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Posts Tagged ‘Triesterviertel’

Einige „Lebenszeichen“ und drei Geburtstagswünsche.

Fast vollständig konnten wir uns am 22.6.2022 vor unserer 12.Tafel „Das „Weberhaus“ Zur Spinnerin 2″ präsentieren:
Walter Sturm (Bezirksmuseum), Johanna Schamburek (Bewohnerin), Eva Fischer (Bezirksmuseum) sowie Helga und Fritz Endl (Verein „triesterviertel.at“) (Jürgen Greiner, Bewohner,fehlte).

Die 12.“Orte erzählen“-Tafel an unserem Wohnhaus „Zur Spinnerin 2“

Das Informationstafelprojekt „Unser Triesterviertel: Orte erzählen“ Dieses öffentlich noch immer sichtbare und daher wichtigste Projekt unseres kleinen Grätzlvereins „triesterviertel.at“ ist durch die gute Zusammenarbeit mit dem früheren Team der Gebietsbetreuung (bis 2017) und dem Bezirksmuseum entstanden. Insgesamt informieren derzeit 12 Tafeln an „bemerkenswerten Orten“ (Ehemalige Fabriken, Wohnhäuser u.a. ) im „Triesterviertel“ über dessen Geschichte. Ziel ist die Stärkung der Beziehung zum Grätzl.

Vorerst bedanke ich mich herzlich, dass Sie (ohne „du“ zur besseren Lesbarkeit) diesen „Lebenszeichen“-Text lesen.

Vorbemerkung:

Ich sandte eine eMail (+Link) über diesen 162.Text meines monatlichen WordPress-Blogs „Gedanken eines besorgten Großvaters“ an jene Personen, die ich – abgesehen von meiner Familie –  seit der (wiederholten) 3. Klasse in der damaligen „Realschule“ in 15, Henriettenplatz in (meist) angenehmer Erinnerung habe. Durch einen Mailaustausch mit einem Klassenkollegen dieser Realschule kam ich auf die Idee, anlässlich meines 80.Geburtstages meinen monatlichen WordPress-Text „Gedanken eines besorgten Großvaters“  im Juli  ebenfalls als „Lebenszeichen“ zu versenden, verbunden mit 3 Wünschen im Anschluss.

Dieser Realschule bzw. deren Lehrer*innen habe ich es zu verdanken, dass meine Zeit als „Straßenkind“ zwischen Kriegsruinen und ohne Interesse an Schulnoten vorbei war. Wegen dieser „Ehrenrunde“ meldeten mich nämlich meine Eltern auch für die Nachmittagsbetreuung an. Da musste ich erst dem beaufsichtigenden Professor (den ich gemocht habe) nachweisen, dass ich die Aufgaben gemacht und den nötigen Lernstoff gelernt habe, bevor meine „Freizeit“ beginnen konnte.

Daher engagierte ich mich vermutlich in den 70-er-und 80-er Jahren als Pflichtschullehrer mit einigen Kollegen und Kolleginnen gerne im SPÖ-nahen „Zentralverein der Wiener LehrerInnen“ für die Gesamtschulen in ganztägiger Form. 1971 meldete ich mich freiwillig zum Schulversuch „Integrierte Gesamtschule“ (Vorher: Hauptschule) in die Herzg.27, wo ich bis zu meiner Frühpensionierung 1992 unterrichtet habe. (In diesem dichtverbauten Wohngebiet rund um die Schule wird derzeit das sogenannte „Supergrätzl“ als „rotpinkes“- Koalitionsmodell für ganz Wien („wie in Barcelona“) medial stark beworben und mit „Bürger*innenbeteiligung auf wienerisch“ erprobt.

Seit 1970 bemühe ich mich als „Öffentlich Bediensteter“ auch in meinem jeweiligen Wohnumfeld einen tatsächlich öffentlichen Beitrag zu leisten. Um auch mit öffentlichen Stellen kommunizieren zu können, gründeten meine Frau Helga und ich den Verein „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ (seit 1992 „triesterviertel.at“).

Der Bezirk Favoriten hat in dankenswerter Weise 2017 eine Broschüre über das Tafelprojekt „Orte erzählen“ finanziert.

Von 1996-99 ist dieser Verein „triesterviertel.at“ (damals noch „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“) als „Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, Nachbarschaftshilfe und BürgerInneninitiativen“ auch in einem kleinen Lokal in der Knöllg.29 „sichtbar“ geworden.

Selbsthilfegruppen haben für meine Frau und mich durch den Gehirntod unseres Sohnes Gerhard 1985 einen ganz besonderen Stellenwert. Erstens, weil sie uns selber als „Trauernde Eltern“ geholfen haben und auch, wenn wir Kinder mit psychischer oder körperlicher Behinderung sehen. Dann wünschen wir den Angehörigen, dass sie möglichst viel Unterstützung durch ein funktionierendes Netzwerk von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen in der Nachbarschaft erhalten. Darum haben wir anfangs in die Initiative „Wiener Bildungsgrätzl“ vom ehemaligen SPÖ-Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorsky sehr viele Hoffnungen gesetzt, denn: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu begleiten“ Daher haben wir uns auch sehr für den Aufbau des „Bildungsgrätzls Triesterviertel“ eingesetzt. Leider machte sich besonders im Bildungsbereich, aber auch im Bereich der Stadtplanung, der Wechsel in der Wiener Stadtregierung zu den NEOS stark bemerkbar und unsere Mitarbeit war nicht mehr erwünscht.

Wien ist jetzt anders“: Ludwigs SPÖ dankt seit der letzten Wahl auch Christl Hahn und ihren NEOliberalen: Es gibt viele nette Fotos mit der umtriebigen ehemaligen Lehrerin. Grün brauchen an „Bildungsgrätzl“-Schulen nur die Fassaden sein und NEOS-pink der Boden im „Supergrätzl“. („bz“ am 1.7.2022)

Mit finanzieller Unterstützung von Magistratsstellen, dem damaligen Volksbildungswerk (heute Basis.Kultur.Wien, wo unser Verein Mitglied ist),  der Wirtschaftskammer u.a. konnten/durften wir vor der neoliberalen Koalition in Wien besonders im Wasserturm, mit den Kaufleuten und der Volksschule Knöllg.59 einige schöne öffentliche Projekte durchführen oder zumindest versuchen.

Auf diese Veranstaltungsreihe im Wasserturm sind wir besonders stolz.

Durch den Wechsel des GB*-Team ab 2018 verloren wir leider diese fachliche Unterstützung, da seither (nur ein „Zufall“?) das Triesterviertel und unser Tafelprojekt nicht mehr zu ihrer Agenda gehört. (Der für uns wichtigste GB*-Stadtplanungsmitarbeiter Ing.Siegfried Schuller ist derzeit noch immer arbeitslos (!) und unser „Vernetzer“ zu den Bereichen Gemeinwesen – Medien – Kultur- und Wissenschaft, der Ö1-Redakteur und Volkskundewissenschaftler Dr.Wolfgang Salpansky  ist leider am 30.8.2017 verstorben.)

Unser kleiner Grätzlverein im „Triesterviertel“ braucht daher ganz dringend eine fachliche Verstärkung und Verjüngung.    

Daher habe ich drei Wünsche“ an Sie/dich:

1. Informieren Sie sich bitte

a) über unser Tafelprojekt “ Orte erzählen“. Wir suchen dringend eine/einen AdministratorIn für die neue „Orteerzählen“- Webseite, da wir eine personelle Trennung von der nur von mir betreuten Dorfwiki-Seite „www.triesterviertel.at“ für zweckmäßig empfinden. 2007 wurde unserem Verein die kostenlose Einrichtung dieser Webseite vom Wiener Soziologen Mag.Franz Nahrada und dem Grazer Softwareentwickler Dr.Helmut Leitner, Experten für die „Mustertheorie“ des US-Architekten Christopher Alexander als urbanes Referenzprojekt zum globalen Projekt „Dorfwiki“ zur Dokumentation angeboten.

b) über die Bemühungen unseres Grätzlvereins „triesterviertel.at“ seit 1992 („Menschen erzählen“, die „Topothek„, „Projekte„, das „MachMitTagebuch“ und „Weitere Seiten“)

c)  und auch über meine Person: DorfWiki: FritzEndl

2. Rückmeldung: Sie würden mir sehr helfen, wenn Sie mir (z.B. per eMail) eine Rückmeldung zu den Bemühungen im Triesterviertel senden könnten (z.B. „Ich unterstütze die Ziele des Vereins“ und vielleicht dazu eine Begründung oder Projekte angeben, die Ihnen besonders gut gefallen). Bitte auch angeben, ob ich diese Unterstützung auf dieser Webseite veröffentlichen darf.

3. Unterstützung: Meine Frau Helga und ich (wir sind aktuell der „Vorstand“ des Vereins ohne Mitglieder) erhoffen bei dieser Gelegenheit zu erfahren, ob und in welcher Form Sie uns im Verein persönlich unterstützen könnten. Vielleicht kennen Sie Fachleute, die uns künftig im noch zu gründendenVereins-Fachbeirat“ bei der weiteren Entwicklung unseres Vereins unterstützen könnten. Wichtig wären vor allem ehrenamtlich (wir haben nur mehr wenig Spendenbudget!) oder an Universitätsinstituten tätige Personen z.B. aus den Bereichen Gemeinwesen, Bürger*innenbeteiligung, Stadtplanung, Kultur, Soziologie, Soziale Foren u.a., die Interesse am Weiterbestehen vom „Projekt Triesterviertel“ haben.

Ich bedanke mich nochmals sehr, falls Sie bis hierher durchgehalten haben und für eine etwaige Rückmeldung in jeder Form ebenfalls !

Mit lieben Grüßen

Fritz /Endl

fritz.endl@gmx.at – Zur Spinnerin 2/30 – 1100 Wien – Verein „triesterviertel.at

DorfWiki: Triesterviertel

Passende frühere „Gedanken“- Beiträge

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….aber ihr Lebenswerk darf nicht vergessen werden!

Unter jenen Räumen, in denen Berta Klement als Eigentümerin des Hauses Bucheng.170 wohnte, war auch das „Atelier“ ihrer „Musischen Arbeitsgemeinschaft„. Durch eine glückliche Fügung erfuhr ich vor einiger Zeit, dass es jederzeit möglich wäre, dass der aktuelle Eigentümer den Inhalt all dieser Räume durch eine Firma „entrümpeln“ lässt, um sie für neue Verwendungen anbieten zu können.

Daher ersuchte ich Altbundespräsident Dr.Heinz Fischer um Unterstützung, um wenigstens für einige Tage die Möglichkeit zu erhalten, einige der ansonsten unwiederbringlichen Kunstgegenstände und Dokumente aus dem Leben der Zeitzeugin, Bildhauerin sowie Kunst- und Musiktherapeutin Berta Klement zu sichern.

Die rasche und erfreuliche Antwort der Assistentin von Dr.Heinz Fischer kam am 1.7.2022:

Philipp Harnik, MA, AKC

Executive Assistant to Dr. Heinz Fischer and Organizational Associate

Ban Ki-moon Centre for Global Citizens

Sehr geehrter Herr Endl,  

Vielen Dank für Ihre Nachricht und all die hilfreiche Information.

Ich darf Ihnen im Namen von Herrn Dr. Fischer folgende Nachricht übermitteln: 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Hinblick auf die bevorstehende „Entrümpelung“ des ehemaligen Ateliers von Frau Berta Klement in der Buchengasse 170 darf ich an Sie appellieren, Herrn Endl die Chance einzuräumen, die sich noch im Atelier befindenden Kunstgegenstände zu sichern. Sollte sich etwa die Möglichkeit finden lassen Herrn Endl den Generalschlüssel für ein paar Tage zu übergeben, so könnten laut Herrn Endl zahlreiche Plastiken, Kunstwerke und Dokumente von Wert vor dem Abtransport zur Mülldeponie gerettet werden.

Ich hoffe auf eine zufriedenstellende Lösung und bleibe mit besten Grüßen,

Ihr

Heinz Fischer

Aus „Monat“ – Sozialpolitische Rundschau des ÖAR 10.12.2010 (aktualisiert von F.E.)

Ein Leben für die Würde des Menschen

Prof. Mag. Berta Klement und ihr seit Jahrzehnten bestehendes Studio („Musische Arbeitsgemeinschaft“) in Favoriten waren eine Insel gelebter Humanität mit einem ganzheitlichen Verständnis vom Menschen, wie es anderswo leider kaum mehr zu finden ist.

Wer also ist Berta Klement?

Geboren am 18.3.1923 in Wien wuchs sie in Favoriten auf, bereits in ihrer Kindheit dürfte ihr die Liebe zum Menschen vom Großvater vermittelt worden sein. Dieser, Karl Weber, baute ein Fuhrwerkunternehmen von beachtlicher Größe auf dem Areal zwischen Buchengasse/Zur Spinnerin/Rotenhofgasse/Gußriegelstrasse auf. Er ließ im Bereich zwischen Quellenstraße und Rotenhofgasse die sogenannten „Weberhäuser“ für die Familien seiner Kutscher errichten. Das „Gasthaus im Weberdorf“ Ecke Quellenstraße/ Knöllgasse hatte damals eine wichtige Funktion als Ort der Kommunikation, an den für Klement heute noch wunderbare, detailreiche und schöne Kindheitserinnerungen geknüpft sind.

Die Wurzeln zu ihrem Entschluss, mit Menschen arbeiten zu wollen, scheinen damals gelegt worden zu sein. Nach dem Abschluss der Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste als Kunstpädagogin unterrichtete sie einige Jahre an Wiener Mittelschulen und schloss zusätzlich die Ausbildungen zur Kindergärtnerin, Horterzieherin und Musiktherapeutin ab.

Schon in den ersten Nachkriegsjahren bediente sich Klement verschiedener Medien, zum Beispiel des Spiels mit Handpuppen und Mag. art. Harald Fritz-Ipsmiller, Obmann des Österreichischen Dachverbandes für Kunsttherapien, sagte in einem Vortrag 2007 in der Johannes KEPLER Universität: „Berta KLEMENT, Absolventin der Akademie für Angewandte Kunst und der Musik-Akademie arbeitete bereits in den Weltkriegsjahren multimedial und baute in den späten 70er Jahren in Wien einen Ort auf, in welchem sie mit Obdachlosen arbeitete.“

Neben der musikalisch – bildnerischen Praxis und deren therapeutisch wirksamen Arbeit mit den Menschen in ihrem Studio war Klement auch stets bemüht, die theoretischen Grundlagen zu formulieren und zu vermitteln. Das erste kunsttherapeutische Symposium 1991 „Kunst und Therapie“ an der VHS Stöbergasse nach einer Idee von Berta Klement gilt als der Ursprung des Österreichischen Kollegs für Kunsttherapie an der VHS Stöbergasse. Hier wurde ein Ort der Auseinandersetzung zwischen Kunst und Therapie geschaffen. Allen Beteiligten war die Professionalisierung kunsttherapeutischen Arbeitens und die Differenzierung therapeutischer und künstlerischer Prozesse ein Anliegen.

„Bis ins hohe Alter umtriebig und aktiv fertigte Berta Klement beispielsweise auch viele Jahre kleine Geschenke für den jährlichen Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten für Menschen mit Behinderungen.“

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….zum Wiederaufbau von Nachbarschaften und der Grätzlgemeinschaft im Sinne des Buches „Kommunale Intelligenz – Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden“ von Gerald Hüther und damit auch der Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“.

Grundsätzlich bleibt aber das Anliegen unseres parteilosen Grätzlvereins, einen Beitrag im Sinne von „Global denken – lokal handeln“ zu leisten. Deshalb sind wir seit 2009 ein Teil des visionären „Dorfwiki“, das neben der kommunalen (lokalen) auch die „Globale Intelligenz“ und damit die SORGE FÜR ALLE MENSCHEN auf unserer Erde als Ziel verfolgt.

Gerald Hüther ist einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands und Buchautor. Er ist auch Mitinitiator von „Schule im Aufbruch“ und betont dabei vor allem die Bedeutung der Kommune für die Entwicklung von heranwachsenden Kindern und Jugendlichen. Auch er zitiert in dem erwähnten Büchlein „Kommunale Intelligenz“ die (angeblich afrikanische) Volksweisheit „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“. Sie war auch für den ehemaligen Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky das Leitmotiv für sein Projekt „Wiener Bildungsgrätzl“. Das entwickelte sich leider nicht so wie meine Frau und ich anfangs erhofft hatten, sodass nun die Hoffnungen unseres kleinen Grätzlvereins „triesterviertel.at“ im Bereich „Bildung“ auf der überparteilichen Initiative „Schule im Aufbruch“ beruhen.

Aus „Kommunale Intelligenz“ S.38-41:

Die Kommune als Erfahrungsraum für die Herausbildung sozialer Einstellungen und Haltungen:

Der wichtigste Erfahrungsraum, in dem die in unsere Welt hineinwachsenden Kinder und Jugendlichen erleben können, dass sie so, wie sie sind, gesehen, angenommen, wertgeschätzt und gemocht werden, ist die Familie.

In seiner Familie, im täglichen Zusammenleben mit seinen Eltern, Geschwistern und anderen Familienangehörigen müsste eigentlich jedes Kind die Erfahrung machen, dass es nicht nur untrennbar mit den anderen Familienangehörigen verbunden ist und dazugehört, es müsste auch immer wieder spüren, dass es selbst ernst genommen und in seiner Einzigartigkeit gesehen wird, dass es ermutigt wird, sich ständig weiterzuentwickeln, seine Talente und Begabungen zu entfalten und sich vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen anzueignen, immer eigenständiger sein Leben zu gestalten, immer autonomer und freier zu werden und dabei gleichzeitig mit allen anderen emotional verbunden zu bleiben.

Wenn das so wäre und alle Kinder in ihren Familien diese Erfahrung machen könnten, würden auch alle Kinder ihre angeborene Entdeckerfreude und Gestaltungslust, ihre Offenheit und Begeisterungsfähigkeit, ihre Kreativität und ihre Lust an der Entfaltung ihrer eigenen Potenziale nicht verlieren.

Kein Kind müsste versuchen, weil es sich entweder in seinem Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit oder in seinem ebenso wichtigen Grundbedürfnis nach Autonomie verletzt fühlen, diesen Schmerz zu unterdrücken oder ihn durch irgendwelche Ersatzbefriedigungen zu stillen.

Kein Kind müsste, weil es selbst verletzt wurde, andere Menschen verletzen. Kein Kind müsste, weil es sich selbst als ohnmächtig erfahren hat, danach trachten, Macht und Einfluss über andere zu gewinnen.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht wertgeschätzt worden ist, andere Menschen abwerten.

Kein Kind müsste, weil es selbst nicht gesehen wurde, ständig versuchen, die Aufmerksamkeit anderer zu erzwingen.

Leider machen nicht alle Kinder in ihren Herkunftsfamilien solch positive Erfahrungen. Allzu häufig werden aus Kindern „Problemkinder“, die das Zusammenleben schon im Kindergarten stören. Ihnen fällt es schwer, mit anderen Kindern frei und unbekümmert zu spielen, sie werden in der Schule als „Störenfriede“ auffällig und untergraben später das friedliche Zusammenleben in der Kommune. Jene, die sich selbst als Opfer irgendwelcher Erziehungsmaßnahmen erlebt haben, können zu Tätern werden, deren egozentrischen Verhaltensweisen wiederum andere Menschen zum Opfer fallen. Asozial und verantwortungslos ist die diesen Verhaltensweisen zugrunde liegende innere Einstellung. Damit kommt kein Kind zur Welt.

Wenn diese ungünstigen Haltungen und inneren Einstellungen in ihrem Gehirn erst durch vorangegangene ungünstige Erfahrungen verankert worden sind und wenn – wie wir inzwischen aus den Erkenntnissen der Hirnforscher wissen – Menschen zeitlebens neue Erfahrungen machen und in ihrem Gehirn verankern können, so liegt die Lösung für diese Probleme auf der Hand:

Es müsste diesen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, künftig andere, günstigere Erfahrungen zu machen – mit sich selbst, mit ihrer eigenen Kreativität und Gestaltungskraft, im täglichen Zusammenleben mit anderen, beim gemeinsamen Lernen, beim Entdecken und Gestalten. Das wäre die Lösung.

Und der Ort, wo den Kindern und Jugendlichen diese Erfahrungen ermöglicht werden könnten, wo sie am leichtesten zu finden und freizulegen wären, ist die Kommune. „Um Kinder gut großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, heißt die offenbar schon sehr alte, angeblich aus Afrika stammende Volksweisheit, die nun durch die Erkenntnisse der Hirnforscher auf beeindruckende Weise bestätigt wird.

In einem Dorf, in einem Stadtteil finden Kinder immer irgendwelche Menschen, die irgendetwas Besonderes können. Und je unterschiedlicher die Menschen sind, die dort leben, desto reichhaltiger wird das Spektrum der Möglichkeiten, das Kinder und Jugendliche dort vorfinden, um sich mit ihren jeweiligen Begabungen und Interessen jemanden zu suchen, der ihnen zeigt, wie etwas geht, was es in der Kommune alles zu entdecken und zu gestalten gibt. Und um was man sich gemeinsam mit anderen Menschen kümmern kann.

Wenn Kinder und Jugendliche wieder erleben können, dass sie nicht ständig wie Objekte belehrt, gemaßregelt, beschult und erzogen werden, sondern dass sie in ihrer Kommune von anderen Mitgliedern beachtet und wertgeschätzt werden, wenn ihnen zugetraut würde, Aufgaben zu übernehmen, die für die Kommune und das kommunale Leben wichtig sind. Dann könnte sich jedes Kind und jeder Jugendliche als jemand erfahren, der mit seinen besonderen Talenten, mit seinen erworbenen Fähigkeiten und seinem bisher angeeigneten Wissen in dieser besonderen Weise zum Gelingen von etwas beiträgt, was nur in einer gemeinsamen Anstrengung gelingen kann.

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Frühere Texte, die zum Thema „Kommunale Intelligenz im Triesterviertel“ passen:

Nr.58: Phönix-Realgymnasium, Spacelab und Interface: | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.64: Gegen die „Einsamkeit in der Großstadt“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.74: Gute Nachbarschaft fängt im Wohnhaus an | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.79: Integration beginnt im Wohnhaus und Grätzl | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.88: „Von der Nachbarschaft zur Gemeinschaft“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.106: „Grätzlschulen“ und „Bildungsgrätzl“ sind möglich: AB SOFORT! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.137: Wir brauchen einen neuen „Grätzl-Punkt“ … | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.141: Mit Kindern freuen im „Triesterviertel“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.144: „Menschen erzählen“ und „Orte erzählen“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.145: Zur Spinnerin 2: Unsere „gute alte Hausgemeinschaft“ ist wieder spürbar! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.149: „Mein Haus ist mein Schloss!“ | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

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Das „Weberhaus“ Zur Spinnerin 2

3.11.2021: Am Vormittag wurde die Tafel von meiner Frau Helga und mir montiert und am Abend der Leiterin des Bezirksmuseums Eva Fischer, dem „Objektmanager“ des ÖSW Stefan adler und unseren Mitbewohner*innen präsentiert.

Ansprache von Stefan Adler:

„Vielleicht ist das jetzt nicht, was sie sich erwarten, dass nämlich hier in Marmor und Goldbuchstaben stehen wird, was für großartige Wiener in diesem Haus gelebt haben.  Sondern hier steht eine Botschaft von ganz normalen Menschen, die in diesem Haus oft schon über Jahrzehnte wohnen und die es aber gemeinsam zu einem ganz besonderen Haus gemacht haben…..(Enthüllung  der Tafel durch Herrn Stefan Adler sowie Frau Sabrique Özyer und dem Schreiber im Namen der „Kontaktgruppe“ des Hauses )

Ich lade sie in Vertretung des Österreichischen Siedlungswerkes ein, lesen sie genau, was da steht und erzählen sie bitte auch diese Botschaft weiter: Dass nämlich auch in vielen anderen Häusern mit relativ einfachen Mitteln ein gutes Zusammenleben möglich ist.“

Text der Tafel:

Dieses Haus wurde 1890 erbaut. Hier wohnten oft kinderreiche Familien, die im Betrieb des Großfuhrmanns Karl Weber arbeiteten.

Nach einigen Besitzerwechsel wurde es 1995 zum Spekulationsobjekt. Durch Vermittlung des damaligen Wohnbaustadtrates übernahm das Österreichische Siedlungswerkdas Haus. Es wurde „sockelsaniert“ und konnte 1998 den Mietern/Mieterinnen übergeben werden.

Zur Spinnerin 2 wurde damit zu einem erfreulichen Modell im Sinne der „SANFTEN STADTERNEUERUNG“. Es zeigt die Chancen einer Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bauträger und solidarischer Hausgemeinschaft.

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= Eine neue Kooperation mit der neuen Gebietsbetreuung

Auf der Dorfwikiseite des Triesterviertels dokumentiere ich bei den „Aktiven Projekten“ meine Bemühungen, als Bewohner des Triesterviertels beim Projekt „Grätzlmarie Innerfavoriten“ in den „Grätzlbeirat“ aufgenommen zu werden. Am 5.10. erhielt ich die erfreuliche Einladung zur „Konstituierenden Sitzung“ des Grätzlbeirats.

Nach fast vierjähriger Pause liegt nun ca die Hälfte unseres „Triesterviertels“ (zwischen Matzleinsdorferplatz  und Inzersdorferstraße) im Rahmen der Projekts „Grätzlmarie-WieNeu+“ wieder im „Zielgebiet“ der GB*Ost und der MA25 („Stadterneuerung“). Und zwar für insgesamt drei Jahre.

„Grätzlbeirat“-Gebietsabgrenzung „Innerfavoriten“

Meine bisherigen Erfahrungen sowohl mit den Mitarbeiter*innen des „neuen GB*-Teams“ (seit 2018) als auch mit dem Vertreter der MA25 als Auftraggeber verliefen bisher sehr erfreulich. Soweit wie möglich werde ich daher beitragen, dass dieser „Grätzbeirat“ zum Modell für transparente Bürger*innenbeteiligung mit möglichst wenig parteipolitischer Einflussnahme“ werden kann…..und sich der „Abschiedsschmerz“ vom „alten GB*“-Team bald verringern wird.

“Der Grätzlbeirat“ umfasst 10 Personen und setzt sich aus Bewohner*innen und Vertreter*innen von Institutionen, Stadt und Bezirk zusammen. Er wird rund drei Mal pro Jahr zusammenkommen, um über die Projekte zu entscheiden, die mit der Grätzlmarie unterstützt werden.

Dazu passt: Nr.113: Die „alte“ Gebietsbetreuung Favoriten fehlt uns SEHR! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Beiträge zum Thema „Bürger*innen-Beteiligung“:

Nr.19: Lokale Agenda 21: Diese Parteipolitik raus – Zivilgesellschaft rein! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.41: „Stammtisch Triesterviertel“ = “Einmischen in unsere eigenen Angelegenheiten“! | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.76: „Unser Triesterviertel“ im internationalen Vergleich | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.122: VOM NACHTEIL, DAZWISCHEN ZU SEIN | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)

Nr.148: Ein „Bürger*innen-Rat“ für das „Triesterviertel“,… | Gedanken eines besorgten Großvaters (wordpress.com)


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…..die „Plattform MACH MIT im Triesterviertel“

“Telefonringe“

Infotafeln „Orte erzählen“+ Audioguide

Menschen erzählen

Kontaktgruppe zur Hausverwaltung

„Schach im Park gegen Einsamkeit“

„Grätzlmarie-Innerfavoriten“

Topothek Triesterviertel

und andere

Projekte im „Triesterviertel“

Zur Information:

„Global denken, lokal handeln“ = Ziel der „Rio-Deklaration“ von 1992.

170 Staaten haben in Brasilien ein Aktionsprogramm unterzeichnet mit dem Ziel, im 21. Jahrhundert in einer zukunftsfähigen Welt zu leben. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Agenda 21“ bekannt.

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„Nicht unserer Vorväter und – mütter (FE) wollen wir trachten, uns würdig zu zeigen – nein, unserer Enkel.“ (Bertha von Suttner)

Es wird keine Fortsetzung geben:

Mit diesen 150. “Gedanken eines besorgten Großvaters“ wollte ich beginnen, mir auch über die Geschichte unserer Familie Gedanken zu machen und möglichst viele „Spuren“ zu sammeln.

Leider verstärkte sich durch einige Bücher, die ich zuletzt speziell über die Jahre rund um 1938 gelesen habe, die Gewissheit, dass die auf diesem Foto glücklich versammelte Endl-Familie von den beginnenden Judenverfolgungen zumindest gewusst haben musste.

Ganz besonders traurig stimmt mich mein Vater, der noch bis 1945 überzeugter Hitleranhänger gewesen ist, wie aus seinen Briefen zu entnehmen ist. Daher werde ich mich mit dieser beschämenden Geschichte meiner Familie vor 1945 nicht mehr befassen, sondern umso mehr mit der Stärkung des friedlichen Miteinanders in unserer Nachbarschaft.

Die Eltern meines Vaters (Heinrich 1865-1945 und Anna 1872-1945) haben in Nachbarhäusern auf der Triesterstraße gewohnt (Nr.42 und 44) und 1896 knapp vor dessen Geburt geheiratet. Mein Vater war also ein geborener „Triesterviertler“. Ich bin erst 1968 nach unserer Heirat vom 15. Bezirk in eine „Zimmer-Küche-Kabinett“ Wohnung) nach Favoriten gezogen und wohne seit 1980 im „Triesterviertel“.

Am Foto die Famlie Endl aus dem Jahr 1938: Dritter von rechts mit Brille mein Vater, rechts daneben Schwester Anna, links stehend Bruder Leopold, dessen Frau Sissy, meine Mutter Mitzi, Großvater Heinrich, Bruder Pepi, ganz links Schwester Mitzi.

Ebenfalls vom Jahr 1938 berichtet Manfred Flügge im Buch „Stadt ohne Seele – WIEN 1938“: Für den „Aufbau“-Verlag „Ein Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte“

Für die fünf Geschwister unserer Familie war aber das Jahr 1938 kein „Wendepunkt“ in ihrer guten Familiengemeinschaft und den unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Positionen der drei Brüder: Deutschnational (mein Vater), (vermutlich) sozialdemokratisch (Onkel Pepi) und (vermutlich) katholisch&monarchistisch (Onkel Poldi). Gemeinsam war aber offenbar den drei Brüdern der zunehmende Antisemitismus in den 30-er und 40-er Jahren. Ich möchte mich jedenfalls in meinem Engagement künftig lieber unseren beiden Enkerlmädchen als „würdig“ erweisen als diesen „Endl-Vorfahren“.

Die Überschrift „Mein Papa, zwei Kriege und ich“ bezieht sich auf den Titel eines Buches, das ich schon gelesen habe: „Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich“ Die Autorin Nora Hespers (Jg 1978), eine deutsche Journalistin, beschreibt darin das Leben ihres Großvaters Theo Hespers, der 1943 wegen „Hochverrats“ hingerichtet worden war. In ihrem Blog „Die Anachronistin“ informiert Nora Hespers  seit 2014 über die Geschichte ihres Großvaters.

Im Unterschied zu Theo Hespers war mein Vater leider kein Widerstandskämpfer gegen das Hitler-Regime, sondern bis 1945 dessen überzeugter Anhänger.

Ich kann daher nicht stolz sein auf meinen bis 1945 „deutschnational“ gesinnten Vater und dessen Geschwister (Siehe oben) und setze „Mein Papa, zwei Kriege und ich“ nicht fort.

Dazu auch: „Ich über mich„, „Andere über mich und www.triesterviertel.at

Meine Frau Helga und ich hoffen natürlich, dass auch unsere beiden Enkerln einmal stolz auf uns sein werden, auch wenn wir das Glück haben, seit mehr als sieben Jahrzehnten in einer Demokratie zu leben und keine „Widerstandskämpfer“ sein müssen.

Dazu passende „Gedanken“:

DorfWiki: Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis beim Thema „KInder-Eltern-Großeltern“

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……………………..vom Waldmüllerpark bis zum Wasserturm.

Eine erfreuliche „Initiative für politische Qualität“ am Nationalfeiertag macht – in Richtung „Kind“ – auch manche Unterschiede klar:

„Es zählt der Mensch, nicht die Fraktion“

Der „Kurier“ vom 27.10.2018 berichtete unter diesem „Aufhänger“ über eine bemerkenswerte Aktion am Nationalfeiertag.

kurier1-27.10.18
(Bild: Kurier/Franz Gruber)

Untertitel: „Friedensmarsch durch Weinberge: Politiker aller Couleur verbündeten sich bei Wanderung und fordern mehr „politische Qualität“.

Einige Ausschnitte daraus:

„Es ist so etwas wie eine überparteiliche „Friedensbewegung“, die da am Nationalfeiertag über die Stammersdorfer Kellergasse zum Buschenschank „Ausblick Wien“ marschierte. Organisiert wurde das von der „Initiative für politische Qualität“, http://politikqualitaet.at/ bei der sich Politiker aller Couleur verbünden…..
Um die „Art und Weise“, geht es bei der Initiative, die vor etwa zwei Jahren vom Grünen Wirtschaftskämmerer Hans Arsenovic und dem schwarzen EU-Abgeordneten Lukas Mandl ins Leben gerufen wurde…..

„Es stört uns, dass manche aus Prinzip dagegen sind, wenn die Idee von einer anderen Partei kommt. Es ist ja nichts dabei, wenn man klatscht, wenn die Rede gut war. Wurscht, bei welcher Partei der ist“, sagt Arsenovic……

ÖVP-Abgeordneter Nico Marchetti ist pragmatisch: „Demokratie ist Kompromiss, und Kompromiss tut manchmal weh.“ Nur so, betont der 28-jährige Wiener, bringe die Politik etwas weiter. (Näheres unter)

Diese Initiative ist sicher wertvoll und verdient möglichst viel Unterstützung. Aber gerade in Hinblick auf das gerade entstehende „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ sollte vor allem der Satz gelten:

„Es zählt das Kind, nicht die Fraktion (und Religion)“.

In einem längeren Telefongespräch mit Mag.Margit Wolf, der Geschäftsführerin von „Interface„,  hat diese ein meiner Meinung nach passendes Motto speziell für das „Bildungsgrätzl Triesterviertel“ vorgeschlagen: „Buntes Dorf“ zur Begleitung unserer Kinder .

Stadtrat Jürgen Czernohorszky nennt nämlich als zentrales Ziel : “Die gesamte Grätzlgemeinschaft soll an der Entwicklung der Kinder teilnehmen“ und Bildungsdirektor Heinrich Himmer bekräftigt: „Es ist besonders wichtig, dass alle an einem Strang ziehen“

Was ist unter „gesamte Grätzlgemeinschaft“ oder „alle an einem Strang ziehen“ im Sinne des „Bildungsgrätzl-Konzeptes“ zu verstehen? (Siehe WordPress-Beitrag vom September)

Es sollten vor allem jene Einrichtungen eines Stadtteils (Grätzl) mit öffentlichen und privaten Trägern vernetzt sein, die mit „Volksbildung“ im engeren und weiteren Sinn befasst sind. (Kindergärten, Schulen, Freizeitbereich, Beratungsstellen, Kultureinrichtungen, Büchereien, Volkshochschulen, Bildungsinitiativen o.ä. )

Die kommenden Treffen von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen dieser Grätzleinrichtungen sollten daher im Sinne des BG-Konzeptes vor allem zum persönlichen Kennenlernen und zur Vernetzung im Grätzl dienen.

Auf Basis dieser auf wechselseitigem Vertrauen beruhenden Kontakte könnten in der Folge die vorhandenen Qualifikationen und räumlichen Möglichkeiten „auf kurzem Weg“, also möglichst unbürokratisch, rasch und flexibel und – in diesem Fall – kindgerecht umgesetzt werden.

Diese positiven Erfahrungen konnte ich bei der Entwicklung des sogenannten „Regionalteam Favoriten“ in den 80-er bis 00-er Jahren miterleben, „einer unabhängigen Vernetzungsplattform von Menschen in der Bildungs-, Gesundheits- und Sozialarbeit“.

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Bilder: Arbeitskreis „Kinder/Jugendliche“ am 3.4.2000 im Institut für Suchtprävention aus der Broschüre „20 Jahre Regionalteam Favoriten“ (April 2002) und  im „Back on Stage“- Lokal am 18.9.2006 (Fotos FE)

RT10-AK KJ 3.4.2000
18.9.2006 BoS

Den gewählten Vertretern/Vertreterinnen von politischen Fraktionen oder leitenden Angehörigen von Religionsgemeinschaften stehen genügend andere Formen von gesellschaftlicher Teilhabe zur Verfügung, wo sie sich auch für die Interessen von Kindern einsetzen könnten. (Siehe: „Initiative für politische Qualität“)

Daher sollten sie an „Bildungsgrätzl“- Besprechungen nur teilnehmen, wenn sie dazu eingeladen werden.

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Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge:
http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?Triesterviertel/GedankenInhaltsVerzeichnis

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www.orteerzaehlen.at: WER HILFT MIT? Bitte melden.

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                 Unser Triesterviertel

                       Orte erzählen

Das „Triesterviertel“

Teil des 10.Wiener Gemeindebezirkes am nördlichen Wienerberg zwischen und entlang Matzleinsdorferplatz, Triesterstraße, Raxstaße und Gußriegelstraße.

Heute stellt das Triesterviertel einen fast idealtypischen Stadtteil mit einer funktionalen Durchmischung von Industriebetrieben, Kleingewerbebetrieben und Wohnhäusern dar. Die in den letzten Jahren deutlich vermehrte Bautätigkeit von Genossenschaften unterstreicht den Trend, das durch die Industrie geprägte Triesterviertel zunehmend als qualtitativ hochstehende Wohngegend zu etablieren. Ein Industriestadtteil ist auf dem rasanten Weg zum „Dienstleistungsstadtteil“ (Aus: Wolfgang Slapansky: „Leben und Arbeiten im Triesterviertel“ Zur Geschichte eines Bezirksteiles. Favoritner Museumsblätter Nr.18, Wien 1993)

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Um unseren Blog und unser Forum zu administrieren suchen wir Unterstützung. Wenn du Interesse am Triesterviertel, der Mitarbeit in einem engagierten Team und ein wenig Ahnung von Technik hast dann melde dich bei Fritz Endl

Weitere Informationen zum Triesterviertel gibt es unter www.triesterviertel.at

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Wir freuen uns sehr über diese schöne Anerkennung unserer Teamarbeit!

Als ich im Mai über die Feier zur 10. Infotafel  berichtete, ahnte ich noch nicht, dass von der Favoritner Bezirksvorstehung bald darauf  ein für unsere Planungsgruppe *) überraschendes Angebot kommen würde.

Die Bezirksvorstehung wäre nämlich bereit, eine Broschüre mit der Auflage von 2 500 Stück im A5-Format über unser „Orte erzählen“- Projekt zu finanzieren. Wir stimmten erfreut zu und arbeiteten seither an deren inhaltlichen und graphischen Gestaltung. Hochprofessionell wurden wir dabei vom sympathischen Mag.Stefan Zwickl von „aktuell PR“ begleitet.

2016-05-03

………    Stefan Zwickl und Siegfried Schuller (Gebietsbetreuung) sind Hauptgestalter der Broschüre

Ende 2016 wurde die 16 Seiten starke Broschüre fertig: „10 Orte im 10.Bezirk – DAS PROJEKT ORTE ERZÄHLEN“

oe-brosch-titel

……………………………..Die Außenseiten der Broschüre

Die Tatsache, dass diese Broschüre überhaupt finanziert wurde und auch die im Anschluss wiedergegebene Einleitung von Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner sind eine unschätzbare Unterstützung für unsere weitere Arbeit am Projekt „Unser Triesterviertel – ORTE ERZÄHLEN“.

Ich persönlich betrachte diese erfreuliche Entwicklung auch als „Lohn“ unserer schon gut „eingespielten“ Zusammenarbeit im Planungsteam. Sie gelingt trotz oder gerade WEGEN des Fehlens jeglicher Hierarchie und der vielen unterschiedlichen Motivationen und Qualifikationen.

„Liebe Favoritnerinnen, liebe Favoritner!

Unser Bezirk wurde vor mehr als 140 Jahren gegründet und setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Grätzeln zusammen, die allesamt ihre eigene Geschichte und Geschichten sowie Besonderheiten haben. Favoriten besteht aus dem Sonnwendviertel mit dem Hauptbahnhof und seinen vielen neuen Wohnbauten ebenso wie aus Ober- und Unterlaa mit ihren eher ländlichen Strukturen. Das zeichnet die Vielfalt in unserem Bezirk aus. Das Triesterviertel, das sich entlang der Triester Straße vom Matzleinsdorfer Platz bis zur Raxstraße befindet, hat durch seine zahlreichen ehemaligen Industrie- und Gewerbebetriebe, die im Laufe der Jahre großteils durch Wohnhäuser ersetzt wurden, einen ganz besonderen Charakter. Der Verein „triesterviertel.at“ sorgt nun schon bereits seit fast 25 Jahren für Belebung im Grätzl und schafft ein Identitätsbewusstsein der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Sichtbarstes Zeichen dieser tollen Initiative sind die Erinnerungstafeln des Projekts „Orte erzählen“. Dafür möchte ich den Vereinsverantwortlichen herzlich danken und ein ganz besonderer Dank geht auch die Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*10 und das Bezirksmuseum Favoriten, die das Projekt begleiten und unterstützen.

Ich lade alle Interessierten herzlich dazu ein, beim Verein „triesterviertel.at“ mitzumachen oder auch ihre eigene Grätzlinitiative zu starten. Diese Projekte fördern nicht nur die Verbundenheit mit dem Bezirk und dem Grätzl als persönlichen Wohn- und Lebensbereich, sondern sorgen auch für gute nachbarschaftliche Beziehungen.

Ihre Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner“

*) Die „Orte erzählen“-Planungsgruppe trifft einander seit 2008 meist in der GB*10. Sie besteht aus BewohnerInnen des „Triesterviertels“ (Helga und Fritz Endl, Jürgen Greiner und Johanna Schamburek), dem Bezirksmuseum Favoriten (Eva Fischer und  Walter Sturm), der Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*10 (Siegfried Schuller) sowie dem Volkskundewissenschaftler und Ö1-Redakteur Wolfgang Slapansky.

8-10-2013

Johanna Schamburek, Helga Endl, Eva Fischer, Walter Sturm, Siegfried Schuller und Jürgen Greiner am 8.10.2013 in der GB*10

27-7-2009

Fritz Endl und Wolfgang Slapansky am 27.7.2009 beim ORF-Funkhaus.

(Näheres zur Chronik des Projektes)

Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher veröffentlichten Beiträge

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