in der Zwischenzeit der wichtige Vertreter von ATIB abhanden. Ibrahim Olgun wurde am 19.6. (zumindest für mich) überraschend zum Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) gewählt. Seither ist sein Büro nicht mehr beim Triesterviertel (Matzleinsdorferplatz) und die neue Funktion lässt Ibrahim Olgun kaum mehr Zeit für dieses Projekt zum Kinderlachen. Ob er bei ATIB einen ebenso engagierten „Nachfolger“ wird finden können, bezweifle ich.

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Unsere Kindergärten und Gruppen im „Triesterviertel“ stellen sich vor.

Im „Kurier“ vom 11.12.2015 wird Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan vom Institut für Islamische Studien der Universität Wien mit der Vermutung zitiert, dass es in Wien „viele Kindergärten gibt, die einiges zu verbergen haben.“ Er leitete auch die vieldiskutierte Vorstudie über islamische Kindergärten. (Ein Resümee davon ist im Anschluss)

Ich glaube nicht, dass es solche Gruppen auch im „Triesterviertel“ gibt. Aber um noch besser sagen zu können: „Wir haben nichts zu verbergen“, werden demnächst unter dem Titel  von unserem Verein „triesterviertel.at“ alle Kindergärten und Kindergruppen im Einzugsgebiet des „Triesterviertels“ zu einem Informationstag eingeladen. Alle Interessierte können sich dann über die verschiedenen Kindergruppen informieren.

Eingeladen werden:

Kinderbetreuungsverein „Märchengarten“, Knöllg.20-24
Kindergarten Ganna, Hardtmuthgasse 139
Kindergarten der Stadt Wien, Quaring.13
Kindergarten-Hort der Stadt Wien, Quaring.16
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Bucheng.155
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Inzersdorferstr.113
Kindergarten und Hort der Wiener Kinderfreunde, Knöllg.56-60
Kindergarten „Marianne“, Malborghetg.4
Kindergarten NUR, Rotenhofg.108
KindergartenTechnoKids, Kundratstr.6
KindergruppenPilot, Zur Spinnerin 50
Kindergruppe „Sowiedu“, Knöllg.32
Pfarrkindertagesheim Maria vom Berge Karmel, Stefan Fadinger Pl.2

Bei einer dieser Einrichtungen sollte eine Durchführung dieser Informationsveranstaltung auch möglich sein.

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Zur weiteren Information ein ausführliches Interview von Lisa Nimmervoll mit dem Integrationsexperten Kenan Güngör im „Der Standard“ vom 22. Dezember 2015:

„Jede Kritik wird als Islamophobie diskreditiert“

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Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan:  Vorstudie über islamische Kindergärten.

10.4. Resümee zu Tendenzen in den untersuchten Kindergärten

Die hier präsentierten Ergebnisse, die durch entsprechende Interviewpassagen belegt wurden, verdeutlichen, dass als unterscheidende Merkmale zu anderen Kindergärten die Bedeutung der religiösen Bildung/Erziehung und damit in Zusammenhang stehend der Wertevermittlung hervorgehoben wird. Stichpunktartig und abschließend sind die folgenden Erfahrungen und Ergebnisse dieser Vorstudie zu notieren:

1. Wenig Offenheit islamischer Kindergärten am Forschungsprojekt teilzunehmen

Viele islamische Kindergärten waren nicht bereit, am Forschungsprojekt mitzuwirken. Der Zugang zu einzelnen Kindergärten erwies sich als schwierig bzw. die Anfragen auf Mitwirkung stießen häufig auf ablehnende Haltung, sodass weniger Kindergärten als erhofft untersucht werden konnten. Diese methodische Einschränkung wurde durch die Analyse der Ideologie einiger Trägervereine und Kindergartenbetreiber ausgeglichen.

2. Organisationsform der Kindergärten

Die Träger der Kindergärten sind Vereine, die nach Aussagen der Leitungen darauf achten, dass islamische Prinzipien gepflegt werden. Es ist aufgrund des bisherigen Standes der Analyse davon auszugehen, dass salafistische bzw. islamistische Organisationen in der Kinderbetreuung nicht so einfach auf ihre politischen Ziele verzichten können. Die in der Studie kurz angeführte Darstellung der Ideologie der Vereine bzw. dieser Akteure schlägt sich zweifellos auf die Pädagogik nieder.

3. Erwartungen der Eltern an islamische Kindergärten

Für die meisten Eltern ist das Angebot an religiöser Bildung/Erziehung im Kindergarten von großer Bedeutung. Dabei geht diese Bildung/Erziehung in religiöse Praxen über (Gebet, eigene Feste feiern), wobei praktizierende Erzieherinnen als islamische Vorbilder gesehen werden. Das Auswendiglernen von Koranstellen wird dabei von elterlicher Seite auch eingefordert. Nicht-muslimische Kinder werden von religiösen Praxen nicht ausgeschlossen, sondern können freiwillig daran teilnehmen. Im Zusammenhang mit der religiösen Bildung/Erziehung ist es den Eltern wichtig, dass die Kinder über ihre Werte und ihre Kultur informiert werden. Bisweilen sollen Kinder auch vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft geschützt werden. Dass im Kindergarten ausschließlich Halāl-Speisen angeboten werden, sehen die Eltern als großen Vorteil der islamischen Kindergärten, da sie so nicht, wie in anderen Kindergärten, darauf achten müssen, was ihre Kinder essen.

4. Zusammenarbeit im Kindergarten

Die Kooperation mit den Eltern wird sehr positiv betont und als wichtig erachtet. Bei der Zusammenarbeit mit den Eltern wird darauf Wert gelegt, dass diese am Geschehen im Kindergarten partizipieren können und über das Geschehen im Kindergarten informiert werden. Teilweise treten Herausforderungen im Kontakt mit den Eltern auf, da diese aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen und dadurch sprachliche Barrieren auftreten.

5. Sprachförderung

Je nach Schwerpunktsetzung wird im Kindergarten und in der Kindergruppe die deutsche Sprache unterschiedlich gefördert. In einem Kindergarten mit geringer deutscher Sprachförderung wird erwähnt, dass eine Unterstützung der Sprachförderung durch den Magistrat gewünscht wird. In einem anderen Kindergarten ist den Kindern die Verwendung der Muttersprache untersagt und sie werden angehalten, Deutsch zu sprechen. Die meisten Kindergärten und -gruppen sind in der Regel ethnisch und national homogen zusammengesetzt. In diesen Gruppen ist die Förderung der deutschen Sprache eine besondere Herausforderung für die Kindergärten. Es ist in diesem Umfeld fast unmöglich, ein Gefühl für die deutsche Sprache zu entwickeln.

6. Religiöse Bildung/Erziehung

In den Kindergärten und Kindergruppen wird vielfach Religionsunterricht angeboten. Mit unterschiedlicher Häufigkeit und unterschiedlicher Schwerpunktsetzung lernen die Kinder Suren auf Arabisch, hören Geschichten des Propheten und lernen das arabische Alphabet. Die interviewten Eltern erwähnen, dass sie stolz sind, dass die Kinder bereits Suren auswendig sprechen können. Der Religionsunterricht wird unterschiedlich bezeichnet, so wird er auch Koran- oder Islamunterricht genannt. Es handelt sich um ein Angebot im Kindergarten, das von den Eltern gewählt werden kann und vielfach auch gewählt wird. Eltern melden ihre Kinder sogar wieder vom Kindergarten ab, wenn sie die erwartete religiöse Erziehung nicht bekommen. Im Kindergarten werden islamische Feste gefeiert, zu denen auch die Eltern eingeladen werden. Ob Feste anderer Religionen gefeiert oder thematisiert werden oder ob diese nicht wirklich im Kindergarten erwähnt werden, unterscheidet sich je nach Pädagogin und Kindergarten. Pluralitätsfördernde Impulse kommen oftmals zu kurz. In der religiösen Erziehung bestimmen traditionelle Bilder die Erziehung der Kinder, es wird beispielsweise mit strafenden und belohnenden Gottesbildern gearbeitet. Dabei werden Kinder mit einem veralteten Sündenverständnis eingeschüchtert und es wird ihnen die Entwicklung zur Mündigkeit genommen. Die eigene Religion wird mitunter vor anderen Religionen und Weltanschauungen aufgewertet.

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Was ist aus unseren Hoffnungen der 70-er/ 80-er Jahre geworden?

Die Ernüchterung ist sehr groß: Unsere Enkelin ist in diesem Jahr aus einer Mehrstufenklasse in eine AHS gekommen. Wir – meine Frau war Volksschullehrerin und ich Hauptschullehrer – leiden aber wegen der vielen und für sie plötzlichen Umstellungen sehr mit ihr. Und dabei ist es vermutlich eine ganz normale AHS der heutigen Zeit entsprechend. Die Lehrkräfte machen das, wofür sie ausgebildet und bezahlt werden, so gut oder schlecht wie es eben in einer AHS immer schon gewesen ist.

Unsere Enkelin wird sich hoffentlich zunehmend anpassen und zurechtfinden. Sie wird es voraussichtlich irgendwie schaffen, denn die privaten Rahmenbedingungen sind relativ günstig. Sorgen bereitet auch uns Großeltern ihre jüngere Schwester. Wie es bei jüngeren Geschwistern (ich war der Jüngste von vier) öfter vorkommt, reagiert auch sie oft relativ heftig, wenn sie etwas als ungerecht empfindet. Derzeit wird sie noch von zwei liebevollen Lehrerinnen in der Mehrstufenklasse  begleitet, wo das Miteinander und einander Helfen im Vordergrund steht und nicht die Ellbogen-Ideologie an den AHS. (Dazu auch) Aber wie wirds ihr in zwei Jahren gehen?

Angesichts der laufenden Bildungsdiskussion muss ich häufig an die 70-er und 80-er Jahre denken, als ich mich innerhalb des „Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft“ (kurz „ZV“) mit vielen anderen Lehrerinnen und Lehrern unter anderem auch für die Einführung der gemeinsamen Schule bis (mindestens) zum 14.Lebensjahr engagiert habe.

………….Rudlof-Zilk 88-500

Das war 1988 noch möglich: ZV-Obmann Karl-Heinz Rudlof ehrt Bgm.Helmut Zilk (ZV-Lehrerzeitung 5/88)

……………………………….ZV-88-5

1976 gründete eine kleine Gruppe von Theoretikern (z.B. Norbert Kutalek oder Peter Gstettner) und Praktikern die pädagogische Taschenbuchreihe „Schulheft“, die inzwischen 159 Mal erschienen ist. Schon die dritte Ausgabe hatte „Gesamtschule“ zum Thema:

………………………………Schulheft 76-300

Und heute? Im Jahr 2015 feiert es eine sozialdemokratische Bildungsministerin schon mit kindischem Handschlag mit einem (aus seiner Sicht zu Recht) lachenden ÖVP-Politiker als tollen Erfolg, wenn sich wieder einmal einige „Gesamtschulen“ für weitere zehn Jahre „wissenschaftlich begleiten“ lassen dürfen.

Ähnliches hatten wir schon in den 70-er Jahren! Ab 1971 unterrichtete ich an einer der beiden Wiener Hauptschulen mit der neuen Bezeichnung „Schulversuch Gesamtschule“. Alles wurde „wissenschaftlich begleitet“, aber bald wurde uns damals „dank“ der nötigen Zweidrittelmehrheit im Nationalrat eines klar:  Für die ÖVP (+ ihre AHS-Lehrergewerkschaft) und leider auch für die SPÖ-Standesvertretung bleibt weiterhin die zentrale Position: Es muss schon in der 4.Volksschulklasse  eine Entscheidung „AHS: JA ODER NEIN?“ geben!

Leider hört man nichts mehr von dem einmal – auch innerhalb der SPÖ – oft unbequem fortschrittlichen „Wiener Zentralverein“ . Obwohl es den Verein noch gibt. Sein aktueller Obmann sitzt im Stadtschulrat für Wien. Im „ZV“ gibt es laut Homepage zwei „Arbeitsgruppen“, eine AG für „Junggebliebene“ und eine AG „Mehrsprachigkeit“.

Meine Anfrage, ob auch an Arbeitsgruppen zu Themen wie „Mehrstufenklasse“, „Gesamtschule“, „Community Education-Nachbarschaftsschule-Grätzlschule“ oder „Ganztagsschule“ gedacht wird, blieb bisher unbeantwortet.

Doch vielleicht gibt es eine „Wiederbewegung“ meiner Hoffnungen in Wien durch den ehemaligen Bundesvorsitzenden der „Kinderfreunde Österreichs“ Jürgen Czernohorszky. Er hat nun im Wiener Stadtschulrat die Möglichkeit, Initiativen in Richtung einer kinderfreundlichen Schule FÜR ALLE zu setzen!

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Unterstützen Sie mich bitte beim Aufbau der Initiative
„PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“!

Schon seit einigen Jahren veröffentliche ich in diesem Blog monatlich „Gedanken eines besorgten Großvaters“. Dass diese Sorgen durchaus gerechtfertigt sind, hat sich leider vor einigen Tagen in schrecklicher Weise auch „vor unserer Haustüre“ durch den Erstickungstod von 71 Flüchtlingen als begründet erwiesen.

Besonders wenn ich Fotos von Kindern im Alter unserer beiden Enkerlmädchen (8 und 10) sehe, die sich ängstlich an ihre verzweifelten Eltern drücken, kann ich Tränen oft nicht zurückhalten. Die Gefühle von Wut und zugleich Ohnmacht scheinen übermächtig zu sein. „Was kann denn ich als Einzelner/Einzelne schon tun?“ So oder ähnlich denken vermutlich viele Menschen und machen sich vielleicht mit einem vollen Kofferraum auf den Weg ins Flüchtlingslager nach Traiskirchen oder spenden an Hilfsorganisationen.

Aber schon beim Gedanken an die – dringend benötigte – Übernahme einer Patenschaft fühlen sich zum Beispiel auch jene Menschen, die grundsätzlich zum Helfen bereit wären, oft zu wenig informiert und –neben Beruf und/oder Familie – auch überfordert.

Damit aber die Vorstellungen der Helfenden als auch jene der Betreuten längerfristig möglichst gut zusammenpassen, bedarf es vor einer vielleicht zu raschen Entscheidung der persönlichen Beratung und Unterstützung durch professionelle Hilfsorganisationen. Ähnlich, wie das schon seit einigen Jahren durch der Wiener „Ehrenamtsbörse“ geschieht. Sie bringt Menschen, die Hilfe anbieten und professionelle Hilfsorganisationen aufgrund einer vorausgehenden Klärung der jeweiligen Möglichkeiten und Erwartungen „passend“ zusammen.

Das könnten wir im „Triesterviertel“ ähnlich machen, in Zusammenarbeit mit professionellen Einrichtungen! (Dazu auch)

Daher meine Frage:

Sind Sie grundsätzlich bereit, mich beim Aufbau der Initiative „PATENSCHAFTEN IM TRIESTERVIERTEL“ zu unterstützen?

WENN JA: Meine KONTAKTDATEN sind unten auf der Startseite von www.triesterviertel.at

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Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern in Wien und Umgebung

Um betroffenen, verwaisten Eltern aus Wien und Umgebung, deren Kind durch Krankheit oder Unfall verstorben ist (kein plötzlicher Säuglingstod und kein Suizid) die Möglichkeit zum Austausch geben, gibt es ab nun (wieder) eine Selbsthilfegruppe in Wien. Sie ist kostenlos und wird nicht angeleitet. Wesentlichstes Anliegen ist es, einander zuzuhören, ohne Ratschläge zu geben.

Es gibt
monatliche Treffen ab 3.9. 2015 im Nachbarschaftszentrum 8, 1080 Wien, Florianigasse 24
an jedem ersten Donnerstag im Monat bzw. anlassbezogen nach Kontaktaufnahme.

– Vermittlung von persönlichen Kontakten, von Telefon- und e-Mail-Kontakten zu Betroffenen,
– Kontakte zu betroffenen jugendlichen Geschwistern bzw. Großeltern,
– Gedenkseite im Internet auf unserer Homepage mit Foto

Ort:

1080 Wien, Florianigasse 25, Nachbarschaftszentrum (NZ8) – kleiner Raum, U2-Station Rathaus

Webseite

Kontakte:

Barbara Thomic
e-Mail: barbara.thomic@hotmail.com, Tel.: 0664 5967377

Edith Pockberger
e-Mail: edith@pockberger.com, Tel.: 0664 8444040

Fritz Endl
e-Mail: fritz.endl@gmx.at, Tel.: 0664 4814860

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„Nur bei den Kindern könne man ansetzen – und bei sich selbst.“

Doris Knecht titelt ihre Kolumne vom 26.3. im „Kurier“ : „Nichts als Hilflosigkeit“. Darin beschreibt sie angesichts des Flugzeugabsturzes in Frankreich und anderer menschlichen Tragödien weltweit sehr einfühlsam, dass Medienberichte individuelles Leid wie etwa jenes nach dem Verlust von nahen Angehörigen nicht verringern können.

Gerhard-Krone

…………….
Vor 30 Jahren eine Zeitungsmeldung von vielen, für Angehörige wie von gestern.

Wir haben nach dem Schreiben vielleicht ein besseres Gefühl, aber in Wirklichkeit sind wir gegenüber all dem einfach nur hilflos.“ (Doris Knecht)

In ihrer folgenden Kolumne “Was tun gegen die Hilflosigkeit?” vom 29.3. schreibt mir Leserin Lisa P. „aus dem Herzen“: „Wenn man schon nichts anderes tun könne, so könne man wenigstens lieb sein. So viel wie möglich lieb sein und freundlich, zu den Menschen um sich herum, und zu sich selbst.

Und unbedingt zu den Kindern, nett zu ihnen sein und sie mit allem Bemühen zu freundlichen Menschen erziehen, die in der Lage sind, freundlich zu anderen zu sein, aufmerksam, rücksichtsvoll, wach und sozial. Und die in der Lage sind, mit Ärger und Unmut so zu verfahren, dass er nicht in Hass auf andere umschlägt, dass er sie nicht in Kriege treibt und dazu, anderen die Köpfe abzuschlagen. Die Erwachsenen könne man nicht mehr gut ändern, sagt Lisa P., die Hasserfüllten lassen sich kaum zum Freundlichsein überreden. Nur bei den Kindern könne man ansetzen – und bei sich selbst.
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Robert Misik´s Buch „Gott behüte!“ aus dem Jahr 2008 ist leider aktueller denn je.

Bei meinen Bemühungen, mich auch bei nachbarschaftlichen Aktivitäten an globalen Zusammenhängen zu orientieren, stieß ich unlängst auf dieses Taschenbuch. (1.Auflage 2010 im Aufbau Verlag)

Robert Misik (Jg.1966) ist Journalist & Sachbuchautor und betreibt u.a. den Blog http://misik.at/. Er lebt und arbeitet in Wien. „2009 erhielt Misik den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik und 2010 wurde er von der Zeitschrift „Der Österreichische Journalist“ als „Journalist des Jahres“ in der Kategorie Online ausgezeichnet….Robert Misik plädiert entschieden dafür, religiöse Identitäten aus den politischen Kontroversen herauszuhalten. Ein Schwerpunkt seines Interesses in diesem Zusammenhang stellt der Islam dar.“ (aus Wikipedia)

Wieviele Muslime/Musliminnen leben im „Triesterviertel“? Von den ca 187 000 Menschen im 10.Bezirk haben ca 30 % keine österreichische Staatsbürgerschaft. („Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien -2014“) Genauere Zahlen zur Religion und speziell zum „Triesterviertel“ sind mir derzeit nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Gruppe der hier lebenden Menschen mit muslimischem Glaubensbekenntnis mindestens 30 % beträgt, das wären 3-5 000 (von 10-15 000) Personen.

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Robert Misik richtet seine Kritik vor allem an die drei monotheistischen Religionen, die jüdische, die christliche und die muslimische. Er fasst sie am Schluss des Buches folgendermaßen zusammen:

„Es soll nicht bestritten werden, dass Religiosität auch positive Auswirkungen haben kann, weil sie zum Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen beitragen und Solidarität stiften kann und weil sich bisweilen ein Gläubiger für seine Mitbürger in einem Ausmaß engagiert, das er vielleicht nicht an den Tag legen würde, meinte er nicht, dass ein Gott dies von ihm verlangte.
Diesem Nutzen stehen aber doch viel größere Nachteile gegenüber:
Religion neurotisiert. Sie hetzt die Menschen gegeneinander auf. Sie pflanzt gesunden Kindern die Idee der Sünde in den Kopf. Sie verleitet dazu, im Nachbarn den verderbten Ungläubigen zu sehen. Sie bringt Männerdazu, Frauen als sexualisierte Hexen wahrzunehmen. Sie verleitet dazu, Unrecht zu respektieren, das nie toleriert würde, wenn es nicht den Adel des Spirituellen hätte. Sie macht aus gefährlichen Konflikten brandgefährliche Konflikte, bei denen sich dann schnell „Wir“ und „Sie“ unversöhnlich gegenüberstehen. Im Namen der Religion dürfen die obskursten Dinge verbreitet werden, und wer diese Narreteien Narreteien nennt, der hat das Stigma des Intoleranten.
Die Religion – eine Sinnressource? Eher eine Unsinnressource. Gott schütze uns vor der Renaissance der Religionen.“ (Hervorhebungen FE)

Für mich sind diese Informationen aus dem Jahr 2008 aufklärend im besten Sinn. Angesichts der Medienberichte über Menschen, die sich wieder einmal auf eine große Religion berufen, um ihre Verbrechen zu rechtfertigen, sind sie von trauriger Aktualität.

Im aktuellen Projekt „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ bemüht sich unser kleiner Verein „triesterviertel.at“ seit Dezember 2014 um einen Dialog mit ATIB („Türkisch-islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich“, 1100, Gudrunstr.189) und der christlichen „Evangeliumsgemeinschaft“ (1100, Quellenstr.156).

Das Buch „Gott behüte!“ bestärkt mich darin, diese guten Kontakte fortzusetzen und möglichst auszubauen. Denn wir sind Nachbarn/Nachbarinnen im „Triesterviertel“ und wollen hier weiterhin gemeinsam im Frieden leben.

Dazu auch frühere WordPress-Beiträge:

* Die Osmanen sind jetzt unsere Nachbarn
* Die ATIB-Zentrale, ein guter Nachbar vom Triesterviertel?
* Phönix Realgymnasium Spacelab und Interface

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Ein Glück für unsere Kinder!

Beim wöchentlichen Eislaufen der öffentlichen Volksschul- Mehrstufenklasse (MSK) unserer beiden Enkerln darf ich als „Begleitperson“ mitmachen. Vom letzten „Eislauftag“ im Jänner wird mir die folgende Begebenheit deshalb in Erinnerung bleiben, weil sie mir (wieder einmal) sehr eindrucksvoll eine der besonderen Stärken dieses MSK-Schulmodells vermittelt hat:

14.1.2014


………………..Die MSK am Eislaufplatz des „Wiener Eislauf-Vereins“
…………………….. beim Wiener Konzerthaus am 14.1.2014

Taher, ein freundlicher und „rundlicher“ Bub der 1.Schulstufe, nimmt erstmals am Eislaufen teil. Alle anderen Kinder von der 1. bis zur 4.Schulstufe kommen mehr oder weniger sicher selbst zurecht. Aus verschiedenen Gründen konnte er bisher nicht mitkommen. Nun steht er sehr wackelig auf der Eisfläche. Zuerst nehme ich ihn an der Hand, dann unterstützt uns eine Klassenlehrerin und auch die Pinguin-Fahrhilfen kommen zum Einsatz. Taher möchte aber am liebsten gemeinsam mit seinen beiden Freunden Yazin und Efe aus der 3. bzw. 2.Schulstufe eislaufen. Die Lehrerin ersucht nun diese beiden Buben, Taher zu helfen. Und sie erreichen mit großem Einsatz und Geschick, dass Taher sicherer fährt, Freude am Eislaufen bekommt und auch besser aufstehen kann…und sind zu Recht sehr stolz auf den gemeinsamen Erfolg.

Nun kann gesagt werden, dass diese Form der Hilfsbereitschaft auch in den homogenen Jahrgangsklassen möglich ist und manchmal auch vorkommt. Im Sinne von: „Wenn du etwas besser weißt/kannst als dein Mitmensch, dann teile dein Wissen/Können mit ihm“. Aber ich habe lange genug an einer Favoritner Hauptschule unterrichtet, um zu wissen, dass unser Jahrgangssystem Schülern/Schülerinnen genau das Gegenteil „lehrt“: „Jede/r gegen jede/n!“, „Nicht einsagen, nicht abschauen lassen!“, „Nur eine/r kann gewinnen!“ usw.

In Mehrstufenklassen wird das übliche Konkurrenzdenken zumindest stark reduziert, vom Helfersystem durch ältere Schüler*innen abgelöst und die Klassengemeinschaft gestärkt. Ganz „nebenbei“ kommt dieses Helfersystem „Kindern mit Migrationshintergrund“ besonders zugute.*) (z.B. Taher beim Eislaufen) Die Lehrer*innen werden entlastet und können sich auf die individuelle Betreuung konzentrieren.

Die Klassengemeinschaft wird in dieser MSK noch zusätzlich dadurch gestärkt, dass die meisten Kinder am Nachmittag auch den angeschlossenen Hort (nach Montessori orientiert) besuchen und sie am (kostenlosen) Superar-Projekt teilnimmt. Vier Mal in der Woche kommt ein Chorleiter in die Klasse und studiert mit den Kindern auf hohem Niveau Lieder ein. Die erfolgreichen öffentlichen Auftritte stärken das Selbstbewusstsein der Kinder enorm.

7.3.2014

……………….Eine Superar-Aufführung im Wiener Konzerthaus am 7.3.2014

Ich darf diese MSK nun schon das vierte Jahr „begleiten“. Meine Frau als ehemalige Volksschullehrerin und ich als ehemaliger Hauptschullehrer, wir wissen auf Grund unserer Erfahrungen, dass es aber letztlich immer von den beteiligten Lehrer*innen, den Direktor*innen und dem gesamten Schul- und Hortteam (+Schulwarte) abhängt, ob sich Kinder wohl fühlen und sie gerne in die Schule/in den Hort gehen.

Bei unseren beiden Enkerl-Mädchen ist dies in höchstem Maße der Fall. Deshalb wünschen wir solche öffentlichen Mehrstufenklassen (+ Hortbetreuung) möglichst vielen Kindern in Wien und ganz Österreich!

Dazu gibt es den sehenswerten Film von Doris Kittler „1+1=100 oder Die Schule des Lebens“. Ein Interview mit ihr gab es dazu am 8.5.2012 im „Der Standard“ („Im Mittelpunkt stehen die Kinder und nicht das System“)

*) Zum Thema „Schule und Migration in Österreich“ hat die Bildungsexpertin Heidi Schrodt kürzlich ein sehr informatives Buch geschrieben („SEHR GUT oder NICHT GENÜGEND?„, Verlag Molden, 2014) und auch einige – zum MSK-Modell passenden – Forderungen/Empfehlungen formuliert. (Sie können hier nachgelesen werden.)
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